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Bocken / zickig sein bei Kleinkindern

Thema: Bocken / zickig sein bei Kleinkindern

Heute morgen wollte meine Tochter (3 geworden) das ich das Fenster öffne, damit sie rausgucken kann. Da ich habe für die Große das Frühstück machen mußte (konnte nicht dabei sein) sagte ich ihr, das ich das Fenster später öffne (ich bin lieber dabei, damit sie nicht rausfallen kann). Dann legte sie sich auf dem Boden und bockte. Sie schlug ihre Stirn auf dem Boden und trampelte mit den Füssen. Ich ließ sie "links" liegen. Ich frage sie immer wieder, ob sie "fertig" ist und ob sie zu mir kommen möchte. Ich nahm sie auch auf dem Arm. Sie war sie ein Aal - ich konnte sie kaum halten. Ich war richtig "hilflos". Später war sie wieder "normal" hatte aber auf der Stirn eine blaue Beule. Ich habe dann die Große in den Kindergarten gebracht und mit der Erzieherin gesprochen. Sie sagte es gibt kein "Rezept" wie man sich in solchen Situationen verhalten soll. Jeder kennt es mit dem Einkaufen "Mama ich will dies und das"... es soll Kinder geben, die halten so lange die Luft an, bis sie blau anlaufen (so schlimm ist es bei uns zum Glück noch nicht). Ich bin wirklich in solchen Situationen "überfordert". Klar es kommt in vielen Familien vor, dass die Kinder "austicken", ich würde aber gerne "besser" damit umgehen können. Vielleicht hat jemand eine gute Idee??? Ich bitte von solchen Komentaren wie z. B. Dein Kind ist verhaltensgestört o. ä. abzusehen - Danke Sie ist ganz "normal" und auf keiner Weise "auffällig".

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 11:59



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hallo, du sagst es doch schon selber: sie ist normal und nicht auffällig. kids sind so... das patentrezept wie man sich als mama beim bocken verhält kenne ich immer noch nicht..wenn du es weisst..bitte weitergeben. tröstende grüsse, zb

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 12:08



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Hallo! Meine Tochter (2 Jahre und 5 Monate) hatte vorhin erst auch so nen "Anfall"! Sie läuft dann immer ins Bad und knallt die Tür hinter sich zu! *g* Ich lass sie da drin erst mal n paar Minuten "spinnen" und dann versuch ich sie, mit irgendwas abzulenken. Sie zieht sehr gern Röcke und Kleider an und ich hab ihr gesagt, dass ich einen Prinzessinen-Rock für sie hab! Hab ihr einen Wickel-Mini-Rock von mir angezogen (ihr geht er bis zu den Knöcheln *g*) und schwupps.. sie hat wieder beste Laune! Ich versuch bei sowas immer, sie zum lachen zu bringen... funktioniert bei uns eigentlich immer! :o) LG Mare

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 12:13



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Hi, ich habe bei Frau Schuster mal was von einem sogenannten "Wutkissen" gelesen, das dazu dienen soll, dass die Kiddies ihre zum Teil Auto-Aggressionen "glimpflich" abreagieren können... Anscheinend häufen sich diese Reaktionen in dem Moment, in welchem sie langsam erkennen, dass "ich will" nicht immer unbedingt gleichbedeutend ist mit "ich bekomme es auch sofort". Es geht dieses Urvertrauen in die eigene Fähigkeit, immer sofort alles zu erreichen und zu bekommen, verloren, zugunsten aber der psychologischen Reife und Sozialisierung ;-) Nur tun sich die Kiddies eine Zeitlang echt schwer damit, langsam zu akzeptieren, dass sie nicht immer alles bekommen können. Wie immer, liegt auch hier der Schlüssel im goldenen Mittelmaß. Es hat genauso wenig Sinn und Zweck, den Kindern jetzt alles abspenstig zu machen, nur damit sie langsam lernen, sich auch mal anpassen zu müssen. Bei meinem Großen habe ich festgestellt, dass ich jetzt so langsam auch mit Erklärungen weiterkomme ;-), wenn er wirklich mal irgendwas nicht haben kann, aus GUTEM GRUND (z.B. das dritte Eis, welches er dann sowieso nicht schaffen würde). Diese Erklärungen fruchten aber erst ab einer gewissen Reife bei den Kiddies. Und bis dahin wird ordentlich einen auf Rumpelstilzchen gemacht ;-) Wie immer, der goldene MIttelweg ist der beste. Lg JAcky

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 12:43



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Isabella wurde Ende Mai drei und hat täglich minimum einen Anfall, der allerdings nicht in Selbstgefährdung oder Kopfanhauen oder so ausartet sonndern nur in wildes Geschrei und dem Satz: " Lass mich in Ruh´, geh weg, laß mich allein ( Hat das Dschungelbuch wohl einmal zu oft gesehen. Ich nenne es immer die "Mogliphase", denn sie immitiert den Duschungelburschen in Gestik Mimik und Wort perfekt). Zu meinem Mann sagt sie dann nur "Papa Bär" und ich bin Baghira der Mamapanther". Sie packt dann regelmässig ihren "Felixhasenreisekoffer" und teil mir mit das sie zu den "Dschungelgeiern" geht. Das ganze dauert dann etwa 10 min, dann ist sie wieder normal. Oder wenn sie mittags besonders müde ist, ist sie krätzig hoch³, dann windet sie sich auch wie eine Schlange und hab echt Mühe ins Bett zu bringen wo sie aber dann innnerhalb einer Minute einpennt. Ich rege mich darüber schon gar nicht mehrauf. Ist anscheinend wirklich so üblich. Gruß JOhanna

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 13:04



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Mogliphase und Dschungelgeier *g*

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 13:28



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wollte noch einen Buchtipp loswerden: also, aus reinem Lesevergnügen: Steve Biddulph, z.B. das Geheinis glücklicher Kinder und u.a. auch für nicht ganz so pflegeleichte Kinder: smart love. Die Biddulph-Bücher sind flüssig und vergnüglich zu lesen, enthalten aber kaum Ratschläge für "Härtefälle". Klar, wenn man sich von Anfang an an deren "Richtlinien" hält, dürfte es auch garnicht zu Problemfällen kommen. Das smart love-Buch hingegen führt auch Problemfälle und die entsprechenden Lösungsansätze auf. LG JAcky, die mindestens 20 % der ca. 370 Erziehungsratgeber gelesen hat ;-) und am Ende den wichtigsten Grundsatz von ihrer Mutter auf's Auge gedrückt bekommen hat ;-))

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 13:30



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Halli hallo! Erstmal laß Dich virtuell drücken =O) Meine große Schwester war so ein Exemplar. Die hat wirklich die Luft angehalten bis sie blau anlief ***augenroll*** Sonst ein ganz normales kluges Mädel. Aber in dieser Phase wollte meine Mama kein weiters Kind mehr ***lach*** Dass es natürlich MEGA peinlich war in der Öffentlichkeit, wenn das Kind schreit wie am Spieß und die Leute meinen man misshandelt sein Kind, wenns dann auch noch blau anläuft, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.... Meine andere Schwester (kam dann ganze 8 Jahre später) und ich haben das nie gemacht. Geholfen hat nur, und das war sehr unterschiedlich, streng sein und schimpfen oder einfach links liegen lassen. Diese Phase ging trotzdem ca. ein dreiviertel Jahr lang. Nun zu Deiner Maus. Klar ist sie nicht auffällig deswegen, ich würde sagen tpyisch "Trotzphase". Jetzt weiß das Kind genau welchen Einfluss es hat und möchte austesten wie weit es gehen kann. So lange es "nur" zu Hause ist, würde ich es auch ingorieren. Beim Einkaufen etc. würde ich verwarnen und dann SOFORT gehen, wenn sie weitermaccht. Teils kann es noch schlimmer werden, wenn Du sie dann trösten willst, teils kann es aber auch hilfreich sein, wenn Du sie feste hälst (so beruhigen sich dann manche Kinder). Ich denke aber bei Deinem Mädchen wird das so schneller verschwinden wie es gekommen ist. Wenn sie merkt, daß sie nicht weit damit kommt. Starke Nerven wünsche ich! GLG; Dine.

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 13:59



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Hi nochmal! Das Wichtigste ist wohl, daß Du Dich davon NICHT aus der Ruhe bringen läßt. Auch wenn es schwer fällt, denn negative Aufmerksamkeit ist halt auch Aufmerksamkeit. Bleib ruhig und nimms locker! Da wird sie ratz fatz merken, daß sie SO nicht weiter kommt, und sie Dich erst recht nicht dazu bewegen kann ihren Willen zu bekommen. Natürlich dann auch lieb loben, wenn sie Verständniss zeigt und geduldig wartet. GLG; Dine.

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 14:02



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Das du dich in solchen Situationen überfordert fühlst, ist richtig und gut. Dass ein Kind ab und an wütend ist- weil eben etwas nicht gelingt, ist normal und wichtig für die Entwicklung, ein selbstzerstörerischer Trotzausbruch (ich übertreibe mal absichtlich) sollte aber der absolute Ausnahmezustand sein, denn er stellt die Welt des Kindes auf den Kopf. Kein Kind würde einen Trotzausbruch bekommen, wenn es allein im Kinderzimmer versucht eine Socke anzuziehen und es nicht gelingt. Erst unser Verhalten läßt es ausflippen oder (mit eine wenig Geistesgegenwart)eben auch nicht. Wenn dein Kind gern aus dem Fenster schaut, warum steht es nicht auf dem Stuhl und schaut durch die Glasscheibe? Du hättest zum Beispiel sagen können: "Ich habe leider keine Zeit, aber vielleicht erzählst du mir nachher, was du schönes gesehen hast." Vielleicht hatte sie aber mehr Lust auf deine Gesellschaft? Warum steht sie dann nicht bei dir in der Küche auf dem Stuhl und schnippelt auch irgendetwas mit? Wenn Kinder wegen unserem Fehlverhalten (Oft sagen wir nur das falsche!) wütend werden, sollte man sich schleunigst eine Alternative überlegen, denn bei Machtkämpfen verlieren immer beide. Liebe Grüße Heike

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 21:50



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ich hab ja noch glück. meiner verzieht sich in sein zimmer oder auf die couch (mit hocherhobener nase und superbeleidigtem gesichtsausdruck) und schmollt. und er will dann gar nix mehr. sagt nur mehr nein. ich sag ihm dann, ich bin in der küche, du kannst mich rufen, wenn du mit mir reden willst. (er ist drei). hysterisches auf den bodenwerfen gibt es bis jetzt gottseidank nicht bei uns. irgendein schlaues buch hat dazu geschrieben, dass man dem kind in diesen trotzsituationen einfach stumm vermitteln soll - ich bin da. (wenn das kind trotzt,hilft es meist nämlich nix mehr, wenn man doch das fenster aufmacht oder alternativen vorschlägt. dann ist nämlich jeder zug abgefahren...) finde heraus, ob es ihr lieber ist, wenn du sie berührst oder einfach nur da bist. wenn sie dann kommt, schenk ihr aufmerksamkeit und rede mit ihr. frag sie, warum sie so böse war..oft kommt was raus... und oft ist es wirklich nur, weil wir halt mal nicht ultimativ und jetzt sofort zeit hatten. aber so ists nunmal. gute nerven. ich wünsch dir, dass die "anfälle" ;-) nicht zu oft kommen. lg mi

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 22:55



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"wenn sie dann kommt, schenk ihr aufmerksamkeit und rede mit ihr. frag sie, warum sie so böse war..oft kommt was raus..." Ersetze bitte 'böse' mit 'wütend' und ich kann mich damit anfreunden. Kein Kind ist 'böse' und man sollte es ihnen auch nicht einreden! lg!

Mitglied inaktiv - 21.06.2006, 23:41



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Alles von dir Aufgezählte fruchtet bei meiner Tochter überhaupt nicht. Neben mir in der Küche stehen und schnippeln? Je ne veux pas! Kein Wutanfall beim alleinigen Versuch die Socken anzuziehen (Mutter oder Vater sind nicht in der Nähe)? Weit gefehlt. Mammmannn, je ne peux pas! Schmeiß die Socken und andere greifbare Gegenstände durch die Gegend. Aus dem geschlossenen Fenster sehen? Non, je ne veux pas! usw. usf. Also nichts für ungut, aber die wütenden Reaktionen der Kleinkinder, werden sicher nicht durch das Verhalten der Erwachsenen hervorgerufen. Jedenfalls meistens nicht. Meine Erfahrung. LG Pascale

Mitglied inaktiv - 22.06.2006, 11:10



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JO2003 hat geschrieben, dass ihr Kind aus dem geöffneten Fenster sehen wollte. Meine interessiert es auch meist nicht aus dem geschlossenen Fenster zu schauen. Sie will auch immer, dass ich das Fenster öffne. Meist muss ich sie da leider enttäuschen, da mir das, selbst wenn ich sie festhalte, nicht geheuer ist. Wenn ich ihr jetzt also einen Stuhl vor das Fenster stelle, damit sie aus dem geschlossenen Fenster schauen kann, sind zwei Dinge bereits vorprogrammiert: a) sie wird sowieso nicht wollen, da das Fenster geschlossen bleibt. (Reaktion die ich vorziehe) b) sie wird versuchen das Fenster selbst zu öffnen. Habe neulich gesehen, dass ihr das gelingt. Also so pauschalisieren, wie es einige hier tun, kann man solche Situationen nicht. LG Pascale

Mitglied inaktiv - 22.06.2006, 11:28