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3 und mehr

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Geschrieben von lucalara am 15.07.2010, 15:44 Uhr

Alltag einer Mutter

Hallo habe eine nette Kurzgeschichte gefunden, für alle Mütter und Ehefrauen.



Bis das der Tod euch scheidet!



Wer hat sich denn nur diesen unsinnigen Satz ausgedacht? Das kann nur ein äußerst romantisch veranlagter, katholischer Priester aus dem 18 Jahrhundert gewesen sein. Bestimmt hatte er nicht nicht einmal eine nackte Frau zu Gesicht bekommen, geschweige den schien er etwas von Ehe zu verstehen.
Ich war wütend und wie! Nicht auf den ahnungslosen Priester, nicht auf den blöden Satz. Nein, auf meinen hirnverbrannten Mann.
Wieder einmal rannte ich von Fenster zu Fenster und schaute erwartungsvoll auf die Straße. Ich ersehnte, dass er nun endlich die Einfahrt einbiegen würde.
Wo blieb er den schon wieder? Ich verwettete meinen Hintern darauf, dass er es schon wieder vergessen hatte.
Es war viertel vor sieben. Um sieben musste ich bei der Lehrerin von Neele antanzen. Heute war Elternsprechtag und ich war mir nicht sicher, ob ich doch vielleicht etwas erleichtert war, wenn ich nicht rechtzeitig hinkomme. Auf jeden Fall grauste es mich davor.
Um noch mal auf den all zu berühmten Satz zurück zu kommen. Naja, wie wäre es mit: Bis das der Alltag euch scheidet oder der schlechte Sex, oder das Übergewicht, oder gar der Hass. Ja, das wäre sicher passender gewesen: Bis das der Hass euch scheidet.
Zumindest passte es im Moment, denn ich hasste sein Zuspätkommen. Ich war schon auf seine Ausrede gespannt. Wahrscheinlich hatte er nicht mal eine.

Ich stellte mir das Gespräch bildlich vor:

„ Oh, das hast du mir gar nicht gesagt!“ würde er völlig überrascht von sich geben.
„ Doch, ich habe es dir gestern Abend beim Fernsehen erzählt!“ meine Stimme wäre wohl noch geduldig.
„ Kann nicht sein, ich bin mir sicher!“ würde er behaupten.
„ Und ich bin mir totsicher, dir es gestern abends gesagt zu haben als James Bond lief!“ Jetzt wird meine Stimme etwas schrill und hoch.
„ Ach ja, gestern lief ja James Bond, da bist du selbst schuld. Ich habe dem Film angesehen und habe es wohl überhört.“
Innerlich würde ich kochen vor Wut und würde mich wundern, warum er dann noch gestern „ Ja, ja ich höre dir zu!“ mürrisch zurück antwortete auf meine Frage: „ Hast du mitbekommen, dass Neeles Elternsprechtag um sieben stattfindet?“
Aber ich sparte mir dieses Argument, es war völlig sinnlos.
Klar alles meine Schuld! Es war zu offensichtlich. Männer sind eben nicht mulitasking. War ich aber auch doof, nicht daran gedacht zu haben.

Inzwischen drückte ich meine Nase an der Scheibe platt und spähte sehnsüchtig nach unserem Auto aus. Nein, nicht nach meinem Mann, nach meinem Auto!
Die Uhr zeigte Punkt Sieben und ich zog mir meinen Mantel über, damit ich so schnell wie möglich hier weg kam, wenn Paul zur Tür rein kommen würde.

Ein Wunder um viertel nach sieben fuhr James in die Einfahrt.
„ Papa ist da! Ich fahr nun los“ , rief ich etwas erleichtert zu Neele.
„ Ach Mist.“ hörte ich Neele leise fluchen.
Sie freute sich auf den Elternsprechtag genauso wie ich. Das wird bestimmt heiter werden.

Ich stürmte aus der Haustür und Paul kam mir erstaunt entgegen:
„ Wo musst du hin? Was ist los?“
Ich starrte ihn wütend an.
„Zu Neeles Elternsprechtag!“ zischte ich verärgert.
„Bist du etwa zu spät? Hättest du mir doch etwas gesagt, dann hätte ich auf den Kaffee bei McDonalds mit John verzichtet.“ fragte Paul ahnungslos.
Die Zornesröte stieg in mir hoch und ich versuchte ihn nicht anzufallen.
Ich stellte mir bildlich vor, wie ich auf ihn springe, mich an ihm wie ein Klammeräffchen hänge und wütend um mich schlage. Allein die Vorstellung gewährte mir eine leichte Genugtuung.
„ Was gibt es zu Essen?“ wollte er etwas verwirrt wissen.
Ich knurrte ihn herausfordernd an.
„ Ja, ja ist ja gut. Man bist du heute aber wieder lästig. Hier der Autoschlüssel!“ Paul schien noch immer sichtlich irritiert und stieg grübelnd die Treppe hoch.

Wie erwartet war Frau Maier von meiner Verspätung genervt:
„ Ich dachte sie würden gar nicht mehr kommen!“ Sie seufzte und suchte Neeles Unterlagen heraus.
„ Entschuldigen sie vielmals. Mein Mann stand im Stau und ich konnte den Kleinen ja nicht alleine lassen.“ log ich verschämt.
Wieso log ich eigentlich? Wie würde Folgendes klingen:
„ Ach Frau Maier, sie wissen ja, die Männer, diese hirnlosen Volltrottel. Er hat es mal wieder vergessen und schiebt es mir sogar noch in die Schuhe. Sie sind ja verheiratet, sie kennen das ja.“
Ich verkniff mir jedoch diese Erklärung. Was ist, wenn Frau Maier nicht verheiratet war? Dann würde sie wohl mit einem wohltuendem Lächeln den Kopf schütteln und darauf antworten: „ Selbst schuld, sie sind ja schließlich nicht zwangsverheiratet worden!“

„ Also, kommen wir mal zu Neeles Leistungen.“ begann Frau Maier. Ich senkte den Blick zu Boden und fing mich jetzt schon an zu schämen. Viel schlimmer wäre es wohl, wenn sie mit Neeles Verhalten angefangen hätte. Aber nun gut, da musste ich wohl oder übel durch.
„ In Deutsch steht Neele auf eine Drei, in Englisch, Chemie, Biologie, Geschichte, Erdkunde auch. In Religion, Musik und Sport hat sie eine Zwei.
Nur Mathematik ist ihr Problemfach. Sie wissen es, typisch Mädchen, eine glatte Fünf. Aber da kann man nicht mehr tun, als viel üben. Vielleicht schafft sie auch mal eine Vier, wenn sie sich anstrengt.“ Frau Maier zuckte hilflos mit den Schultern.

Klasse, dieser traditioneller Familienfluch zog sich über Generationen hindurch, dass alle Mädchen unserer Familie totale Nieten in Mathe waren. Wir sehr ich damals meinen Bruder Jakob beneidete. Während ich tagelang über einer Aufgabe saß und schier verzweifelt versuchte auch nur einen einzigen Ansatz zu verstehen, flog es ihm über Nacht einfach in den Schoß.
Ich hatte Mitleid mit Neele, auch wenn sie sinkfaul in Mathe war, es würde doch sowieso nichts nützen. Ich wusste es selbst aus bitterer Erfahrung. Einfach Aussichtslos.

Frau Maier fuhr weiter fort:
„ Sie müssen wissen Neele ist nun am Anfang der Pubertät und somit ist sie, wie jedes Mädchen recht anstrengend.“
Ach wirklich.....ich war erstaunt, dass Frau Maier mich darauf aufmerksam machte. Ist mir ja noch gar nicht aufgefallen. Die täglichen Zickenanfälle, Schreiattaken und der Klamottenwahn. Stundenlange Belagerung des Badezimmers und gewaltvolle Auseinandersetzungen mit ihrem Bruder. Wenn das erst der Anfang der Pubertät ist, dann wird Neele wohl das Ende oder gar die Mitte der Pubertät nicht mehr erleben.
Ich zog die Augenbrauen hoch und verdrehte leicht die Augen.
Aber solang das Frau Maier solch in Verständnis für ihr Gezicke zeigte. Mir soll es recht sein.
„ Ich weiß, dass ist ihr erstes Kind, das nun heranwächst. Noch paar Jahre, dann ist es vorbei!“ versuchte mich Frau Maier vergeblich zu trösten.
Wie gut, dass ich mein entsetztes Gesicht verbergen konnte. Noch paar Jahre, wenn das so weiter geht, dann wird mindestens ein Familienmitglied die Pubertät nicht überleben. Erste Möglichkeit. Neele erschlägt in Eifer des Gefechts ihren Bruder Ben. Möglichkeit Nummer Zwei, er erschlägt in der Gegenwehr Neele und die letzte Möglichkeit wäre, ich raste aus und erwürge Neele und falls Ben bis dahin auch noch in der Pubertät kommt, dann ihn vorsichtshalber auch noch mit.

„ Im Großem und Ganzem bin ich Zufrieden mit Neele, es gibt wirklich schlimmere Fälle. Machen sie sich keine Sorgen. Eiserne Konsequenz, aber auch viel Geduld und dann wird das schon.“ ermunternde mich zum Schluss Neeles Lehrerin.
Schade, dass mir bisher noch keiner verraten hat, wie ich diese Eigenschaften erwerbe. Die hat wohl der liebe Gott bei mir völlig vergessen.
Wie dem sei, ich verabschiedete mich von Frau Maier und entschuldigte ich nochmals mit der gelogenen Version des kilometerlangen Staus meines Mannes und fuhr sichtlich erleichtert nach Hause.
Im Auto drehte ich im Radio laut meinen Lieblingssong auf und grölte mit. Meine Laune fing an besser zu werden. Letztendlich war der Elternsprechtag gar nicht so schlimm ausgefallen. Neele sitzt schon bestimmt auf Nadeln und verschiebt in Gedanken ihre Termine mit ihren Freundinnen. Je nachdem wie lange ihr Stubenarrest dauern würde.

Ich drehte den Schlüssel im Schloss um und hörte bereits wie der der Bär tobte. Neele schrie schrill:
„ Hau doch bloß ab du Penner!“ Ben duckte sich und Neele warf einen Schuh nach ihm. Beinahe hätte sie mich getroffen. Zum Glück wich ich rechtzeitig aus und der Schuh knallte gegen die Wand. Ich verzog verärgert mein Gesicht. Das waren meine 200 Euro Stiefel! Meine Schätzchen.
Wie schön war es wieder daheim zu sein.
Ben kugelte sich vor Lachen und zeigte spöttisch mit dem Zeigefinger auf Neele: „ Huhu, das war eine glatte Zugabe für deinen Stubenarrest. Hey, Mom wie war es denn bei Frau Maier?“
Ich warf Ben einen grollenden Blick zu und ermahnte zornig meinen Sohn: „ Nächste Woche sehe ich deinen Lehrer, Ben. Im Gegensatz zu Neele kann ich dir deinen Stubenarrest jetzt schon garantieren!“
Ben zuckte zusammen. Neele gluckste schadenfreudig.
So waren meine Kinder, keiner einen Cent besser als der Andere. Und was tat mein lieber Ehemann, ich hätte es raten können. Er lag auf dem Sofa und sah Fußball. Meine Kinder erschlugen sich gegenseitig und er schaute seelenruhig Fußball. Aber warum wundert mich das?
Ich stampfte mitten durch das Fernsehbild und winkte ihm zu:
„ Hallo ich bin zurück, mache mal leiser!“

Er drehte das Fußballspiel minimal leiser und sah zu mir auf.
„ Und?“ fragte er mürrisch.
„ Ja es geht, sie ist im Großem und Ganzen recht zufrieden. Nur in Mathe steht sie auf dem Schlauch.“ erklärte ich sachlich.
Neele spitzte die Ohren in meine Richtung und schien sichtlich erleichtert. Das war für sie nichts Neues.
„ Sie ist eben wie du keine Leuchte in Mathe!“ bemerkte er abwesend.
Danke aber auch, nun war ich daran auch wieder schuld.
Ich zuckte mit den Schultern und Paul drehte das Spiel wieder lauter.
Neele streckte Ben die Zunge raus und sprang auf die Treppe nach oben.
„Blöde Kuh.“ flüsterte Ben zu sich selbst und verschwand in der Küche.

Ich schlich mich auf Zehenspitzen in Kai´s Kinderzimmer. Das Einzige was mich noch heute sanftmütig stimmen könnte. Und da lag er, wie ein keiner Engel. Seine Fäustchen geballt und sein Köpfchen zur Seite geneigt. Mein kleiner Wirbelwind, der jetzt so seelenruhig schlief.
Er schmatzte leicht mit seinen vollen, zarten Lippchen und ich schmolz dahin.
Auf das Kindchenschema war stets Verlass.
Er zauberte mir seliges Lächeln auf meinem Gesicht und ich strich ihm sanft über seinen blonden Lockenkopf. Warum konnte er nicht für immer 18 Monate bleiben? Viel zu schnell ereilen ihn die Hormone, die Pickel und die Abnabelung von mir. Dann bin ich uncool und völlig abgeschrieben. Wie schade! Aber noch war ich die Nummer Eins für Kai. Ich nahm mir vor es so lange wie möglich zu genießen.

Nun spülte ich noch das Geschirr vom Abendessen ab. Die Essensreste würden eher Füße bekommen und selbst in den Müll wandern, ehe irgendjemand auf die Idee käme außer mir natürlich abzuwaschen.
Paul lag schnarchend auf dem Sofa und schlief bereits.
Ich trocknete noch den letzten Teller ab und weckte Paul, damit er sich ins Schlafzimmer schlafen legte.
Ich wusch mich, putzte mir die Zähne und sah nur zufällig in den Spiegel. Ich sah grauenvoll aus. Dunkle Ringe umrandeten meine Augen. Kleine Fältchen bildeten sich an meiner Stirn. Himmel, sah ich alt und schrecklich müde aus. Aber so fühlte ich mich auch, als hätte ich mindestens drei Monate nicht mehr geschlafen. Am liebsten würde ich in einen Winterschlaf fallen.
Ich erinnerte mich, dass mich morgen pünktlich um sechs Kai mit einem Sprung in mein Bett wecken würde und ich wandte schnell den Blick vom Spiegel. Mit meinem Aussehen wollte ich mich heute bestimmt nicht mehr auseinandersetzen, zu deprimierend.
Ich zog mir hastig mein kurzes Nachthemd über und legte mich ins Bett neben Paul, der schon wieder schnarchend den Regenwald durchsägte.
Wie ich sein Schnarchen hasste. Seine grunzenden Laute bohrten sich in meine Ohren und ich holte lieber gleich die Oropax heraus und stopfte sie mir genervt in meine Ohren.
Tausend Dank dem, der sie erfunden hat. Die Oropax haben mir so einigen nächtlichen Nervenzusammenbruch erspart.
Das Schnarchen verstummte und wandelte sich eher zu einem leisem Rauschen. Ich drehte mich auf die Seite und versuchte vergeblich einzuschlafen. Wie jede Nacht überfielen mich die gleichen Gedanken. Die Gedanken über mich, über mein Leben, über meine traurige Ehe.



LG Johanna

 
10 Antworten:

Re: Alltag einer Mutter

Antwort von Fredda am 15.07.2010, 17:01 Uhr

Ich finde die Geschichte traurig, nicht nett. Irgendwie eine depressive Aneinanderreihung von Vorurteilen und Gemeinplätzen.

Was stimmt ist, dass Männer wohl eher in der Lage sind, zwischen den streitenden Kindern fernzusehen und (auch wenn beide arbeiten) sich nicht für Elternsprechtage etc. zuständig fühlen.

Und so doofe Lehrer gibt es sicher auch noch, die glauben, schlecht in Mathe=typisch Mädchen.

Lg

Fredda

GENAUSO .....

Antwort von smonie am 15.07.2010, 21:23 Uhr

..... ist es!

Allerdings bin ich dazu übergegangen meinem Mann dann so gegen 17:30 Uhr eine Erinnerungs-Mail zu schicken!

Und zum spülen und aufräumen zwinge ich hier eigentlich ab und an alle mal (zumindest die Großen), man muss es nur IMMER WIEDER sagen! Männern und Kindern fehlt da ein Gen um das selber zu sehen, was fällig ist!

Und wenn ich mir die kleine Süße dann ansehe, egal ob sie schläft oder mich anlächelt, dann erinnere ich mich wieder an die schönen Momente zwischen den Phasen die Kinder so durchmachen!!!

Aber es ist immer wieder schön zu hören das es eigentlich FAST überall das Gleiche Spiel ist!

Also, hiermit an Alle: Kopf hoch! Wir lieben Sie ja trotzdem ..... die Kinder und die Männer!

@Fredda

Antwort von micha67 am 15.07.2010, 21:30 Uhr

Ich kann der Geschichte auch nichts Nettes abgewinnen MEIN Alltag einer 6fachMutter ist definitiv viel schöner und nicht mit so vielen negativen Gedanken gespickt - auch wenn die Arbeit die gleiche sein mag (Termine in Schule und Haushalt, zu versorgende Mäuler....)

Ich liebe meinen Alltag und meine 7 Männer und kann mir nichts Schöneres im Moment vorstellen - wenn mein Alltag so verliefe wie in der Geschichte würde ich daraus ausbrechen

Re: Alltag einer Mutter

Antwort von Potter am 15.07.2010, 22:37 Uhr

Ich hätte mir ein schöneres Ende für die Geschichte gewünscht. Also irgendetwas Nettes noch. Woran die Frau erkennt, warum sie überhaupt noch bei ihrem Mann ist, warum sie diese ganze Familie nicht längst aufgegeben hat.

Also... Bei mir ist immer was Schönes. Ich habe auch mal so Tage, wo alles schief läuft. Also die Zeiten mit meinem Mann klappen einfach nicht, die Kinder bauen richtigen Mist, Arbeit überfordert mich auch noch total und ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Aber spätestens am Abend weiß ich dann, warum ich dieses Leben lebe. Dann kommt mein Mann noch einmal zu mir und küsst mich sanft, umwirbt mich mit liebevollen Worten. Das "anstrengendste" Kind des jeweiligen Tages springt noch mal in meine Arme und wispert mir zu, dass es mich liebt. Irgendwer hilft mir noch einmal beim Aufräumen, ins Bett bringen der Kleineren etc. etc. und zeigt mir damit, dass das Großwerden (also auch das Durchleben der Pubertät) auch positive Seiten hat, da sie so immer mehr Verantwortung übernehmen können und wollen.

Also... Irgendetwas Positives wäre einfach nett gewesen. So sind es viele Klischees mit einer frustrierten Mutter, einem Idioten als Vater, zwei Kindern, die offensichtlich an nichts denken, außer sich zu streiten, und einem kleinen Kind, das natürlich der Engel höchstpersönlich ist.
Solche Geschichten kann ich nicht leiden. :)

LG

Selber Schuld.....

Antwort von Yuri am 15.07.2010, 23:02 Uhr

Zitat:Nun spülte ich noch das Geschirr vom Abendessen ab. Die Essensreste würden eher Füße bekommen und selbst in den Müll wandern, ehe irgendjemand auf die Idee käme außer mir natürlich abzuwaschen. Ende

Da sind meine Kinder besser erzogen, jeder hat seine Aufgaben. Wenn ich mich zum niedersten Mitglied der Familie mache und auf Gedeih und Verderb mich allen ausliefere...tja, dann ist was falsch gelaufen.

Den Mann haette sie anrufen koennen (oder stammt die Geschichte aus Vor-Handy- Zeiten??)
Die Kinder sollten in dem Alter laengst gelernt haben, dass eine Familie GEBEN und NEHMEN bedeutet.

So ein Leben wuerde mich auch depressiv werden lassen.

vielleicht sollte diese arme Mutter mal mit der Faust auf den Tisch hauen

Antwort von Yuri am 15.07.2010, 23:05 Uhr

und ihren Liebsten eine Standpauke halten, welchen Stellenwert sie sich wuenscht, naemlich gleichwertig zum Mann sein und ernst genommen werden!

Re: vielleicht sollte diese arme Mutter mal mit der Faust auf den Tisch hauen

Antwort von lucalara am 16.07.2010, 8:50 Uhr

Hallo,

ich finde es gut geschrieben, klar eine Menge Ironie ist dabei. Ich denke, dass es eben Tage gibt, wo alles einfach mal nicht so läuft und man sich in gewisse Situationen genau reinfühlen kann.
Keiner kann mir erzählen, dass einen Mutter von drei vier oder sechs Kindern jeden Tag ein Wunder erlebt und freudestrahlend jeden Tag durch die Gegend läuft. Jeder hat doch Tage oder Phasen dabei, wo man sich am liebsten auf eine einsame Insel verkriehen würde.
Ich muß sagen, ich würde mir persönlich auch nicht auf der Nase rumtanzen lassen, wie die Mutter in der Kurzgeschichte. Teenager können sehr wohl abwaschen und den Mann würde ich auch was pfeifen, ich kenne aber genug Frauen, die dazu kein Durchsetztungsvermögen mehr haben. Alltag eben, da ist leider nicht immer positiv und frustierte Hausfrauen gibt es sicherlich wie Sand am mehr, die unglücklich in der Ehe sind.
Ich fand es realistisch und ironisch. Muß ja nicht alles mit Friedefreude Eierkuchen und glücklicher Familie enden. Das liest man ja eh ständig.
War nur so mein Gedanke.

Die Ironie ging an mir vorbei

Antwort von Fredda am 16.07.2010, 11:24 Uhr

liegt vielleicht an der Hitze, ich fand, es paßt in dieses "Tee und Toast" und "nur der Pudding" Wischiwaschi.

Klar bin ich auch manchmal frustriert und die ewig gleichen Krümel an den ewig gleichen Stellen nerven extrem. ABER: Dann mache ich was dran.

Lg

Fredda

Re: Die Ironie ging an mir vorbei - same here

Antwort von Yuri am 16.07.2010, 13:20 Uhr

ich kann da keine Ironie rauslesen, wenn Muttern sich beschwert, dass sie die einzige ist, die den Abwasch macht statt erstmal die Kinder zusammenzuscheissen, dass sie ihre Energie doch lieber dem Haushalt widmen sollten wenn der Abwasch schon so offensichtlich rumsteht, weil sie ja schliesslich auch genug von Muttern bekommen (geben und nehmen!).
Und das Geschirr haetts auch noch ueber Nacht getan...dass sie sich abends noch frustriert hinstellt und es widerwillig abwaescht, ohne ihrer "Brut" wenigstens ein paar Takte darueber zu sagen....tja, PP persoenliches Pech....morgen laeuft es sicher genauso ab solang sie nichts dran aendert.

Nein, Ironie les ich bei ihrer Frustration nicht raus.
Am Anfang ist es ja recht lustig zu lesen...aber dann wirds einfach nur bitter.

Re: Alltag einer Mutter

Antwort von deischuhzu am 17.07.2010, 15:34 Uhr

nett geschrieben. Das mit den streitenden Geschwistern kann ich nachvollziehen, auch das der Mann mal einen Termin verpasst.

Aber wer einen Mann hat, der sich so benimmt und keine Verantwortung für die Kinder übernimmt und auch nicht daran denkt, dass Geschirr wegzuräumen, nachdem er erstmal schön entspannt Kaffee trinken war, das muss sich Frau nicht geben und ist selbst schuld, wenn sie da keinen Schlußstrich drunter zieht.

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