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Geschrieben von Ulli am 09.06.2006, 16:00 Uhr

Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Hi,
helft mir mal von meinem Trip runter. ;-)
Mein Mann und ich haben uns den Verdienst von Lehrern angeschaut, weil meine Schwägerin immer meint, sie wäre unterbezahlt.
Stimmt es, dass eine Studienrätin A13, 35 Jahre, verheiratet, Steuerklasse IV, keine Kinder etwa 2800 Euro netto hat? (ok Krankenversicherung zahlt sie noch, ziehen wir großzügig 300 Euro monatlich ab)
Ich hab ausgerechnet, dass bei gleichen Bedingunen (verh., STeuerklasse IV) ein normaler Arbeitnehmer 60.000€ brutto pro Jahr verdienen muss. Wow, das ist schon ne ordentliche Führungsposition.
Ich weiß, dass es blöd ist über die Lehrer und Beamten zu jammern, hab ich auch nie getan, aber das hat mich schon umgehauen.
Bin richtig neidisch/missgünstig. Mir haben meine Eltern auch immer gesagt "Kind werd Lehrer, das ist ideal, wenn man Familie will". Die haben aber von den Arbeitszeiten geredet, hätte mir einer mal das mit dem Geld gesagt ...
Boah man, holt mich mal einer runter von meinem Missgunst-Trip. Am besten zeigt Ihr, mir dass ich einfach falsch gerechnet habe!
Danke.
Viele Grüße
Ulli

 
66 Antworten:

Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von junima am 09.06.2006, 16:16 Uhr

Hast schon ganz richtig gerechnet und das gehalt steigt ganz von alleine weiter, einfach mit zunehmendem Alter, wie bei allen im ÖD.
Neidisch werde ich da nicht, sauer aber oft. Ich finde eine angemessene Bezahlung für einen so wichtigen u. verantwortungsvollen Beruf wie den des Lehrers wichtig und richtig. Wenn ich aber dann sehe, dass jeder Lehrer diese Bezahlung erhält, egal ob er seinen Job gut oder schlecht macht, egal ob er Leistung bringt oder nicht, egal ob er sich über ein lächerliches Pflichtprogramm hinaus weiterbildet oder nicht, dann platzt mir echt die Hutschnur!
Genau was du indirekt ansprichst ist nämlich Ursache unserer ganzen Bildungsmisere: In diesen Beruf gehen etliche Leute, die wenig arbeiten und viel verdienen wollen!
Vertseht mich nicht falsch,es gibt -zum Glück- auch wunderbare, engagierte Lehrer, die in ihrem Beruf eine Berufung sehen aber leider auch viel zu viele vo der oben beschriebenen Sorte...
junima

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Katpa am 09.06.2006, 16:44 Uhr

Und wo ist euer Problem?

Ein Lehramtsstudiengang dauert mindestens 5 Jahre inkl. Examen (8Semester + 1-2 Prüfungssemester), dann folgen zwei Jahre Referendariat. Da muss wohl nichts groß zum Verdienst gesagt werden, oder? Da hätte ich als Azubi mehr verdient.

Es macht mich echt sauer, wenn sich Lehrer immer wieder rechtfertigen müssen für ihr ach so tolles Gehalt, ihre super Arbeitszeiten...
Arbeitet ihr auch noch oft bis in die Nacht rein? Nein? Ich schon...

Zu den Summen kann ich nichts sagen. Ich bekomme BAT IIa (was A13 entspräche), aber von solchen Summen bin ich dank Steuerklasse und GKV weit entfernt. Aber es gibt genügend Gehaltsrechner in den Weiten des WWW, die euch sicherlich zuverlässig Auskunft erteilen können. Könnte sogar in etwa hinkommen. Und?

Vielleicht sollte ich mich auch mal aufregen über die Gehälter und Aufstiegsmöglichkeiten in der freien Wirtschaft. Wär sicher ein Riesenspaß...

Genervt, Katpa

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Henriette am 09.06.2006, 16:49 Uhr

Hallo,

die Rechnung kommt so hin, wobei dabei tatsächlich das Dienstalter eine Rolle spielt. Ob Neid und Missgunst da angerbacht sind, mag ich (als Lehrerin) nicht beurteilen. Bei der tatsächlichen Arbeitsbelastung eines engagierten Lehrers geht bei einer Vollzeitstelle die wöchentliche Belastung weit über die vergleichbaren 40 Stunden hinaus. Schwarze Schafe gibt es viele; ob sie nun den Beruf wegen des Geldes oder der Ferienzeit gewählt haben, wage ich wiederrum zu bezweifeln...

Eure Verärgerung kann ich schon verstehen. Man muss dabei aber auch bedenken, dass die Bildungsmisere nicht allein den verantwortungslosen und faulen Lehrern zugeschustert werden darf. Wie sieht es mit Elternhäusern aus, die nicht selten spätestens ab der 5. Klasse jegliche Fürsorge ablegen?

Zum Gehalt noch ein Letztes: für den wie schon gesagte verantwortungsvollen udn wichtigen Erziehungs- udn Bildungsauftrag, das Studium, das mehr als schlecht bezahlte Referendariat, die vielen Aufgaben, für die kein Seminar, kein Teil der Ausbildung vorbereitet, halte ich den Verdienst tatsächlich angemessen...

Henriette

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Nachtrag

Antwort von Henriette am 09.06.2006, 16:52 Uhr

Dsa Verständnis für eure Verärgerung bezieht sich auf die Kollegen, die ihren Job verantwortungslos machen, nicht auf das Gehalt. Da bin ich der gleichen Meinung wie Katpa.
Henriette

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von 1704 am 09.06.2006, 17:06 Uhr

was mich an dieser Diskussion wirklich nervt: wollt ihr Nicht- lehrer wirklich für dieses geld 20- 30 Schüler, von denen viele uninteressiert, frech, verhaltensauffällig, minderbegabt, etc sind gleichzeitig unterrichten? Wollt ihr für dieses geld oft ca 28 tunden für Ruhe und Disziplin sorgen? Wollt ihr für dieses geld von eltern persönlich angegangen werden? Und wollt ihr euch für dieses geld immer wieder rechtfertigen müssen? und ganz nebenbei: nur wer diesen Job nach 8 Jahren Ausbildung 40 Jahre in Vollzeit erledigt, der bekommt dann 65 % von seinem letzten netto gehalt als pension.Für jedes jahr dass du vor diesen ca 68 Jahren in pension gehst hagelt es heftige Abstriche. Und irgendwie wollen ja auch alle Eltern keine alten lehrer für ihre Kinder. In deiner pensionszeit gehen dann aber noch mittlerweile ca 500 Euro für die Krankenversicherung weg. ich bin auch Lehrer- ich mach meinen Job gerne- aber wieso müssen sich eigentlich immer nur Lehrer für ihr gehalt rechtfertigen?
Viele Mütter und Hausfrauen jammern immer, dass ihre Arbeit nicht genügend gewürdigt wird. Auch wir erziehen Kinder- noch dazu die von den anderen. Das könnte man ruhig auch mal würdigen.
Und im übrigen: der Lehrerberuf steht jdermann offen!!!!!!!!!!Auch das gehört zur Berufsauswahl: sich in allen bereichen orientieren, was einen erwartet.
PS: gegen eine leistungsorientierte bezahung hätte ich im übrigen auch nichts einzuwenden.

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von berita am 09.06.2006, 17:28 Uhr

Hallo,

naja, in der IT kann man aehnliches verdienen, ohne Fuehrungsposition. Man muss sich halt informieren, bevor man seine Berufswahl trifft. Ich persoenlich wuerde uebrigends fuer kein Geld der Welt Lehrer sein wollen, da waere ich schon laengst in der Klapse :-) Aber wer es macht und mit Engagement, meinen Respekt hat er, meinen Neid nicht.

LG
Berit

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Das ist ja die Crux!

Antwort von tinai am 09.06.2006, 18:02 Uhr

Es werden immer Brutto-Verdienste verglichen und das geht bei Beamten/Angestellten nicht.

Da müssen bei gleichen Voraussetzungen die Nettoverdienste verglichen werden.

Und da stell ich auch immer fest, dass in unserer Branche das Gehalt eines Hochschulabgängers deutlich schlechter ist als das eines Lehrers.

Ganz offensichtlich wird die Diskrepanz wenn man das Einkommen von Angstellten im öffentlichen Dienst mit dem von BEamten vergleicht.

Gruß Tina

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den Ausbildungsberuf musst Du mir noch zeigen...

Antwort von tinai am 09.06.2006, 18:05 Uhr

..wenn ich Netto mit Netto vergleiche hat bei uns keiner eine Chance, das auch nur annähernd innerhalb von sagen wir 10 Jahren zu erreichen, es sei denn er/sie wäre überragend und hätte noch ordentlich und fließend Fremdsprachenkenntnisse.

Keiner hat hier eine Rechtfertigung verlangt.

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1704 Warum so aggressiv?

Antwort von tinai am 09.06.2006, 18:10 Uhr

Zum ersten: Ja jeder hat freie Berufswahl.

Zum zweiten: Ich würden den Job nicht machen wollen.

Zum Dritten: Leider ist die Bezahlung nicht leistungsorientiert und wir mit eine Lehrerin aus der Familie sagte, wäre sie sehr für eine leistungsorientierte Bezahlung, weil dadurch endlich die schwarzen Schafe in ihrem Kollegium nicht den Ruf aller Lehrer verderben würden.

Zum vierten: Die Pensionen ist ein ganz heikler punkt. Beamte bekommen ihre Pensionen noch, die Renten bekommen wir sicher nicht mehr, höchstens eine Grundsicherung, das ist ein offenens Geheimnis.

Zum fünften: Warum gehst Du gleich so hoch.

Ja, Lehrer sind sehr gut bezahlt, ja Lehrer machen eine wichtige Arbeit. Ja, und es gibt leider etliche schwarze Schafe, die leider den Ruf aller ruinieren. Warum nicht viel selbstbewusster?

Die Lehrerin aus meiner FAmilie sagt übrigens ganz offen (Hauptschule - Brennpunktschule), dass die Belastung zwar groß ist, dass sie aber nicht mehr arbeitet als andere Angstellten auch und sie gehört mit Sicherheit zu den engagierten (vergesst die 13 Wochen unterrichtsfreie Zeit nicht im Gegensatz zu 25-30 Tagen Urlaub also 5-6 Wochen in der freien Wirtschaft).

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von tini80 am 09.06.2006, 20:02 Uhr

Als zukünftige Grundschullehrerin kann ich nichts weiter tun als mich
KATPA und 1704 voll und ganz anzuschließen.

Warum soll ein Lehrer, ein HOCHSCHULABSOLVENT, nicht sehr gut verdienden? Warum wird diese Frage eigentlich gestellt? Bist du auf einen verbeamteten Richter oder einen verbeamteten Arzt (z. B. im Gesundheitsamt) auch so neidisch? Oder nur auf die Lehrer, die "faulen Säcke"?

-Merke gerade, dass ich während dem Schreiben ebenso Aggressionen bekomme wie 1704, deshalb höre ich jetzt auf
;-)

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Ursula05 am 09.06.2006, 20:52 Uhr

Hallo,

also um das gleiche Netto wie ein Lehrer zu verdienen, na da muß man schon in der freien Wirtschaft mindestens eine Führungsposition inne haben und schuften wie ein Tier. Vor allem kann man in der freien Wirtschaft nicht davon ausgehen, daß man automatisch jedes Jahr mehr verdient.

Also Lehrer haben wirklich schon einen überdurchschnittlich sehr guten Verdienst. Sind aber meistens trotzdem nur am jammern ....

VG, Ursula

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von tini80 am 09.06.2006, 21:32 Uhr

Kann sein, dass in der Öffentlichkeit der Lehrer an sich gern als Jammerer (über Gehalt, Kinder, Eltern usw.) hingestellt wird.
Ich als zuk. Grundschullehrerin kenne persönlich KEINEN einzigen Lehrer, der über sein Gehalt jammert - warum auch?
Verstehe ehrlich gesagt noch immer nicht den Sinn des Anfangspostings und der ganzen Diskussion :-)

LG

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Katpa am 09.06.2006, 22:00 Uhr

Und genau diese pauschalisierenden Urteile wie von Ursula05 machen diese Diskussion so überaus sinnfrei, sodass ich eigentlich gar keine große Lust habe, mich auf diesem Niveau zu unterhalten.
Aber gut, Ecuador-Portugal interessiert mich grad auch nicht sonderlich...

Wieso werden Angestellte mit Ausbildungsberuf mit Lehrern (Hochschulabschluss!) verglichen? Das ist doch so nicht haltbar. Wenn so müsste man die akademischen Studiengänge miteinander vergleichen, und wenn ich mich da in meinem Freundeskreis so umschaue - allesamt Akademiker, Ingenieure, so verdienen die doch deutlich besser. Ich habe als (angestellte) Lehrerin nicht deshalb Steuerklasse V, weil mein armer Mann so schlecht verdient. Und nein, weder er noch unsere Freunde sitzen in Führungsetagen. Und nein, als verbeamtete Lehrerin würden sie mich ebenfalls nicht um mein Gehalt beneiden. Natürlich gleicht es sich dann an, aber warum denn auch nicht? Wieso dürfen wir denn nicht gut verdienen?
Tinai, du hast aber natürlich recht - gerade im ÖD fallen die Diskrepanzen zwischen Angestellten und Beamten auf. Und natürlich kommt es auch stark auf die Branche an, in der man als Akademiker arbeitet... ich freu mich über deine Beiträge, zeigen sie doch, dass man diese Diskussion auch differenziert führen kann. Aber so kenn ich dich ja hier auch.

Es ist wirklich so müßig. Ich habe pro Tag 5-6 Stunden Unterricht, in den Pausen meist Elterngespräche am Telefon oder Gespräche mit Schülern oder eben Aufsicht. Ich habe Wochen, da bin ich fast jeden Nachmittag für die Schule unterwegs - sei es Unterrichtsvorbereitung, Elterngespräche, Hausbesuche, Konferenz, wasweißich... und da muss man sich verallgemeinernde Sprüche anhören, wie easy going doch das Lehrerleben ist.
Und wirklich oft sitze ich für Gutachten etc bis spät nachts am Rechner... nein, wie schön.

Schönen Gruß...

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@Katpa, du hast alles gesagt. m.T.

Antwort von tini80 am 09.06.2006, 22:09 Uhr

Katpa, du sprichst mir aus der Seele
:-)
Und mit deiner Frage
"WIESO DÜRFEN WIR NICHT GUT VERDIENEN?"
ist die Überflüssigkeit der ganzen Diskussion und des Anfangspostings doch mehr als bestätigt.

Aber die Frage hätte ich doch jetzt gerne mal von Ulli & Co. beantwortet:
"Warum sollen Lehrer nicht gut verdienen?" Ich denke, darauf weiß niemand eine sinnvolle Antwort.

Keep smiling :-)))

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von harmony_ am 09.06.2006, 22:12 Uhr

Hallo tini 80,

die zentrale Aussage des Anfangspostings war: Lehrer erhalten netto soviel wie gutbezahlte Fuehrungskraefte. Vgl.: "Ich hab ausgerechnet, dass bei gleichen Bedingunen (verh., STeuerklasse IV) ein normaler Arbeitnehmer 60.000€ brutto pro Jahr verdienen muss. Wow, das ist schon ne ordentliche Führungsposition."

Ich will nicht auf die Neid-Debatte einsteigen. Aber zum Verstaendnis moechte ich darauf aufmerksam machen, dass jemand in meiner Branche, der im Jahr 60.000 Euro brutto erhaelt (was dann im Monat 4.300 - 5.000 Euro entspricht, je nachdem, ob darin auch Weihnachtsgeld etc. enthalten ist), tatsaechlich ein gutbezahlter Manager ist. Und das heisst bei uns (amerikanischer Konzern): klaglos 44 Wochenstunden Regelarbeitszeit (!) - das entspricht knapp 10 Stunden taegliche Anwesenheit in der Firma, da Pausen abgezogen werden; selbstverstaendlich Ueberstunden, die auch mal bei 15/Woche liegen koennen; Weiterbildung auch in der Freizeit; Zur-Verfuegung-Stehen fuer den Chef, auch wenn man gerade mit Familie im Urlaub auf Gran Canaria ist; 6 Wochen Urlaub und sonst nix; kommentarlose und kurzfristige Reisebereitschaft ins Ausland, wenn betriebliche Belange das erfordern.
Nebenbei bemerkt, haben diese Leute dann ebenso einen Hochschulabschluss und teils schlechtbezahlte Praktika gemacht.

Nun hat jeder Job seine eigenen Schwierigkeiten, deshalb ist ein Vergleich alleine nach Arbeitszeit und Geld schwierig. Es ist allerdings nicht so, dass man in anderen Berufen als dem des Lehrers nicht frustriert und enttaeuscht werden koennte...

Wenn ich die oben dargestellte Taetigkeit mit einer Lehrertaetigkeit vergleiche, komme ich jedenfalls zu dem Ergebnis, dass ich von einem Lehrer fuer sein Gehalt eine Menge Leistung erwarten kann - nicht nur ein paar Stunden Unterricht am Tag. Klar, mancher leistet mehr, sogar viel mehr! Aber ich bin mit genuegend Lehrern befreundet, um zu wissen, dass nicht jede Unterrichtsstunde wieder von vorne vorbereitet wird, sondern dass man nach ein paar Jahren auch vom "Eingemachten" leben kann. Inwieweit man das dann tut, ist eben Ehrensache.

Ich hoffe, ich konnte die Sache ein wenig mehr "aus Sicht der Wirtschaft" beleuchten. Ich glaube uebrigens, dass auch mancher Lehrer die von mir geschilderte Taetigkeit als Manager nicht machen wollte oder koennte, wenn er sie kennen wuerde. Diese erfordert naemlich nicht *weniger* Qualifikation, sondern *andere*.

Mit freundlichem Gruss,
harmony

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Nein, es ist Polen nicht Portugal

Antwort von tinai am 09.06.2006, 22:17 Uhr

;-)

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@harmony - Super Posting

Antwort von tinai am 09.06.2006, 22:19 Uhr

hast eigentlich alles auf den punkt gebracht.

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von tini80 am 09.06.2006, 22:24 Uhr

Wenn du glaubst, dass es die einzige Arbeit eines Lehrers ist, Unterrichtsstunden herunterzurattern, dann liegst du falsch.
Und 44 Stunden Arbeit pro Woche, naja, alle Lehrer die ich kenne, haben das in etwa, manche auch mehr. Aber wie gesagt, ich rede von der Grundschule. Da ist der Verdienst ja ohnehin nicht so hoch, wie im Gymnasiallehramt.

Und ich frage mich noch immer, warum das Gehalt eines Lehrers, der Knochenarbeit leistet und 30 Kinder und mehr unterrichtet und erzieht, mit dem eines Managers aus der Wirtschaft vergleichen muss.

Die Arbeit ist so unterschiedlich, dass man doch gar nicht sagen kann, dass der Lehrer im Vergleich zu viel oder zu wenig oder was auch immer verdient.

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Danke! o.T

Antwort von harmony_ am 09.06.2006, 22:30 Uhr

---

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es leben die Vorurteile

Antwort von Henriette am 09.06.2006, 22:34 Uhr

Jeder war selbst Schüler, kennt sicher auch einige Lehrer, zu denen all diese Attribute passen und damit ist die gesamte Lehrerschaft (mal überspitzt formuliert) faul, unmotiviert, kümmert sich nicht um Fortbildung und ist nur auf Ferien aus etc.

Henriette

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Katpa am 09.06.2006, 22:36 Uhr

Tinai... huch, wohl ein Zeichen meines Desinteresses. Aber wo kein Tor fällt, schau ich auch nicht so genau hin ;-)

Harmony - stimmt. Die Diskussion ums Gehalt ist wirklich branchenabhängig. Und ich würde auch nie in Frage stellen, dass ich lieber zuhause am Schreibtisch sitze als in der Firma. Natürlich ist es auch eine Art Luxus, wenn ich mir zumindest zum Teil selber aussuchen kann, wann ich arbeite.
Das was du beschreibst, kenn ich auch nur zu gut von meinem Mann... dennoch - es ist nicht selten, dass ich von 7.30 bis 16.30 oder auch länger außer Haus bin. Und dass obwohl ich nicht an einer Ganztagsschule arbeite. Und dann stehen immer noch genügend Dinge für die Schule an. Aber meine Güte, dann ist das halt so, da würde ich mich auch nicht drüber beschweren. Lehrer sein ist eben mehr als Unterrichten und den Unterricht vorbereiten.

Lieben Gruß, Katpa

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von harmony_ am 09.06.2006, 23:02 Uhr

"Wenn du glaubst, dass es die einzige Arbeit eines Lehrers ist, Unterrichtsstunden herunterzurattern, dann liegst du falsch."

Glaube ich nicht. Von "einzig" war nicht die Rede. Elterngespraeche, Klassenausfluege, Sommerfeste, sinnvoll waere Supervision etc. - ich habe keinen Mangel an Vorstellungskraft.

"Und ich frage mich noch immer, warum das Gehalt eines Lehrers, der Knochenarbeit leistet und 30 Kinder und mehr unterrichtet und erzieht, mit dem eines Managers aus der Wirtschaft vergleichen muss."

DU musst die Knochenarbeit des Lehrers nicht mit der Knochenarbeit des Managers vergleichen. Aber jemand, der dieses Geld finanzieren soll, in deinem Fall also der Steuerzahler, hat sicherlich das Recht, Fragen wie diese kritisch zu beleuchten. Das ist meines Erachtens nicht nur das Recht, sondern sogar die Aufgabe des muendigen Buergers. Natuerlich gibt es dabei emotionale Entgleisungen ("Neid"), die nicht hilfreich sind. Es sei mir die Anmerkung erlaubt, dass die Postings der Pro-Lehrer-Seite auch nicht alle vor Ruhe und Sachlichkeit strotzen.

***

Henriette, falls dein Kommentar mit "jeder kennt Lehrer..." (auch) auf meinen ersten Beitrag bezogen war: die Lehrer, die ich kenne, sind keineswegs faul oder bequem. Ich habe lediglich von verschiedenen Seiten gehoert, dass der Aufwand der Unterrichtsvorbereitung im Laufe der Zeit nachlaesst (natuerlich), und dass mancher fallweise auf eine vorbereitete Stunde zurueckgreift. In Maßen finde ich das effizient und daher sinnvoll.

***

Aber von mir aus muessen wir das gesamte Thema nicht vertiefen. Problematischer erscheint mir im deutschen Bildungssystem die relativ geringere Ausbildung und Entlohnung der Erzieherinnen im Kindergarten. Das waere jedoch eine andere Baustelle.

Mit freundlichem Gruss,
harmony

P.S.: Ich habe irrtuemlich etwas uebertrieben. Die regulaere Anwesenheits zeit *in* unserer Firma (ohne Ueberstunde und ohne Fahrtzeit) betraegt 9,55 h/Tag, nicht "knapp 10 h".

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Also ICH verdiene am wenigsten

Antwort von Henni am 10.06.2006, 9:18 Uhr

von all meinen freudnen etc die mit mir gemeinsam ein Studium bekommen und abgeschlossen haben !!!


Dabei vergleichen wir ja aucb immer nur netto verdienste.

Ich bin A 12 Lehrerin und würde bei voller stelle auch so was in der richtung 2800 oder so bekommen denke ich (ihr könnt ja nachgucken)

Meine freundin ist bei der bundesagentur für arbeit gelandent, A 13 UND AUCH EIN BÜROJOB MIT NORMALEN zEITEN ABER EBEN VIEL VERANTWORTUNG:

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Da bin ich wieder :-)

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 9:21 Uhr

Hi,
schön zu lesen, dass Euch das Thema auch interessiert.
Nein, über die faulen Lehrer etc. wollte ich gar nicht reden.
Aber hier haben eben viele Lehrer gepostet und kein Mensch fühlt sich "zu gut bezahlt", das ist schon klar.
Aber harmony_ hat schon einiges auf den Punkt gebracht. Ich denke, dass die Wochenarbeitszeit eines entsprechenden Managers in der freien Wirtschaft sicherlich durchschnittlich nicht geringer ist als die eines engagierten Lehrers.
Aber er hat weniger Urlaub, klar die 13 oder 15 Wochen sind "nur" unterrichtsfreie Zeit, aber so viel Korrekturen sind's nun auch nicht.
Und ich weiß, dass in solchen Manager-Positionen in der Wirtschaft Personalverantwortung und Ergebnisverantwortung übernommen werden. Ein Lehrer hat Verantwortung für 30 Schüler, aber er wird nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn's schief geht. Seine Leistung (des Lehrers) ist gar nicht so messbar, er ist natürlich seinem Gewissen verantwortlich, kann sich aber nicht wirtschaftlich ruinieren.
So, die Ausbildung eines Diplomanden oder Magisters an der Uni ist nicht kürzer oder leichter, statt Refrendariat stehen oft jahrelange Volontariate oder Praktika zum Hungerlohn an. Arbeiten am Wochenende oder in den Abendstunden? Hey das kommt auch bei unseren normalen Bürojobs vor, das ist nicht ungewöhnlich, aber allein 5 Wochen Sommerferien wären fein.
Und ehe Ihr mich weiter zerfleischt, meine beiden Eltern sind bzw. waren Hauptschullehrer, ich weiß, was das heißt.
Von den zusätzlichen Kinder- und Ortszuschläge etc. reden wir ja noch gar nicht, die Pension hat tinai schon angesprochen...
Ich fand, dass ich etwas Sachliches gepostet habe und nur meinen persönlichen Neid zugegeben habe, warum werdet Ihr da so aggressiv?
Ich kann's nicht ändern und werd' auch da keine Energie reinstecken, aber ich wollte mal meinen Frust loswerden.

*g* wenn's in der IT so gut ist, mach ich halt noch schnell meinen Bachelor in Informatik. ;-)

Viele Grüße
Ulli

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Re: Also ICH verdiene am wenigsten

Antwort von Henni am 10.06.2006, 9:22 Uhr

upss, abgeschickt..

also: einer sitzt bei Airbus als ingenieur (schnellere ausbildung als ich) und verdient locker das doppelte von mir...muss aber viel reisen...dann eine freundin als försterin mit a 12, einen biochemiker mit lcoker 4000 € undundund.


Also: für DIE ausbildungszeit finde ich das gehalt durchaus angemessen. Das generve ist zum teil unbezahlbar, natürlcih aknn man aber auch glück haben...aber wer möchte im ernst an so einer rütli schule arbeiten??

und: man KANN es nciht wirklich mit der freien wirtschaft vergleichen..und sollte es

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@henni

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 9:27 Uhr

Ich hätte wirklich zu Vater Staat gehen sollen, der einzige, bei dem die Gehälter nicht so stark zurückgefahren werden. ;-)
Mir ging's aber wirklich um den Vergleich Jobs in Unternehmen mit NICHT-Beamten bzw. NICHT-Staatsjobs.

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Was könnte helfen?

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 9:28 Uhr

Hi,
ich hab nochmal nachgedacht (aufgrund des Postings von Henni), was man machen könnte.
Ein erster Schritt wäre es z.B. Beamte nicht nach Alter sondern nach Dienstjahren zu bezahlen. Ein zweiter über die Finanzierung der Pensionsrückstellungen nachzudenken sowie über die Sozialversicherungen. Muss das alles wirklich zusätzlich zum Bruttolohn gezahlt werden?
Viele Grüße
Ulli

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Warum sind Lehrer Beamte

Antwort von tinai am 10.06.2006, 11:32 Uhr

mal ganz unabhängig von der Bezahlung.

Ich kann das nicht nachvollziehen und das ist auch EU-weit längst nicht so.

Bildung ist eine staatliche Aufgabe und das ist auch gut so. Aber was spricht gegen ein Angestelltenverhältnis? Das würde auch den Wettbewerb ein wenig erhöhen und es käme der Lehrerschaft und ihrem Ansehen mit Sicherheit zugute, wenn sie nicht mehr im Ruf stünde "die dürfen machen was sie wollen, denen kann nix passieren" - was ja auch jeder noch aus seiner eigenen Schulzeit weiß (ach was hatten wir nicht für Schwachköppe, die als Gesprächstoff besser herhielten als die guten, nur die superguten herausragenden kamen da heran).

Gruß Tina

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Wettbewerb gefällt mir ...

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 11:48 Uhr

Hi Tina,
Du hast wieder mal gute Vorschläge. :-) Angestelltenverhältnis und Wettbewerb würden vermutlich schon einiges bewegen. Angebot und Nachfrage regulieren sich selbst oder wie war das? Vielleicht wären auch viele Lehrer bereit auf etwas Geld zu verzichten, wenn die Klassen kleiner würden... Da hätten dann alle was von. Da gäb's sicher noch viele Möglichkeiten.
Viele Grüße
Ulli

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wettbewerb?????

Antwort von Henni am 10.06.2006, 12:59 Uhr

ääääääääää

weiß ja nciht ganz genau woher ihr kommt, aber hier ist man froh um jeden lehrer der ÜBERHAUPT kommt!! wir haben Lehrer mangel wie noch nie!!!


und mien status als angestellt im öffentlichen dienst war ja nciht wirklich ein anderer..da wird man ja auch "nie" gekündigt wenn man nciht grad ein kind erschlägt...

der verdienst war defintiv geringer, aber eben nur netto wegen der sozialleistungen eben. brutto ist es glaube ich gleich. ABER: es haben mir schon sooo viele vorgerechnet, warum beamte dann doch billiger wären WENN man tatsächlich rücklagen bilden würde...aber da kenn ich mich zu wenig aus...


aber wie gesagt: wenn nun das gekreische nach mehr anwesenheit und kontrolle der arbeitszeit und abschaffung des beamtenstatus und beurteilungen am laufenden band NOCh schlimmer wird frag cih mich wirklich wer eure Kinder noch unterrichten soll??? Das macht doch dann irgendwann kein mensch mehr freiwillig...


bei meinem Mann (förster) läuft grad ein "umschulungsprogramm", denn durch den lehrermangel aber försterüberfluss dürfen die jetzt mit verkürtztan studium auf Hauptschullehrer wechseln...bei sogar einer gehaltstufe mehr....von den 60 die das angefangen haben zu machen hat über die hälfte nach dem ersten semester bzw nach dem ersten 4 wochen praktikum aufgehört...warum wohl???


LG Henni

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Re: wettbewerb?????

Antwort von Katpa am 10.06.2006, 13:13 Uhr

Wie sieht denn ein Wettbewerb aus? Welcher Grundschullehrer die meisten Gymnasialempfehlungen ausstellt? Welcher Sonderschullehrer seine Schüler am schnellsten wieder zur Regelschule schickt? Na herzlichen Glüsckwunsch, damit wäre viel gewonnen.
Zu eurer Beruhigung gibt es aber tatsächlich Qualitätskontrolle an den Schulen - sogenannte Inspektionen durch die Schulämter, in denen Förderpläne, Stundenpläne, Unterrichtsinhalte etc differenziert dargelegt werden müssen.
Auch werden immer weniger Lehrer noch verbeamtet, aber wo da der Unterschied ist für die Algemeinheit, ist mir ein Rätsel.

Achso, meine Fortbildungen laufen natürlich in den Ferien oder am Wochenende (es darf kein Unterricht ausfallen) und werden zum Großteil noch privat finanziert.
Klassenfahrten - ebenfalls privat finanziert. Arbeitszimmer - irgendwo muss ich meinen Schulkram ja auch machen... steuerlich nicht mehr absetzbar. Betriebsfeiern... gibt es nicht, allenfalls privat finanziert. Supervision - gerne. Bitte ebenfalls privat.Elternsprechtag - auf jeden Fall, solange kein Unterricht ausfällt. Ich könnte hier ewig weiter machen.
Und nein, ich beschwere mich nicht über meine Arbeitsbedingungen - sicher abe ich viele sehr gute Bedingungen, doch genauso viele schlechte. Wie in jedem anderen Beruf das wohl nicht anders ist.

Es ist nur echt witzig, dass es gerade die Lehrer sind, an denen man die Diskussion immer wieder aufhängt. Und ehrlich... das verstehe ich nicht. Nein, explizit regt ihr euch nciht über die faulen Lehrer auf, aber die Diskussion über die Bezahlung der Lehrer und die Frage nach dem Wettbewerb geht doch genau in diese Richtung...

Der ewigen Diskussion müde, Katpa

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Re: wettbewerb?????

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 13:14 Uhr

Hey,
dann würde dir der Wettbewerb doch helfen. Klar Hauptschullehrer will keiner mehr machen, wegen der katastrophalen Schüler. Tja und vielleicht sollten die eben nicht nur nach Abschluss sonder nach Leistung bezahlt werden, sprich an einer Rütli-Schule gibt's mehr Geld und kleinere Klassen ...
Aber zu deiner Frage, wer meine Kinder unterrichten soll. *g* Um arrogant zu sein, meine Kinder sind nicht die, die keiner unterrichten will. Ich bin nämlich ne konservative Mama - lebe hinterm Mond, aber komme mit den Lehrern meiner Kinder gut aus. ;-)
Und wahrscheinlich kommen sie auch nicht auf die Hauptschule oder regionale Schule, wie sie in RLP jetzt heißt.
Viele Grüße
Ulli

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Re: wettbewerb?????

Antwort von Katpa am 10.06.2006, 13:19 Uhr

Ulli, aber wie definierst du dann Leistung? Über die Schüler-Lehrer-Relation? Und wie ist Leistung da messbar? Leiste ich mehr mit 25 Grundschülern als mit 20 Hauptschülern? Das interessiert mich ehrlich.

Nur am Rande. Ich arbeite an einer Förderschule und habe 7 Kinder in meiner Klasse, alle mit starken Problemen im Bereich Lernen und Sozialverhalten. Ich möchte nicht an einem Gymnasium arbeiten, sondern genau mit diesen Kindern, die in den Medien oft so verschrien sind.

LG...

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Qualitätskontrolle?

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 13:21 Uhr

Hallo Katpa,
hm, also ich weiß, dass meine Eltern darüber ziemlich lachen. Das ist anscheinend großer Käse, so wie es derzeit praktiziert wird. Nein mir geht's auch um Angebot und Nachfrage, vielleicht gibt's dann auch für die ungeliebten Fächer mehr qualifzierte Lehrer. Also meine Physik- und Chemielehrerin der Mittelstufe war wirklich engagiert nur leider nicht für die Fächer ausgebildet. :-)
Und wenn Henni sagt, es gibt in der Hauptschule Nachwuchsprobleme - tja dann müssen die eben anders bezahlt werden. In anderen Fächern oder an anderen Schularten gibt's zu viel Lehrer.
Schön, dass deine Weiterbildungen in der Freizeit laufen, das ist hier nicht so, im Gegenteil, ich bekomme teilweise erst zwei bis drei Tage vorher Bescheid, dass die Schule wegen einer Weiterbildung ausfällt.
Und außerdem ... meine Weiterbildungen finden auch in der Freizeit statt.
Und die sinkende Qualität der Ausbildung ist zum Beispiel daran messbar, dass meine Eltern (Hauptschullehrer Mathe) die A-Kursarbeiten von vor 15 oder 20 Jahren nicht mehr im Grundkurs schreiben lassen können. DENN jeder Depp geht aufs Gymnasium, die Gymnasiallehrer wollen ihre Jobs behalten und lassen keinen mehr durchfallen. Mir gibt das schon zu denken.
Viele Grüße
Ulli

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Re: wettbewerb?????

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 13:23 Uhr

Hi katpa,
wenn ich ne perfekte Lösung hätte, würd ich sicher versuche, sie politisch durchzusetzen. Aber man könnte Leistung zum Beispiel am Lernerfolg der Schüler messen. Tests am Jahresanfang und Jahresende. Das würde Lehrer auch dazu veranlassen, die absoulten Nieten durchfallen zu lassen.
Zentrale Prüfungen würden sicher helfen.
Aber ein fertiges Konzept hab ich leider nicht in der Tasche.
Viele Grüße
Ulli (die übrigens weiß, dass sie keine gute Lehrerin geworden wäre)

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Re: wettbewerb?????

Antwort von Katpa am 10.06.2006, 13:35 Uhr

Ich sehe das natürlich mit den Augen der Sonderschullehrerin, und gerade bei uns ist ein Lernzuwachs nicht immer so feststellbar... ebenso die zentralen Abschlussprüfungen, die es ja bald geben wird... das wird für unsere Schüler, die eben auch mal länger brauchen, spezielle Hilfen benötigen oder einfach nicht so leicht oder ausdauernd lernen können, sehr schwierig...
aber vermutlich gibt es den Superlösungsweg auch einfach nicht...

Die Inspektionen beginnen bei uns erst im nächsten Schuljahr. Erfahrungswerte gibt es dazu also noch nicht, sicher wird das in jedem Bundesland auch anders gehandhabt...

LG, Katpa

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He, ich wollte gar nicht mehr ums Geld diskutieren..

Antwort von tinai am 10.06.2006, 13:49 Uhr

...die Frage ist doch wirklich, wie man dazu kommt, das Ansehen der Lehrer wieder zu erhöhen?

Die anwesenden Lehrerinnen hier sind doch schon beim Ausgangsposting (das ich gar nicht als Angriff empfunden hätte) auf die Hinterbeine gegangen.

Wir sind völlig einer Meinung, dass ein guter Lehrer sein Geld verdient hat. Trotzdem ist der Ruf der Lehrer unglaublich schlecht, was offensichtlich dazu führt, dass es einen Lehrermangel gibt (während es Juristen und ARchitektenüberhänge gibt, die einem di eHaare zu Berge stehen lassen), den darin denke ich sind wir uns einig im großen und ganzen liegt es sicher nicht an der Unterbezahlung und fehlender Flexibilität (warum sonst gibt es an unserer Grundshcule nur Frauen als Lehrerinnen? Deswegen überlegen wir, an einer anderen Schule anzumelden, da stimmen die Verhältnisse nicht mehr).

Und di eFrage, warum Lehrer verbeamtet sein sollen, darauf ging niemand hier ein. Ich sehe keinen Grund.

Und ich denke, es täte insgesamt dem Lehrerberuf gut, wenn man sehen würde, dass die "Nullen" aussortiert werden. Wir hatten Lehrer, die regelmäßig Judenwitze machten und rassistische Äußerungen hervorbrachten, das einzige was passierte, war ein "DUDU" mit erhobenen Zeigefinger und sie durften Oberstufe nicht mehr unterrichten. Der eine von den beiden schlief im Unterricht regelmäßig ein. Das sind zugegeben Extreme (ich hatte mindestens 20 Lehrer in meiner Schulzeit), aber wenn man sieht, dass diese Extreme machen können, was sie wollen, fördert das nicht eben das Ansehen der gesamten Lehrerschaft.

ABgesehen davon kenne ich Lehrer, die heftig über arbeitsunwillige Kollegen klagen, die meinen eine TZ-Stelle zu haben und wegen Kindern einen Anspruch darauf, dass der Unterricht ausschließlich zwischen 2. und 4. Stunde stattzufinden hat und alle anderen sollen bitteschön darauf Rücksicht nehmen. Sowas geht nicht und ist nicht zeitgemäß.

Ich weiß nicht, warum sich manche so aufregen, anstatt einfach zu argumentieren. Ich bin wirklich offen für eine Argumentation.

Gruß Tina

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*kreisch*

Antwort von Henriette am 10.06.2006, 14:35 Uhr

"ENN jeder Depp geht aufs Gymnasium, die Gymnasiallehrer wollen ihre Jobs behalten und lassen keinen mehr durchfallen. Mir gibt das schon zu denken."

Solchen pauschalen Urteile machen mich (als Gymnasiallehrerin) wirklich wütend!

Dass es imzwischen so viele Gymnasiasten gibt, liegt wohl weniger daran, dass wir Lehrer jeden durchbringen wollen, sondern dass Eltern immer häufiger und oft verantwortungsloser in die Empfehlungen der Grundschulen eingreifen und Kinder auf das Gymnasium shicken, die bereits in der 5. Klasse völlig überfordert sind. Elterliche Mitwirkung? Verantwortungsgefühl? Oft Fehlanzeige, verantwortlich für den schulischen Erfolg sind die Lehrer, insbesondere, wenn es um Misserfolge geht. Auch das ist nun sehr pauschal, leider aber nicht unüblich!

Darüber hinaus werden Klassen immer größer und der Förderaufwand nicht zu letzt durch die verkürzte Oberstufe (Abitur nach 12 Jahren) immer höher, was auch alles zu schlechten Ergebnissen beiträgt...

Das Thema Fernsehen hatten wir bereits, zum Stichwort Lesekompetenz ist da auch schon viel gesagt worden. Tatsählcih sind viele Schüler heute nicht mehr ind er Lage, kurze, ihrme Niveau prinzipiell angemessene Texte zu erfassen und zu verarbeiten. Wenn Kinder aber tatsächlich erst mit Eintritt in die Schuel regelmäßig Bücher in die Hand nehmen (und das ist nicht selten der Fall), müssen wir uns doch nicht wundern, dass das Leistungsniveua von vor einigen Jahren nicht mehr erreicht wird...

Henriette

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@tina

Antwort von Henriette am 10.06.2006, 14:40 Uhr

Deine Ansicht bzgl. der "nullen", wie du sie beschreibst, teile ich zu 100% udn auch ich fände eine leistungsorientierte Vergütung überdenkenswert. Ich muss mir bei meinem Einsatz und der Qualitätsansprüche, die ich an meinen Unterricht stelle, keine Sorgen mache, da habe ich keine ANgst vor Überprüfungen udn Inspektionen.

Dass Lehrer schnell and ei Decke gehen, hat wohl viel damit zu tun, dass Lehrer von allen Seiten kritisiert werden, kaum aber Anerkennung für ihren Job erfahren. Dass einem da die übliche Ferienleier, die Ansicht, Material würde ja ohnehin nur konserviert aus der Schublade genommen werden etc. übel aufstößt, ist nicht verständlich?

Henriette

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Re: wettbewerb?????

Antwort von Henriette am 10.06.2006, 14:43 Uhr

Ich glaube auch, dass es schwierig ist den Lernerfolg an den Leistungen der Klasse zu messen. Es geht so viel in die BEwertung mit ein, dass nicht durch Lernzielkontrollen ermittelt wird und da ist insbesondere die Lehrer-Schüler-Interaktion von zentraler Rolle.

Zentrale ABiturprüfungen gab es in diesem Jahr erstmals in Niedersachsen. Ob die aber zu einer besseren Vergleichbarkeit führen, wage ich zu bezweifeln...

Henriette

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Bin auch gegen die Schulwahl durch die Eltern ...

Antwort von Ulli am 10.06.2006, 15:04 Uhr

Hi Henriette,
glaub mir ruhig, dass ich auch gegen die Schulwahl durch die Eltern bin. Aber warum fallen die Kinder nicht durch?
Ist es denn nicht so, dass Kinder, die wider Lehrerempfehlung auf's Gymnasium gehen, und dann mehrfach sitzen bleiben, nicht wieder runter müssen?
Und am "sitzen bleiben" werden die Eltern nix ändern können. Die Regel, dass nur 1/3 der Klassenarbeit "unterm Schnitt" sein darf? Mit einem konsequenten Direktor im Rücken, kann man das aushebeln, das WEIß ich. Aber selbst wenn nicht, kann ich 1/3 pro Jahrgang so aussieben. Das wär doch mal was.
Also gut, das Gymnasium hier am Ort ist in der 5. Klasse 10-zügig (zu meiner Zeit, 80er und 90er) war's 5-zügig. Es gibt aber nicht mehr Kinder.
Sinkendes Leistungsniveau durch Fernsehen? Hmm, also müssten doch WENIGER und nicht MEHR Kinder Abi machen.
Viele Grüße
Ulli

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@Henriette, doch natürlich verständlich....

Antwort von tinai am 10.06.2006, 15:39 Uhr

....aber nicht sehr hilfreich. Und hier wurde ja keine Diskussion gestartet a la "Alle Lehrer sind doof und überbezahlt und faul obendrein", deswegen finde ich die Reaktionen schon sehr stark.

So werden Fronten verhärtet und beide Seiten fühlen sich bestätigt. Und die Leidtragenden sind letztlich die Kinder, die dazwischen stehen.

Ich freue mich, dass wir einer Meinung sind, was die Nullen sind, die es ja in allen Berufen gibt, nur bei den Beamten halten sie sich eben, auf dem freien Markt müssen sie sich etwas anderes suchen.

Grüße Tina

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In Ba-Wü haben die Eltern 0 Mitspracherecht

Antwort von tinai am 10.06.2006, 15:44 Uhr

die Lehrerempfehlung nach der 4. Klasse ist bindend!

Das finden die Lehrer auch nicht gut, weil sie alleine die Verantwortung tragen und natürlich auch Fehler machen - wie mir eine Grundschullehrerin bestätigte, die auf jeden Fall zu denen gehört, die sich viele Gedanken machen und auch engagieren und offen zugibt, dass sie viele Privilegien hat, die typisch für den Lehrerberuf sind, aber auch ganz ruhig sagt, dass es eine freie Berufswahl gibt. Sie wünscht sich übrigens auch, dass sie diese "ich-mach-nicht-mehr-als-ich-muss"-Kolleginnen los werden würde.

Ich will keine Fronten aufbauen - im Gegenteil - ich wünschte, der Lehrerberuf hätte das Ansehen, dass er vor 50 Jahren hatte.

Grüße Tina

PS: Was Du zu Fernsehen udn Co. andeutest, kann ich nur unterschreiben. Aber diskutier mal im Grundschul- oder Kleinkindforum die Frage um "wiviel-Fernsehen". Aber das ist ein ganz anderes Thema.

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Aber gerade als Angehörige dieses Berufsstands

Antwort von tinai am 10.06.2006, 15:46 Uhr

muss es Dir doch ein Anliegen sein, diesen Ruf gerade zu rücken.

Das geht aber nicht mit Angriff und Verteidigung....

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Re: @tina

Antwort von Katpa am 10.06.2006, 15:51 Uhr

da stimme ich dir in jedem Punkt zu!

Und ich kann es als Mutter auch verstehen, dass man sich nach Qualitätskontrollen fragt. Natürlich möchte ich auch, dass mein Kind später den bestmöglichen, seinen individuellen Fähigkeiten angepassten Unterricht bekommt. Ich bin ja schon beim Thema KiGa höchst kritisch *g*

Weswegen ich mich bereits bei dem Ausgangsposting angegriffen fühlte... über welchen anderen Beruf wird öffentlich so herablassend diskutiert. Über welche Berufsgruppe gibt es noch ein *Hasserbuch* (Lehrerhasserbuch, Name der Verfasserin ist mir entfallen)? Das ist an Niveaulosigkeit kaum zu unterbieten.

Zur Diskussion zurück. Ja, ich finde es auch höchst ärgerlich, dass die, die ihren Job nicht gut machen, das schlechte Bild der Lehrer auch greifbar machen, feste Stellen blockieren für die, die mit Engagement bei der Sache sind.

Wieso Lehrer verbeamtet sein müssen... hat es damit zu tun, dass Lehrer Werte/ Normen des Staates vermitteln? Dass sie an an diese gebunden sind, mehr bzw anders als der angestellte Durchschnittsbürger? Mit dem fehlenden Streikrecht?
Natürlich sind die Arbeitsbedingungen an den Schulen oft mehr als bescheiden - es fehlt Geld für die Schüler - zu wenig Material, zu wenig Zeit für einzelne, zu große Klassen, zu wenig Zeit für Beratung. Was würde passieren, wenn sich die Lehrer auflehnen dürften?
Klar, das sind alles keine wasserdichten Gründe, aber doch zumindest Ansätze. Den zwingenden Grund kann ich dir ad hoc jetzt auch nicht nennen und vermutlich liegt es auch darin begründet, dass das Beamtentum für Lehrer aktuell wieder in Frage gestellt ist... angeblich hats damit ja bald ein Ende.
Vielleicht ist es aber auch tatsächlich nur ein Kostenfaktor, weil wirklich günstiger für den Staat sind angestellte Lehrer nicht...

LG, Katpa

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hier... wir in bawü

Antwort von HEnni am 10.06.2006, 18:43 Uhr

HABEN zentrale Prüfungen in allen schularten, also auch an der hauptschule. wir haben auch diagnosearbeiten und vergleichsarebiten in der grundschule und in klasse 6.


wenn sich allerdings mein gehlat am lernzuwachs der schüler messen würde dann würd ich mla ein paar schüler lieber wiederholen lassen oder vergraulen*gg* ... also DAS ist bei eingien renitenten verweigeren nciht wirklich fair...

auch ansätze, dass eben nciht pauschal nach stunden beazhlt wird sondern eben auch danach, welche FÄCHER man unterrichtet ( wer z.B. nur kunst macht bekommt weniger oder muss mehr arbeiten als ein Chemiker) oder den ansatz, nach der zahl der schüler zu gehen (nur 12 Schüler bedeutet weniger geld als 32 SChüler)...all das ist ja in der diskussion...zum teil sinnvoll, zum teil haarsträubend...

Auch die wiederholtn forderungen nach leistungsbeurteilung und danach sich richtndem gehalt sind fies: klar, ich hatte schon tolle grundshculklassen, in denen ich lehrproben mit note 1 machte.

Im moment opfere cih mich grad für die hauptschule (weil cih halt teilzeit mache und ich es da dann 8 Stunden pro woche gut aushalten kann, bei 28 ginge ich am stock) wenn mich nun jemand beurteilen sollte, wäre ich am arsch: ich unterrichte NUR bio/ chemie fachfremd und habe NUR Chaosklassen...na danke...dann würd ich mich zur beurteilung hin aber auch wieder in die grundshcule verpieseln...



oder sollen gar die schüler beurteilen??? Auch schon diskutiert...wer nett ist und was spendiert geht auf BAT II hoch, wer meckert und gar Raucher erwischt bleibt auf niedrigem gehalt??

Also:..ich WEISS auch keine Lösung...aber ich suche gern mit*gg*

LG Henni

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Eben! Wer soll das denn beurteilen??

Antwort von Schreckschraube am 10.06.2006, 23:55 Uhr

Irgendwelche Überprüfungen durch das Schulamt oder den Rektor stellen fest, ob ich eine Stunde gut vorbereiten kann. Schöne Sache, aber diese vorbereiteten "Vorführstunden" haben doch mit der Realität nichts zu tun. Wichtig ist doch eher, ob ich jeden Tag meinen Mann stehen kann (oder meine Frau :O)

Oft stelle ich fest, dass gerade Lehrer, die öffentlich große Reden schwingen und in irgendwelchen Ausschüssen sitzen, sich einen Dreck um die Schüler ihrer Klasse scheren. Wenn hier dieser außerschulische Einsatz mit Leistung verwechselt wird, hätten die größten Pfeifen unserer Schulen das meiste Geld!!!

Wenn man Eltern fragt, kriegt man "Rachebewertungen", siehe das Lehrerhasserbuch. Eine Frau regt sich auf, weil die Lehrerin verlangt, dass die Kinder zu Hause auch mal was lernen sollen - und die Mutter das sogar noch überwachen soll! - und schon sind wir alle nur noch Nichtsnutze und Dauerjammerer. Komisch - tauschen wollen sie aber wirklich nur in den Sommerferien...

Sollen die Schüler das beurteilen? Muss ich mich dann beliebt machen, um mein Geld zu verdienen? Auf Hausaufgaben verzichten? Die Arbeiten besser bewerten?

Leistungszuwachs als Bemessungsgrundlage? Spricht das nicht viel eher dafür, die Arbeiten "schönzukorrigieren"? Kann doch auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein!

Und fächerorientierte Bezahlung? Au weia, ich habe einmal das zweifelhafte Vergnügen gehabt, in einer 9. Hauptschulklasse Kunst unterrichten zu dürfen. Soviel kann mir keiner bezahlen, dass ich das freiwillig noch einmal mache!!!

Was ich immer wieder heftig finde, ist, dass jeder meint, fundierte Urteile über unseren Beruf abgeben zu können, weil jeder mal in der Schule war... und wie viele denken, das wäre so ein lockerer Job.

Bei uns in Hessen gibt es bald "Unterrichtsgarantie Plus", die dafür sorgen soll, dass jeder Hannebambel, der irgendeine Fachausbildung nachweisen kann, Unterricht geben darf, damit kein Unterricht mehr ausfällt. Das kann doch nur in die Hose gehen!! Selbst wenn ich die kompliziertesten Mathe-Prüfungen bestanden habe, heißt das soch nicht, dass ich einer Hauptschulklasse den Dreisatz beibringen kann...

LG Dany

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Wie machen das denn die privaten Schulen?

Antwort von tinai am 11.06.2006, 8:12 Uhr

da geht es doch. Weiß jemand, wie die es machen?

Übrigens hatten Lehrer, die hart aber fair waren immer größeres Ansehen als die Einschleimer, die einfach nicht für den Schuldienst geeignet sind.

Also insofern würde ich die Schüler mal nicht völlig unterschätzen, aber natürlich sind sie nicht als Kontrollinstanz geeignet.

Ich bin sicher, jeder Rektor hat doch schwarze Schafe, in seiner Herde, die er heute schon gerne loswürde. Und wenn er entsprechende Anhaltspunkte hat, könnte er dann ja handeln - nicht gleich mit Entlassung, aber zumindest auf den Kollegen einwirken.

Das wird auch heute schon mancher tun, aber das kann den Lehrern doch eigentlich schietegal sein oder nicht? Es sei denn, sie vergreifen sich an Schülern, aber selbst dann werden sie doch zur Zeit nur weggelobt.

Grüße Tina

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Keine Ahnung, wie die das machen.

Antwort von Schreckschraube am 11.06.2006, 15:54 Uhr

Würde mich auch interessieren. Vielleicht taucht ja auch noch eine "private" hier auf, die sich von dem ursprünglichen Thema des Gehaltsneides nicht abschrecken lässt *g*.


Dazu will ich aber auch noch mal senfen: Eine Freundin von mir hat mit 16 angefangen zu lernen, danach ganz normal gearbeitet. Mit Mitte 20 baute sie dann. Ich habe in diesem Alter noch kein Geld verdient! Geschweige denn bauen können!! Das ging bei uns erst 10 Jahre später!!! Man muss einfach mal sehen, dass den Akademikern ja jede Menge Gehalt verloren geht, während sie Abitur machen, studieren, Referendariat machen. Und andere Akademiker mit vergleichbaren Ausbildungszeiten verdienen doch viel mehr Geld. Sieht auch keiner.

Aber es ist doch klar, dass Lehrer besser bezahlt sein müssen als Briefträger oder? (Nix gegen Briefträger, ist ein toller Beruf!)

LG Dany

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@Schreckschraube, also so kannst Du es nicht sehen!

Antwort von tinai am 11.06.2006, 17:17 Uhr

Wenn sie mit 16 gelernt hat, hat sie 3 jahre zwei Tage Schule/Woche gehabt, und mit 19 bereits voll in sozialversicherung und steuern bezahlt.

Während Akademiker damit in der Regel 5 Jahre später (oder die langsamen 7 Jahre) anfangen.Bis dahin wird ihr Studium und das Abitur primär aus Steuermitteln bezahlt, die die 16jährige mit dem ersten Tag ihrer Ausbildung evtl. shcon geleistet hat.

Das ist kein Argument für höheres Gehalt.

Gehalt sollte sich schon an Leistung orientieren. Ich kann es nicht haben, wenn Akademiker sich hinstellen (bin selbst einer) und sagen, ja ich "musste" ja so lange für die Ausbildung investieren. Es ist ein Privileg, dass man das durfte.

Gruß Tina

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Aber sicher kann ich das so sehen!

Antwort von Schreckschraube am 11.06.2006, 21:27 Uhr

Schließlich habe ich viele Jahre in diese Ausbildung investieren müssen, in denen ich ja auch gearbeitet habe und nichts verdient habe. Bzw. neben Schule und Studium noch gejobbt habe (als Briefträger :O), damit ich einigermaßen über die Runden komme.

Für mich gab's keinen Pfennig BafÖG, meine Eltern mussten komplett für mich aufkommen.

Und es wäre schön, wenn ihr endlich mal von dem Trip runterkämt, dass Lehrer nichts leisten, was ihr Gehalt rechtfertigt. Ich sitze hier und setze für morgen eine Arbeit auf - und müsste danach eigentlich noch eine korrigieren. Wenn ich das jetzt schreibe, heult sofort wieder jemand auf, alle Lehrer würden nur jammern. Nein, ich jammere nicht! Ich erwarte nur, dass endlich jemand anerkennt, dass wir nicht weniger arbeiten als andere Gutverdiener.

LG Dany

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solidarische Grüße :-)

Antwort von Henriette am 11.06.2006, 22:06 Uhr

Hallo Dany,

ich sitze auch noch an meinem Unterricht für morgen, muss noch ein Tafelbild konzipieren und Mappen kontrollieren (was in der 6. Klasse scheinbar bisher die wenigsten Eltern mal getan haben, so katastrophal sehen die aus...).

Aber auch ich jammere nicht, denn ich habe zwischendurch mal "frei" gehabt und Wäsche zusammengelegt, die Küche aufgeräumt, die Kinder ins Bett gebracht und kann mich nun in Ruhe meienr Arbeit widmen *gg*.

Henriette

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Eine, die mich versteht *gg*

Antwort von Schreckschraube am 11.06.2006, 23:08 Uhr

Endlich mal! Naja, Lehrerhetze gehört heute einfach irgendwie dazu, wie mir scheint...

Meine Englisch-Arbeit muss nur noch kopiert werden, das Korrigieren habe ich nicht geschafft. Aber am Mittwoch soll das Wetter ja auch wieder schlechter werden. Bis dahin sind es dann zwei Arbeiten, ein Klassensatz Reli-Mappen und ein Projektheft zum Zusammenbasteln.

Aber hoffentlich hilft Ulli bald jemand von ihrem Neid-Trip runter *gg*.

LG Dany

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*hihi*

Antwort von Henriette am 11.06.2006, 23:53 Uhr

So ist es! Ich gehe jetzt ins Bett und muss den Mappenstapel morgen durchsehen, bevor am Mittwoch der nächste Stapel anrollt...

Übrigens mache ich nur eine halbe Stelle, sitze aber grundsätzlich um diese Uhrzeit noch am Schreibtisch, aber das ist bei dir sicher auch nicht anders.

So long, viele Grüße von einer Englischkollegin :-)

Henriette

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Re: *hihi*

Antwort von Gini am 12.06.2006, 9:40 Uhr

Verstehe euer rumgejammer absolut nicht. Wenn man sich einen solchen Beruf mit Kindern und Jugendlichen aussucht, sollte man das aus Überzeugung zum Beruf machen und nicht des Geldes wegen. Bin Erzieherin in einer Kita, arbeite in einer Woche locker meine 50 Std. und das ohne zu Jammern da ich meinen Beruf über alles liebe. In meiner 4 jährigen Ausbildungszeit habe ich NICHTS verdient. Zur Zeit verdiene ich ca. 1500 Euro netto, da ich auch stellvertretende Leiterin bin. Verstehe absolut nicht, wie man sich so beklagen kann wegen der vielen Arbeit die man als Lehrer mit Kindern hat. Echt beschämend!!!
LG Gini

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Erzieherinnen

Antwort von Henni am 12.06.2006, 10:28 Uhr

sind meiner Meinung nach auch absolut unterbezahlt und SOLLTEN mal mehr jammern!!!verstehe nciht wieso du damit "angeben" wilst, dass du für 50 Stunden Arbeit am Kind nur 1550 Euro bekommst nach 4 JAhren ausbildung!! Ich rate auch aus dem grund JEDEM meiner schüler ab, erzieherin zu werden, denn DAS ist wirklich lausig bezahlt für DIE lange ausbildung, die ja mittlerweile NOCH länger dauert....

aber wenn das die erzeiherinnnen selbst NICHT so sehen dann brauch ich mich ja auch cniht drüber aufregen...

LG HEnni

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Re: Erzieherinnen

Antwort von Gini am 12.06.2006, 12:50 Uhr

Ich muss damit nicht angeben, da ich das gerne und freiwillig machen. Finde es schade, wenn man nur aus Geldgründen einen sozialen Beruf wählt!!! Für mich persönlich ist das total nebendran. Aber das ist nur meine Meinung und du musst dich nicht persönlich angegriffen fühlen.
LG Gini

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Re: Erzieherinnen

Antwort von Henni am 12.06.2006, 13:03 Uhr

Hallo

ich fühle mich auch gar nciht angegriffen! Warum auch??? ich fühle mich gut bezahlt und liebe meinen Job! ich wäre ev auch gern erzieherin geworden, und habe VOR der entscheidung auch gar nciht gewusst, WAS WER verdient...das war mir egal, ich hab dasd gemacht wozu ich mehr Lust hatte...ZUM GLÜCk muss ich jetzt im nachhinein sagen, denn wie gesagt: die bezahlung von erzieherinnen finde ich LAUSIG!


LG Henni

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Re: Erzieherinnen

Antwort von Gini am 12.06.2006, 14:34 Uhr

Dann ist es ja o.k. Aber bei anderen ist das wohl leider nicht so wie bei dir und genau das finde ich schade. Denn solche Leute machen ihren Job nicht aus Leidenschaft, sondern des Geldes wegen. Klar würde ich auch mehr Geld nehmen, aber im Großen und Ganzen finde ich, da gibt es andere denen mehr zusteht. Zum Beispiel Polizisten oder O.P.Schwestern usw. Die haben mehr Verantwortung als ich.
Trotzdem an alle: nicht böse sein, aber ich fand die Diskussionen zu diesem Thema hier manchmal sehr unsachlich und vorwurfsvoll. Schade eigentlich.
LG Gini

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GINI

Antwort von Henriette am 12.06.2006, 15:09 Uhr

Wenn du genau liets, wirst du feststellen, dass wir uns nicht über unseren Beruf ausöassen sondern lediglich um die Art udn Weise, wie über Lehrer hergezigen wird!

Ich mache meinen Beruf sehr gerne und habe ihn ganz bewusst ausgewählt.

Henriette

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Re: GINI

Antwort von Gini am 12.06.2006, 15:25 Uhr

Wenn du das Ganze so interpretierst... mir ist das auf jeden Fall zu unsachlich.
Aber Gott sei Dank hat jeder eine andere Meinung und darf diese auch haben.
LG Gini

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Re: GINI

Antwort von Schreckschraube am 12.06.2006, 23:25 Uhr

Hmmm, ich kann mich auch nicht erinnern, gejammert zu haben. Natürlich habe ich meinen Beruf bewusst gewählt - aber wo der Sinn liegen soll, sich besser zu fühlen, wenn der Beruf schlecht bezahlt ist, ist mir schleierhaft!

Hier beschwert sich niemand über seine Arbeit - nur darüber, dass sie von vielen so abgewertet wird.

Übrigens stimme ich Henni zu, was die Bezahlung von Erzieherinnen angeht. Da ich selbst eine Dreijährige habe, kann ich mir vorstellen, was im KiGa zu leisten ist - wenn man's ernstnimmt. Denn auch hier gibt's ja schwarze Schafe, wie in jedem Beruf...

Ich denke auch, dass Krankenschwestern viel besser bezahlt sein müssten, weil es ein Knochenjob ist.

Und die Ansicht, dass ein sozialer Beruf schlecht bezahlt sein muss, damit man sich gut fühlen kann, wenn man ihn ergriffen hat, ist doch eher sonderbar.
Ist es nicht eher so, dass wir alle in erster Linie einen Beruf haben, weil wir Geld verdienen wollen/müssen??

Und deshalb kann ich mich trotzdem daran erfreuen, einen sozialen Beruf zu haben und wichtige Arbeit zu leisten!

LG Dany

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Re: GINI

Antwort von Neffet am 16.02.2007, 13:39 Uhr

*seufz* ich bin schon etwas neidisch ... ich bin manager mit hochschulabschluss in der freien wirtschaft und habe 60000 Euro Brutto im Jahr also ca 2800 netto im Monat und ich geh morgen um 7.30 ausm Haus und komme Abends meistens so gegen 21 Uhr ... und ganze 6 Wochen Urlaub im Jahr ... ich werde schon etwas neidisch auf unsere Lehrer die soviel Zeit für Freunde und Familie haben ... bei gleichem Verdienst, nunja ich wollte es ja so ... jeden Tag Zahlendruck, Personalprobleme, Qualitätskontrolle, Personalkürzungen umsetzen, usw . Kurzum ihr Lehrer habt es nicht ganz schlecht ;-)

Grüssle

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Neffet am 16.02.2007, 13:41 Uhr

*seufz* ich bin schon etwas neidisch ... ich bin manager mit hochschulabschluss in der freien wirtschaft und habe 60000 Euro Brutto im Jahr also ca 2800 netto im Monat und ich geh morgen um 7.30 ausm Haus und komme Abends meistens so gegen 21 Uhr ... und ganze 6 Wochen Urlaub im Jahr ... ich werde schon etwas neidisch auf unsere Lehrer die soviel Zeit für Freunde und Familie haben ... bei gleichem Verdienst, nunja ich wollte es ja so ... jeden Tag Zahlendruck, Personalprobleme, Qualitätskontrolle, Personalkürzungen umsetzen, usw . Kurzum ihr Lehrer habt es nicht ganz schlecht ;-)

Grüssle

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Neffet am 16.02.2007, 13:41 Uhr

*seufz* ich bin schon etwas neidisch ... ich bin manager mit hochschulabschluss in der freien wirtschaft und habe 60000 Euro Brutto im Jahr also ca 2800 netto im Monat und ich geh morgen um 7.30 ausm Haus und komme Abends meistens so gegen 21 Uhr ... und ganze 6 Wochen Urlaub im Jahr ... ich werde schon etwas neidisch auf unsere Lehrer die soviel Zeit für Freunde und Familie haben ... bei gleichem Verdienst, nunja ich wollte es ja so ... jeden Tag Zahlendruck, Personalprobleme, Qualitätskontrolle, Personalkürzungen umsetzen, usw . Kurzum ihr Lehrer habt es nicht ganz schlecht ;-)

Grüssle

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Re: Netto-Verdienst-Lehrer - helft mir von meinem Trip

Antwort von Kerni am 10.08.2007, 9:02 Uhr

Also Leute, jeder Lehrer der sich beschwert war noch nicht in der freien Wirtschaft und hat wahrscheinlich auch keinen Einblick darin. Ich bin selbst Diplom-Pädagoge, also ebenfalls mit abgeschlossener Hochschulausbildung mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und außerschulischer Jugendbildung und habe mich auf Bildungsmanagement spezialisiert. Mittlerweile bin ich Abteilungsleiter für "schulische Kooperation" und ich komme bei einer 40 Stundenwoche nie ohne Überstunden aus. Dafür habe ich dann 30 Tage Urlaub im Jahr und 1470 € netto im Monat. Was beschwert Ihr Lehrer Euch eigentlich. Ich habe selbst schon unterrichtet in berufsvorbereitenden Klassen und musste gleichzeitig die sozialpädagogische Betreuung von 24 Leuten übernehmen. Das ging übrigens von Knackis über Magersüchtige bis zu Heroinabhängigen. Das alles wie gesagt zusätzlich zu 6 Stunden unterricht am Tag. Und damals war ich noch bei 1300 € netto bzw. 2063 € brutto. Also wenn ein Lehrer tauschen möchte... Jederzeit!! Und ich weiß dass unterrichten echt anstrengend ist.
Grüße von einem der das Lehrergejammere echt nicht mehr hören kann.

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