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Geschrieben von sterntaler am 01.12.2004, 10:39 Uhr

Lkw fährt in Kindergruppe - zwei Tote

moin alle miteinander!
gestern geschah in bielefeld ein tragischer verkehrsunfall, wie ihr sicherlich alle mitbekommen habt!
hier ein kurzbericht zum vorfall.


*In Bielefeld ist ein Lastwagen ungebremst in eine Gruppe Kinder gefahren, die gerade eine Kreuzung überqueren wollten. Zwei Jungen starben, ein dritter ist schwer verletzt.

Ein Handschuh und eine Mütze liegen am Unfallort neben dem Getränkelaster: Möglicherweise rote Ampel missachtet
Bielefeld - Ein Polizeisprecher sagte, ein Lastwagen habe wegen eines Rückstaus an einer Ampel halten müssen. Ein Getränke-Laster sei links an dem stehenden Fahrzeug vorbeigezogen und dabei in die achtköpfige Gruppe gefahren. Am Unfallort waren keine Bremsspuren zu sehen. Die Kinder im Alter zwischen 11 und 13 Jahren hätten gerade die Kreuzung an einem Fußgängerübergang überqueren wollen.

Zwei elf- und 13-jährige Jungen starben, ein weiterer 12-Jähriger wurde mit einem lebensgefährlichen Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Lastwagenfahrer wurde mit einem Schock ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Der 44-Jährige ist noch nicht vernehmungsfähig. An der Unfallstelle kümmerten sich Psychologen um die unverletzt gebliebenen Kinder aus der Gruppe.

Der Unfall ereignete sich auf dem Bielfelder Südring, einer der meist befahrenen Straßen der westfälischen Stadt. Es war der Polizei zufolge zunächst unklar, ob die Ampel für die Fahrzeuge Rot zeigte. Die überlebenden Kinder hatten ausgesagt, dass der Lkw-Fahrer ein Rotlicht missachtet habe.

Rätselraten hatte es darüber gegeben, warum sich die Kinder am Vormittag in dem Gewerbegebiet mit Möbelhäusern und Industriebetrieben aufhielten. Ersten Ermittlungsergebnissen der Polizei zufolge gingen sie nicht in eine der benachbarten Schulen. Wie ein Polizeisprecher jedoch mitteilte, wollte die Gruppe möglicherweise mit einem Lehrer eine Eisbahn auf der anderen Seite des Autobahnzubringers besuchen. Es war aber noch nicht geklärt, ob es sich dabei um einen offiziellen Schulausflug handelte.*

nun, sollte es sich um einen offiziellen schulausflug gehandelt haben, möchte ich jedoch nicht in der haut des lehrers stecken, der, meiner meinung nach, in diesem augenblick seine aufsichtspflicht grob verletzt hat.

zudem sollte sich die verkehrsbehörde eventuell gedanken über die wiedereinführung von verkehrslotsen machen,...arbeitssuchende hätten wir ja genügend in deutschland!

wie seht ihr die sache?

liebe grüße
sterntaler

 
4 Antworten:

Re: Lkw fährt in Kindergruppe - zwei Tote

Antwort von Stephie und Mina am 01.12.2004, 12:51 Uhr

Oha, ich weiss nicht, ob es den Eltern der Kinder nicht irgendwie egal ist, ob das nun offiziell oder inoffiziell war....
Natuerlich wird der Lehrer eine Mitschuld bekommen, wenn sich denn herausstellt, dass die Kinder bei Rot ueber die Ampel sind.
Sollte sich herausstellen, dass der LKW-Fahrer Schuld hatte, wird den Lehrer sicher keine Disziplinarmassnahme erwarten.
Es bleibt unterm Strich dasselbe:
Ganz furchtbar, mein aufrichtigstes Mitgefuehl den Eltern der betroffenen Kinder.
Und: es muessen noch strengere Strafen/Kontrollen im Strassenverkehr erfolgen.
Damit solche Sachen moeglichst nicht mehr passieren.
LG
Stephie

Re: Lkw fährt in Kindergruppe - zwei Tote

Antwort von trini79 am 01.12.2004, 12:54 Uhr

Hallo,

hab ich gestern auch in den Nachrichten gehört.

Ich glaube es ist egal, ob der Schulausflug genehmigt war oder nicht. Der Lehrer wird höchst wahrscheinlich seines Lebens nicht mehr froh.

Mit der Aufsichtspflicht ist das so eine Sache. Um sie hundertprozenz zu erfüllen muß man schon hinten Augen haben. Man kann die Kinder schließlich nicht wie Hunde an der Leine führen.

Ich nenn mal ein Beispiel:

Ich war 6 Jahre in Sommerfreizeiten Betreuerin (kiddies waren 15 - 17).
Wenn sich nun ein Päarchen bildet, sie ungeschützen Geschlechtsverkehr haben und daraus ein Kind entsteht, habe ich nachdem Gesetz meine Aufsichtspflicht verletzt und kann im schlimmsten Fall zur Zahlung der Alimente herangezogen werden.
Kondome darf ich allerdings auch nicht verteilen, denn das wäre Anstiftung zum Geschlechtsverkehr.

Was nun, sprach Zeus?

Ist echt nicht so einfach, klar der Vergleich hinkt ein wenig, deutet aber die Misere einer Aufsichtsperson von Halbwüchsigen an.

Nichtsdestotrotz ist der aktuelle Fall äußerst tragisch.

Die Idee mit der Einführung von Schülerlotsen finde ich richtig. Nur leider können auch Schülerlotsen die Kinder nicht vor betrunken oder bekloppten Autofahrern bewahren.

lg Kathrin

Hintergrund

Antwort von Schwoba-Papa am 01.12.2004, 13:13 Uhr

Jeder Unfall ist tragisch und wenn ich sehe wie LKW durch unser Dorf brettern, echt heftig!
Aber in diesem Fall war es eine schlechte Ampelschaltung. Der Fußgängerüberweg hat 2 Fußgängerampeln, da es über die gesamte Strassenbreite 2 Übergänge gibt. Die hintere Füßgängerampel war grün und die vordere (wo auch der LKW fuhr) war rot. Die Kinder hätte warten müssen bis ihre vordere Ampel grün war und hätten dann in der Mitte wieder warten müssen, um den Gegenstreifen auch zu überqueren.

Grüßle

Man kann Schülerlotsen aber nicht an jede Ampel stellen.

Antwort von KH am 01.12.2004, 18:26 Uhr

Und ich vermute mal, dass um diese Zeit 8.45 Uhr (?) und an diesem Ort (Gewerbegebiet?) schon mal gar keine Schülerlotsen stehen würden. Das ist ja das Tragische, dass die Schüler um diese Zeit da wohl nicht allzuviel verloren hatten.
Ich vermute mal, der LKW-Fahrer hatte Schuld, selbst wenn die Kiddies bei Rot über die Ampel sind. Aber die Schuldfrage macht die auch nicht mehr lebendig. Bzw. selbst wenn ich unschuldig wäre, würde ich mir glaube ich den Rest meines lebens Vorwürfe machen, wenn ich ein Kind tot fahre. Da können mich die Gerichte freisprechen. Mein Gewissen ist eine andere Instanz: "Was wäre wenn... Und hätte ich doch..."
Grüße

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