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Geschrieben von marit am 02.11.2004, 12:51 Uhr

ganz einfache Lösung zur Feiertagsregelung

Ich verstehe den Wunsch nach einigermaßen einheitlicher Regelung - und ein wenig auch den Ärger darüber, daß die katholische Ecke sich mehr Zeit für Besinnung und Rituale herausnimmt, als die anderen Religionen und Konfessionen (wobei das ja an sich nix schlechtes ist). Warum macht mans nicht einfach so, daß zusätzlich zu den Urlaubstagen jeder 6 Tage bekommt, die für religiöse Feste und Besinnung etc. gedacht sind, und die auch konfessionslose nutzen können, wenn sie z.B. mal einen Tag in sich gehen, meditieren oder so wollen. Diese Tage kann man dann eben für Rammadan genauso einsetzen wie für Allerheiligen, man kann an diesem Tag eine Barmizzwa (schreibt man das so?) feiern, oder eben den Reformationstag. Das wäre doch allen gegenüber gerecht - wir sind ja schon längst kein außschließlich christliches (oder gar nur katholisches) Land. Ich selbst bin konfessionslos, interessiere mich aber für viele Religionen. Ich habe mich auch schon mal ein paar Tage in einem Kloster einquartiert - und finde daher nicht, daß Spiritualität und In-Sich-Gehen oder gar Gedenken an die Toten an eine Konfession gebunden sein muß.

An meinen Vater denke ich viel eher an seinem Todestag, als an Allerheiligen - also würde ich vermutlich eher an diesem Tag freinehmen.

 
6 Antworten:

Re: ganz einfache Lösung zur Feiertagsregelung

Antwort von Schwoba-Papa am 02.11.2004, 13:25 Uhr

Hi Marit,

die sind dann aber mit Weihnachten, Neujahr und Ostern verbraten. Stellt sich nun die Gretchenfrage, wollen wir den anderen die zus. Feiertage nicht gönnen, haben sich Feiertage (religiös) grundsätzlich überlebt oder brauchen wir mehr Arbeitstage um die Wirtschaft anzukurbeln.

Unsere 2 pol. Feiertage können wir dann mitabschaffen, da bei unserer Arbeitslosenquote der Tag der Arbeit eher Hohn ist und der Tag der dt. Einheit auch seinen Sinn verloren hat, da ja bekanntlich sehr viele die Mauer zurückhaben wollen :-)

Tja, nach dem Motto Ora et labora (bete und arbeite) sind wir Süddeutschen bisher nicht schlecht gefahren. Also warum ändern ?

Grüßle

Re: ganz einfache Lösung zur Feiertagsregelung

Antwort von marit am 02.11.2004, 13:38 Uhr

Ist Neujahr denn ein religiöser Feiertag? Meines Wissens nicht. Mein Vorschlag galt nur für die religiös begründeten Tage. In einem katholischen Haushalt wäre das dann z.B. der 1.Weihnachtstag (gern auch der zweite), der Ostermontag, der Pfingstmonag, Allerheiligen und Christi Himmelfahrt. Von mir aus kann man sich auch gerne auf 7 oder 8 Tage einigen. Nur stehen anderen Konfessionen dann eben auch eine ähnliche Zahl an Tagen zu.

Neujahr hat als Oktavtag von Weihnachten auch wieder religiösen Hintergrund.

Antwort von KH am 02.11.2004, 19:19 Uhr

Das gleiche gilt für den 1. Mai in Bayern (Maria Schutzfrau Bayerns = Patrona Bavariae, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Schlager). In unserer abendländischen Kultur hat sich das weltliche halt mit dem religiösen vermischt, so kann man die Feiertage nicht mehr so trennen, außer es handelt sich um eindeutig neuzeitliche Dinge wie den 3. Oktober.
Wenn du die Feiertage nach Gusto freigibst als gewöhnliche Urlaubstage, ich weiß nicht, haben dann die Geschäfte an Weihnachten geöffnet? Die Muslime könnten ja einkaufen wollen. Da hängt ja ein gnazer Rattenschwanz an wirtschaftlichen Verflechtungen dran. Da braucht es dann schon die einheitlichen Feiertage. Wem die nicht passen, der fährt halt ins Nachbarland zum Einkaufen.
Mir persönlich bedeuten Allerheiligen, Epiphanie, Fronleichnam mehr als z.B. der Pfingstmontag, für den es nicht einmal eine religiöse Bedeutung gibt. Da wird es wohl nie Konsens geben. Und wenn es nach der Sinnerfüllung eines Feiertages geht, dann könnte man die meisten abschaffen, inklusive Karfreitag. Ostern fällt ja auf einen Sonntag. Legen wir doch Weihnachten auch auf einen Sonntag, dann haben wir das Problem aus der Welt geschafft. Feiertage ab sofort nur noch sonntags.
Das wäre doch was. Wir Deutschen arbeiten doch eh zu wenig.

Re: Neujahr hat als Oktavtag von Weihnachten auch wieder religiösen Hintergrund.

Antwort von marit am 03.11.2004, 9:40 Uhr

Nö, ich hab ja gerade NICHT von einfachen Urlaubstagen gesprochen, sondern von "Besinnungstagen". Im Unterschied zu Urlaubstagen, müßten diese Tage eben NICHt im Einvernehmen mit dem Unternehmen genommen werden. Das hätte dann einfach zur Folge, daß ein Unternehmen, das vor allem christlich orientierte Mitarbeiter hat an Weihnachten selbstverständlich geschlossen wäre, ebenso natürlich am Karfreitag, während eine Dönerbude wohl eher an einem islamischen Feiertag geschlossen wäre. Weshalb wäre das so problematisch?

wie Urlaub werden die Feiertage ja eher JETZT von all jenen genutzt, die damit keinen religiösen Hintergrund verbinden. Ich sehe es so, daß jeder Mensch ein Recht auf Spiritualität und Besinnung hat, und es ist toll, daß dafür Tage zur Verfügung stehen. Weniger gut ist, daß, egal welchen Glaubens man ist, diese Tage vorgeschrieben werden. Was wäre schlimm daran, wenn nicht ALLE Geschäfte oder Frimen an einem Feiertag geschlossen wären - wer seinen Glauben ernstnimmt, wird an Karfreitag eh nicht einkaufen gehen. Wer es doch tut, braucht diesen Tag dann aber eben auch nicht als Feiertag zu nutzen.

Re: wir haben grundsaetzlich mehr Feiertage als Ihr in Deutschland........

Antwort von Stephie und Mina am 03.11.2004, 11:35 Uhr

wohl ein kanppes Dutzend, weil hier in Spanien auch saemtliche heiligen Jungfrauen verehrt werden.
Faellt der Feiertag dummerweise auf einen Sonntag, dann wird er auf den Montag verschoben - jawoll.
Damit wir alle schoen Siesta halten koennen.
Nach dem Motto: man muss die Feste feiern, wie sie fallen.
LG
Stephie

sehr sympathisch diese spanische Regelung ot.

Antwort von famisa am 03.11.2004, 11:49 Uhr

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