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Geschrieben von Astrid am 19.01.2010, 13:42 Uhr

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Hallo,

eine Klassengemeinschaft in diesem Sinne gibt es vielleicht ja auch nicht wirklich. Ich kenne das nur so, dass Grüppchen entstehen. Das ist ja auch menschlich, weil kleine Gruppen viel überschaubarer und vertrauter sind, als eine sehr große, inhomogene Gruppe. Auch bei Erwachsenen entstehen (z. B. im Job) ja eher kleinere Freundeskreise und nicht solche mit 25 Mitgliedern.

Trotzdem heißt dies keineswegs, dass in der Schule nur die Kinder, die sich schon vom Kiga kennen, zusammen spielen. In der Klasse meiner Tochter sind sehr bald neue Freundschaften entstanden, die alten "Kiga-Gangs" lösten sich sehr schnell auf. Das ist ja meist so, weshalb ich überrascht bin, dass die Lehrerin in Eurer Klasse etwas Anderes beobachtet haben will. Vielleicht handelt es sich hier nur um eine Vermutung, die gar nicht stimmt (die Lehrerin kannte ja wohl kaum die früheren Kiga-Cliquen).

Meine Tochter kannte auch kaum jemanden in der neuen Schule. Ich würde nicht aufgeben, sondern hartnäckig am Ball bleiben und immer wieder mal ein Kind zum Spielen einladen. Ich finde auch nicht, dass die Kinder in diesem Alter ihre Verabredungen schon ganz allein treffen müssen. Ich (und auch andere Mütter) habe in dem Alter schon noch kräftig nachgeholfen, z. B. andere Mütter beim Abholen oder bei Klassenfeiern angesprochen ("Mein Sohn würde gern mal mit dem XY spielen. Meinen Sie, er mag uns mal besuchen?"). Solche Initiativen hatten eigentlich immer Erfolg.

Vielleicht hat Dein Sohn ja auch noch gar nicht so oft andere Kinder gefragt, ob sie Zeit haben, wie er es darstellt. Vielleicht kommt es ihm nur so vor und er war schon nach ein, zwei Ablehnungen verzagt - was man ja verstehen könnte. Vielleicht könnte er solche Fragen auch besser formulieren: "Komm doch mal zu mir zum Spielen!" ist erfolgversprechender als: "Hast du mal Zeit...?"
Trotzdem würde ich als Mutter hier noch nachhelfen, vor allem, da er selbst unter der Situation zu leiden scheint. Spring über Deinen Schatten und hilft ihm unverdrossen dabei, Verabredungen zu treffen - es bringt auf Dauer auf jeden Fall Erfolg!

Wegen des Geburtstags: Dein Sohn kann einfach alle Kinder einladen, die ihm irgendwie sympathisch sind oder die er gern näher kennenlernen möchte. Man muss nicht nur enge Freunde einladen, es ist ganz üblich, dass man auch Klassenkameraden einlädt, mit denen man noch nicht eng befreundet ist. Die meisten Kinder freuen sich über Einladungen sehr und kommen dann auch gern, davon würde ich jetzt erstmal ausgehen. Natürlich schreibst Du in die Einladung "bitte sag' mir bis zum Soundosvielten Bescheid, ob du kommen kannst", damit Du den Erfolg kontrollieren kannst.

Grüßle,

A.

 
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