1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von anjaschweitzer am 25.11.2009, 13:49 Uhr

Hilfe - ich mache mir zu viele Sorgen

Hallo! Ich hab mal eine Frage: Wie kann man am besten mit den Sorgen um die Kinder fertig werden. Ich mache mir manchmal Horror-Sorgen, weil es so viele schlimme Nachrichten zur Zeit gibt. Heute kam meine Tochter (6) zu spät von der Schule, dass ich beinahe Panik bekommen hätte. Darum bin ich mit dem Fahrrad den ganzen Schulweg abgefahren, zu ihren Freundinnen usw. Aber sie war nirgends. Schließlich habe ich die Polizei angerufen. Als ich zu Hause wieder ankam, stand sie aber da mit ihrer Freundin und sie erzählten mir fröhlich, dass sie beim Kindergarten vorbeigeschaut und nur mal "Hallo" gesagt hätten. Ich hab etwas mit ihnen geschimpft. Aber das Problem war nicht wegen ihnen, sondern weil ich selber immer so schnell panische Angst bekomme. Manchmal hab ich Angst, ob ich verrückt werden könnte. Können Sie mir vielleicht einen Rat geben? Danke schonmal.

 
5 Antworten:

Re: Hilfe - ich mache mir zu viele Sorgen

Antwort von liha am 25.11.2009, 14:14 Uhr

Da hätte ich mir auch tierische Sorgen gemacht!
Das geht gar nicht!
Das sollte deine Tochter auch wissen.


Ich denke mal, das ist vollkommen normal, dass man sich da Sorgen macht.

Re: Hilfe - ich mache mir zu viele Sorgen

Antwort von Hexhex am 25.11.2009, 14:28 Uhr

Hallo,

ich glaube, alle Eltern sorgen sich reichlich um ihre Kinder, das geht mir auch so. Man darf sich manchmal gar nicht genau ausmalen, was alles passieren könnte. Bei der von Dir geschilderten Situation hätte ich auch Angst gehabt, wo die Kleine denn abgeblieben ist.

ABER: Wichtig ist, dass diese Angst nicht überhand nimmt, den Alltag also nicht zu sehr einschränkt. Wenn dies der Fall ist, könnte eine Angststörung vorliegen. Das ist etwas sehr Häufiges, ein hoher Prozentsatz aller Menschen wird davon geplagt. Dass Du manchmal befürchtest, "verrückt" zu werden und dass Du von "panischer Angst" sprichst, ist ein Hinweis auf eine Angststörung. Denn speziell diese Aussagen sind charakteristisch dafür.

Ich hatte so eine Angststörung vor vielen Jahren auch mal. Ich habe dann eine recht kurze Gesprächstherapie gemacht, und bin das Problem ganz losgeworden. Man sollte sich wirklich aufraffen und überwinden. Leider tendieren Angst- und Panikstörungen unbehandelt nämlich dazu, chronisch zu werden. Und das ist total schade, weil es das Leben doch sehr trübt und einem die Freude vergällt. Dabei lassen sich Angststörungen so gut behandeln. Lass Dir doch mal von Deinem Hausarzt eine guten Therapeuten empfehlen und mach' einfach mal einen Termin aus!

Ich wollte noch etwas zur Beruhigung sagen: Es ist lustigerweise so, dass Menschen mit einer Panikstörung geradezu dagegen gefeit sind, wirklich "verrückt" (also psychotisch) zu werden! Gerade denjenigen also, die insgeheim befürchten, den Verstand zu verlieren oder in manchen Augenblicken das komische Gefühl haben, sie seien kurz davor - genau denen passiert das nicht, sagte mein Therapeut.

Trotzdem: Vielleicht lässt Du Dir ja doch mal helfen? Wenn Du Dich dazu nicht durchringen kannst, mach' doch wenigstens mal einen Kurs in Meditation. Täglich 20 Minuten meditieren senkt nach Studien das Angstniveau um ein Mehrfaches (ich mach' das auch!).

Grüßle,

M.

Lerne, das Problem mit Deinen Talenten zu lösen

Antwort von Franz Josef Neffe am 25.11.2009, 20:35 Uhr

Wir versuchen derlei Probleme immer mit dem bewussten Verstand zu bewältigen; der ist aber gar nicht dafür zuständig. DAS UNBEWUSSTE ist die Instanz, wo unsere Talente liegen und wo alle lebenswichtigen Funktionen gesteuert werden. Direkt mit den Kräften unserer Seele und des Geistes zu sprechen, das haben wir nie gelernt. Unsere Seele und der geist haben aber genauso HUNGER wie der Körper, das war mir eine ganz wichtige Beobachtung in der neuen Ich-kann-Schule. Und Du siehst es ja schon: Wenn wir als Erwachsene unseren Kindern helfen oder überhaupt nur Einfluss auf sie bekommen wollen, dann müssen wir erst einmal lernen, Einfluss auf uns selbst zu finden. dafür brauchen wir unsere Talente als Gesprächspartner.
Wann hast Du Deiner Seele zuletzt was Nettes gesagt? Wann hast Du Dein Gehirn zuletzt gelobt? Ich sage jetzt, dass Du ganz besonders feine Talente hast, die sehr gut auf Dich und Dein Kind aufpassen können; die sind nur ein wenig geschwächt und irritiert und warten eigentlich schon lange darauf, dass Du endlich ihre beste Freundin wirst. Sie sind ja nur für eins auf dieser Welt: ALLES FÜR DICH ZU TUN. Hast Du es gelesen? SIE tun es für DICH. Sie lassen Dich fühlen, ob alles OK ist; sie eröffnen Dir viel mehr Einfluss auf Deine Tochter als Du mit bewussten Bemühungen je erzielen könntest. Sie brauchen nur Deine Stärkung und Pflege und Freundsacht und Dein lebendiges Interesse. Auch Deine Intuition, Deine Selbstsicherheit, Dein Selbstwertgefühl u.a., sie alle könnten eine STÄRKUNG vertragen - die DIR gut bekommen würde. Wenn Du eine praktische Anleitung dafür lesen willst, dann lies Coués kleines Büchlein über Autosuggestion. Ich freue mich auf Deinen / Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

Re: Hilfe - ich mache mir zu viele Sorgen

Antwort von berita am 25.11.2009, 20:51 Uhr

Nun, ich finde deine Angst zumindest in diesem Fall durchaus berechtigt. Das geht so einfach nicht, und das solltest du deiner Tochter auch klar sagen. Sie muss dir sagen, wo sie hingeht, welche Lösung ihr auch dafür findet (vorher absprechen, erst nach Hause und dann wieder raus, Anruf per Handy etc.).

Re: Hilfe - ich mache mir zu viele Sorgen

Antwort von JonasMa am 25.11.2009, 21:49 Uhr

Also, in dem Fall wäre ich auch besorgt gewesen und finde es völlig normal, daß man das nochmal mit dem Kind druchspricht, ihm klar macht, was die Aktion ausgelöst hat und das es nicht nur gute Menschen auf der Welt gibt - dem Kind eben klarmachen, daß man sich große Sorgen hatte.

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