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Geschrieben von ellija am 07.06.2011, 9:42 Uhr

Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Hallo,

erst mal kurz zur Vorgeschichte! Mein Sohn war immer ein guter Grundschüler, sehr pflichtbewusst und Ehrgeizig. Ich war mir selbst nicht 100% sicher was die beste Schulform für Ihn ist ( er ist recht ruhig). Da wir aber in NRW wohnen und die Emfehlung eh bindend ist haben wir gesagt : Bei eindeutiger Empfehlung Gym. bei eingeschränkter Empf. Real.
Beim Beratungsgespräch im Nov.sagte die Lehrerin zu mir , dass er auf jedenfall, von Ihrer Seite aus, eine Gym. Empfehlung bekommt.
Also haben wir uns zwar die Realschule am Tag d. offenen Tür auch angeschaut aber die Tendenz ging eindeutig zum Gym. Wir hatte uns also entschieden! Auf dem Halbjahreszeugnis (eine Woche nach der Zeugnissausgabe war übrigens die Anmeldung auf der neuen Schule) stand dann auf einmal : Gymn. mit Einschränkung.
Ich habe natürlich direkt das Gespräch mit der Lehrerin gesucht, denn damit habe ich (nach dem Beratungsgespräch) echt nicht gerechnet.
Sie meinte dann nur zu mir. Wenn es Ihr Sohn wäre, würde Sie Ihn auf jeden Fall aufs Gym. schicken, sie traut Ihm das zu 100% zu und hat auch keine Bedenken. Die Einschränkung soll nur ein Hinweis für die zukünftigen Lehrer sein ( Grund der Einschränkung war Arbeitstempo und lässt sich durch neg.Sachen zu schnell entmutigen)
Naja, wir hatten uns fürs Gym. entschieden und haben uns, in der einen Woche, auch nicht mehr umentschieden.
Klasse 5 am Gymi. lief auch ganz gut. Schnitt am Enjahr war 2,1 Mit Engl. hatte er ein paar Probleme ( laut Lehrer nichts gravierendes ) und mit dem Deutschlehrer ( welcher leider auch der Klassenlehrerist) steht er auf Kriegsfuß.((Er ist menschlich echt eine Zumutung, /stellt die Kinder vor versammelter Mannschaft blos ect.pp))
In Klasse 6 ging es ähnlich weiter. Eng. und D waren nicht gerade seine Lieblingsfäche was sich auch in der Note zeigte: beides 4,aber in allen anderen Fächern hatte er eine 2 ausgenommen Sport 3 und Musik 3 ( Musik übrigens auch beim Klassenlehrer.)
Seit dem Halbjahr ist seine Motivation aber total im Keller/ Pupertät?). Das steigerte sich dann noch, als er erfahren hat, dass der Klassenlehrer noch ein weiteres Jahr der gleiche bleibt.
Er trödelt bei den Hausaufgaben, lernt zwr für arbeiten, aber kaum von sich aus. Wenn ich Ihn dann abfrage habe ich auch echt immer ein gutes Gefühl.
Er kann die Vokabeln, hat die Grammatik offensichtlich verstanden...
aber in den letzten Arbeiten kam überal nur eine 4 raus und in Latein (wo er im Halbjahr fast ne 1 bekommen hätte) rechnet er in der Arbeit mit ner 6.
Er meint in Physik und Geschichte kann er sich kaum melden weil er angeblich nichts rafft. ( Hat sich aber in ner Hausarbeit in Gesch. jetzt ne 1 geholt).
Ich mache mir jetzt oft Vorwürfe und überlege, ob das mit dem Gymi. die richtige Entscheidung war. Hätte ich nicht auf der Real ein glücklicheres Kind? Ist er überfordert, zu unorganisiert oder wäre das auf einer anderen Schule, bedingt durch die beginnende Pupertät ( wird im Sommer 13) ähnlich.
Er selbst möchte gerne auf der Schule bleiben (wobei er auch ein Kind ist, was sich grundsätzlich mit allem neuen furchtbar schwer tut).
Wobei ich den Eindruck habe das er mit der jetzigen Situation nicht glücklich ist und sich schon auch überfordert fühlt.
Er ist auf der anderen Seite aber momentan auch mit der Ordnung in seinem Zimer überfordert oder sucht beispielsweise ewig nach einem roten Schnellhefter, bittet mich dann zum suchen, ich mache die Schublade auf und der Hefter lacht mir entgegen .
Also kurzum ich habe den Eindruck, er ist eh momentan mit der kleinsten Kleinigkeit überfordert.
Habt Ihr vielleich irgend welche Erfahrungswerte? Wird das besser? Wie lange soll man noch abwarten ?
Besser ein Ende mit schrecken als ein Schrecken ohne Ende? oder ist das noch, Pubertätsbedingt, zu tollerieren?

LG von einer sich sorgenden Mama ( und das ist erst der erste von 4 Kindern die in die Pubertät kommen

)

 
8 Antworten:

Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von MamaMalZwei am 07.06.2011, 10:26 Uhr

Hallo, ich denke mal, da macht der Lehrer viel aus. Wenn er so ist, wie Du es schreibst, dann fühlen sich sensible Kinder bei ihm nicht gut aufgehoben.
Ein Lehrer müsste eigentlich motivieren, gerade auch, wenn jemand eigentlich mit 2en vorzensiert war. Das ist das eine Problem.
Das andere ist die fehlende Arbeitsorganisation Deines Kindes. Da können wir uns die Hand reichen... Katy hat das auf dem Gym auch nicht gelernt, obwohl es eigentlich das wichtigste Fach wäre. Wie bereite ich mich auf Arbeiten vor, welcher Wissensstoff fehlt mir noch...
Ihr Arbeitsplatz sieht oft aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Das heißt, mittlerweile müsste ich schreiben "sah aus" weil sie sich nach meinen Ratschlägen gerichtet hat. Es wird besser...
Meine Kritik am Gym (G8) ist, dass sie die Arbeitsfelder im Schnelltempo durcheilen und zu wenig festigen. Deshalb sitzen dann z.B. in Matheaufgaben die Formeln nicht, sie sehen nicht, wo sie die anwenden müssten. In Englisch rast man durch die Zeiten, soll schon früh selbst schreiben, obwohl man weder die Vokabeln noch die Grammatik beherrscht. In Deutsch wird nur angerissen, wie man Interpretationen u.ä. zu schreiben hat, wohl dem, der eine Mutter hat die helfen kann.
Deshalb würde ich wahrscheinlich das Kind mit Nachhilfe stützen bis es begriffen hat, wie es für Arbeiten lernen muss.
Die GS-Lehrerin schrieb im Gutachten doch, er lässt sich schnell entmutigen. Genau das ist ihm jetzt passiert.
Lemmi ist auf der Real, dort hätte Dein Sohn zwar wahrscheinlich auf Anhieb bessere Noten. Aber zum Einen ist der Anspruch geringer. Er hätte dasselbe Problem wie Lemmi, der Aushilfslehrer für Spätmerker spielen darf, aber kein Zusatz"futter" bekommt.
Ich würde nicht alles auf die Pubertät schieben. Dein Sohn hat im Moment das Gefühl, dass ihm alles über den Kopf wächst, eben weil das Gym mit dem Lernstoff so schnell voranschreitet. Versuch ihn zu motivieren, weiterzumachen.
Der Sänger von "Unheilig" hat mal erzählt, dass er eine zeitlang in der Schule auch unglücklich war. Seine Mutter hat das gemerkt und ihm Zettel in die Brotdose gesteckt: "Du schaffst das!", "Ich weiß dass Du es kannst!" usw. Vielleicht ein Tipp? LG

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von AndreaL am 07.06.2011, 10:38 Uhr

Hallo,

darf ich mal fragen, wie Ihr als Eltern ihm helft sich selber zu strukturieren? DAs können die wenigstens Jungs zuverlässig in dem Alter selbst?

U.U. ist das Schulproblem eben kein Problem der mangelnden Intelligenz oder der immer wieder gern genommen Pubertät, sondern ein strukturelles?

HIlf ihm doch mehr, seine Klamotten zu sortieren. Mach' ihm Lernpläne vor Arbeitenmarathons etc.

Erzähl' doch mal...

LG

Andrea

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von Birgit67 am 07.06.2011, 10:40 Uhr

zuersteinmal: Ein Abfall ist völlig normal und bleibt auch nicht aus - egal auf welcher Schule - mein fast 1er Schüler in der 5. ist in der zwischenzeit ein guter 3er Schüler mit ausruchter zu 2en in der 7.

Aber: Was macht Dein Sohn zum ausgleich der Schule???? Ich habe festgestellt: Wenn es bei meinen Jungs im Sport läuft dann läuft auch die Schule rund - die besten KA macht mein Sohn morgens nach dem Frühtraining.

Als es im Sport hakte ist mein Großr auch Notentechnisch abgestürzt seit es sportlich wieder steil Bergaufgeht sind nur noch ein par Notenausrutscher.

Alles andere was Lehrer betrifft muss Dein Sohn lernen darüber zu stehen egal ob er ihn leiden kann oder nicht- der Lehrer macht die Noten und fertig egal wie gerechtfertigt man sie findet oder nicht.

Mein Großer muss damit leben dass er seine Biolehrerin bis zum Abi haben wird da es nicht gnügend Lehrer dieser Sorte bei uns gibt - und auch diese Lehrerin ist extrem schwierig - genauso sein Entlischlehrer - aber da muss er durch und sämtliche Antipathie fallen lassen und sich rein aufs fachliche Beschränken und ab der 7. Klasse finde ich sind die Kinder alt genug es zu kapieren.

Und sicherlich spielt auch die Pubertät eine ganz große Rolle dabei - wenn sich das Hirn neu strukturiert bleibt halt vieles auf der Strecke - darüber stehen auch mit 4er leben können es kann nur besser werden und solange die Versetzung in keinster Weies gefährdet ist ist doch alles ein Prioblem.

Der Absturz komme meist erst in er 6. Klasse

Gruß Birgit

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von ellija am 07.06.2011, 12:24 Uhr

Hallo,

das lernen vor den Arbeiten versuche ich Ihm in sofern zu erleichtern, daß wir uns 1-2 Wochen vor der Arbeit gemeinsam anschauen welcher Stoff dran kommt. Ich teile dann mit Ihm ( in der Hoffnung das er das demnächst sebständiger umsetzt) den Lernstoff auf bestimmte Tage ein, suche Ihm z.B. Übungen aus dem Internet o.ä. Ich sage Ihm dann auch immer wieder, wenn Du bei den Übungen sicher bist ist gut und da wo Du noch Schwierigkeiten feststellst, musst Du Dich noch mal genauer mit beschäftigen. Ich frage dann z.B auch Vokabeln ab oder schaue Ihm bei den Übungen ab und an über die Schulter.Fast immer habe ich ein gutes Gefühl aber in letzter Zeit konnte er es, bei der Arbeit selbst, irgendwie nicht umsetzen. Wenn ich Ihn frage woran das seiner Meinung nach gelegen hat, zuckt er oft nur mit der Schulter und kann es sich auch nicht erklären.

Ich versuche auch immer wieder Ihn dazu anzuhalten, seine Hausaufgaben, nach einer kurzen Mittagspause, direkt zu erledigen, aber er lässt sich von allem und jedem super gerne ablenken. Effektiv könnte er im Schnitt nach 45 Min. mit allem fertig sein, aber oft vertrödelt er den ganzen Nachmittag damit. Obwohl ich manchmal auch denke, daß das eine Art Trotzhandlung
ist weil ich Ihn damit ,,nerve".
Ich finde das immer eine schwere Gradwanderung zwischen Hilfe beim Strukturieren - wenn die Hilfe nicht angenommen wird, wird man schon mal ungeduldig und beginnt im Auge des Kindes zu ,,nerven"- und dem ,,auffliegen lassen" und einfach aus den eigenen Fehlern zu lernen. Obwohl mir letzteres echt schwer fällt.

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von like am 07.06.2011, 13:46 Uhr

Ich würde einfach mal abwarten und weiter unterstützen. Mal ne 6 als Ausrutscher ist einfach drin im Gym. Auch 4er sind ab und an akzeptabel - er kann in allen Fächern eine 4 im zeugnis haben, das ist, wie der Wortlaut sagt, AUSREICHEND (natürlich nicht toll, aber eben theoretisch...) Wenn's irgendwo sehr hakt (Latein?), würde ich Nachhilfe suchen, insbesonders, wenn es sich um Hauptfächer handelt.
Es kann wirklich sein, dass die Pubertät grad eine große Rolle spielt - mein 8.Klässler ist im Moment ähnlich drauf (das geht immer in Wellen auf und ab seit Klasse 6).
Solange er nicht runter MUSS ( und selber eben auch nicht will), würde ich ihn auf dem Gym lassen - das Schöne ist, dass im Gym die Noten in der Pubertät später völlig unerheblich sind, auf Haupt- und Realschule müssen sie sich aber genau mit diesen Noten bewerben.

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von Vogelsängerin am 07.06.2011, 15:11 Uhr

Der Sohn den Du beschreibst kenne ich. ich bemuttere auch so einen Typen. Aber ich kann Dir versichern, Du löst das Problem nicht mit einer anderen Schulform, denn die Realschule verlangt ebenso eine heimische Arbeitsorganisation. Zumindest ist es bei uns so.
So wie du ihn beschreibst, ist eben das das Problem und daher denke ich, dass er ganz richtig ist auf dem Gym. Wäre es meiner, würde ich ihn dort lassen, denn das Problem holt Euch sons twieder ein. Ich war selber auch eine ganz faule und mit mir ein Sitzenbleiben am Gym in Klasse 8 in jeder Hinsicht gut getan.

Biete ihm Hilfe an, vielleicht einen Zeitplan, einlaminiert und mit einem wasserlöslichen Folienschreiber kann er abhaken. Er kann das als Hilfe annehmen oder lassen, aber in letzterem Fall muss er dann eben auch die Konsequenzen tragen (und im schlimmsten Fall auch ein Jahr wiederholen). Aber so weit ist es ja noch gar nicht.

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von ellija am 08.06.2011, 12:09 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten!
Eure Beiträge ermutigen mich, doch erst mal alles so zu lassen wie es jetzt ist. Schauen wir mal, was die Zeit so bring. Auf jeden Fall scheinen wir ja nicht die einzigen zu sein denen es so geht. Irgendwie tut das ja schon gut, wenn man merkt, dass andere ähnliche Probleme haben und gewisse Dinge vielleicht einfach auch ein bischen zur Entwicklung dazugehören.

LG

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Re: Richtige Schulform ?! Achtung lang!

Antwort von MamaMalZwei am 11.06.2011, 12:15 Uhr

Hallo, also so lassen wie es ist würde ich nicht, Lemmi in der Realschule hat genügend Schulabgänger vom Gym in seiner Klasse, die dort erst einmal frustriert weiter abstürzen. Nur einer von denen schaffte den Sprung zurück aufs Gym (erst mal), mal sehen, ob der wiederkommt...
Ich würde ein klärendes Gespräch mit dem Sohnemann führen und ihm auch sagen, dass Du ihm helfen und nicht ärgern willst. Falls Ihr vom Lernen her gar nicht zusammenpasst (er schreit, Du schimpfst) dann würde ich es mit Nachhilfe von außen probieren. Von jemand anders lassen sich Kinder eher was sagen als von den eigenen Eltern, man steht sich halt zu nah!
Strukturieren tust Du ihm seine Aufgaben wohl, vielleicht ist das aber auch schon zuviel was Du machst. Ich frage meist meine Kinder, was anliegt und was sie dafür lernen müssen. Die einzigen Male, bei denen ich eingegriffen habe, wurde ich eines Besseren belehrt: Lemmi saß hier vor dem PC und ich fragte mich, wann er denn anfängt für die Politikarbeit zu lernen. Dann sah ich in seine Unterlagen und stellte fest, jo, dafür müsste ich auch erst abends vor dem Zubettgehen lernen... Aber okay, der ist (gut strukturierter)Realschüler.
Katy ist meist pflichtbewusster, die lernt teilweise vier Tage vor Arbeiten den Stoff und rechnet Aufgaben, um sicherer zu werden. Aber Mädchen sind meist gründlicher als Jungs, das kann man nicht vergleichen. Wichtig ist es, den Anschluss nicht zu verlieren und dann sollte man vielleicht in Nachhilfe investieren, bis er sich wieder selber helfen kann. LG

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