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Geschrieben von Namens-Fee am 25.07.2011, 14:51 Uhr

Müssen Jugendherbergen, die Schulklassen aufnehmen, auf evtl. Diäten eingehen?

Dass in einer JH nicht unbedingt separat gekocht werden kann für einen einzelnen Schüler ist mir klar (ist auch weistens wegen mögl. Kontamination mit den allergenen Stoffen in der Küche nicht möglich). Wenn aber der Schüler bzw. dessen Eltern anbieten, entsprechende Mahlzeiten mitzubringen, die dann lediglich gekühlt und aufgewärmt werden müssten - MUSS das die JH machen? Oder muss das kranke Kind zu Hause bleiben, wenn sich die Herbergseltern quer stellen?

Konkreter Fall ist ein Kind mit multiplen Nahrungsmittelallergien und die JH weigert sich, Platz im Kühlbereich zur Verfügung zu stellen bzw. einmal täglich ein Gericht extra aufzuwärmen, obwohl sie bei Einzelreisenden die Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse sogar auf ihrer HP anbietet!

Muss die JH nicht mit Sonderfällen rechnen, wenn sie ganze Schulklassen (hier sogar ein kompletter Jahrgang der Schule) aufnehmen???

An wen kann man sich ggf. wenden?

 
6 Antworten:

Re: Müssen Jugendherbergen, die Schulklassen aufnehmen, auf evtl. Diäten eingehen?

Antwort von barnie am 25.07.2011, 16:11 Uhr

Hallo Namens-Fee,

also mein Sohn war letztens mit seiner 3. Klasse und den anderen 3. Klassen im Schullandheim.
Es wurde lange Zeit vorher ein Schreiben an die Eltern weitergegeben, wo man Besonderheiten notieren sollte, damit die Jugendherberge bescheid wußte, ob es Kinder gibt, die irgendwas nicht vertragen, oder ob es Kinder gibt, die z.b. lactulosefrei Kost und Milch bekommen, etc.! Darauf ging die Jugendherberge ein und hielt sich auch daran.

Wenn die Jugendherberge natürl. auf ihrer HP so etwas anbietet, sich aber dagegen sträubt, solche fertigen Gerichte im Kühlhaus aufzubewahren, würde ich sie darauf ansprechen, was das soll. Es wird dafür doch Sorge getragen, dass das Kind das bekommt, was es braucht. Die Angst der Jugendherberge ist unbegründet. Die müssen doch nur das entsprechende aufwärmen. Wo haben die ihr Problem?
In so einem Fall sollte man sich auch mit den Lehrern absprechren, damit die entsprechend handeln können und mit dem Betreiber der Jugendherberge reden können und auch sollen!
Also nur wegen einem Kind so quer zu schießen ist unmöglich. So was kann nicht angehen.

barnie

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Re: Müssen Jugendherbergen, die Schulklassen aufnehmen, auf evtl. Diäten eingehen?

Antwort von Celine2 am 25.07.2011, 16:52 Uhr

Das Problem ist wahrscheinlich eine Hygienevorschrift (HACCP) in Großküchen, die u. a. besagt, dass im Kühlschrank keine fremden Lebensmittel (also auch fertige Gerichte) gelagert werden dürfen.
Die Gerichte könnten ja theoretisch irgenwelche Keime/Bakterien enthalten, die dann auf andere Sachen übergehen (auch erst im Aufwärmprozess oder bei evtl. anfallenden Resten).

Die Küche sichert sich damit nur ab und ich verstehe sie. SIE muss sich verantworten mit Lebensmitteln, die die Küche verlassen.
Angenommen, das Kind bekommt Salmonellen von einer der fertigen Speisen. Wie will die Küche beweisen, dass SIE nicht daran Schuld ist? (Koch, der das Essen warmgemacht hat, könnte infiziert sein und hat vielleicht mit dem Finger probiert?!?!) Die Küche kann oft nur schwer beweisen, dass sie keinen Fehler gemacht hat.

Daher werden Rückstellproben von den eigenen Gerichten gemacht, die ein paar Tage tiefgekühlt aufbewahrt werden müssen, usw....

Fragt doch mal einfach, ob sie nach Diätplan für besondere Schüler kochen?! Das wäre um einiges einfacher für die Küche. Ich kenne keine JHB, die das nicht tut, wenn man frühzeitig darauf hinweist und das Kind ggf. eine Bescheinigung vom Arzt dabei hat. (Sonst haben plötzlich am 2. Tag alle Kinder irgendeine LM-Unverträglichkeit, weil das Essen des einen Schülers evtl. leckerer war, als das eigene).

So kann keine Küche ordentlich planen, Lebensmittel einzukaufen.

LG, Cel

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Re: @Celine

Antwort von Namens-Fee am 25.07.2011, 19:30 Uhr

Die Hygiene-Vorschriften leuchten mir durchaus ein, sowas hatte ich mir auch gedacht - aber warum machen Sie es bei Einzelreisenden, aber in dem Fall, wo das Mädchen mit einer Gruppe kommt, nicht?

Und die Köche sind eben nicht bereit, für das Kind zu kochen; daher kam ja schon das Angebot, dass die Eltern Essen mitgeben ...

Ich fände es einfach nur traurig und frustrierend für das Mädel, wenn es deshalb nicht mitdürfte :-(

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Re: @Celine

Antwort von Celine2 am 25.07.2011, 20:29 Uhr

Achso, es wurde schon nachgefragt, ob sie für sie extra kochen und es wurde abgelehnt. Komisch.

Kann mir vorstellen, dass es dann nur ein finanzieller Aspekt sein kann, dass es sich "nicht rentiert" für einen "günstigen Gruppenschüler" extra zu kochen.
Von einem Einzelreisenden (sind ja oft Erwachsene mit Jugendherbergsausweis) werden sie mehr verlangen können.

Ich weiß nicht, ob das der Grund ist, ist eine reine Vermutung.

Fragt doch mal direkt nach, warum das abgelehnt wird. Vielleicht ist zu der Zeit auch die Diätassistentin etc. im Urlaub und es kann sonst keiner spezielle Diät kochen?!?

Evtl. ist auch nur ein Aufpreis von wenigen Euro pro Tag nötig, damit sich die Sonderkost auch "preislich" für den Betrieb rentiert.

Finde ich echt komisch, dass sie da Unterschiede machen.

LG

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Re: @Celine

Antwort von Celine2 am 25.07.2011, 20:46 Uhr

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:yiBC3sU9JekJ:www.libase.de/ wbb/index.php%3Fpage%3DThread%26threadID%3D32901+klassenfahrt%2Bjugendherberge%2 Blaktoseintoleranz&cd=5&hl=de&ct=clnk&gl=de&source=www.google.de

Hab gerade gegoogelt. Hier in diesem Threat (ganz unten) haben sie mit Jugendherbergen und Sonderessen wohl gute Erfahrungen gemacht.

Fragt doch einfach ganz konkret nach, wie es gehandhabt werden kann. Evtl. kann sich das Kind ja selbst Essen von Zuhause auf`s Zimmer der Lehrerin mitnehmen (da könnten die evtl. einen Kühlschrank reinstellen und eine Mikrowelle) und dann kann sie es evtl. warm machen... (wenn sie die Verantwortung dazu übernimmt).

LG

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Re: Viele tun es!

Antwort von Hexhex am 26.07.2011, 13:49 Uhr

Hallo,

dann ist es eine schlechte JH. Normal ist, dass auf Kinder mit Zöliakie (Glutenunverträglichkei) oder Lactoseintoleranz oder Neurodermitis eingegangen wird und für sie dort sehr wohl separat gekocht wird. Vermutlich sind die JHs aber nicht dazu verpflichtet, es ist ein Service, den sie anbieten können, aber nicht müssen.
Die Tochter einer Freundin von mir hat Zöliakie, bekommt also vom Gluten in Getreide (Brot, Nudeln, Soßenbinder) Darmschäden. Bisher wurde auf jeder Klassenfahrt und in jeder betroffenen JH für sie separat gekocht. Die Herbergsmütter hatten sogar die entsprechenden Zutaten (z. B. glutenfreie Nudeln) vorrätig, weil es öfters vorkommt.

LG

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