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Geschrieben von Fredda am 14.01.2011, 8:42 Uhr

lang und themenübergreifend: Schulwechsel in der Erprobungsstufe? NRW

Guten Morgen!

Mein Großer (10) geht seit dem Sommer aufs hiesige Gym. Mit Empfehlung der Grundschule. Gesamtschule haben wir hier nicht.

Nun haben wir folgende Stolpersteine:

Er ist hochbegabt und hat eine (sich langsam bessernde) Rechtschreibschwäche und ein Lernprofil, das dem Schulsystem nicht entspricht (d.h. Kind lernt schnell und gut, gibt perfekt wieder - wenn es begeistert ist; unter Stress (= Unterforderung, Unlogik seitens der Lehrer, nörgeln, Überforderung durch freies Mitschreiben [finde ich auch sehr früh für ein 5. Schuljahr]) macht er "zu" - ich kenne das von mir).

Der Bus fährt so früh los, dass die Kinder (alle) genau mit dem Gong losrennen müssen. Denken die Lehrer (gerade die Deutschreferendarin, die komplett den Unterricht alleine machen muss) nicht dran, können die Kindern entweder die Hausaufgaben nicht mehr aufschreiben oder nicht mehr nachfragen, was genau der Tafelanschrieb bedeutet oder sie verpassen halt den Bus, was einen Riesenaufstand bedeutet (ist zwar im Ort aber ganz weit raus). Und nein, die Vergehrsgesellschaft ändert ihre Pläne nicht, das haben alle Schulen schon zu erreichen versucht.

Ich überlege, ob ich ihn in den Nachbarort wechseln lasse, das geht busmäßig auch, etwas länger halt, und das Gym ist kleiner und soll besser strukturiert sein. WIr haben hier so eine Lernfabrik.

Nun würde ich ihn dann gerne ein Jahr zurücksetzen, ihn also im Sommer nochmal im 5. anfangen lassen. Er ist eh immer der Jüngste (Stichtag...).

Geht das in der Erprobungsstufe? Er wird ein durchschnittliches bis gutes Zeugnis bekommen, nehme ich an (vom Intellekt her könnte er überall 1 stehen, das haben mir die Grundschullehrer schon immer vorgehalten, aber das muss er nicht, er soll sich wohlfühlen und wenn dauernd ein Theater ist, er hat vergessen, in Deutsch was zu machen und er traut sich nicht bzw. hat keine Zeit, nochmal nachzufragen, ...), schreibt alles zwischen 1 und 4, meist sind es Zweien.

Klingt es halbwegs vernünftig? Er hatte im erstne Schuljahr auch große Schwierigkeiten "anzukommen" und zu verstehen, was die Schule eigentlich von ihm will.

Sein kleiner Bruder hat ein komplett anderes Lernprofil, ist sehr strukturiert und das Schulsystem passt ihm wie seine eigenen Schuhe, so ein "Selbstläufer". Das schreibe ich jetzt, damit ihr versteht, dass ich nicht aus Prinzip schulunverträgliche Kinder aufziehen will - sie sind einfach so, der eine so, der andere so.

Ach so: er spielt Schlagzeug und macht Judo

Darf man in der Erprobungsstufe in eine andere Schule wechseln PLUS Rückstufung?

Lg

Fredda

die gerne einen netten Privatlehrer im Haus hätte für die Kinder ... so wie früher bei den reichen Engländern

 
8 Antworten:

bei uns in S.-H. ...

Antwort von Trini am 14.01.2011, 8:58 Uhr

darf man eigentlich in der Orientierungsstufe nicht wiederholen.

Eine Freudin hat es für ihre toschter trotzdem erreicht, allerdings auf derselben Schule, weil in der Sexta bei ihrer Tochter gerade ADHS diagniostiziert wurde. Auch sie hatte ein eigentlich ordentliches zeugnis. ist also mit Sicherheit eine Einzelfallenscheidung.

Das Problem: Damit ist eine pubertätsbedingte Ehrenrunde ausgeschlossen, weil man hier nur ein einziges Mal wiederholen darf.

Trini

Re: lang und themenübergreifend: Schulwechsel in der Erprobungsstufe? NRW

Antwort von Petsy am 14.01.2011, 9:00 Uhr

In die Klasse meiner Tochter (6., Gym), kam im 2. Halbjahr der 5. Klasse ein Mädchen dazu, das vorher auf ein anderes Gymnasium ging.

Sie wurde gleichzeitig von der 6. in die 5. Klasse zurückgestuft.
Demnach muss es (zumindest hier), möglich sein.

Wir leben in Schleswig-Holstein.

LG Petra

Re: lang und themenübergreifend: Schulwechsel in der Erprobungsstufe? NRW

Antwort von KlaraElfer am 14.01.2011, 11:26 Uhr

Naja, prinzipiell geht das, aber ich würde mir das nochmal gut überlegen. Wenn er nämlich da wieder einen so schlechten Start erwischt, weil er wegen der mit Sicherheit gegebenen Unterforderung zumacht, willst du ihn wieder und wieder zurückstufen lassen? Du schreibst im aktüll, er ecke halt auch regeltechnisch an, sorry, da muss er durch und da spielt es keine Rolle ob jetzt oder nächstes Jahr. Regeln gibt es an jeder Schule. Die Bussituation ist latürnich unglücklich, aber wenn der Schule das Problem bekannt ist, sie aber vei den Verkehrsbetrieben keine Änderung erreicht hat, wieso nicht durch die Schulpflegschaft eine Pausenänderung vorschlagen? Dann kann man das ganze u.U. um fünf Minuten entzerren und keiner hat mehr Streß.

Im Grunde genommen kann man von der Lehrerin auch nicht zwingend rwarten, dass sie mit ihrem Unterricht immer fünf Minuten eher abschließt, damit jeder alles mitbekommt. Die Kinder, die mit dem Gong losrennen, packen nämlich schon Minuten vorher ein und dann Gesagte Dinge gehen in der unruhe unter. Rechen diese fünf Minuten mal aufs Schuljahr hoch. Da kommen so n paar Schulstündchen zusammen - aber über jede ausgefallene regt manche Mutter sich gern schnell auf.

Also, du kennst dein Kind besser. Du entscheidest. Du kannst ja zuerst einmal ohne Abmeldung an der jetzigen Schule ei neGspräch mit der Schulleitung der ins Auge gefassten Schule anstrengen, schadet ja nix.

Ich gebe allerdings an dieser Stelle zu bedenken, und damit kenne ich mich eben auch aus: kinder, die eh eine "Sonder"stellung (und damit mein ich mitnichten sonderbar sondern eben so kleine Überflieger, die fallen nunmal in jeder Klasse auf und manchmal auch aus dem Rahmen) im Klassenverbnd einnehmen, wieder und wieder (erst Wechsel in weiterführende, nun Schulwechsel...) in neue Sonderstellungen zu bringen, halte ich für diese Kinder für wenig ratsam. Die müssen auch mal ankommen können.

LG, alex

Regeln

Antwort von Fredda am 14.01.2011, 12:00 Uhr

Hallo, Klara!

Er eckt nicht mit schlechtem Sozialverhalten oder so an. Es sind solche Regeln wie ordentliche Heftführung, Striche generell mit Lineal, Anweisungen mit unlogischer Begründung "das macht man halt so" -- so was. Er ist dann noch nicht mal renitent, es stresst ihn einfach. Und er kann noch nicht ordentlich mitschreiben, wenn ein Lehrer spricht, an die Tafel schreibt und dazwischen Schüler drangenommen werden.

Sicher muss er ankommen. Ich überlege ja auch.

Es ist in der Schule so, dass ALLE Lehrer in ALLEN Klassen früher Schluss machen MÜSSEN, weil sonst alle Kinder des Gymnasiums, die nach der 6. aushaben und Richtung Innenstadt + Nachbarort fahren, den Bus nicht kriegen.

Ich glaube auch nicht, dass jemand in der neuen Schule meinen Sohn
für einen Überflieger hält, weil doch von den Noten ausgegangen wird.

Lg

Fredda
(immer schwierig, so was zu erklären)

Re: Regeln

Antwort von RenateK am 14.01.2011, 12:17 Uhr

Hallo Fredda,

die Problematik kommt mir sehr bekannt vor, also dies mit unordentlichen Heften etc. Da wirst Du durch eine Wiederholung aber nichts verbessern, das kommt einfach mit der Zeit. Mein Sohn ist in der 7. Klasse, langsam wird es besser, schön wird es nie werden (war es bei mir auch nicht). Wenn er inhaltlich mitkommt, wird es durch eine Wiederholung eher schlimmer. Was sagt Dein Sohn dazu, er sollte das zumindest mitentscheiden (bzw. wie sind die Noten, es geht hier jetzt doch nicht um Vieren und Fünfen auf dem Zeugnis? Vieren und Fünfen für Heftführung sind bei meinem Sohn normal und er hat trotzdem im entsprechenden Fach oft eine 1 auf dem Zeugnis).

Das mit dem Bus ist blöd, aber deswegen würde ich nicht wechseln. Es muss doch möglich sein, die Pausenzeiten zu ändern. Da sollte sich die Elternvertretung mal drum kümmern.

Gruß, Renate

Re: Regeln

Antwort von suchepotentenmannfürsleben am 14.01.2011, 12:19 Uhr

Ich würde ihn nicht zurücksetzen lassen.

Einerseits halte ich - wie Klara schon schrieb - das Ankommen und sich an eine Situation (auch mit Stress) gewöhnen für recht wichtig, andererseits ist er trotz der Probleme ein guter Schüler - nur eben mit kleinen Sorgen und Problemchen.

Meinst du, die Anforderungen werden in der anderen Schule anders? Das glaube ich nicht, sondern denke eher, dass dein Sohn darin geschult werden muss, mit den gestellten Regeln zurechtzukommen und zumindest in irgendeiner Weise sich dahingehend unterzuordnen.

Das diese Dinge in der 5. Klasse nicht einfach so vorhanden sind, finde ich überaus normal. Das kann man lernen, und das wird dein Sohn auch lernen.

Bei einer Wiederholung kommt dann wieder die Unterforderung zu tragen - wieder ein Stressfaktor, und meiner Meinung nach ein weitaus größerer für ein so schlaues Kind.
Ich glaube nicht, dass eine Wiederholung die Probleme lösen würde, und wenn dann vermutlich nur sehr kurzzeitig.

Was meint denn dein Sohn selbst dazu? Wie wohl fühlt er sich in seiner Klasse/Schule?

LG
S

Re: Regeln

Antwort von KlaraElfer am 14.01.2011, 14:09 Uhr

Hallo, Fredda

Ich hab auch gar nicht urteilen wollen, was die Regeln angeht, noch nicht mal an Disziplinarische Dinge gedacht. Aber eine andere Arbeitseinstellung, und um nichts anderes scheint es hier zu gehen, muß er sich eben überall aneignen, v.a. (und das schreib ich eigentlich auch nur, weil ich nur für diese Schulform scprechen kann) an Gymnasien. Wenn man Kinder hat, denen in der Grundschule alles zufliegt, gehen die natürlich erstmal mit der Grundhaltung "ich kann ja alles" auch an die weiterführende. Nur sind die Lehrer hier ganz anders, und das ist auch gut so.

Es ist für den weiteren Weg am Gymnasium wichtig, dass Kinder Sorgfältigkeit (und damit mein ich nicht, dass dein Sohn ein Schlampes ist, sondern eben so Dinge wie Heftführung, Striche mit dem Lineal etc) von selber inne haben. Musste mein Sohn auch lernen. Jedes andere Kind auch. Und die ein oder andere Schludrigkeit hat ihn den ein oder anderen Punkt gekostet in einer Matharbeit oder anderen. Nur so lernen solche Kinder das auch, da kannst du dir zuHause den Mund in Fetzen babbeln ;o) Und das ist nicht nur an unserem Gymnasium so, das kann dir an jedem Gymnasium, sogar jeder anderen Schulform passieren. Was DAS angeht halte ich einen Wechsel also für komplett überflüssig.

Für die Sondersituation muß dein Sohn nicht mal für nen Überflieger gehalten werden. Er ist der in dr Klasse, der die fünfte wiederholt. Das haben Kinder ganz schnell raus und es manövriert ihn einfach in eine Sonderstellung. Lehrer können sich auch nicht davon freisprechen, von ihm u.U. etwas mehr zu erwarten, weil er die fünf schonmal durchlaufen hat. Bzw ihn schneller abzuqualifizieren weil er das ja alles schonmal gehört haben sollte, aber vielleicht trotzdem nicht verinnerlicht. Dies mein ich mit "von einer Sonderposition in die andere".

Wobei ich dir ohne weiteres zutraue, dass du dir eine solche Entscheidung ohnehin nicht einfach machst und sie reiflich überlegst. ;o)

LG, alex

Ich glaube...

Antwort von Fredda am 14.01.2011, 14:24 Uhr

ihr habe eine ganz gut Rundumsicht geliefert, danke.

Klara - er IST ein Schlampes (schönes Wort ) und er wird das lernen müssen, klar.

Und er fühlt sich wohl da in der Schule. (Aber Kinder sind halt auch anpassungsfähige Wesen, er KENNT ja auch kein anderes Gym...)

Das Problem hat eigentlich nicht er, sondern ich, weil ich mir glaube ich manchmal vorwerfe, ihn nicht, wie von der Grundschullehrerin vorgeschlagen auf eine Schule für Hochbegabte geschickt habe. Dann hätte er aber ganz weit weg, sprich auf ein Internat gemusst.

Die Pausenzeiten anpassen, ist eine gute Idee. Das werde ich vorschlagen: Man müßte ja nur die erste große Pause 5 Minuten kürzer machen...

Danke euch allen :)

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