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Geschrieben von InesU am 01.03.2012, 15:53 Uhr

Konzentrationsstörungen - bin ratlos

Hallo zusammen,

leider ist diese mail sehr lang. Vielleicht hat aber jemand einen Tipp. Ich jedenfalls bin mit meinem Latein am Ende.
Meine 11jährige Tochter geht seit einem halben Jahr aufs Gymnasium. Die Empfehlung dafür hatte sie bekommen, hatte in Deutsch und Sachkunde eine 2, in Mathe eine 3. Also kein Überflieger, aber immer ganz gut.

Leicht abgelenkt war sie schon immer und lenkte selber auch gerne ab, inzwischen ist das aber, so glaube ich, in einem normalen Rahmen.

Wovon ich allmählich nicht mehr weiß, ob es normal ist, sind ihre Konzentrationsstörungen oder -schwierigkeiten. Sie kommen phasenweise und ich weiß nicht, wann und warum. Es passiert immer wieder, dass sie Sachverhalte im Unterricht, die sie eigentlich beherrscht, plötzlich nicht mehr kann bzw. lange braucht, bis sie auf die Lösung kommt. Dazu zählen mitunter die einfachsten Dinge wie 8 + 5 oder die Benennung eines Subjektes in einem Satz. Es kann vorkommen, dass sie in einer Mathearbeit plötzlich plus mit minus verwechselt. Durch all dies vermasselt sie sich einige Noten bzw. bleibt weit hinter dem zurück, was sie eigentlich könnte. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie Nachhilfe braucht, sondern ein Konzentrationstraining.

Hinzu kommt, dass sie der Lust-und-Laune-Typ ist. Sowohl was die Fächer angeht als auch ihre eigene Tagesform, beteiligt sie sich mal mehr mal weniger. Das geht sicher anderen auch so - mich ärgert nur so, dass sie sich nicht meldet, nur weil sie keine Lust hat und obwohl sie eine Antwort wüsste. Sie sagt manchmal auch ganz ehrlich, dass sie sich im Unterricht gelangweilt hätte.

Auch meine eigene Rolle als Lernhelferin meiner Tochter erscheint mir unklar - ich unterstütze sie beim Lernen, aber vielleicht mache ich dabei ja etwas falsch, überfordere sie. Ich sorge für eine gute Lernumgebung - Ruhe, genügend Schlaf, nicht mehr als eine Stunde TV/PC am Tag. Was kann ich noch tun? Hat jemand schon mal einen Lerncoach / Konzentrationstrainer oder irgendetwas in der Art für sein Kind gehabt? Ich bin manchmal ungeduldig und wir kriegen uns auch oft in die Wolle beim Lernen, vertragen uns aber immer wieder und sind nie lange böse. Sollte ich sie ganz allein lernen lassen, auch für die Arbeiten? Ich weiß nicht, ob sie das schon hinkriegt. Ihr erstes Zeugnis auf dem Gym bestand aus lauter Dreien, drei Zweien und einer Vier (in Mathe). Ihre Klassenlehrerin sagt, dass sie eine Zweierkandidatin wäre.

Sie ist sensibel, dickköpfig, mit einem sehr starken Willen ausgestattet, gerechtigkeitsliebend, fröhlich,manchmal sehr unausgeglichen und nicht immer zu durchschauen. In der Grundschule hat sie nicht viele Freundinnen gehabt - es gab wenig Mädchen in der Klasse, und sie hat es sich eine Zeitlang durch ihre Art auch selbst vermasselt. Umso mehr genießt sie es jetzt, dass sie Freundinnen und eine insgesamt sehr nette Klasse hat.

Ist das alles völlig normal und ich bin die, die nicht mehr richtig tickt? Ich war in dem Alter und danach übrigens auch so, abgelenkt und unkonzentriert, "wechselhafte Mitarbeit" stand gerne in meinen Zeugnissen. Nur war das Gymnasium damals anders als heute.

Ratlose Grüße, ich bin für jeden Tipp dankbar
Ines

 
3 Antworten:

Re: Konzentrationsstörungen - bin ratlos

Antwort von like am 01.03.2012, 18:18 Uhr

Mir klingt das jetzt alles nicht sooo bedenklich, auch die Noten nicht.
Kann alles auch mit beginnender Pubertät zusammenhängen, muss aber nicht. Den "Ernst der Lage" erkennen die meisten est einige Jahre später und geben dann Gas - grad z.B. beim Thema mündliche Beteiligung, auch wenn's grad keinen Spaß macht. Ich war übrigens auch immer ziemlich gelangweilt in der Schule - hab mich mit Stricken wach gehalten. Gute Noten hatte ich trotzdem ( oder deswegen?)

Eine gute Zusammenfassung zum Thema Konzentration findest du meines Erachtens hier: http://www.winkonz.com/konz-de.html
Vielleicht kannst du da was mitnehmen bzw. komst auf Ideen, was ihr ändern könntet.

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Re: Konzentrationsstörungen - bin ratlos

Antwort von InesU am 01.03.2012, 18:33 Uhr

Danke für deine Antwort - ich hätte gerade gedacht, dass die Kinder in der Pubertät schon erst recht kein Gas mehr geben und es daher nach Möglichkeit vorher gelernt haben sollten, Gas zu geben.

Den link werde ich mir mal anschauen.

VG
Ines

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Re: Konzentrationsstörungen - bin ratlos

Antwort von like am 01.03.2012, 18:37 Uhr

Nach der Pubertät wird's wieder besser

Wann die anfängt und wann wieder aufhört, ist sehr individuell. Kann durchaus auch schon in Klasse 5 beginnen. Mein Großer begann in Klasse 6 mit dem Durchhängen. Jetzt macht er Abi.

Im Grundschulalter geben sie vielleicht den Lehrern oder Eltern zu liebe "Gas", oder, "weil das andere halt auch machen" aber noch nicht für sich selber.

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