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Geschrieben von Sonnenkinder22 am 15.06.2011, 22:17 Uhr

Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Hallo,

ich wollte nur gerne nachfragen, wie Eure Erfahrungen sind mit integrativen Klassen.

Manche erzählen mir, das die Kinder dadurch ausgebremst werden, andere erzählen mir deswegen wieder, das die restlichen Kinder viel weiter sind, da es viel weniger Kinder sind und die besagten Kinder auch rausgenommen werden. (in diversen Stunden)

Wie seht ihr das ???
Was sind Eure Erfahrungen???
- und noch etwas wichtiges, eigenet sich das System für jedes Kind gleichermaßen ???

Bitte seid so lieb und schreibt mir Eure Erfahrungen, ich bin etwas verunsichert von den diversen Eltern, die mir so ganz unterschiedliche Sachen erzhählen. Viele reden nur vom hören sagen, aber was sie tats. pers. erlebt haben, das weiß ich nicht.

Es wäre schön, wenn ihr mir Eure pers. Erfahrungen mitteilen würdet.
Nur eins noch, das ist keine Kritik und auch kein Angriff für Kinder mit irgendwelcher Behinderungen oder Lernschwierigkeiten.
Ich möchte mich nur allg. informieren.

Vielen Lieben Dank für alle Antworten.
Gruß Jule

 
14 Antworten:

Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von schnuffel35 am 16.06.2011, 8:18 Uhr

Mein Kind ist in so einer Klasse. Wie alt ist dein Kind? Willst du es in so eine Klasse tun? Und welche Schule?

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von magistra am 16.06.2011, 8:22 Uhr

Wir haben hier in der Großstadt, nicht das beste Viertel, in der Grundschule eine Integrationsklasse. 5-7 IG-Kinder und dann bis 18 Schüler aufgefüllt. Ich kenne einige Kinder, die diese Klasse besuchen (sowohl IG-Kinder als auch andere) und alle sind begeistert. Die Förderung ALLER Kinder ist eine besondere, da einfach mehr Lehrkräfte im Raum sind und insgesamt von den Lehrkräften mehr über die Methoden reflektiert wird. Sie werden in einem normalen Klassenzimmer unterrichtet, das allerdings einen kleineren angeschlossenen Nebenraum für differenzierten Unterricht besitzt. Das ist ganz wichtig, auch als Rückzugsort.
Ich denke, dass es wie bei vielen Dingen so ist, dass ein an sich sehr gutes Konzept mit den Personen steht und fällt, die es betreuen.
Ob eine IG-Klasse etwas für alle Schüler ist, kann ich dir nicht genau beantworten. Aber wenn ich so nachdenke:
- Für eher laute Kinder > ja, klar, damit können die sogar besonders gut umgehen.
- Für sehr stille Kinder > Die hätten in einer größeren Klasse eher mehr Probleme.
- Für langsame Kinder > Ja, logo
- Für schnelle Kinder > Die profitieren von der sehr punktgenauen Förderung.

Für unsere Schule hier gibt es für die IG-Klasse immer viel mehr Anmeldungen als Plätze. Hier funktioniert es. Meine Tochter war in einer IG-Gruppe im KiGa und ich hätte sie gerne in dieser Klasse gesehen. Aus verschiedenen Gründen wird sie sie nicht besuchen.

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von Sonnenkinder22 am 16.06.2011, 8:24 Uhr

Hallo,
mein Kind kommt nun in die 5-fte Klasse und es ist eine Gesamtschule.
Gruß
Jasmin

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von schnuffel35 am 16.06.2011, 8:33 Uhr

Meiner ist in der Hauptschule und wechselt jetzt wenn alles klappt auf die Realschule.
Zuerst dachte ich super, mittlerweile finde ich es nur noch furchtbar. Was aber viel an der Lehrerin liegt, die nach meiner Meinung völlig fehl am Platze ist. Es ist keine zweite Lehrkraft im Raum sondern nur die Intekrationshelfer der Kinder. Bei uns sind es 14 Kinder davon 6 Indek. Wenn es vielleicht ein anderer Lehrer gewesen wäre??
Ich kann nur von mir sprechen ich bin froh wenn es vorbei ist. Diese Klasse ist sehr laut und hängt mit dem Stoff hinterher was für meinen Sohn schlecht ist.
Hier in Bayern an unserer Schule herrscht sowieso Lehrerknappheit und es sind zu wenig Stundenvorhanden.

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von Verona am 16.06.2011, 9:34 Uhr

Meine Tochter ist in solch einer Integrativklasse und ich finde es gut. Da wird keiner ausgebremst. Die Schüler die Hilfe benötigen haben eine Extrakraft dabei und es gibt noch eine zusätzliche Pädagogische Fachkraft und wer extra Hilfe benötigt wird dann auchmal aus dem Unterricht rausgeholft zum "Extraüben". Kann nichts negatives daran finden kommt aber sicherlich auch auf die Lehrer an und wieviel Hilfslehrer da sind.

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von dhana am 16.06.2011, 9:47 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist ein I-Kind (Hörprobleme, Legasthenie, v.A. ADS) an einer normalen Grundschule.
Er nimmt am normalen Grundschulunterricht teil, hat aber 2,5h mehr (0,5 weil 14tägig) Unterricht - bei den Förderlehrern bzw. beim Klassenlehrer.

Ich denke mal gerade von der Klassengröße (14 Kinder) profitieren alle Kinder. Ohne meinen Sohn hätten die beiden 3. Klassen zusammengelegt werden müssen.

Ansonsten steh und fällt es mit dem Klassenlehrer. Die ersten 2 Schuljahre waren schlimm - sicher nicht nur für mein Kind, sondern für mehrere Kinder in der Klasse - der Lehrer war einfach überfordert, hat viel rumgeschrien - aber das lag nicht an der I-Klasse, sondern am Lehrer. Er hat jetzt wieder eine 1. Klasse - ohne I-Kind - und das Problem ist wieder das gleiche, was man so hört von den anderen Eltern.

Unsere jetztige Klassenlehrerin ist top - man merkt ihr auch an, das sie die kleine Klasse auch geniest und so auch mal Zeit für die verschiedenen Eigenheiten der Kinder hat. Und von den vielen Projekten provitieren die schnelleren Kinder genauso wie die langsameren.

Nach den ersten 2. Schuljahren war ich der Meinung, es funktioniert nicht mit der Inclusion und hab verzweifelt nach einen anderen Schulplatz gesucht. Da war es nicht möglich den richtigen Sitzplatz zu bekommen (Hörproblem), die Förderstunden wurden ignoriert, die zusätzlichen Lehrerstunden nicht abgefragt, ... der Lehrer war einfach der Meinung das braucht es nicht, es gibt halt dümmere Kinder (hat er mir so ins Gesicht gesagt)
Dieses Jahr ist es super.

Es steht und fällt also mit dem Lehrer.

Lg Dhana

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von sonnenschein 110 am 16.06.2011, 17:31 Uhr

Ich habe ein Integrativkind und das lief bisher immer gut. Muss aber dazu sagen, das es vielleicht darauf ankommt, was für eine Behinderung das oder die Kinder haben.Bei uns ist es nur eine Sehbehinderung. Er ist etwas langsamer und man muss mal ein Auge mit drauf werfen, ob er auch alles von der Tafel abschreibt. Die Lehrer haben vorgaben zwecks Beleuchtung im Zimmer, Kreidefarben... In der Klasse ist immer nur ein Lehrer, er bekommt aber noch Integrativstunden in der er Einzelunterricht bekommt.Er ist super integriert in der Schule, die Kinder sind alle hilfsbereit, da gibt es kein hänseln. kann sagen, er ist recht beliebt.Muss aber dazu sagen, das es für ihn keine Sonderregelungen gibt, so dass es kaum möglich sein kann, das die Klasse im Stoff wegen ihm zurück ist.

6 Integrativkinder in einer Klasse hab ich noch nie gehört, kann ich mir auch schwer vorstellen.Soweit ich weiß, dürfen in einer Integrativklasse nicht mehr wie 25 Kinder lernen. Das Integrativkind nimmt rein rechnerisch den Platz von 2-3 Kindern ein ( je nach Behinderung).

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von schnuffel35 am 16.06.2011, 20:25 Uhr

Es dürfen bis zu 6 Intek Kinder sein. Ich bin im Elternbeirat und wir hatten erst vor ein paar Wochen eine riesen Diskussion. Bei einem Kind hätte ich kein Problem! Bei uns ist es ein Kind mit Trisomie 21 (rechen bis20) LRS Kinder und Ad(H)s Kinder.

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von sonnenschein 110 am 16.06.2011, 21:28 Uhr

Ganz ehrlich, wendet sich das Blatt unter diesen Umständen bei mir. Wir hatten in der Nachbarschaft ein Kind mit Trisomie, der geht auf eine Sonderschule. Dann haben wir im Bekanntenkreis ein fast 9 jähriges Kind mit Trisomie. Hatte kürzlich die Gelegenheit mal länger zu beobachten wie die Kinder so untereinander klarkommen und mich mit den Eltern unterhalten. Die Interessen bei Trisomiekindern und gesunden Kindern gehen weit auseinander. Was sicher auch ein Grund ist, das diese Kinder oft auch geistig etwas zurück sind. Besagtes Kind lernt in der Schule nur Sachen, die andere teilweise vor der Einschulung schon konnten. Sprich sie kann kaum Aufgaben rechnen die weiter als 20 gehen und auch sonst merkt man deutlich die Defizite ( sprechen, Interessen...) Die Kinder brauchen ganz klar eine direkte Bezugsperson. LRS seh ich noch ein, das das funktioniert. ADHS ist gleich noch so ein Extrem, was es dem Lehrer schwer machen könnte. Ich möchte da ehrlich gesagt kein Lehrer sein.

Ich würde mein Kind nicht in so eine Klasse geben. Als Mutter eines leicht behinderten Kindes darf das sagen, ohne jemanden zu diskriminieren. Ich finde aber es gibt Grenzen und 6 solche Kinder in einer Klasse sind definitiv zu viele. Gut ich weiß jetzt nicht mehr genau, ob in der Klasse mehrere Lehrer drin sein werden, aber selbst das finde ich bringt ein ziemliches durcheinander. Kurz ich kann mir das nicht vorstellen.

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Re: Integrativen Klassen - wie findest ihr die?

Antwort von schnuffel35 am 16.06.2011, 22:21 Uhr

Wie gesagt er macht ab Sept. nochmal die 5. Klasse in der Realschule. Würde er es nicht tun, wäre er nicht mehr in dieser Klasse!!! Die Noten sind aber soweit gut das er es eben schafft.
Bitte nicht falsch verstehen ich habe nichts gegen dieses Kind aber auf der "normalen" Schule ist sie fehl am Platz.

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Nur am Rande...

Antwort von sun1024 am 19.06.2011, 21:48 Uhr

... finde ich es interessant, dass sich hier alle einig sind, dass ein Kind mit Trisomie 21 und ein "durchschnittlich begabtes" Kind nicht zusammen lernen können... gleichzeitig aber immer wieder die Augen verdreht werden, wenn Eltern hochbegabter Kinder meinen, dass ihre Kinder eine andere Förderung brauchen könnten.
Der Abstand an IQ-Punkten zum Durchschnitt (IQ 100) ist nämlich beim geistig behinderten Kind (IQ < 70) und beim hochbegabten Kind (IQ > 130) gleich groß.

Aber zurück zum Ausgangsthema:

Ich halte sehr viel von integrativer Beschulung, wenn die Rahmenbedingungen so sind, dass wirklich auf alle Kinder eingegangen werden kann. Also genügend und fähige Lehrer und andere Hilfs-Personen.

LG sun

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Re: Nur am Rande...

Antwort von MamaUSA am 20.06.2011, 5:00 Uhr

ich schliesse mich sun voll und ganz an.
In dem Schulbezirk, in dem wir in den USA wohnen, gibt es nur integrative Klassen. Alle Kinder lernen zusammen - das ist ganz normal. Je nach Schwere der Behinderung ist eine Integrationskraft dabei oder auch nicht.
Es geht nicht immer nur darum, wer akademisch welche Leistung erbringt und wer wen einbremst, es geht auch um Miteinander und Toleranz. Davon profitieren sowohl gesunde, als auch besondere Kinder (kids with special needs). Ohne die I-Kinder wuerde in unserer Schule etwas fehlen.

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Re: Nur am Rande...

Antwort von schnuffel35 am 21.06.2011, 7:57 Uhr

"Ich halte sehr viel von integrativer Beschulung, wenn die Rahmenbedingungen so sind, dass wirklich auf alle Kinder eingegangen werden kann. Also genügend und fähige Lehrer und andere Hilfs-Personen."

Diese Rahmenbedingungen sind meist nicht möglich, da hier zu wenig Stunden für Lehrer sind.
Außerdem ist die Lehrerin bei uns total überfordert.

Wenn deine oben genannten Punkte zutreffen würden hätte ich kein Problem damit meinen Sohn in einer solchen Klasse zu lassen!

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Re: Nur am Rande...

Antwort von sonnenschein 110 am 21.06.2011, 9:11 Uhr

Es geht hier in dem Fall ja nicht um 1 Integrativkind, sondern um 6 !!!! in einer Klasse. Mein Kind ist das einzige Integrativkind in der Klasse und das klappt super, braucht aber auch keinen 2. Lehrer.
Ich frage mich nur, wie das gehen soll, wenn 6, ich sag mal hilfebedürftige Kinder in einer Klasse sind.
Und nochmal zu den 2 Trisomie-Kindern die ich kenne. Einmal Kl. 4 und 1x Klasse 2. Die sind geistig weit zurück und machen auch Schulaufgaben von 1-2 Klassen tiefer.Ich kann mir nicht vorstellen, wenn in so einer Klasse zusätzliche 2-3 Lehrkräfte umherspringen.

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