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Geschrieben von Beauschi am 27.01.2012, 8:34 Uhr

Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Hallo,
bei uns steht der Schulwechsel an und wir können uns nicht entscheiden, was für unser Kind das beste ist. Jetzt wollte ich Euch fragen, aus welchen Gesichtspunkten ihr Euch entscheidet. Was ist gut an Realschule/Gymnasium und was ist schlecht an Realschule/Gymnasium.
Der Schnitt unseres Kindes wird so um 2,0 liegen oder etwas besser. Wir kommen aus Ba-Wü. Bei uns gibt es keine Gesamtschulen.

Danke Euch
Beauschi

 
11 Antworten:

Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Vivaldia am 27.01.2012, 8:49 Uhr

Hi Beauschi,

es war neben dem "Impfen: ja/nein" eine unserer schwierigsten Entscheidungen. Allen Lehrern war ganz klar, dass mein Sohn ein eindeutiges Gym-Kind ist - aber ich kannte seine Lerneinstellung, seine Trägheit was lernen angeht, seinen Unwillen was für die Schule zu tun.

So hab ich mir nach laaangem Überlegen gesagt, wenn er den Übertritt (mehr oder weniger aus eigener Kraft) schafft, wenn er sich die Schulen ansieht, wenn er informiert ist, was für ein Lernaufwand auf ihn zukommt und immer noch aufs Gym will, dann soll er halt gehen.

Und es ist genau so gekommen, wie ich mir gedacht habe (ich kenn ihn halt :-)): Übertritt mit 1,33. Jetzt am Gym gut, aber keine Lust Vokabeln zu lernen. Deshalb immer Streß, wenn es auf eine Englisch- oder Lateischulaufgabe zugeht. Immer anschieben, immer dahinter sein, ganz schön anstrengend.

Und so bin ich immer noch hin- und hergerissen, was wohl für ihn das beste gewesen wäre. Darum, hör auf dein Gefühl - du kennst dein Kind - und weißt, wie es mit Streß umgehen kann.

Alles Gute!

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von MartaHH am 27.01.2012, 9:37 Uhr

man könnte meinen, dass in den Realschulen NICHT gelernt werden muss. Das stimmt so ja nicht. Der Lernaufwand ist m.E. auch nicht geringer, sondern anders verteilt.

Es müssen an der Realschule in 6 Jahren Englisch vielleicht weniger Vokabeln gelernt werden, dafür hat man aber auch insgesamt 2 Jahre weniger Zeit - das Beispiel hinkt jetzt vielleicht, aber so in etwa kommt es schon hin.

Wenn dein Sohn also jetzt auf dem Gymnasium Streß hat mit Englisch- oder Lateinaufgaben, dann wäre es auf der Realschule halt Streß gewesen mit Englisch- und Matheaufgaben oder Englisch- und Geschichte....

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Strudelteigteilchen am 27.01.2012, 10:54 Uhr

Aber es kann doch kein Kriterium sein, daß Muddi dann weniger Streß beim Antreiben des Kindes hat.

Ich habe ein Kind auf der Realschule (weiblich, 15 Jahre alt, 10. Klasse, steckt grad mitten in der Mittleren Reife) und ein Kind auf dem Gymnasium (männlich, 10 Jahre, 5. Klasse).

KindGroß ist weiblich - was bedeutet, daß die Pubertät mit 15/16 (also in der 10. Klasse) weitgehend abgehakt ist. Außerdem ist sie ehrgeizig und leistungsorientiert. Sie hat eine schwere Legasthenie, die viel zu spät diagnostiziert wurde. Für sie paßt die RS, weil sie jetzt - rechtzeitig für die Abschlußprüfungen - richtig Lust auf Schule bekommen hat. Sie ist eine der Klassenbesten und wird ohne Probleme nach der MR auch das Abi schaffen - das ist zumindest der Plan, und ich habe keinen Zweifel, daß sie es schaffen wird. Auch sie hätte sich auf dem Gym leichter getan - mittelfristig und rückblickend - aber sie brauchte die "leichteren" ersten Jahre an der RS, um sich mit ihrer Legasthenie auseinanderzusetzen. Idealerweise hätte sie das schon auf der Grundschule gemacht, aber wir kamen halt zu spät drauf. Den Preis zahlt sie jetzt - aber sie kann ihn zahlen, weil sie eben ehrgeizig ist und als Mädchen die Schulverweigerungsphase schon hinter sich hat.

KindKlein ist männlich und sowieso eher der faule, lustlose Typ. Aber schlau - er bekommt ohne Lernen ausreichende Noten. Für gute Noten muß er inzwischen lernen, das muß er jetzt langsam mal merken - aber ich denke, er wird das hinbekommen. Auf der RS hätte er weiterhin - wie auf der Grundschule - ohne Lernen nicht nur ausreichende, sondern gute Noten bekommen. Bequemer, ja, aber das Leben ist kein Ponyhof, irgendwann muß er das Lernen sowieso Lernen, dann lieber in der 5. Klasse als in der 9. oder 10., wenn er als Junge mitten in der rebellischen Phase steckt.

Die Realschule ist am Anfang tatsächlich etwas leichter als das Gymnasium. Aber nicht soooo viel - man hat halt weniger Fächer, was die Sache vereinfacht. Der Stoff an sich ist in der Hauptfächern fast komplett der gleiche.

Es ist - konträr zur landläufigen Meinung - NICHT leichter, das Abi über die Realschule zu machen. Im Gegenteil: Es ist deutlich schwerer.

Man muß sich das mal reinziehen: Ein Gymnasiast kann sich bis zur 10. Klasse so durchwuseln. Es reicht, wenn man das Klassenziel erreicht - und selbst eine Ehrenrunde haut keinen um. Richtig arbeiten muß man im Grunde nur zwei Jahre - in Klasse 11 und 12.

Ein Realschüler muß schon in der 9. Klasse reinhauen, weil manche Noten für die MR zählen. In der 10. Klasse geht es richtig los mit Prüfungen, dem Lernen dafür etc. Wenn der RS dann auf die FOS wechselt, geht es gleich weiter: Hier in München verläßt fast ein Drittel aller Schüler die FOS im ersten Jahr - und das ist beabsichtig, da wird gesiebt. Und danach hat man dann die "üblichen" zwei Jahre fürs Abi. Das sind in Summe 5 Jahre Vorbereitung auf das Abi. Wenn man nach der MR auf das Gym wechselt, wird es nicht besser. Ein Jahr lang wird man auf Gym-Level "hochgehievt" in der Vorbereitungsklasse, und dann geht auch da der zweijährige Abi-Streß los. Wenn man auf der RS nicht den Sprachzweig gewählt hat, muß man in den drei Jahren noch eine zusätzliche Sprache aus dem Nichts zaubern.

Wenn man das Gefühl hat, daß das Kind das Zeug fürs Abi hat, würde ICH es immer auf das Gym schicken. Das ist und bleibt der einfachere Weg zum Abi.

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Re: sag ich doch

Antwort von MartaHH am 27.01.2012, 11:04 Uhr

nur nich' so schön

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Schmunzeli am 27.01.2012, 11:31 Uhr

Hallo,

wir standen letztes Jarh vor dieser Frage, nur hat uns ein Notentrick einer Lehrkraft die Entscheidung abgenommen,
Unsere große wollte unbedingt aufs Gym, sie hätte es an sich auch geschafft auch wenn sie einen Schnitt von 2- 2,5 gehabt hätte. nun ist sie Auf der RS und fühlt sich dort eigentlich wohl und schreibt dort sehr gute Noten, wenn sie nicht zu faul zum lernen ist.

Im Grunde hätte sie wirklich aufs gym gehen können. Wir wollten damals keinen stress machen und ihr lieber mehr Zeit gönnen. Hier am Bodensee haben die Kinder viele Möglichkeiten nach der RS noch das Abi nachholen zu können und ich muss sagen die haben es" im gegensatz zu manch geschriebenem Post" wirklich einfacher.
Ich habe letztes Jahr mein Abitur am Abendgymnasium nachgeholt und ich habe das "Zentralabitur" geschrieben. die an den WG,SG,EG usw. schreiben ein komplett anderes Abitur, welches aber genauso anerkannt ist.
Wenn dein Kind den guten schnitt hat, würde ich es auch aufs Gym schicken, es macht es dann auf einen Zug. Was will denn dein Kind? und was empfehlen die Lehrer?
Unser 2. Kind wird sicher ein gym kind, dieses Kind schreibt nur sehr gute Noten und würde sich auf der RS langweilen.
Kind 3 kann ich noch gar nicht einschätzen.

Rede mit deinem Kind, schaut euch die Schulen an, und überlegt dann gemeinsam, Dein Kind wird die nächsten Jahre auf der Schule verbringen und muss sich dort wohlfühlen. Egal welchen Eindruck du haben wirst.
Für das Kind muss es passend sein, der Elternwunsch ist da nicht gefragt.
Alles Liebe
LG Schmunz

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Abistress

Antwort von like am 27.01.2012, 11:33 Uhr

Ich hab hier einen 8 Wochen vor dem Abi. Und ich warte noch auf den Stress.
Stress haben wir grad mit dem pubertierenden 9.Klässler. Gut, dass der nicht auf der Realschule ist - mit DEM Jahreszeugnis würde der sicher keine Lehrstelle bekommen, geschweige denn einen Platz auf einem beruflichen Gym nach der Mittleren Reife.

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von golfer am 27.01.2012, 12:37 Uhr

"Impfen: ja/nein" eine unserer schwierigsten Entscheidungen.....

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Fredda am 27.01.2012, 14:21 Uhr

Ja, fand ich auch schlimmer als den Schulwechsel (nicht Tetanus und so aber die Fragen "6 fach oder einzeln", welche Impfung wann, welcher Impfstoff etc.) - wenn man sich da verantwortlich entscheiden will, ist das schon schwierig.

Für uns war das Kriterium fürs Gym beim Großen neben dem IQ, dass er enorm viel Input braucht, dabei ziemlich chaotisch ist, und hier ist der RS sehr diszipliniert und arbeitet mit einem Strafraum etc., das ginge für ihn nicht.

Beim Mittleren jetzt sind es einfach die Leistungen, die er selbständig und mühelos erbringt. Da gabs gar keine Diskussion.

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Doro69 am 27.01.2012, 22:47 Uhr

Bei uns ist das genauso. Wechsel mit einem Durchschnitt von 1,5, aber sehr faul. Klasse 5 hat noch gut geklappt. Ab der 6, durch die zweite Fremdsprache, nur noch Streit wegen den Vokabeln. Die Noten sonst sind gut, aber wehe mein Sohn mit 13 1/2 Jahren (7. Klasse) muss etwas dafür tun. Es geht total an die Nerven. Wenn ich das gewusst hätte, wäre die Realschule wahrscheinlicher gewesen.
Meine Tochter wechselt dieses Jahr auch auf das gleiche Gym. Sie hat aber mehr Ehrgeiz, deswegen habe ich noch keine Magenschmerzer, was den Wechsel betrifft.
Achte auf dein Kind. Wenn es jetzt alleine lernt und die Noten stimmen ist das Gym o.k. Wenn es jetzt schon Probleme bei den z.B. Hausaufgaben gibt, dann sollte man sich das nochmal gründlich überlegen.

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Thymian am 28.01.2012, 17:46 Uhr

Ich finde, es kommt auch darauf an, was für ein Typ das Kind generell ist. Am Gymnasium wird alles nur einmal erklärt, es wird nichts wiederholt. Wenn das Kind etwas nicht kapiert hat, muss es sich das selbst erarbeiten oder - was wahrscheinlicher ist - die Eltern müssen sich darum kümmern. Ein Kind, das ängstlich ist, am liebsten ganz genaue Arbeitsanweisungen möchte und sich nicht an Unbekanntes heranwagt, würde ich lieber auf die Realschule schicken. Am Gymnasium wird die ersten 6 Jahre ausgesiebt. Das gibt schon einen gehörigen Druck. Dem müssen sowohl das Kind, als auch die Eltern gewachsen sein.

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Re: Gymnasium oder Realschule? Kriterien

Antwort von Luni2701 am 30.01.2012, 19:53 Uhr

wir haben vorhin noch mit der Lehrerin gesprochen. Hier gibts nur noch gymnasium oder sekundarschule. Meiner hat suich grad mit der letzten Mathenote leider noch die zeugnissnote verschlechtert (naja von 1 auf 2) hat ansonsten alles 2en außer in Religion und Rechtschreibung. ABER er tut NICHTS für die Schule. DAs ist auch das was die Lehrerin so ein bisschen bemängelt, das er, mal plump ausgedrückt, einfach nur faul ist. Er macht das was er muss, aber freiwillig kommt nichts, zusatzaufgaben werden höchstens gemacht wenn ihn etwas wirklich sehr interessiert, ansonsten halt nur das nötigste.

Die Lehrerin ist sich bei der empfehlung genauso unsicher wie wir uns bei der schulwahl. Wir sind aber nun beide schon auf dem standpunkt, dass er aufs Gym gehen wird. Er ist intelligent, Potenzial ist also vorhanden. Er möchte dorthin, ich denke, da er sehr ehrgeizig ist, dass er spätestens wenn er absacken würde, aufwacht, ich denke dass die Themen auf dem Gym, evtl. schon interessanter sein werden und ihn so ein bisschen mitziehen. Ich bin eigentlich sehr guter Hoffnung, dass er auf dem Gym seinen weg gehen wird und wenn nicht?? Tja dann wechselt er schule, wenns gar nicht geht, ist das auch kein Genickbruch, finde ich.

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