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Geschrieben von BarbaraBlocksberg am 26.01.2011, 20:06 Uhr

Gibt es eine Regel Verhalten Vorpubertät - Verhalten Pubertät?

Meine Tochter hat mich heute Abend einmal wieder zur Weissglut gebracht. Sie ist total emotional, aggressiv, schreit herum, beschimpft mich (wenn ich zu etwas nein sage), man könnte sagen, sie benimmt sich wie ein wildes Tier. :-( Ich bleibe wirklich ruhig und sage ihr immer wieder, dass ihr Verhalten nicht akzeptabel ist aber es HILFT NICHTS. Ich frage mich gerade wie ich ihre Pubertät ertragen soll wenn sie schon in der Vorpubertät so durchdreht.

Gibt es eine Regel wie sich das das Verhalten in der Vorpubertät auswirkt? Wird die Pubertät dann genau so schlimm oder arbeiten die Kinder dann quasi schon vor und das Ganze relativiert sich etwas in der Pubertät?

Was macht Ihr mit Euren Kids wenn sie zu Zornesigeln mutieren, nicht mehr vernünftig ansprechbar sind und jedes Wort zu noch mehr Ausflippen führt?

 
7 Antworten:

Re: Gibt es eine Regel Verhalten Vorpubertät - Verhalten Pubertät?

Antwort von DK-Ursel am 27.01.2011, 7:42 Uhr

Hej Barbara!

Regeln für menschliches Verhalten gibt es doch gar nicht, jeder mensch reagiert auf seine Weise auf die Gegebenheiten.
ABER ich habe festgestellt, daß die Zeit bis zur Pubertät soooo einfach und unbeschwert nicht mehr ist wie viele glauben.

Jedenfalls haben meine Töchter schwer daran geknabbert, daß sie "2 Seelen ach" in ihrer Brust hatten - frei nach Goethe.
Einerseits eben noch das Kind, das klettern, rennen, spielen möchte - andererseits das Schielen nach dem Erwachsenendasein, mit modischen Klamotten, für gerade die Kinderspiele ungeeigneten Schuhen, Frisuren etc.

Meiner Erfahrung nach ist das Kind da weitaus mehr "weder Fisch noch Fleisch" als dann in der Pubertät.
Da wissen sie ja meistens sehr genau, was sie wollen --- und der Ärger kommt, weil das mit Wünschen, Vorstellungen und Prinzipien der Eltern kollidiert.
Sie wissen aber zimelich genau, daß sie die Puppen, Kletterbäume usw. nicht mehr wollen.
Das ist bei 10-13-Jährigen noch sehr anders.

Meine Töchter waren streckenweise vor der Pubertät sehr unglücklich, weil sie nicht wußten, zu welcher Gruppe sie gehörten, gehören wollten ,das wechselte ja dauernd.
Und aus solchem Unglück resultieren natürlich auch unangemessene Verhaltensweisen.
Man kann von 10-13J. noch nicht erwarten, daß sie wie Erwachsene auf ein Durcheinander im Gefühlsleben reagieren - naja, und wie reagieren wir denn eigentlich auf sowas?

Es ist nicht gesagt, daß Deine Tochter auch in der Pubertät wirklich so wild reagiert, vielleicht ficht sie den Kampf mit sich gerade jetzt besonders heftig aus.
Ich versuche, aus der Situation rauszugehen, bevor sie eskaliert - das gelingt mir auch incht immer, aber es hilft, zum Kind zu sagen:
"So kann ich mit Dir nicht reden, ich gehe jetzt mal raus und denke über alles nach, vielleicht tust du das auch in Ruhe und wir reden dann nochmal."
Auf Dauer merken sie dann schon, daß sie mit dem Gebrüll nicht weiterkommen.

Und gerade jetzt steht auch bei mir an:
Kämpfe nur (noch) da suchen, wo sie existentiell wichtig sind.
Ich frage mich also möglichst oft: Lohnt sich ein Streit hier oder erledigt sich das Thema nicht auch von selber wieder?

ich wünsche Dir starke Nerven - man Du wirst noch viele brauchen!

Gruß´Ursel, DK

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Re: Gibt es eine Regel Verhalten Vorpubertät - Verhalten Pubertät?

Antwort von Rocky2 am 27.01.2011, 7:56 Uhr

meine liebe 10-jährige Tochter zickt gewaltig rum.
Ich kämpfe mich mit ihr durch, schicke sie auch mal zum Ausruhen in ihr Zimmer, dort besuche ich sie dann 5 Minuten später, tue, als ob nichts gewesen wäre.
Sie steht öfters richtig neben sich.

Da müssen wir durch ... ;-)

Gruß
Rocky

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Re: Gibt es eine Regel Verhalten Vorpubertät - Verhalten Pubertät?

Antwort von Petsy am 27.01.2011, 8:14 Uhr

Ich habe hier auch so einen kleinen "Wutbolzen", der sehr dramatisch und emotional reagiert.
Das aber eigentlich schon immer.

Die Zeit vor der Pubertät, war schon heftig, was ich aber auch mir selbst zuschreibe.
Ich musste nämlich auch erst mit den Veränderungen meiner Tochter klar kommen... :-)

Inzwischen habe ich gelernt, möglichst nur noch wirklich wichtige Dinge als Grund eines Streitgespräches zu zulassen.

Ich sehe es ähnlich, wie damals in der Trotzphase: Möglichst wenig diskutieren. Klare Ansagen.
Und jeden Stress vermeiden, der geht.

Wenn es nicht so wichtig ist, dreimal durchatmen, und rausgehen.

Ich kann nur sagen, dass es jetzt, seit sie wirklich pubertiert, noch anstrengender ist, als zuvor...

Also, Ruhe bewahren, und einfach über Dinge weghören, Launen nicht beachten, und möglichst nicht selber, auf die pubertäre Ebene begeben.

Klappt nicht immer, schont aber die Nerven! :-))

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Re: Gibt es eine Regel Verhalten Vorpubertät - Verhalten Pubertät?

Antwort von JessyO am 27.01.2011, 8:18 Uhr

Meine ist grade auch sehr, sagen wir mal, emotional!
So gar nicht die, die sie vor einem halben Jahr noch war...
Hatten erst die Diskussion durch, wie lange aufbleiben, denn ich kann ja auch ins Bett gehen wann ich will!!
Nach viel gezicke hab ich ihr gesagt wenn Du meinst DU kannst das eigenverantwortlich regeln, dann machen wir das nächste Woche so: Du entscheidest für Dich wann Du schlafen gehst, aber bleibst abend in Deinem Zimmer, denn irgendwann am Tag muß ich mich auchmal vom selben erholen.
Gesagt, getan, 3 Tage blieb sie sogar länger auf als ich...(naja, so 22:30 schätze ich) am 4. kam sie nicht mehr morgens aus dem Bett und jetzt geht sie ohne murren, ganz freiwillig, jeden Abend um 20:30 ins Bett!!
Manchmal müssen die sich eben erstmal ausprobieren, neue Grenzen für sich selbst finden! Ich denke, solange man das verantworten kann, sollte man sie ruhig mal lassen, sie darf natürlich immer noch nicht nach 19:00 raus, grade nicht jetzt im Winter...aber diese Erfahrung wollte ich ihr dann nicht vorenthalten!
Liebe Grüße,
Jessy

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Re: Gibt es eine Regel Verhalten Vorpubertät - Verhalten Pubertät?

Antwort von Carinchen am 27.01.2011, 9:58 Uhr

Habe auch gerade so ne Furie daheim. Auch heute morgen, alles passt nicht, die Haare liegen nicht, das sieht nicht cool aus.
Hätte sie bloss nicht ihr Pony schneiden lassen ... am besten nie zum Friseur, ihre Worte.
Man oh man, richtig schlimm gerade. Von jetzt auf nachher, einem Tag zum Anderen.
LG Carina

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Re: Kenne ich auch, seufz... :-)

Antwort von Mijou am 27.01.2011, 12:29 Uhr

Hallo,

hihi, Deine Klage kommt mir sehr bekannt vor, ich habe mich das auch schon gefragt, weil meine Tochter jetzt schon so "schlimm" ist. Trotzdem muss man sagen: Der Mensch ist ja keine Maschine, deshalb kannst Du die Vor- von der eigentlichen Pubertät auch nicht scharf abgrenzen oder hier irgendwelche Regeln für später formulieren. Die Vorpubertätsphase geht in die Pubertät über. Eigentlich gibt es sogar kaum einen Unterschied: Vorpubertät bedeutet ja, dass die Hormone bereits im Blut und Gehirn aktiv werden, obwohl sich dies noch nicht körperlich sichtbar auswirkt. Dennoch ist der Vorgang fließend: Die Hormonmenge steigt jetzt kontinuierlich an, bis erste körperliche Veränderungen ausgelöst werden. Das Ganze ist EIN Prozess, nicht zwei.

Ich finde es für mich persönlich jetzt wichtig, die Pubertät als etwas Natürliches und Notwendiges zu sehen, nicht als etwas Lästiges oder Problematisches - denn sonst WIRD sie auch lästig und problematisch. Weil ich außerdem gespürt habe, dass unsere bisherige Erziehung momentan bei unserer Tochter nicht mehr so greift wie früher, brauchte ich ganz neue Ideen und Strategien. Und die habe ich gefunden in dem wirklich guten Buch "Pubertät - Wenn erziehen nicht mehr geht" von Jesper Juul. Er bringt viele Beispiele, wie man mit seinem "Pubertanden" so umgehen kann, dass beide Seiten sich gesehen, verstanden und wohl fühlen. Seit ich die Tipps anwende, hat sich die Situation bei uns unheimlich entspannt, lies es doch auch mal.

LG

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Jesper Juul und andere Buchtips

Antwort von DK-Ursel am 27.01.2011, 17:32 Uhr

Hej Mijou!

Jesper Juul kann ich auch wärmestens empfehlen - er schreibt ja keien direkten Erziehungsratgeber, sondern lehrt respektvollen Umgang mit Menschen (jeden Alters).

Ich lese gerade die anthroposophische Pubertät Sprechstunde (denn die Kindersprechstunde ja wohl ausgedient...), damit ich auch noch einen anderen Ansatz habe.
Und von Jens-Uwe Rogge gibt es auch ein gutes Buch zum Thema.

Gruß´Ursel, DK

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