10 - 13 ...
 

10 - 13 ...

Fotogalerie

Redaktion

 
Ansicht der Antworten wählen:

Geschrieben von Dorilys am 24.02.2011, 21:33 Uhr

Geige lernen

Filia (13 Jahre) hat sich ins Geigespielen verliebt. Seit mehreren Monaten spricht sie davon, Geige zu lernen. Heute war sie bei einem Schnuppertag in der Musikschule, bei denen verschiedene Instrumente ausprobiert werden konnten. Sie war die einzige in ihrer Gruppe, die von Anfang an saubere Töne fabrizierte. Kosten für den Unterricht halten sich in Grenzen, Kosten fürs Leihinstrument erfahren wir noch.

Ist 13 jahre zu alt zum Geige spielen? Wer hat auch in dem Alter angefangen? Was zahlt Ihr (auch Leihkosten)? Täglicher Übungsaufwand?

Filia hat bisher nur Blockflöte gelernt, sie kann Noten lesen und hat in Musik in der Schule immer sehr gute Noten.

Leider habe ich von Geige gar keine Ahnung.

LG Dorilys

 
10 Antworten:

Re: Geige lernen

Antwort von perelin18 am 24.02.2011, 23:13 Uhr

Nein, ist nicht zu alt - "anspruchsvollere" Instrumente werden doch oft erst später gelernt. Klar gilt bei absolutem Wunsch + Begabung: je früher desto besser, aber selbst Erwachsene könnten noch ordentlich lernen.

Ich hatte damals immer Privatunterricht, was nat ziemlich teuer war (aber auch gut), unsere damalige Musikschule war billig, aber auch schlecht.
Wenn ich mir aber die Preise unserer hiesigen Musikschule anschauen, strengen die sich aber preislich auch an, sich einen elitären Kreis heranzuzüchten...

Übungsaufwand: naja, wie immer - nat wird tägliches Spielen empfohlen, irgendwas zwischen 30 min und 2 h. Aber viel wichtiger ist der Spielspaß, wenn sie den hat, dann spielt sie ja auch automatisch gerne (und vermutlich auch gut). Anfangs quält man idR seine Umwelt halt schon ordentlich... aber da müßt ihr halt durch ... :)

Zum Leihinstrument: kann man auch diskutieren. Für die allererste Phase ist das vielleicht ganz sinnvoll, falls sie sich doch noch einmal umentscheidet, aber ehrlich gesagt (das hängt von der Einstellung Deiner Tochter ab): mir persönlich wäre es lieber gewesen, eine eigene - notfalls auch "schlechtere" Geige zu haben, je nach Gebühren hat man das Geld dafür auch schnell wieder drinnen, und meine Übungsinstrumente liebe ich auch heute noch heiß und innig, die hätte ich nicht gerne wieder hergegeben. Später will man nat eine klanglich Hochwertigere haben, dann kann man ja immer noch weiter sehen


Bei unserer (schlechten) Musikschule liegen die Gebühren für Leihinstrumente bei 12 Euro im Monat (! Unverschämtheit meiner Meinung nach). Einzelunterricht 45 Minuten (60 Min werden gar nicht erst angeboten, auch irgendwie irre) kostet 90 Euro - bei gutem Unterricht ist der Preis in Ordnung, ich bin gegenüber Musikschulen aber voreingenommen (vermutlich aber völlig zu Unrecht - die beiden Musikschulen, mit denen ich zu tun hatte, waren grottig, es gibt aber sicherlich auch Gute, hängt ja nur von den Personen ab)

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Geige lernen

Antwort von DK-Ursel am 24.02.2011, 23:31 Uhr

Hej!

Ich kann Dir natürlich wenig uz dt. Gegebenheiten sagen, aber zu Violine im Kindesalter auch ein bißchen.
Meine Töchter lernen seit dem jeweils 5. Lebensjahr Violine nach der Suzukimethode (heute sind sie 18 und 14 1/2).
Die These, daß "anspruchsvolle" Insturmente erst später gelernt werden, kenne ich nicht, kann ich also auch nicht bestätigen - bei der Suzukimethode sind die Kinder oft noch kleiner.
Es gibt aber auch schon mal solche "Quereinsteiger", die dann natürlich die leichten Stücke sehr langweilig finden, diese aber auch weitaus schneller als die Kleinen durchspielen können und weitergehen.

Ich habe niemals gemerkt, daß es so schaurig klingt wie so viele Menschen erzählen - und ich bin nicht der allerunmuikalischste Mensch.
Es tut mir immer so leid, wen ich das lese - denn es stimmt so nicht..

Zum Insturment:
Wir haben zunächst auch geliehen, inzwischen haben meine Töchter schon lange ihre eigenen Violinen.
Die Kinder brauchen ja anfangs auch kleine Instrumente, die sich dann auch leicht wieder verkaufen - ohne allzu großen Verlust, denn eine Violine gewinnt mit dem Gebrauch.
Beim Violinespielen erzeugt der Spieler den Ton ja selbst und muß die Richtigkeit selber hören - da ist es immens wichtig, daß das Instrument gut ist (ist es natürlich eigentlich immer), denn wenn die Violine billig und schiefklingt, kann das Kind sich noch so anstrengen, die richtige Haltung für Körper, Arme, Bogen und Finger suchen etc. - der Ton kann ja nicht gut werden.
Das kann die Motivation erheblich bremsen.

Ich wünsche Euch viel Freude mit der Musik - Ursel, DK

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Geige lernen

Antwort von perelin18 am 25.02.2011, 0:24 Uhr

Neeeiin, ich meine natürlich nicht, daß anspruchsvolle Instrumente erst später gelernt werden sollten! Aber ich unterstelle doch, daß das oft der Fall ist - sei es aus Interesse, finanzielle Erwägungen, Bedenken der Eltern bei jüngeren Kinder zwecks Motivation etc... - natürlich gilt, solange die Kinder es auch selbst wollen: je früher desto besser. Aber wenn man später einsteigt, ist das durchaus möglich, und man ist auch nicht automatisch per se nur "MIttelklasse".

Das mit der Größe - auf jeden Fall ist das ein wichtiger Faktor (ich hatte zunächst das Vergnügen - übrigens von der Musikschule, chchchch - eine für meine Hand zu große Geige zu bekommen, und anfangs ging auch gar nichts, einfach, weil ich permanet die Hand umsetzen mußte...., bis das mal ein Bekannter bemerkt hat - wir konnten das damals nicht einschätzen).
Und natürlich will ich auch keine x-beliebige Schrammelgeige empfehlen, aber wenn man die Augen aufhält + man einen guten Berater (also zB den Musiklehrer) hat, dann findet man auch mal gute und bezahlbare Angebote.
Ich habe einfach prinzipiell nicht gerne mit Leihinstrumenten gespielt, weil es sich nie wie "das eigene" angefühlt hat (und ich Horrorerlebnisse mit einer äußerst fragilen Leih-Oboe hatte, deren permanenten Reperaturkosten vermutlich den Preis einer neuen überstiegen hatten...), aber das ist natürlich in erster Linie eine Einstellungs- und auch nicht zuletzt Geldfrage. Daran sollte der Instrumentenwunsch selbstverständlich nicht scheitern!

Zum grauslig klingen - mh, ich geh da von mir aus. Da war´s so, unleugbar. Aber Spaß gemacht hat´s trotzdem :)

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Geige lernen

Antwort von teddy.666 am 25.02.2011, 6:12 Uhr

bei meinem sohn (7) ist ein junge in der klasse, der spielt schon seit zwei jahren geige - also denke ich das deine tochter nicht zu jung ist

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Geige lernen

Antwort von Vogelsängerin am 25.02.2011, 6:13 Uhr

Zu alt?
Man ist nie zu alt noch was zu lernen und schon gar nicht mit 13!
Außer vielleicht wenn man Profi in rhythmischer Sportgymnastik werden will.
Lass sie machen, das ist doch toll!

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Geige lernen

Antwort von Graupapagei3 am 25.02.2011, 6:43 Uhr

Ich habe auch so in dem Alter angefangen, vorher habe ich Blockflöte in alle Variationen gespielt.

Voraussetzung ist ein gutes Gehör und das scheint ja vorhanden zu sein. Wenn sie dazu noch motiviert ist, wird sie schnell Fortschritte machen. Übungsaufwand - schön wären sicherlich anfangs 30min täglich, das weitere ergibt sich dann aus den Stücken und den Ambitionen.

Leihinstrument ist so eine Sache, für den Anfang sicher ok, aber dann sollte man schon schauen, dass man etwas findet, was zum Kind passt und ob das das Leihinstrument erfüllt, ist fraglich!

Meine Kinder haben sehr früh angefangen - beide Geigenkinder mit 4 Jahren. Töchterlein ist jetzt 9 und hat ein eigenes Instrument, weil sie extrem langsam wächst, Söhnchen ist noch 6 und hat gerade die Größe gewechselt und leidet zur Zeit unter den wirklich schaurigen Leihinstrumenten. Da suchen wir gerade eine Alternative.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Sicher nicht zu alt

Antwort von Tinai am 25.02.2011, 10:22 Uhr

Hallo,

um ein Instrument zu erlernen ist man nie zu alt. Um wirklich gut zu werden, sollte man nicht zu spät anfangen. Wenn sie keine Starviolinistin werden soll, ist es sicherlich nicht zu spät - wobei es Weltklassemusiker gibt, die auf "ihrem" Instrument später angefangen haben zu spielen.

Ich sähe es positiv: Sie macht schnell Fortschritte und Ihr erspart Euch das Gekratze und Gequietsche, mit dem jüngere Geiger sich rumschlagen. Bis die Geige beherrscht wird, kann ein langer Leidensweg für die Familienmitglieder vorgeschaltet sein. Den habt Ihr mindestens verkürzt :-)

Grüße Tina

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Alter kein Problem

Antwort von Aphrodate am 27.02.2011, 12:27 Uhr

Auf keinen Fall ist sie zu alt. Wenn sie es so gerne möchte, lass' es sie doch probieren.

Bei uns ist die städtische Musikschule ok, die Gebühren schwanken (Einzel-, Paar- oder Gruppenunterricht), die Leihgebühr für eine Geige liegt bei 7,50 € im Monat. Und die Leihinstrumente haben hier eine gute Qualität. Ich würde ganz am Anfang schon ein Leihinstrument nehmen (wenn nicht der Geigenlehrer selber schon abrät, weil z.B. gerade kein geeignetes Instrument zur Verfügung steht). Wir haben die Ausgabe für ein eigenes Instrument zurückgestellt, bis die Überzeugung gewachsen war, dass Begeisterung von Kind auf absehbare Zeit voraussichtlich anhält. Dann war es bei uns so, dass Kind mit einer halben Geige angefangen hat und wir nicht mehr als ein eigenes Instrument anschaffen wollten, die Anschaffung also für den Zeitpunkt, zu dem eine ganze Geige angemessen ist, in Aussicht gestellt haben. Eine 13jährige wird wohl direkt eine ganze Geige bekommen, so dass die Überlegung für euch nicht relevant sein dürfte.

Ich habe übrigens von Geige auch keine Ahnung gehabt. Ist auch nicht nötig.

Deiner Tochter viel Spaß.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Alter kein Problem

Antwort von DK-Ursel am 27.02.2011, 14:48 Uhr

Hej nochmal!

Mut gemacht hast Du genug bekommen - das finde ich auch gut so.

Aber noch schnell 2 Anmerkungen:
"Dann war es bei uns so, dass Kind mit einer halben Geige angefangen hat und wir nicht mehr als ein eigenes Instrument anschaffen wollten, die Anschaffung also für den Zeitpunkt, zu dem eine ganze Geige angemessen ist, in Aussicht gestellt haben. Eine 13jährige wird wohl direkt eine ganze Geige bekommen, so dass die Überlegung für euch nicht relevant sein dürfte. "

Da man die kleinen Violinen (auch mit Hilfe der Lehrer, die dann Istrument, Vorbesitzer und Nachbesitzer gut kennen und einschätzen können --- die Violine muß ja auch vom Kang her zum Kind passen!) ja auch wiedererkauft ist der Verlust bei der größenanpassung überschaubar zu halten.
Und eine Dreizehnäjrige kann durchaus noch mit einer dreiviertel-Violine ausgestattet werdne, das hängt von Körpergröße, Handgröße, Armlänge etc. ab.
Meine 14J. hat auch noch eine Dreiviertelvioline - ist jetzt erst so langsam auf dem Sprung zur Ganzen.
Von der Körperlänge her sicher schon lange, von der Handgröße her eben noch nicht. Das beurteilt am besten der Lehrer.

Zum andern:
Sicher sein, daß die Begeisterung anhält, kann man nie.
Meine Töchter haben just inder Pubertät (wo Deine also das instrument für sich entdeckt) die Lust verloren, unser Violinlehrer kennt das aber, sehr typisch, weil eben in dem Alter andere Dinge wichtiger werden.
Just als aufgrund eines geschlossenen Kompromisses die Große aufhören "durfte", hatte sie ihre Liebe zum Instrument wiederetndeckt und bestand auf weiterem Unterricht!

Ich gebe auch zu bedenken, daß es beim Instrumentlernen viel Motivationshilfe von Erwachsenenseite bedarf, denn es dauert ja eine ganze Weile, bis man wirklich das Gefühl bekommt:
Ja, ich kann auf diesem Instrument wirklich was - mehr als "alle meine Entchen" o.ä.
Das setzt neben Üben auch Ausdauer voraus, und die ist nicht unbedingt eine Tugend der Kinder und Jugendlichen - da müssen wir Erwachsenen eben "ran".
Das ist nicht immer einfach, nicht immer konfliktfrei, aber wie das Beispiel meiner Tochter (und derer, die unser Lehrer kennt) zeigt, lohnenswert.
Aber Instrumentlernen ist eben nicht nur eine reine Begeisterungssache des Kindes.DieBegeisterung geht eben auch oft flöten, wenn andere Dinge locken - und eine Dreizehnjährige steht da erst am Anfang!

Gruß´Ursel, DK

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

@ DK-Ursel

Antwort von Aphrodate am 28.02.2011, 23:12 Uhr

Hallo Ursel,

Da hab' ich ja wieder was gelernt. Über die Handgröße habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Hatte ja geschrieben, dass ich mich von Haus aus auch nicht auskenne mit der Geige. Mein Kind hat halt mit 7 Jahren mit einer halben Geige angefangen, mit 8 die dreiviertel Geige bekommen und nach einem halben Jahr gesagt bekommen, demnächst kommt dann die Umstellung auf die ganze Geige. Daraus hatte ich einfach mal auf eine 13jährige geschlossen. Da nehme ich selbstverständlich mal meine diesbezügliche Äußerung zurück. Scheinbar hat mein Kind große Hände. :-o



Zu dem Weiterverkauf: laut unserer Geigenlehrerin sehr schwierig hier. So gut wie alle spielen ein Leihinstrument, die Kleineren sowieso. Wenn ein eigenes angeschafft wird,dann üblicherweise erst bei dem endgültigen Instrument. Mag sein, in unserem Städtchen ist es untypisch.

Klar kann man hinsichtlich der Begeisterung nie sicher sein, deshalb habe ich ja geschrieben von der Überzeugung, dass sie voraussichtlich auf absehbare Zeit anhält. Ist halt eine Prognose. Zumindest solange ich nicht einmal Anhaltspunkte dafür habe, weil das Interesse an dem Instrument gerade erst erwacht ist, würde ich auf jeden Fall erstmal ein Leihinstrument vorziehen, so war es gemeint.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Die letzten 10 Beiträge im Forum 10 - 13 ...
Die ersten Schritte in die Pubertät
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.