Für Kinder: Methoden zur Stressbewältigung

Für Kinder: Methoden zur Stressbewältigung

© fotolia, Nicole Effinger

Schon Kinder können unter Stress stehen: die Anforderungen in Kindergarten oder Schule und die verschiedenen Freizeitaktivitäten können ein Kind unter Druck setzen und Stress auslösen.

Die Folge von Stress sind etwa Schlafprobleme, Kopf- oder Bauchschmerzen und Erschöpfung. Wichtig ist, Phasen der Erholung einzuplanen und gezielt Methoden für die Entspannung zu erlernen.

Stress tritt häufig auf, wenn die Kluft zwischen gestellter Anforderung und tatsächlicher Leistung zu groß ist. Zu viel Ehrgeiz und Druck kann also eher kontraproduktiv wirken. Auch ein dauerhaft volles Pensum für den Nachmittag sollte eher vermieden werden. Denn schon etwa 72 % der 7-11-Jährigen berichten von eigenen Stresssituationen. Doch wie kann man mit Stress umgehen? Konkrete Strategien zur Stressbewältigung kennen die meisten Kinder nicht. Dabei können schon ein paar Verhaltensweisen und auch aktive Entspannungsmethoden helfen, um Stress besser zu bewältigen und die damit einhergehende Belastung für Körper und Psyche zu verringern.

Grundlegende gesunde Verhaltensweisen beugen Stress vor: Regelmäßige Bewegung ohne Zeit- bzw. Leistungsdruck, eine vielseitige, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Ruhepausen sind die Grundpfeiler für die Gesundheit. Eltern sollten natürlich am besten mit positivem Beispiel vorangehen und bei ihren Kindern auf diesen ausgewogenen Lebensstil achten.

Entspannen lernen: Yoga und Progressive Muskelentspannung

Auch Entspannungsmethoden, wie Yoga oder Progressive Muskelentspannung schaffen einen Ausgleich. In speziellen Kursen für Kinder - z.B. in der Volkshochschule - können bereits KInder solche Entspannungsübungen erlernen. Mit Vorstellungshilfen und kleinen Geschichten werden sie spielerisch herangeführt. Bei der Progressiven Muskelentspannung üben sie einzelne Muskelgruppen anzuspannen und gezielt wieder zu entspannen. Durch diesen Wechsel trainieren sie körperliche und psychische Entspannung und bleiben in Stresssituationen künftig gelassener.

Stress ist nicht gleich Stress. Stressempfinden ist ein ganz individuelles, subjektives Erleben.
Nicht allein eine Situation, sondern viel mehr die innere Haltung und Einstellung dazu entscheiden darüber, ob eine Situation als stressig bewertet wird. Eltern können ihrem Kind eine grundlegende positive Einstellung und eine gewisse Gelassenheit vermitteln, solch eine Haltung wirkt sich meist günstig aus.

Das Problem umdeuten: Schwierige Aufgaben sind eine Herausforderung

Das kann ich nicht, das schaff ich nicht, das ist zu schwer - sich selbst in Angst zu versetzen, ist vor allem bei Schulkindern eine verbreitete Angewohnheit. Dabei ist eine positive Herangehensweise nicht schwer: Es ist halb so schlimm (Bagatellisierung), ich mache erst mal einen Plan (Situationskontrolle), ich mache mir Mut (positive Selbstinstruktion), ich bitte jemanden um Hilfe (Unterstützung), schwierige Aufgaben sind eine Herausforderung (Umdeutung) etc. Und übrigens: Gestresste Manager machen es nicht anders.

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