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Geschrieben von Tilda am 28.07.2020, 14:24 Uhr

Nachts abstillen und alles wird gut?

Hallo, bin total verunsichert. Heute wurde mir gesagt, dass ich doch nachts abstillen solle um die nächtliche Unruhe und aufwachen, alle 2 Stunden meiner Tochter (16 Monate) zu verbessern. Auch im privaten Umfeld werden die Stimmen lauter, dass das schlechte Schlafen doch hausgemacht ist durch das Stillen.
ich bin aber am Zweifeln, ob es was bringt. Meine Tochter schläft mittlerweile ohne die Brust ein (teilweise selbst im Bett oder sie wird getragen) wacht aber trotzdem alle 2 Stunden ca auf und möchte gestillt werden. Das zeigt mir doch, dass sie es nich nicht schafft mehrere Schlafphasen zusammen zuhängen und wenn ich abstille müsste ich sie anderweitig zum weiterschlafen bekommen.
Keine Ahnung, bin grad total verunsichert und könnt . Eigentlich soll Mutter ja auf's Bauchgefühl hören.....

 
8 Antworten:

Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von Biene88 am 28.07.2020, 19:14 Uhr

Tatsächlich war es bei uns so, dass mein Sohn länger als zwei Stunden am Stück schlafen konnte. Dann auf einmal nicht mehr. Er war ungefähr im Alter deiner Tochter. Er wachte wieder alle zwei Stunden auf und nuckelte an meiner Brust. Da er neben mir im Bett schlief, ging das eben schnell.
Ich dachte auch es ist eine Phase oder er hat grad viel um die Ohren und muss verarbeiten und hab ihn gewähren lassen.
Nach einiger Zeit war es aber mega anstrengend für mich, weil ich eben auch nur so wenig Schlaf bekommen habe. Er hat wirklich immer nur kurz genuckelt und dann weitergeschlafen. Also keinen Hunger. Wir haben dann relativ zeitnah abgestillt. Allerdings nicht deswegen, er wollte es eh, aber ich war nicht böse ;)
Er schlief dann weiter bei uns im Bett und auf einmal konnte er wieder 6 Stunden am Stück schlafen. ;)
Ich denke, es hängt mit dem Geruch der Milch zusammen. Wenn die Kinder bei uns schlafen, riechen sie das schnell und dann ist Brust natürlich schön, auch wenn es nur kuscheln ist.
Wenn es für dich ok ist und ihr beide fit seid, dann lass es doch so. Trinkt sie denn richtig (kann ich mir in dem Alter eigentlich nicht vorstellen, wenn sie tagsüber gut isst und trinkt) oder nuckelt sie nur? Vlt. hat sie auch gerade viel Durst, weil es warm ist?

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von Tilda am 28.07.2020, 21:03 Uhr

Danke für deine Antwort Biene88. Meine Tochter hat noch nie länger als 2-3 Std am Stück geschlafen.
Einmal glaub ich schon, dass sie Hunger/Durst hat die restlichen Male nuckelt sie. Aber das Problem ist auch, dass sie zum Morgen hin öfter an die Brust will, sonst wäre die Nacht schon gegen 5 Uhr rum und sie dann morgens erst relativ spät ißt und trinkt. Ich weiß, das ist eine Art Teufelskreis.
Ich habe halt noch immer die Hoffnung, dass sie mit zunehmenden Alter länger am Stück schlafen kann.

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von Data_ am 29.07.2020, 6:02 Uhr

Hallo,
Mich nerven solche Aussagen von der Seite ja ziemlich, an was allem das Stillen Schuld haben soll: schlechte Nächte, fehlende Bindung zu anderen, schlechte Zähne, fehlende Selbständigkeit, Übergewicht, Untergewicht... Ich weiß ja nicht, wer dir zum Abstillen geraten hat. Ich lese bei solchen "Tipps" inzwischen häufig eine generelle Abneigung von zu viel Nähe und Bedürfniserfüllung rein.

Ob sich durch nächtliches Abstillen etwas am Schlafverhalten ändert und wenn ja, in welche Richtung, erfährst du erst durchs ausprobieren.
Fürs Kind sinnvoll und förderlich ist es schon noch, weiterzustillen. Gerade im zweiten Lebensjahr sind nochmal besonders viele Abwehrkräfte in der Muttermilch zb, plus die extra Kalorien fürs Gehirn etc.

Du kannst aber natürlich auch beschließen, während definierter Stunden nachts nicht mehr zu stillen, wenn es dir zu anstrengend ist, und nur zum Einschlafen/Aufwachen oä. Weiterzustillen, s. Gordon. Als Mittelweg. Ich wäre dafür aber zu bequem gewesen, da es gerade gen Morgen die Nacht so angenehm verlängert hat, kurz stillen zu können.

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von Becca09 am 29.07.2020, 9:56 Uhr

Ich hab meinen Großen mit 12 Monaten abgestillt. Am Schlafverhalten hat sich rein gar NICHTS verändert... Erst jetzt mit 3,5 schläft er öfters durch...

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von InmeinemkleinenApfel am 30.07.2020, 15:51 Uhr

Bei uns hat sich nach dem Abstillen auch nur verändert, dass ich meinen Sohn damals schlechter beruhigen konnte! Am Schlafrythmus hat sich nichts geändert! Es ist grässlich, wenn ein kleines Kind nachts schreit und du es dann herumtragen musst, obwohl du es vorher mit ein bisschen Mamamilch und Kuscheln beruhigen konntest. Lass dir nix erzählen, bitte! Ihr müsst das entscheiden, euch muss es gut gehen. Und kein anderer kann euch garantieren, dass es ohne Milch nicht schlechter wird!

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von SybilleN am 01.08.2020, 8:48 Uhr

Lass dir nix einreden. Es liegt nicht am Stillen. Meist bessert sich das Schlafverhalten zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag.
Wir haben beim ersten Kind auch noch versucht, ab dem ersten Geburtstag abends ein zusätzliches Fläschchen zu geben. Hat sie genommen - und kam trotzdem so oft nachts wie ohne Fläschchen.

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von Tilda am 01.08.2020, 14:18 Uhr

Vielen lieben Dank für eure Antworten! Eigentlich weiß ich es ja, dass es nicht am Stillen liegt. Manchmal kommt man eben ins Zweifeln und grade wenn die Nächte wieder anstrengender sind.
Werde weiterhin auf mein Bauchgefühl hören und meiner Tochter noch Zeit schenken und sie weiterhin zum Weiterschlafen stillen.
Schöne Zeit euch und bleibt gesund

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Re: Nachts abstillen und alles wird gut?

Antwort von KleineMäuse am 02.08.2020, 21:58 Uhr

Bei meiner Tochter war es auch so. Sie kam nachts alle 2-3 Stunden zum Stillen, ab Morgengrauen auch öfters. Echt mühsam.
Bei uns hat das (sehr sanfte) Abstillen tatsächlich geholfen. Ich hab mich vom Abstillen nach Pantley inspirieren lassen. Wir praktizieren übrigens Familienbett und Einschlafstillen.
Schritt 1:
mit 17 Monaten hat's mir echt gereicht. Ich hab nachts zwar noch gestillt, aber ihr das Nuckeln verboten. Tagsüber hab ich ihr das Ganze erklärt. Ich hatte das Gefühl, sie braucht echt noch die Milch nachts, das hab ich ihr also gelassen, aber nach 3 Minuten starken Milchfluss hab ich sie abgedockt (ich hab sie am Popo geklopft, das war unser Zeichen für Stopp. Nach ein paar Nächten hat sie beim Klopfen von alleine die Brustwarze losgelassen, sich umgedreht und weitergeschlafen). Die ersten Nächte gab's starken Protest, aber ich habe ihr geflüstert, dass jetzt Schlafenszeit ist und ich müde bin, hab ihr etwas vorgesummt (bloß nicht Hochnehmen) und sie gekuschelt.
Schritt 2:
Am Anfang hat es sich super erholsam angefühlt. Alle 2-3 Stunden nur kurz zu stillen und dann weiterzuschlafen. Nach 3 Monaten hat sich das nächtliche Nuckeln aber wieder vermehrt eingeschlichen. Außerdem war sie jetzt schon 20 Monate alt und die Aussage meines Mannes, dass häufige Nahrungsaufnahme in der Nacht ja auch nicht gerade "gesund" ist, haben mir geholfen. Also hab ich ihr tagsüber erklärt, dass ich nachts schlafen möchte und sie tagsüber sooft stillen kann, wie sie möchte, aber nachts nicht mehr. Erst ab 5 in der Früh durfte sie wieder. Wieder ein paar Nächte Protest, tagsüber hing sie halbstündlich am Busen, quasi um sich zu überzeugen, ob's eh noch Milch gibt. Sie hat ab da halbwegs durchgeschlafen. Sie ist war zwar öfters munter geworden, hat sich aber einfach rangekuschelt und weitergeschlafen.
Schritt 3:
das war am schwierigsten. Nach 2 Monaten wollte ich ihr auch die 5 Uhr Milch abgewöhnen. Das hat dann darin geendet, dass die Nacht um 5 vorbei war. Nach 2 Monaten wurde das aber auch langsam besser.
Fazit: bei uns hat das Abstillen tatsächlich beim Durchschlafen geholfen, ich habe es aber supersanft über mehrere Monate gemacht und erst ab da, wo ich wirklich innerlich überzeugt war.
Meine Tochter ist jetzt 25 Monate alt, schläft nach wie vor abends beim Stillen ein und schläft meist durch.
Mein Sohn (3,5) hat sich übrigens mit 12 Monaten selbst abgestillt und einfach durchgeschlafen (3 herrliche Monate lang), davor war er auch alle 2-3 Stunden wach und wollte gestillt werden. Ich hab also bei meiner Tochter ab diesem Alter darauf gewartet und war überzeugt, dass sie das selber schafft. Aber mit 17 Monaten hat's mir dann gereicht.
Mein Sohn schläft übrigens noch immer nicht durch, aber durch das Familienbett stört das nicht wirklich, dann wird halt gekuschelt :)

Alles Gute euch

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