Auch die Stillbeziehung braucht Zeit

Baby trinkt an Mamas Brust

© fotolia, JenkoAtaman

Sie haben lange auf Ihr Baby gewartet.Sie haben sich darauf gefreut und sich gefragt, wie Ihr Kind, wohl aussieht, wie es riecht, sich anfühlt? Jetzt ist Ihr Baby endlich auf der Welt und das Familienleben wird neu geordnet.

Stillbeziehung muss wachsen

Denn mit der Geburt bemerken Eltern sofort: Dieses zarte, schutzbedürftige Wesen ist tatsächlich schon eine kleine Persönlichkeit. Verständlich, dass Mütter und Väter gelegentlich zwischen liebevollem Bewundern und verblüfftem Staunen hin- und hergerissen sind.

Jetzt beginnt die Zeit des gegenseitigen Kennenlernens von Eltern und Kind. Das gilt auch fürs Stillen. Mama und Baby sind einander durch die Schwangerschaft sehr vertraut. Wenn das Baby aber auf der Welt ist, entsteht eine neue Beziehungsebene. Jedes Baby zeigt, was es braucht. Es ist aber selbst für Eltern nicht immer einfach von Beginn an die Signale richtig zu deuten. Jeden Tag werden Sie Ihr Baby besser kennenlernen und seine "Sprache" besser verstehen - Missverständnisse nicht ausgeschlossen.

Unsicherheit ist normal

Denn wie in jeder Beziehung gibt es auch in der Stillbeziehung offene Fragen und Verstimmungen. Vielleicht werden Sie schnell unruhig und nervös, wenn das Baby schreit. Sie sind unsicher, ob Sie Ihr Baby richtig halten. Ob es wirklich Hunger hat oder nur kuscheln will? Ob es an der Brust unruhig ist, weil es die Windel voll hat oder weil es im Zimmer zu laut ist?Und manchmal haben Sie das Gefühl, dass Ihnen alles zu viel wird. Dann ist es am besten, wenn Sie sich mit Ihrem Baby zurückziehen und sich viel Ruhe gönnen. Egal, ob Sie noch in der Klinik sind oder bereits zu Hause.

Wirklich wichtig ist, dass Sie sich im Wochenbett selbst die Zeit geben, die Sie und Ihr Baby für einander brauchen. Lassen Sie es bewusst ruhig angehen. Legen Sie sich so oft wie möglich mit Ihrem Baby hin. Genießen Sie die Nähe und die Geborgenheit, die Sie Ihrem Kind schenken. Babys leben nicht nach der Uhr. Sie haben Bedürfnisse, die sofort befriedigt werden wollen. Gehen Sie so gut wie möglich auf Ihr Baby ein und stillen Sie nach Bedarf. Das regt die Milchbildung am besten an.

Sie und Ihr Baby sind ein einzigartiges und einmaliges Team. Und wie bei jedem Team braucht es Training, bis sich Routine einstellt und Sie gemeinsam zu ganz großer Form auflaufen. Falls Sie Schwierigkeiten oder Fragen haben, sollten Sie nicht zögern, sich den Rat eines erfahrenen "Coachs" zu holen: einer Hebamme, Still- oder Laktationsberaterin.

Zuletzt überarbeitet: Juni 2018

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