Dr. med. Vincenzo Bluni

Hoher Blutdruck, vorz. Wehen, Cervixinsuffizienz- wie geht es weiter?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Dr. Bluni,
derzeit bin ich in der 34+4 SSW. Seit ca. der 28.ssw bekomme ich Tokolyse, erst i.v. und seit ca. 4 Wochen nehme ich 6-8 Tabletten Partusisten /24 Std.
Meine Cervix ist derzeit bei 1,2-1,5cm.

Bereits vor der Schwangerschaft hatte ich eine Hypertonie, die bis vor 2 Wochen super eingestellt war. Zur Zeit hab ich einen konstanten RR von 160/100 trotz der Betablocker die ich einnehme.
Mein Gynäkologe hat mir bereits Blut abgenommen und mich auf Gestose getestet, die Blutwerte waren alle unauffällig.
In 2 Tagen wird das Partusisten abgesetzt.

Wie geht es dann weiter? Muss der Blutdruck nicht eingestellt werden? Wird man die Geburt einleiten, oder geht es nach absetzen der Partusisten Tabletten dann los? Sind sie der Meinung ich müsste mich aus diesen Gründen bereits in stationärer Behandlung befinden? Kann ich mit diesem hohen Blutdruck überhaupt spontan entbinden, oder benötige ich eine Sectio?

Danke & Liebe Grüße
Jasmin

von jasmin81 am 24.05.2011, 13:49 Uhr

 

Antwort auf:

Hoher Blutdruck, vorz. Wehen, Cervixinsuffizienz- wie geht es weiter?

Liebe Jasmin,

1. nach der 34. SSW werden in aller Regel kein wehenhemmenden Maßnahmen, außer mit Magnesium, vorgenommen und die orale Wehenhemmung mit Partusisten ist in der Fachwelt eigentlich schon lange kein Thema, mehr.

2. sicherlich ist es besonders wichtig, hier über Ihren Blutdruck zu sprechen, ihn entsprechend medikamentös einzustellen, wenn er bestimmte Werte überschreitet und dann das Ganze zu begleiten mit Ultraschall-, Doppler- und CTG-Kontrollen

3. je nach Verlauf kann es sinnvoll sein, gleich auch schon die Entbindungsklinik einzubinden. Ob dann am Ende eine Spontangeburt in Frage kommt, was bei gut eingestelltem Blutdruck sicher möglich ist, wird auch nur die Klinik vor Ort entscheiden können.

4. Nach den deutschen Leitlinien sollte bei anhaltenden Blutdruckwerten größer/gleich 170 mmHg systolisch und/oder größer/gleich 110 mmHg diastolisch mit der Therapie begonnen werden; bei vorbestehendem Hochdruck schon früher.

Dieses kann aber immer nur Ihre Frauenärztin/Frauenarzt oder die Entbindungsklinik einschätzen und entscheiden.

VB

Quelle

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-018.html (AWMF-Leitlinie 015/018 Diagnostik und Therapie hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen, Stand:1.5.2008, letzter Abruf:21.1.2011)

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 24.05.2011

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