Dr. med. Vincenzo Bluni

Blutungen Ende 5.SSW-kann ich noch hoffen?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Herr Dr. Bluni,
meine aktuelle Situation ist wie folgt: am 4.3. hatte ich zuletzt meine Periode bei 26-Tages-Zyklen. Am 12.Zyklustag (15.3.) war ich zum Zyklusmonitoring beim Frauenarzt-der Eisprung hatte bereits am 14.3. stattgefunden. Ich sollte sofort mit 2x100 mg Utrogest am Abend starten und am 28.3. einen Test machen-wenn positiv weiter Utrogest nehmen und melden für einen Termin. Test war positiv (Clearblue 25 mlU) Termin am 9.4. weil die Praxis vorher geschlossen ist. Femibion ohne Jod wegen Autoimmunerkrankung und ich sollte direkt zum Facharzt wegen den aktuellen Schilddrüsenwerten. Den Wert bekam ich am 29.3. direkt: TSH bei 1,63. In der Woche zuvor lag er noch bei < 0,01, daher sollte ich direkt mit 25mg L-Thyroxin starten ab 30.3. (im Mai 2018 hatte ich eine Fehlgeburt vermutlich wegen zu hohem TSH Wert in der 7.SSW).
Mittwoch Abend bekam ich Unterleibsschmerzen, Donnerstag früh hatte ich eine hellrosa Blutung mit später ein paar Tropfen dunkelrotem Blut. Ich nahm gleich noch zwei Utrogest und ging zur Vetretung meines Frauenarztes. dieser sah im Ultraschall keine Fruchthöhle nur eine sehr dicke Gebärmutterschleimhaut. Er wolle mir keine all zu großen Hoffnungen machen weil es unwahrscheinlich ist dass sich da jetzt noch was entwickelt wenn keine Fruchthöhle zu diesem Zeitpunkt zu sehen ist aber wenn ich daran festhalten wolle soll ich die Dosis Utrogest erhöhen auf 3x2 (am Morgen, Mittag, Abend 2x100) und positiv bleiben bis zum Termin am 9.4. Wegen meiner Vorgeschichte erzählte ich auch von den Schwangerschaftstests die einmal im Juli und im Oktober 2018 positiv waren nach Ausbleiben der Regel jedoch kurz danach die Blutung einsetzte. Er riet mir dazu dies bei einem Gerinnungsexperten abklären zu lassen.
Ich befolge aktuell den Rat und halte daran fest..jedoch nachdem die Blutung gestoppt hatte gestern kamen heute morgen wieder zwei dickere Klumpen Blut -braune schmieren sind immer mal wieder da und eine Art Stechen im Unterleib.
Meine Frage: Welche Untersuchungen kann ich am Dienstag „verlangen“ nach nun wohl eventuell schon der 4.frühen Fehlgeburt?
Welche wenn es doch eine intakte Schwangerschaft sein sollte?

Bitte entschuldigen Sie den langen Text ich konnte es nicht kürzer fassen.
Ich habe bereits eine gesunde 2,5 jährige Tochter (per Kaiserschnitt entbunden), meine Blutgruppe ist Rh 0 positiv.

von lili27.lila am 05.04.2019, 14:17 Uhr

 

Antwort:

Zustand der Schwangerschaft

Hallo,

1. in sehr vielen Fällen liegt die beschriebene Situation einfach nur daran, dass versucht wird, viel zu früh diese Schwangerschaft im Ultraschall nachzuweisen

2. das kann eben dann oft dazu führen, dass selbst mit den sehr guten Geräten noch kein Nachweis erbracht werden kann und dass insbesondere dann, wenn die Schwangerschaft vielleicht etwas jünger ist, als erwartet

3. das führt dann dazu, dass wir in dem Moment eine Reihe weiterer Untersuchungen auf den Weg bringen werden, um zu klären, wie es um diese Schwangerschaft steht und ob diese Schwangerschaft regulär in der Gebärmutter angelegt ist nicht woanders, zum Beispiel im Eileiter.

4. das klappt dann eben nur mit wiederholten Untersuchungen per Ultraschall und Labor (HCG-Kontrollen).

5. die bleibt dann nur, diese Kontrollen abzuwarten

6. der Verlauf lässt sich in keiner Weise beeinflussen; schon gar nicht durch ein Gelbkörperhormon.

Insofern stimmen Sie bitte das weitere Vorgehen mit der Frauenärztin/Frauenarzt ab.

Herzliche Grüße VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 05.04.2019

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