Schwanger mit 35 plus

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Geschrieben von Evienne, 8. SSW am 09.05.2020, 13:49 Uhr

Medikamente Progesteron und Magnesium

Hallo ihr Lieben,

heute geht bei mir die 8. Woche los. Ich hatte in den letzten zwei Wochen öfter zwischendurch Schmierblutungen, meistens braun. Beim ersten Mal war ich direkt verunsichert und bin ins Krankenhaus gegangen. Die Ärztin meinte, es könnte alles aber auch nichts sein und hat mich ohne weitere Empfehlungen nach Hause geschickt. Wenns mehr blutet, soll ich wieder kommen, meinte sie. Im Ultraschall sah man nur eine Fruchthöhle, sonst noch gar nichts.

Nachdem ich nun letzten Montag meinen ersten Termin beim Frauenarzt hatte, stellte der im Ultraschall eine intakte Schwangerschaft fest und ich hab auch das Herzchen ganz deutlich schlagen sehen und den Dottersack sah man auch deutlich. Was für ein Moment der Ehrfurcht vor dem, was unser Körper so leistet und dass da echtes Leben auf dem Weg ist. Einfach nur Wow.

Wegen der Blutungen verschrieb er mir Progesteron und 3x2 Tabletten Magnesium am Tag.

Seit ich das einnehme, bin ich erstens todmüde und auch total aufgebläht. Mein Bauch ist hart und man könnte meinen, ich wäre schon mindestens 6 Monat oderso. Richtig übel.

Kennt das noch jemand, dass man auf Magnesium mit Blähungen reagiert?

Ich nehme jetzt weder das eine noch das andere Medikament und fühle mich irgendwie besser damit. Heute auch zum ersten Mal kein Blähbauch.

Zumal Progesteron möglicherweise auch einen von der Natur gewollten Abgang verhindern würde, wenn etwas in der Entwicklung falsch gelaufen ist. Was nützt es mir, wenn der Abgang verhindert wird und später in der Feindiagnostik festgestellt wird, dass es nicht gesund ist?!

Also ich muss sagen, dass mich das alles ziemlich beschäftigt. Ich bin auch hin und her gerissen, ob es nicht falsch ist, die Medikamente nicht zu nehmen. Anderseits hat mir mein Instinkt schon sehr oft mehr geholfen, als die Arztmeinung.

Bei meinen beiden ersten Kindern hatte ich solche Gedanken überhaupt nicht. Schwangerschaftstest war positiv und dann war für mich klar, dass ich ein gesundes Baby bekommen werde. Da habe ich mir überhaupt keine Sorgen gemacht.

Schon komisch, wie sich das im "Alter" so ändert.

Wem geht es ähnlich?

 
8 Antworten:

Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von Esmeralda am 09.05.2020, 16:32 Uhr

"Zumal Progesteron möglicherweise auch einen von der Natur gewollten Abgang verhindern würde, wenn etwas in der Entwicklung falsch gelaufen ist."

Dass Progesteron überhaupt einen Effekt auf die Abgangswahrscheinlichkeit hat, ist m.E. überhaupt nicht wissenschaftlich gesichert.
Nimm es weiter, denn wenn ohne was passiert, fühlst du dich schuldig.
Wenn du Nebenwirkungen hast, kann es aber auch das Progesteron sein statt Magnesium.

Von Magnesium kann man mehrere verschiedene chemische Formen einnehmen, die verschiedene Vorteile und Verträglichkeiten haben, einfach mal recherchieren und ausprobieren.

Alles Gute.

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Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von nita83 am 10.05.2020, 12:48 Uhr

Frag dich doch was ist wenn es zur fehlgeburt kommt und das Kind ist gesund. Machst du dir dann Vorwürfe. Bei blähbauch hat in der Schwangerschaft viele Ursachen die nicht mit progestan oder Magnesium zu tun haben.
Du musst es nicht nehmen nur dann auch nicht jammern wenn es dich schief geht.
LG nita

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Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von spring36, 8. SSW am 10.05.2020, 21:25 Uhr

Hallo Evienne,
deine Bedenken, was Progesteron angeht, kann ich gut verstehen. Allerdings glaube ich, dass es einen Abgang nicht verhindern kann, wenn dieser aufgrund einer Störung beim Embryo "geplant" wäre. In dem Fall würde Progesteron das denke ich höchstens etwas verzögern und das Kind sich trotzdem nicht weiterentwickeln. Ich denke "aussortiert" werden zu Beginn nur die wirklich nicht lebensfähigen Babys.
Ich sollte auch Progesteron nehmen, habe dann aber gelesen, dass Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Progesteron genommen haben häufiger eine Autismus Spektrum Störung dieagnostiziert bekommen und häufiger an Leuämie erkranken. Danach konnte ich es einfach nicht weiternehmen. Meine Frauenärztinnen hatten davon noch nie etwas gehört (man muss die Stichworte allerdings nur bei Pubmed eingeben und schon kommen enige Studien dazu). Mag sein, dass diese nicht zum Beleg ausreichen. Ich kann das nicht beurteilen. Aber einen Hinweis geben die Studien auf jeden Fall, da es sich jeweils um große Stichproben handelt.
Lass doch deinen Progesteron-Spiegel im Blut mal untersuchen. Bei mir war er nämlich völig in Ordnung und das hat mich darin bestärkt, es nicht mehr zu nehmen. Aber auch hier gibt es eh unterschiedliche Ansichten. Rein wissenschaftlich gesehen, gibt es bei Frauen, die bisher noch keine Fehlgeburt hatten übehaupt keinen Grund Progesteron einzunehmen um einen frühen Abgang zu verhindern. Wahrscheinlich ist es eh anders herum: ein zu geringer Progesteron-Spiegel ist die Folge von einer falschen Anlage der Schwangerschaft bzw. von Störungen beim Baby und nicht die Ursache einer Fehlgeburt.
Einen Blähbauch habe ich auch seit Beginn der Schwangerschaft, egal ob mit oder ohne Progesteron. In der letzten Schwangerschaft musste ich auch Magnesium nehmen (wegen Krämpfen) und habe davon Durchfall bekommen, also die wirken sich auf jeden Fall auf die Verdauung aus.
Letztendlich kann denke ich keiner sagen, ob Progesteron und Magnesium in dem frühen Stadium der Schwangerschaft den Abgang eines gesunden, gut angelegten BAbys verhindern könnten. Und Bemerkungen wie "nimm es lieber, sonst machst du dir Vorwürfe" Oder schlimmer noch " Nimm es, aber dann jammer nicht rum, wenn es abgeht" finde ich komplett daneben! Sie schieben dir als Schwangere eine Verantwortung zu, die du nicht hast, weil du es nicht in der Hand hast.
Ich habe den Eindruck die deutschen Frauenärzte verschreiben Progesteron nur, damit sie eben das Gefühl haben etwas zu tun (und die Frauen auch). Denn eine wissenschaftliche Evidenz dazu gibt es in dem frühen Stadium der Schwangerschaft meines Wissens nach nicht. Was anderes ist es dann später in der SS. Aber das ist ja ne andere Geschichte dann.
Also, ich hoffe ich verbreite hier keinen Unsinn (bin nämlich nicht medizinerin), habe mich aber damit beschäftigt und mehrere Ärzte gefragt. Eine medizinisch überzeugende Antwort, warum ich das Progesteron nehmen sollte, habe ich von keinem Bekommen. Außer: nehmen sie es, damit sie sich keine Vorwürfe im Nachhinein machen.
Ich wünsche dir alles Gute für die Schwangerschaft und dass du ein gesundes Baby bekommst!
Liebe Grüße!

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Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von spring36, 8. SSW am 10.05.2020, 21:27 Uhr

Ach so, als Anmerkung noch:
es macht natürlich Sinn Progesteron zu nehmen, wenn es sich um künstliche Befruchtung etc. handelt. Meine Ausführungen oben beziehen sich nur (!) auf im natürlichen Zyklus entstandene Schwangerschaften. Bei einer Kinderwunschbehandlung ist das was anderes!

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Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von nita83 am 11.05.2020, 13:10 Uhr

So zu diesem Käse progestan gleich hohes Leukämie Risiko kann ich nur sagen es gibt keine Studie die das belegen kann im Gegenteil. Bei einer Krebs Erkrankung eines Kindes wird das nämlich mit abgefragt genau so wie andere Probleme in der Schwangerschaft. Ich hab unsere onkologen drauf angesprochen. Und der Professor der selbst an einigen Studien beteiligt ist sagt es gibt einen Anhaltspunkt dafür. Wir sind auch Studien Teilnehmer einfach weil wenn dein Kind schon Krebs hat soll es wenigstens noch einen Sinn haben. Nämlich das andere davon und mit lernen.

Ach ja nicht jede schwangere produziert ausreichend progestan auch ohne künstliche Befruchtung macht es durchaus Sinn das zu nehmen.

Es ist jedoch jedem frei gestellt der Empfehlung der Ärzte zu folgen oder eben nicht.
Nur sollte man dann auch nicht rum jammern wenn es schief geht.

LG nita

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Sind beides keine Medikamente!

Antwort von Hexhex am 11.05.2020, 15:44 Uhr

Progesteron ist kein Medikament. Sondern es ist das Gelbkörperhormon, das jetzt in der Schwangerschaft sowieso vermehrt gebildet wird und die Schwangerschaft erhält.

Progesteron kann einen natürlichen Abgang nicht verhindern. Es kann aber ein bisschen Ruhe in eine wackelige Anfangs-Schwangerschaft bringen. Ebenso wie Magnesium, dass die Gebärmuttermuskulatur entspannen und weicher machen soll. Es senkt den Muskeltonus dort etwas.

Deine Beschwerden sind natürlich völlig typisch für die Früh-Schwangerschaft, sowohl die Müdigkeit als auch die Darmprobleme, ich hatte das auch jedes Mal (mit und ohne Progesterongabe).

Ich denke, es ist keine Katastrophe, die Tabletten nicht zu nehmen. Es konnte bisher überhaupt keine positive Wirkung von Progesterongaben wissenschaftlich belegt werden, soviel ich weiß. Es verhindert weder eine Fehlgeburt, noch erhält es eine nicht-intakte Schwangerschaft. Magnesium bringt eher etwas, wenn man unter zu vielen Übungswehen (ab 20. SSW frühestens) leidet, es beruhigt die Muskelschicht der Gebärmutterwand.

Trotzdem würde ich persönlich auf den Arzt hören. Denn noch etwas ist klar: Progesteron und Magnesium schaden auf keinen Fall. Es konnte hier noch keine negative Wirkung belegt werden. Beides sind Substanzen, die der Körper selbst bildet (Progesteron) oder benötigt und gut verwertet (Magnesium).

LG

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Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von Amanoa15 am 13.05.2020, 19:03 Uhr

Hey,

Ich hatte auch eine kleine Blutung vor 2 Wochen und bin zum Arzt. Er hat da aber keine Blutung mehr gesehen mit dann aber progesteron verschrieben. Ich hab es einmal genommen und mir wurde ganz schwindlig und ich würde so müde, dass ich mich hinlegen musste und sofort geschlafen haben. Ich nehme es nicht mehr. Hab dann auch gesagt ich vertraue auf meinen Körper. Entweder es. Klappt so und wenn nicht dann soll es sowieso nicht sein.
Meine erste ss war auch ganz anders, aber da. War ich 18 Jahre jünger.

Lg Patricia

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Re: Medikamente Progesteron und Magnesium

Antwort von NaduNadu am 26.05.2020, 11:57 Uhr

Hast du das Progesteron vaginal eingenommen?

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