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Geschrieben von kittyann am 25.04.2005, 12:25 Uhr

wer weiss rat , achtung lang

hallo ,
ich bin neu hier und gleich ein Problem oder besser gesagt wegen den Problem bin ich hier und hoffe das Ihr mir helfen könnt .
Ich bin mit meinen Mann jetzt 8 Jahre zusammen , davon knapp 2Jahre Verheiraten und haben eine fast 3Jährige Tochter .
Wir haben uns damals in der Therapie kennengelernt , wir waren beide Heroin abhängig , aber bis auf ab und an mal einen zu kiffen, " bevor " unsere Tochter kam haben wir nie wieder was angerührt , obwohl es manchmal nicht so einfach war .
Seit letzten Sommer geht mein Mann wieder zur Schule um eine Weiterbiledung zu machen ,
aber seitdem hat sich einiges geändert ,
Wir hatten grosse Finanzielle Probleme , da das Geld nicht kam , sich vieles aufstaute und und und , durch seine Familie haben wir es aber doch geschaft daraus zukommen , aber seitdem versäuft er fast jeden cent den er bekommt und wir haben das miteinander reden verlernt . Er Trinkt min. ein halben Kasten Bier täglich und das obwohl wir kaum genug haben um über die Runden zukommen und geht Wochenende noch zur Trinkhalle wo er das 3Fache für nee Flasche bezahlt , es gab Tage wo Ihn nichts mehr Interssierte ,Er mir nurnoch Vorwürfe machte , sich nicht um die kleine kümmerte , in der Schule nachliess etc. wir stritten Tag täglich , bis irgendwann álles Eskalierte und uns Tassen und Teller entgegen warfen ,
nach dem Tag kam aber die wende , wir redeten wieder miteinander , er kümmerte sich um die kleine , wir Lebten wieder miteinander als nur zusammen , die noten in der Schule wurden besser , aber er liess das Trinken nicht , obwohl es eine meiner grössten bediengungen war ( wir hatten jeder ein blatt geschrieben wo stand , was der eine verkehrt macht , was man selber verkehrt macht , was geändert werden muss und was man selber als "opfer" bringt ) ich hab so gut es geht meine Sachen eingehalten aber von Ihn kommt nichts , obwohl das Trinken von beiden Seiten , für seine änderung , an oberster Stelle stand .
Seit gut 3 Wochen gibt es schon immer wieder deswegen zoff und dennoch passiert nicht , stattdessen verschwindet immer mehr und mehr Geld und ich weiss nicht wofür .
Langsam aber sicher verliere ich das Vertrauen in Ihn , aber anderseits möchte ich Ihn vertrauen ,
das die ganze Situration für uns nicht einfach ist weiss ich ( vorallem seit schwimu uns half kontrolliert sie uns auch )und die sagt nur zu mir , trenn Dich von Ihn , er hat es nicht verdient , denk an Dein Kind usw.
so schnell möchte ich mich aber nicht trennen , wir haben schon soviel miteinander durchgestanden und diese Zeit werden wir auch überstehen , das weiss ich , aber im moment finde ich keinen zugang mehr , irgendwas frisst Ihn auf , das Spüre ich aber ich weiss nicht was .

es ist alles ziehmlich wirr geschrieben aber wie bekomm ich zu Ihn wieder zugang , eigentlich kann nicht so schlimm sein um es miteinander nicht zu schaffen .

 
15 Antworten:

Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von vallie am 25.04.2005, 12:36 Uhr

die sucht hat ihn wieder im griff....
entweder "nur" alk oder wieder härtere geschichten.
was man da tun kann oder muss, weisst du sicher noch aus eigener erfahrung.

alles alles gute, ich drücke dir wirklich die daumen, dass er da wieder rauskommt, aber pass auf DICH auf !!!

lg
vallie

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von ninas59 am 25.04.2005, 12:37 Uhr

du schreibst, dass immer wieder Geld verschwindet, meinst du dass er wieder drückt?

Er kann nicht mit dem Saufen aufhören, wenn er damit ein Problem hat, aber er kann was dagegen tun. DU kannst etwas dagegen tun. Am besten solltest du dir professionelle Hilfe holen.
Es gibt Stellen wie die Anonymen Alkoholiker, da treffen sich die Angehörigen (die Coabhängigen). Vielleicht kann dir noch jemand hier Stellen nennen. Wo kommst du her?

Aber in einem muss ich deiner Schwiegermutter recht geben. Du hast ein Kind und du musst selber auf dich achten. Wenn es gar nicht mehr anders geht, musst du lernen ihn fallen zu lassen.

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von kittyann am 25.04.2005, 12:54 Uhr

hallo ,
danke schonmal für eure antworten ,
ich denke nicht das er wieder was anderes nimmt ausser Alkohol , obwohl es immer im hinterkopf drin ist .
wenn man einmal von sowas abhängig war , bleibt man krank selbst nach 8 Jahren spuckt es mir ab und zu auch noch im Kopf rum wenn es mir schlecht oder richtigrichtig gut geht .Das fehlende geld macht einen auch stutzig , keine Frage . Was ich im Fall der Fälle machen muss , weiss ich auch um mich und die kleine zu schützen . Aber 8Jahre kann man nicht so einfach wegwerfen .
Ich weiss auch das eine abhängigkeit einen Grund hat , egal ob jetzt Alkohol oder was anderes , selten macht jemand in den alter nur sowas "aus Spass" vorallem wenn man die ganze sch... schonmal durchhatte .
Aber den Grund finde ich nicht , eigentlich könnten wir jetzt wieder Glücklich sein , die Schulden sind weg , die Schule ist in einen Jahr fertig , wir sind Gesund , wir waren wieder füreinander da , aber irgendwas ist da noch und das möchte ich wissen um weitere Schritte machen zukönnen , wir konnten immer über alles und jeden reden , aber was ist jetzt so schlimm das er nicht mit mir reden kann ???
Ich finde es nicht und das macht mich so fertig .
trotzdem Danke

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von Schwoba-Papa am 25.04.2005, 13:06 Uhr

Als ehemalige Abhängige wirst Du sicher wissen, ohne sein Hinzutun wird sich gar nichts ändern. Also konzentriere dich darauf ihn zu animieren ! Entschärfe den Dialog zuhause und vermeide mit ihm zu streiten (das zieht ihn noch mehr hinein und weg von dir)!

Zur Zeit sind seine Jungs in der Trinkhalle wahrscheinlich für ihn verständnisvoller , daher zieht es ihn auch dort hin ! Oder er wird dort nicht mit seinen Problemen konfrontiert !
Du kennst ihn besser, wie könnte man zu ihm wieder Vertrauen aufbauen ? Nur so findest Du wieder einen Zugang. Du willst ihn nicht aufgeben, das ist gut, aber verschenke nicht zuviel Kraft an ihn. Du hast noch etwas Geduld und gibst ihm auch Zeit, aber er muß auf dich reagieren.

Grüßle

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von vallie am 25.04.2005, 13:30 Uhr

gerade weil du selbst abhängig warst, weisst du doch, dass es ein kleines mosaiksteinchen gewesen sein kann, dass seine sucht sich verlagert hat, doch letztendlich ist es egal, was es WAR, denn er steckt schon wieder drin im schlamassel und auch bier kostet geld, vor allem in diesen rauhen mengen...
schwobi hat mit zwei sachen recht, streite nicht und er muss dazutun, ob dir das jetzt allerdings weiterhilft, wage ich zu bezweifeln....
*daumendrück*

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von kittyann am 25.04.2005, 13:58 Uhr

danke ,
so lang wie es in ihn nicht klick macht , bringt alle müh nichts ,
aber ich möchte ihn nur helfen das es klick macht ,
ich hab schon einiges versucht , ob ruhig und sachlich bis laut und impulsiv , ich hab in in ruhe gelassen , ihn genervt .

kann gut sein das es irgendwas mit der schule zutun hat , seitdem ist er ja so ,
er ist mit mitte 30 bedeutent älter als die anderen und hat durch die entfernug auch nicht so ein anschluss zu seinen mitschülern . er ist der einzige der verheiratet ist und ein kind hat . er motzt auch öffters über seine mitschüler aber ändern möche er auch nichts .
keine ahnung ,
aber so können wir nicht weitermachen , wir gehen alle dran kaputt , und das misstrauen wird immer grösser .

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von Sina26 am 25.04.2005, 14:38 Uhr

Ich glaube nicht, dass da Reden noch großartig was bringt. Du weißt doch, wann Abhängige überhaupt erst wach werden! Nämlich dann, wenn sie fallen gelassen weren. Du bist doch Coabhängig und unterstützt im passiven Sinne seine Sucht, solange du bei ihm bleibst. Ziehe solange woanders hin und sag ihm, wenn er mit dir zusammensein möchte, soll er wieder eine Therapie machen. Gerade wenn du aus der Therapie kommst, weißt du doch, das dies der beste Weg ist um ihn wachzurütteln!

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@sina26

Antwort von Schwoba-Papa am 25.04.2005, 14:46 Uhr

mal angenommen er ist schlecht in der Schule und traut sich nicht es ihr zu sagen (aus Stolz) und setzt sich selbst so unter Druck, das ihm nur der Alk bleibt, soll sie ihn dann sitzen lassen ?

Da muß eine Aussprache her und Vertrauen ist dazu die Grundlage, die er wieder finden muß.

Grüßle

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@schwobi

Antwort von vallie am 25.04.2005, 14:49 Uhr

nur eine frage :
kennst du abhängige ???

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von kittyann am 25.04.2005, 15:13 Uhr

mir tat es damals gut ,
wenn jemand vertrautes da war, mit den ich reden konnte , bei den ich weinen konnte , der mich auch einfach mal stumm in den arm nahm,
es hat aber einige zeit gedauert bis ich mich wirklich öffnen konnte und am meisten tat es bei den weh die man lange kannte , eltern , geschwistern freunde , irgendwie wussten die vieles aber auch nicht alles ,
mit einen therapeuten kann man viel besser und einfacher reden als mit einen familien mitglied .
bei so einer therapie trifft man den therapuet erzählt ihn ein halbes jahr alles was einen mehr oder weniger auf der seele liegt und fertig ist .
ein therapeut schmerzt es selten was passiert ist , einen nahen bekannten / familie schon mehr .
ich denke das er irgendwas in sich hat und es nicht sagen kann aus angst mich zu verletzen .
klar könnte ich jetzt auch einfach tschüss sagen und gehen , wäre wahrscheinlich auch der einfachste weg und für alle verständlich .
aber ich kann es im moment einfach noch nicht ,wir haben soviel durchgemacht und geschaft , und solange keine harten sachen mit im spiel sind ist es noch irgendwie erträglich , obwohl mich das schweigen verzweifeln lässt .

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leider ja, besser wäre die Bezeichnung "kannte"

Antwort von Schwoba-Papa am 25.04.2005, 15:20 Uhr

sie ist inzwischen tot und ich war mit ihr 2x zusammen ! Ist aber schon 13 Jahre her !

Sie war Kokain-Abhängig und endete tragisch. Sie entzog erfolgreich und bekam ein Kind. Das Kind war 2 Jahre alt als sie (wahrscheinlich Spätfolgen) eine Hirnblutung bekam und zusammenbrach. Als ihre Mutter sie so fand, dachte diese sie wäre wieder drauf und ging !
Als sie dann später das Kind wieder brachte war sie tot !

Grüßle

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von Sina26 am 25.04.2005, 15:32 Uhr

Ich finde nicht das es der einfachste Weg ist, es ist der sinnvollste. jeder der sich mal näher damit auseinandergesetzt hat, weiß dass auch.
Und sie hat doch schon mit ihm geredet. Wieviel reden noch?
Meistens müssen abhängige ganz tief fallen um wieder wach werden zu können. Und dann kann sie für ihn da sein

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@schwobi und kittyann

Antwort von vallie am 25.04.2005, 15:55 Uhr

das ist natürlich tragisch.
dann hast du es ja mitbekommen, dass angehörige sehr wenig dazutun können, kittyann schreibt ja, dass es man sich leichter fremden gegenüber öffnet.
deswegen wir da nicht viel kommen....

kittyann, natürlich sollst du ihn nicht fallen lassen, aber löchern hilft nicht...
ich hab da leider auch kein patentrezept, aber du weißt ja, wie tief man fallen muss um sich wieder rauszuziehen....
vermutlich ist es die schule und der druck, bestehen zu müssen, aber was hilft das wissen darum, wenn ihn der alkohol oder was auch immer in den klauen hat ????

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Re: wer weiss rat , achtung lang

Antwort von elchkuh am 25.04.2005, 22:58 Uhr

Hallo,

ich finde Alkohol ist 'ne harte Sache. Du spielst es ja auch noch runter. Wo ist denn Deine Wut. Ich wäre wütend, weil das ganze Geld fehlt und er so unzugänglich ist. So benimmt sich kein gesunder Erwachsener und deshalb würde ich ihm dringend ans Herz legen Therapie oder Schluß mit der Beziehung. Er zieht Dich mit runter. Entschuldigungen kann man immer finden für's Saufen und in der Trinkhalle abhängen. Aber Erwachsen klingt das nicht.
Ich denke er schleppt irgendwas mit sich herum, was er wahrscheinlich selbst nicht weiß. Es kann ja auch im Unterbewußtsein ablaufen und da kannst Du ihm nicht helfen. Du brauchst doch auch Energie für Dich und die verpulverst Du zu sehr an ihn, indem Du Dich auf seine Aktivitäten fixierst.
Ich wünsch Dir Kraft und Energie das richtige zu tun, aber verliere Dich und Dein Kind nicht aus den Augen.
LG
Bianka

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Was hälst du von einer EHEBERATUNG???

Antwort von Finfant am 26.04.2005, 17:55 Uhr

Hallo!

Sag, könntest du dir keine Ehebratung vorstellen. Da sitzt man bei einem unbeteiligten Dritten, und glaub mir, man redet über Probleme die im Alltag "untergehen". Es ist zwar ein langer Weg, es wird Streit geben, Tränen, aber auch ganz ruhig gesprochen. Das "Diakonische Werk" bietet so was kostenlos an, man braucht nur anzurufen und bekommt einen Termin! Vielleicht wäre das eine Lösung, keine Ahnung!

Liebe Grüße und alles Gute und weiterhin viel Kraft, Andrea mit Kathrin und kl. Nadine

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