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Geschrieben von Steffi528 am 21.04.2004, 6:29 Uhr

Schwiegermutter-Alkohol - lang

Hallo Muffel

vieles ist schon gesagt worden zum Thema Alkohol.
Dein Mann kann nur sehr schwer auf das Thema Alkohol eingehen, weil er persönlich betroffen ist. Immerhin ist es seine Mutter, die trinkt. Es ist eine gewisse Art Befangenheit bei ihm, welche nachvollziehbar ist. Jedoch solltet ihr ernsthaft über dieses Thema sprechen und euch selbst einen klaren Weg suchen, wie ihr mit der Suchterkrankung der Schwiegermutter umgehen wollt. Auch Dein Mann muß sich dem Problem stellen und es nicht einfach wegpacken, denn daraus entstehen die Folgeprobleme (Co-Abhängigkeiten)
Zu Deiner Schwiegermutter: Alkoholiker müssen teilweise wirklich erst fallen. Meistens wachen sie am ehsten auf, wenn der Arbeitsplatz verloren wird oder der Führerschein oder sonst etwas gravierendes passiert. Deine Schwiegermutter hat leider nicht mehr so viel zu verlieren.
Weiß eigentlich ihr Hausarzt bescheid?
Es gibt in den größeren Städten Beratungsstellen auch für die Angehörigen. Vielleicht solltest Du Dich dahin wenden, denn eine persönliche Beratung ist immer besser, als via Internet.
Dein Kind wird noch nicht bewußt von der Suchterkrankung seiner Oma wissen, spürt aber, das da nicht alles in Ordnung ist, insbesondere durch Deine Reaktion, die verständlich ist.
So verknüpft sich das Netz um die suchtkranke Person immer weiter.
Ich weiß nicht, ob das Druckmittel "hör auf zu trinken, sonst siehst Du Deinen Enkel nicht mehr" funktioniert, denn weder Dein Mann noch Dein Kind werden dies in der jetzigen Situation emotional verstehen können.
Ich würde jedenfalls nicht mehr mein Kind mit der suchtkranken Person allein lassen und jeden Kontakt im betrunkenen Zustand vermeiden.
In Deiner Nähe gibt es sicher auch Selbsthilfegruppen und wenn Du Glück hast auch eine Gruppe für Angehörige. Dort kannst Du Dir auch Rat suchen.
Ich habe meine e-mail-Adresse beigelegt, Du kannst gern mailen.
Mein Vater ist sein 13 Jahren trocken und ich habe meine Dipl-Arbeit zu diesem Thema geschrieben. Emotional sehe ich das Thema mit einem gewissen Abstand, welcher hilfreicher ist, als die Wut.

Viele Grüße

Steffi

 
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