Dr. med. Wolfgang Paulus

Geissrautenkrauttropfen

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Frage:

1. Frage: Unser Sohn ist 5 Monate alt. Nun hatte ich eine gewissen Zeit zu wenig Milch und bekam von der Apotheke Geissrautenkrauttropfen um die Milchproduktion anzukurbeln. Nun habe ich aber gesehen, dass diese 50 % Alkohol enthalten. Man nimmt jeden Tag drei Mal 20 Tropfen in etwas Wasser. Geht da noch viel Alkohol ins Blut und ist dies schädlich, wenn ich stille? Ich habe dies über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen eingenommen.

2. Frage: Letzhin hat jemand mit Reinigungbenzin in unserer Wohnung etwas gereinigt und dann mit Cementit etwas geklebt. Es roch ziemlich stark in diesem Raum. Ich hielt mich ca. 5 Minuten darin auf. Ist dies ein Problem wenn ich stille? Gehen die Lösungsmittel beim einatmen in die Milch über? Nach dem lüften wars dann ok.

3. Frage: Darf man sich während der Stillzeit Strähnchen ins Haar machen lassen oder nimmt der Körper die "Bleichfarbe" auf?

4. In der Schwangerschaft musste ich Blutverdünnung spritzen, Clexane, ist dies für das Kind eigentlich schädlich?

Vielen Dank und liebe Grüsse

von manzanillo12 am 26.11.2010, 11:21 Uhr

 

Antwort auf:

Geissrautenkrauttropfen

1) Angesichts der geringen Alkoholmenge bei Einnahme der Tropfen besteht keine Gefahr für den Säugling.

2) Eine kurzfristige inhalative Exposition mit derartigen Lösungsmitteln führt nicht zu einer relevanten Belastung der Muttermilch.

3) Ein geringfügige Aufnahme der Haarfärbemittel über die Kopfhaut ist zwar nicht auszuschließen, doch ist das Ausmaß bei Strähnchen zu vernachlässigen.

4) Niedermolekulares Heparin (z. B. Clexane) passiert die Plazenta nicht. Bei vorschriftsmäßiger Dosierung wird das Ungeborene keineswegs beeinträchtigt.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 27.11.2010

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