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Geschrieben von InHeaven84 am 27.07.2017, 21:49 Uhr

Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Guten Abend zusammen! Mein Sohn, 1,5 Jahre, findet die Zahnbürste einfach nicht toll. Wir haben ihm nie die Zähne geputzt, wenn er es überhaupt nicht wollte, sondern bisher nur spielerisch versucht. Also nie gezwungen! Aber er rennt teilweise schon weg, wenn er die Bürste sieht oder presst die Lippen aufeinander, so komm ich nicht in den Mund. Ich freue mich schon, wenn wenigstens die Bürste überhaupt in den Mund kommt. Her mit euren ultimativen Tipps, wie ich die kleinen Beißerchen von meinem kopfschüttelnden Trotzkopf sauber bekomme&517;

 
25 Antworten:

Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von SabSi83 am 27.07.2017, 22:22 Uhr

Hey!

Mein Kleiner ist ca gleich alt und wir haben etwas wichtiges gemeinsam - zwingen war für mich nie eine Option. Er soll ja in Zukunft ein positives Verhältnis zu seiner Zahnbürste haben. Anfangs, als der 1. Zahn kam und er somit seine 1. Bürste, war er extrem aus dem Häuschen. Sobald er sie sah, ist er ausgeflippt und wollte sie unbedingt haben! Das lief dann auch eine Zeit lang gut. Irgendwann wurde die Sache aber komplizierter und ich musste tief in die Trickkiste greifen.

1. Die allseitsbekannte Handpuppe. Damit hatte ich Erfolg, wenn auch nur mäßig

2. Er darf mir währenddessen auch die Zähne putzen. Das ist mein Joker, wenn gar nix mehr geht und eine zeitlang ging es auch nur so

3. Eine elektrische Zahnbürste. Die Umstellung hat ein paar Tage gedauert aber mit viel Geduld hat er sie alzeptiert und er liebt sie!

4. Ablenken. Während dem Zähneputzen die Zahnpasta in die Hand drücken, wenns sein muss auch eine 2. oder 3. Tube. Oder er wühlt derweil in meinen Schminksachen

5. Er darf selber vorputzen, ich putze nach. Funktioniert oft, momentan ist er aber dann leicht abgelenkt. Er kann jetzt Türen öffnen und läuft mit der Zahnbürste rum, sobald ihn etwas anderes in den Bann zieht, ist die Zahnbürste uninteressant und wird fallengelassen

Man muss echt kreativ bleiben Prinzipiell fand ich die Umstellung auf die elektrische Bütste am hilfreichsten weil es einfach besser geht damit. Wenn er zb die Lippen aufeinanderpresst damit ich eine bestimmte Stelle nicht putzen kann, gehe ich davon aus, dass er zahnt und Beschwerden hat. Nach einnpaar Tagen legt sich das auch immer wieder.

So, ich hoffe es war etwas für euch dabei
Alles Liebe!

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von lilke am 27.07.2017, 23:03 Uhr

Entschuldigung aber nicht putzen, weil Kind nicht will war und ist für mich keine Option. Wenn er euch bei dem Thema jetzt schon so auf der Nase rumtanzt kannst du nicht erwarten, dass er das durch irgendwas plötzlich super toll findet und den Mund aufmacht. Da hättest du mE eher was unternehmen sollen, dann wäre es deutlich einfacher gewesen.

Bei uns wissen beide Kinder "wer Zähne hat, muss sie auch putzen". Klar, reiß ich meinem Kind den Mund nicht auf oder tue ihm weh, aber das Putzen ganz sein zu lassen, weil es dem Kind nicht gefällt, kam bei uns auch in den schlimmsten Zähneputzzeiten - und wir hatten auch heftige - nicht in Frage. Und wenn es nur für ein paar Sekunden war, geputzt wurde.

Der Große putzt mit 2,5 inzwischen übrigens gern und selbst Zähne (natürlich mit Nachputzen). Und auch der Kleine macht mit 1 Jahr den Mund zwar nicht gern aber trotzdem lang genug zum Putzen auf.

Du kannst eine elektrische Zahnbürste probieren, manche finden die so toll, dass sie dann gern putzen. Mein Großer mag seine nicht so richtig, weil sie "kitzelt" und an den Backenzähnen bekommt er förmlich Würgereiz. Deshalb weiß ich nicht, ob das für die Kleinen wirklich was ist, aber ich kenne andere Eltern, die bei ihren drauf schwören.

Selbst putzen lassen und dann nachputzen. Mit 1,5 werden sie selbständiger, wollen mehr selbst machen.

Und es muss natürlich fest im Abendritual enthalten sein. Bei uns kommt das Zähneputzen, dann trägt Papa die Kinder zum Bett und danach liest Mama noch was vor mit Kuscheln.

Unser Großer darf auch entscheiden, wer putzt, welche Zahnbürste ("laut" oder "leise"), darf beim Kauf auch mal Zahnpasta aussuchen. So hat er das Gefühl, dass es nicht vollständig aufgedrückt ist, sondern er tatsächlich involviert ist.

Wie gesagt... So wie das bei euch klingt, würde ich nicht drauf hoffen, dass demnächst mit irgend einer einzelnen Maßnahme zu ändern. Aber vielleicht klingt es ja schlimmer als es tatsächlich ist.

LG Lilly

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von miez.0 am 28.07.2017, 6:08 Uhr

Da unter schreibe ich mal ,
Wir machen es genau so
LG

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von Häsle am 28.07.2017, 7:42 Uhr

Ich dachte immer, meine Tochter wäre da schlimm. Sie schrie wie am Spieß, aber dadurch kam ich wenigstens an ihre Zähne ran. Nicht putzen kommt mE bei einem normal essenden Kind nicht länger als ein paar Tage in Frage.

Dann kam ihr Bruder, und der war noch viel schlimmer. Zeitweise musste ich meinen ganzen Körper einsetzen, um ihn am Boden festzuhalten, weil er sich wand wie ein Fisch. Das ging ein paar Monate so, dann wurde es plötzlich besser.

Wir haben alles probiert, was oben schon geschrieben wurde und von Anfang an wie empfohlen Zahnpflege betrieben. Trotzdem hatten beide Kinder diese Phase mit ca. 2 Jahren (da war Zähne putzen nur ein Teil des Spaßes). Vorher ging es mit etwas Gemaule.

Bei beiden war es plötzlich vorbei. Plötzlich nahmen sie die Auswahl an Zahnbürsten und Zahncremes an.
Die Große (11) putzt seitdem gerne und ausdauernd ihre Zähne. Ab und zu wurde gezickt, dann gab es Süßigkeiten- und Saft-Entzug (erst im Kindergartenalter).
Der Kleine (3) putzt erst vor, dann putze ich nach, während ich das "Feuerwehrmann Sam"-Lied singe (mehr geht nicht, aber das akzeptiert er ohne Probleme).
Er hört inzwischen auch die "Karius&Baktus"-CD an und die Große hat mit ihm zusammen ein Bild dazu gemalt. Das Verständnis setzt so langsam ein.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von InHeaven84 am 28.07.2017, 8:22 Uhr

Vielen Dank für die Tipps bisher. Ich werde einiges mal ausprobieren. Meinen Körper ,um ihm am Boden zu halten, werde ich auf gar keinen Fall einsetzten!

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von InHeaven84 am 28.07.2017, 8:26 Uhr

Die elektrische Zahnbürste haben wir auch ausprobiert, aber die kitzelt ihn tatsächlich sehr...Was er toll findet, wenn er meine Zahnbürste benutzten darf aber das soll ja nicht so gut sein wegen den Kariesbakertien und der scharfen Zahncreme oder?

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von Häsle am 28.07.2017, 8:38 Uhr

Ich hätte auch nie gedacht, dass das nötig sein könnte...

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von juli1307 am 28.07.2017, 9:45 Uhr

Mein Sohn(3,5) war in dem Alter genauso, teilweise gab es auch später immer mal wieder so Phasen, in denen er sich die Zähne partout nicht putzen lassen wollte.
Er hat geweint, die Lippen zusammen gepresst, sich von links nach rechts gedreht, ist weggelaufen.

Es ist anstrengend, keine Frage. Aber die Zähne deshalb nicht zu putzen, war nie eine Option. Dann musste er eben schreien und toben. So kam man wenigstens vernünftig an die Zähne ran.
Mittlerweile ist er 3,5 und das Zähneputzen klappt schon seit einiger Zeit ohne Probleme.

Ihm deine eigene Zahnbürste geben würde ich aber auf keinen Fall.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von mama-nika am 28.07.2017, 9:56 Uhr

Hallo

Wir haben die Kinder immer in einen Hochstuhl gesetzt, das Kind bekam die Bürste in die Hand und wir haben uns davor auf einen Stuhl gesetzt und uns die Zähne geputzt.
Irgendwann werden die Kinder neugierig und nagen an der Zahnbürste rum und wollten bei uns putzen und unsere selbst mal probieren(haben wir nicht erlaubt, jeder hat eine eigene Zahnbürste und nimmt nicht die des anderen in den Mund)

Es hilft auch, wenn man sich ne ganze Menge Zeit nimmt. Der Hochstuhl erleichtert das da, das Kind kann nicht wegflitzen und so hat man selbst auch mehr Ruhe, finde ich.

Dann haben wir selbst mal im Mund vom Kind geputzt und immer gelobt und begeistert gerufen, gelacht usw.

Und die Neugier siegte, sie lassen sich problemlos die Zähne putzen.

Von solchen Methoden wie festhalten und zwingen halte ich gar nix, das führt nur zu K(r)ämpfen.

Alles Liebe

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von niccolleen am 28.07.2017, 11:44 Uhr

Zaehne sind ein sehr hohes Gut des Menschen, Karies und Zahnpflege wird von den Milchzaehnen zu den zweiten Zaehnen direkt uebernommen, es wirkt sich ueberall im weiteren Leben, in der Gesundheit, im Arbeitsleben, etc. aus, ob man gute udn schoene Zaehne hat, oder schlechte.
Daher habe ich Zaehneputzen nie in die Dinge eingereiht, die man diskutieren und erschmeicheln kann. Das ist wie im Strassenverkehr, da gibts auch keine Diskussionen.
Die Wahlmoeglichkeiten bzw. Mitentscheidungsmoeglichkeiten, die ich geboten habe, waren: Soll ich oder der Papa dir jetzt die Zaehne putzen? Soll ich vor- oder nachputzen, willst du im Badezimmer oder im Schlafzimmer Zaehneputzen, willst du die Zahnbuerste oder die, willst du zuerst oben oder zuerst unten putzen, willst du selber Zahnpasta draufgeben oder ich? Willst du vor dem Umziehen oder nach dem Umziehen Zaehneputzen, und so weiter.
Wir haben auch immer nur 1x am Tag geputzt (am Abend vor dem Schlafengehen). Es hat bei beiden Kindern Zeiten gegeben, wo es nicht leicht war. Aber zu sehr hat sich das Theater nie ausgewachsen, eben weil das bei uns einfach kein Diskussionsthema war, und das verstehen Kinder sehr schnell, wenn es zu irgendwas einfach kein Spiel gibt. Genauso wie sich im Supermarkt auf den Boden werfen. DAs haben sie einmal ausprobiert, hat nichts gebracht, nichtmal besondere Aufmerksamkeit, Ende der Geschichte.
Ruhig bleiben und nicht nachgeben.

lg
niki

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von InHeaven84 am 28.07.2017, 13:37 Uhr

Vielen Dank für eure zahlreichen Tipps und Lösungsvorschläge! Ja natürlich möchte ich auch das er gute Zähne behält aber ich möchte mich auf nicht mit aller Gewalt auf ihn legen oder ihn festhalten, um ihm die Bürste in den Mund zu stecken. Ich werde es mal im Hochstuhl mit Ablenkung, Buch etc. versuchen. So klappt auch das Wickeln sehr gut. Mit einem 1,5 Jährigen zubesprechen, wann und wo er genau die Zähne geputzt haben möchte, geht logischerweise noch nicht!

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von faenny am 28.07.2017, 21:29 Uhr

Kenn ich nur zu gut :-(
Kreativ bleiben, (möglichst) ruhig bleiben, am Ball bleiben, aber keinen Kampf draus machen. Den kann man (meiner Meinung nach ohne mehr als grenzwertige körperliche Gewalt ) nicht gewinnen. DEN Tipp gibt es leider nicht. Was hier manchmal geht, wenn gar nichts geht ist so ein Fingerling.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von faenny am 28.07.2017, 21:40 Uhr

Niccolleen, jetzt muss ich doch mal nachfragen, was du tun würdest, wenn ein Kind den Mund schlicht nicht aufmacht und den Kopf wild hin und herdreht???? Wenn alle Tricks und Tipps nicht helfen. Auch bei uns ist zähneputzen nicht diskutabel. Trotzdem hat es manchmal schlicht nicht geklappt. Und ich stand vor der Wahl eben halt wirklich nicht putzen zu können - oder das Kind von Papa festhaltenzulassen und den Mund irgendwie aufzuhebeln.... Und das kann ja die Lösung nicht sein.
Mich kränken Antworten dieser Art immer ein bisschen. Es fühlt sich für mich so an, als ob es meine Schuld wäre, wenn es phasenweise katastrophal ist. Glaub mir, es ist wirklich eine beschissene Situation, wenn du genau um die Bedeutung des zähneputzen weist - es aber (ohne körperliche Gewalt) nicht klappt.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von chrpan am 28.07.2017, 22:59 Uhr

Ha, den Fingerling hatte ich zur Not auch, als mein erster Sohn sich noch massiv gegen das Zähneputzen gewehrt hat.
Körperliche Gewalt anwenden kam und kommt für mich nicht infrage. Lieber mit Witz, Schmäh, Ablenkung und auch so, wie Mama-Nika schreibt. Der Mundraum ist wie der Intimbereich für ein Kind.
Ja, klar, Zähne sind wichtig! Mein Mann und ich haben auch ernsthaft diskutiert, was wir eher riskieren: eine eventuelle Füllung oder Putzen mit Gewalt - beides macht ja auch was mit dem Kind.

Übrigens hat sich das Zähneputzen-Drama ausgewachsen und der Große putzt schon seit Jahren zweimal täglich elektrisch und wir putzen nach.

LG,
Chris

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von enanita am 29.07.2017, 9:11 Uhr

Du kannst ihm aber z.b. schon die Wahl zwischen zwei Zahnbürsten lassen. Oder ihn während des Umziehen etc. immer wieder fragen, ob die Zähne jetzt geputzt werden sollen. Vielleicht findet sich ja ein Zeitpunkt, zu dem er bereiter ist.
Beim zweiten Kind habe ich schon vor den Zähnen angefangen, die Kauleiste mit einem Fingerling zu massieren. Jetzt ist er 6 Monate, hat 2 Zähne und liebt Zähneputzen, auch mit normaler Bürste ;-) Das ist dann besonders schön, wenn die Große mal wieder nicht will. Ich hoffe mal, dass bleibt noch lange so.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von niccolleen am 30.07.2017, 10:39 Uhr

Hi,

naja bei uns hat das schon immer geklappt. Natuerlcih gab es oft genug Theater, aber ich hab es nie so weit kommen lassen, dass sich ein Kind total versperren muss. Dann bin ich halt mit schweren Geschuetzen aufgefahren, wie, "Dann wird aber sonst keine Zeit mehr fuer eine Gutenacht-Geschichte sein, wenn wir jetzt zu lange beim Zaehneputzen vertroedeln! oder solche Sachen. Also Gewalt anwenden musste ich nie, aber ich hab schon sehr manipulativ Ueberzeugungsarbeit geleistet.
Und ja, natuerlich geht das bei einem 1,5 jaehrigen Kind. Mit 1 hatte ich immer das Gefuehl, dass die Kinder nun praktisch alles verstehen. Ausser Kernphysik ;-)

lg
niki

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von niccolleen am 30.07.2017, 10:44 Uhr

Achso, was ich in wirklich verfahrenen Situationen schon selten aber doch gemacht habe, das koennte man wohl unter Zwingen einreihen:
Am Handgelenk sanft aber unnachgiebig festgehalten, waehrend ich davor gekniet bin, und halt versucht zu ueberzeugen, dass das wichtig ist, und dass sie vorher nicht wegkommt. Mit der Zahnbuerste hab ich natuerlich NICHT brutal rumgestochert, sondern halt gewartet, bis er oder sie eingesehen hat, dass man das besser schnell hinter sich bringt. Aber wie gesagt, ich hab das bei uns immer so klar ruebergebracht, weil mir das so wichtig war, dass die Kinder immer verstanden haben, dass da wenig Spielraum ist und es jeden Abend sein muss.
Bald haben sie auch selber putzen wollen, da hab ich dann halt immer nachgeputzt. Mein Sohn (6) kommt noch immer zu mir zum Nachputzen. Ganz freiwillig.

lg
niki

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von Amphibia am 30.07.2017, 14:46 Uhr

Ich unterschreibe ausnahmslos!

Hier wurde ab dem ersten Zahn morgens und abends geputzt. Seit ein paar Wochen ist das Zähne putzen bei meiner Tochter (fast 21 Monate) verhasst und wird jeden!!!! Morgen und Abend mit Gemecker..teilweise mit Geschrei begleitet. Ehrlich? Kratzt mich nicht. Ich singe Lieder, erzähle was spannendes, versuche eben abzulenken....aber geputzt wird....ja, auch unter Zwang! Bei diesem Thema lasse ich nicht mit mir diskutieren, habe als Erzieherin schon zu viele Kinder gesehen, die schon mit 3 Jahren Implantate im Mund hatten weil die Eltern da eben auch der Meinung waren: bloß nicht zwingen. Dann doch lieber 2 Minuten Geschrei

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von faenny am 30.07.2017, 21:42 Uhr

Jetzt muss ich aber etwas schmunzeln: schwere geschütze auffahren = keine gutenachtgeschichte.
Was meinst du genau mit, du hast es nie soweit kommen lassen, dass ein Kind sich total verweigern müssen?
Interessiert mich ehrlich!
Bei Sohn 1 wurde es irgendwann mit 2,5 oder so besser. Seither gelingt es mit Argumenten und ganz im Notfall mit "dann gibt es morgen nix süßes" wirklich immer. Davor gab es immer wieder Zeiten, in denen es extremste schwer war und manchmal einfach nicht möglich.
Genauso ist es jetzt mit Sohn 2. und ich warte sehnsüchtig darauf, dass es endlich besser wird.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von Häsle am 30.07.2017, 22:03 Uhr

Meine Große war an einfachen Tagen so, wie es hier als "schwierig" beschrieben wird.
Bei meinem Kleinen half überhaupt nichts. Er ließ und lässt sich zu nichts überreden, was er nicht will. Bei Dingen wie Essen, Schlafen, Toilette gehen etc. darf er sich gerne ausspinnen. Beim Zähne putzen, Anschnallen, im Straßenverkehr etc. nicht. Richtig schlimm war es aber nur beim Zähne putzen und Inhalieren, und zum Glück nur ein paar Wochen so extrem, dass man ihn festhalten musste.

Wenn er will, geht alles, wenn nicht, nichts.
Da hilft kein Überreden, Ablenken, Appellieren an die Vernunft, Belohnen, Bestrafen, Vorbild oder Psychodruck. Wir haben ein paar solcher Exemplare in der Familie, das ist kein Spaß. Man hofft immer nur, dass das Kind bei den wichtigen Themen von sich aus kooperiert und mit der Zeit "schlauer" wird (dumm sind sie nicht).

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von MeineGüte am 31.07.2017, 12:41 Uhr

Ich finde deine Einstellung gut!

Mein Sohn ist erst im 15. Monat aber das einzige was ich mache ist putzen.

Gegebenenfalls seine Lippen, bis er den Mund selbst öffnet.
Irgendwann geht der Mund eben auf.

Und ich habe extra Spielzeug für ihn, dass es NUR nach erfolgreicher Putzaktion gibt (4 Badetiere aus dem Rossmann. Krokodil, Robbe, Krabbe und Seestern).
Es wird geputzt, dann darf er sich eines aussuchen.
Das wird auch nach ein paar Minuten weggelegt von mir.
Bis jetzt klappt das *auf Holz klopf*.

Ach und ich habe Zahnpasta, die nach Erdbeere schmeckt für ihn.

Wir hatten auch schon Probleme mit dem Putzen, bis mir mal aufgefallen ist, wie dolle ich eigentlich aufdrücke.

Vielleicht ist es der TE auch garnicht so bewusst, dass sie zu stark aufdrückt?

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von niccolleen am 31.07.2017, 21:27 Uhr

Naja bei meinen Kindern war das schon eine furchtbare Drohung, keine Zeit mehr fuer die Gutenachtgeschichte :-) Bei deinen wird vielleicht was anderes Adaequates eine furchtbare Drohung sein, die einfach umsetzbar und fuer ein Kleinkind greifbar ist. Ich hab ja nicht als STrafe keine Gutenachtgeschichte angedroht, sondern erklaert, wenn sie so lange rumbrodeln wegen dem Zaehneputzen, das eben sein muss, dann wird die Zeit anderweitig knapp.

Und das habe ich auch gemeint, dass ich es nie so weit hab kommen lassen, dass sich ein Kind verweigert. In der oben genannten Situation zum Beispiel gibt es fuer ein Kind keinen Angriffspunkt fuer eine Trotzhaltung. Es trotzt dann gegen seinen eigenen Vorteil und fuegt mir keinen Schaden zu. Hat also gar keinen Grund, sich zu verweigern. Solche Situationen und Massnahmen hab ich eben immer gesucht und meist gefunden. Ich war und bin auch immer sehr kompromissbereit, ausser in einigen wenigen mir sehr wichtigen Situationen. Und das haben sie auch schnell kapiert. Da gibts kein Zaudern und kein Zappeln und kein Betteln und kein Trotzen oder bloed Spielen, wenn es z.B. darum geht, wie man eine STrasse ueberquert. Und zur not wird da wer am Unterarm festgehalten oder hochgehoben, und am anderen Ende nochmal kurz im Rahmen einer Standpauke mit Erklaerung und zugegebenermassen unfairen Horrorszenarien ("Schau mal das Kind im Rollstuhl da drueben, das hat vielleicht auch mal auf der STrasse rumgebloedelt!") die letzten 30 Sekunden besprochen. Und an diesem Punkt haben die Kinder einfach immer verstanden, dass nicht mal die Mutter WAEHREND der Strassenueberquerung Zeit und die MOeglichkeit hatte, sich mit einem Trotzspiel zu beschaeftigen, sondern erst nachher. Was auch der Situation einen gewissen Rahmen des Ausnahmezustands gegeben hat. Sowas merkt man sich nach spaetestens einigen wenigen Malen. Wer das Laufrad oder Fahrrad nicht ueber die Strasse schieben kann, zuegig und ohne bloedeln, der hat naechstes Mal kein Laufrad, wenn wir zum Park gehen. Und das sitzt einfach. Auch ein Kind hat dann sehr schnell verstanden, dass es mit dem Trotz nicht gegen mich sondern gegen sich selbst arbeitet. Und bei all dem bin ich aber nie persoenlich geworden. Es war mir sehr wichtig, dass ich nur die Handlung in Frage gestellt habe, nie aber die Person. Ich bin davon ueberzeugt, dass genau da auch ein wichtiger Knackpunkt liegt.

lg
niki

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von 1Babyunterwegs am 31.07.2017, 22:42 Uhr

Hallo, mein Sohn ist jetzt 20 Monate und wir hatten immer wieder mal das Problem das er eine Zeit lang einfach nicht putzen wollte! Teilweise bin ich eine halbe Stunde gesessen für 2x drüber streicheln mit der Bürste... aber in meiner Familie haben wir alle schlechte Zähne und ich hoffe das ich ihm so wenigstens so lange wie möglich Löcher,Karies u.s.w. ersparen kann! (Festhalten tu ich ihn nicht weil ich nicht will das er Zähneputzen mit "negativen Erlebnissen" oder mit MÜSSEN verbindet und später aufhört zu putzen sobald er es selbst entscheiden kann!)

Bis jetzt haben wir folgendes ausprobiert:

*Singen (hab sogar extra ein Lied dafür erfunden weil ich keines kannte)
*der Teddy hat ne eigene Zahnbürste und putzt mit
*Aaahhhh und Ooohhh vorgesagt und dabei die lustigsten Grimassen geschnitten damit er die Töne nachmacht (eher für jüngere Kinder) und dadurch den Mund automatisch auf
*er darf mir wärenddessen die Zähne putzen
*einen Doppelgänger meiner Zahnbürste gekauft und ihm damit die Zähne geputzt (meine war immer interessanter als seine)
*Handpuppe Krokodil... putzt zuerst selbst und dann dem Kind
*Elektrische Zähnbürste (da hatte er Angst davor)
*einen Spiegel hingestellt und von hinten geputzt damit er zuschauen kann
*er DARF (AUS)SPUCKEN in einen Becher
*er darf nachher die Zahnbürste selbst auswaschen (am Stockerl stehend) und ein bissi "Pritscheln"
*Buch wärend dem Zähneputzen anschauen

ABER der super "Trick" für UNSERE SITUATION kam mir durch Zufall:
Er liebt Bücher anschauen also habe ich ihn nach dem Essen im Hochstuhl sitzen lassen und hab ihn ein Bilderbuch aussuchen lassen (teilweise 10 stk. hochgehalten bis er "Ja" gesagt hat), habe es sichtbar auf den Tisch gestellt und habe ihm erklärt das wir das erst anschauen wenn er Zähnegeputzt hat! Jedes mal wenn er den Mund wieder zugemacht hat hab ich auf das Buch gezeigt und ihn nochmal daran erinnere und es klappt bis heute ganz gut! (Natürlich nehme ich mir nach jedem Zähneputzen noch min.10min. um das Bilderbuch ausführlich und wenn gewünscht auch 2-3× anzuschauen und durch zulesen)! Ich denke das könnte auch mit Spielzeugautos oder Puzzle oder was auch immer der Favorit deines Kindes ist klappen!

Vielleicht hilft dir der "Trick" auch... viel Glück das es bald besser wird!
Lg Martina

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von faenny am 01.08.2017, 9:37 Uhr

Das, was du so schreibst, funktioniert mittlerweile bei meinem großen - aber auch da nicht ganz immer. Vielleicht so, seit er 2,5 ist und in irgendeiner Form zugänglich für Argumente.
Davor war so was undenkbar.
Ich denke, dass es auch, aber nicht nur an dem liegt, wie man als Mama agiert, sondern auch am Charakter vom Kind. Aktuell beim kleinen (2) außer zähneputzen Thema: mit dem puky wutsch auf dem Gehweg fahren. Das war mit dem großen kaum ein Thema. Vielleicht 3,4 mal musste er absteigen, dann war klar, wie es läuft. Mit dem kleinen bin ich mittlerweile bei 100 mal +... Und es wird laaaangsam besser.

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Re: Zähneputzen........aaaarrrggg!!!

Antwort von niccolleen am 01.08.2017, 15:50 Uhr

Ja da hast du schon recht. Es ist sicherlich auch eine Charaktersache. Mein eines Kind ist wirklich sehr pflegeleicht und laesst sich viel sagen. Mein anderes ist das Gegenteil. Ich bin trotzdem mit meinem Weg bei diesen Dingen bei meinen Kindern gut gefahren. Dafuer komme ich an anderen Stellen gar nicht zurecht, normale Kommunikation mit meiner Tochter zum Beispiel...

lg
niki

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