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Geschrieben von Dame123 am 08.11.2019, 7:51 Uhr

Kind in Lebensgefahr gebracht

Hallo zusammen,
Schonmal im vorraus suche ich kein Mitleid sondern würde gerne eine Antwort bekommen.
Vor 2 Wochen hatte ich betrunken einen Autounfall mit meiner Tochter 15 Monate im Auto. Es wurde gott sei Dank niemand verletzt aber es ist ein Schock für mich so etwas getan zu haben zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht was ich tue bzw. Hab nicht drüber nach gedacht was passieren könnte. Habe mich in eine sucht Klinik überweisen lassen damit so etwas nie nie wieder passiert. Mein Mann steht immer noch hinter mir und ich tue alles dafür um verantwortungsvoller zu sein und um eine glückliche Familie zu werden.
Meine Frage an euch kann man das was ich getan habe irgendwann verzeihen?
LG

 
10 Antworten:

Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von weekend am 08.11.2019, 11:32 Uhr

Dein Kind wird sich nicht erinnern (und muss es vielleicht auch nie erfahren), sie muss also nichts verzeihen. Dass Dein Mann weiterhin hinter Dir steht ist für Dich sicherlich eine große Erleichterung. Ob er Dir verzeiht, kann natürlich nur er sagen. Ich denke, dass am Ende niemand verletzt wurde, hilft, und dass Du Deine Sucht behandeln lässt und trocken wirst, ist alles, was Du jetzt tun kannst.

Wenn es darum geht, Dir selbst zu verzeihen, denke ich brauchst Du auch professionelle Hilfe. Aber die wirst Du in der Suchtklinik sicherlich bekommen und da kannst Du natürlich auch das zur Sprache bringen. Konzentriere Dich auf Dich. Und auch wenn Du Dir das nicht verzeihen können solltest, gibt es Wege, mit der "Schuld" leben zu können. Gib Dir Zeit. Es ist nichts passiert und Deinem Kind geht es gut! Das ist das wichtigste.

Ich wünsche DIr alles Gute und viel Kraft bei der Bekämpfung Deiner Sucht.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von 3wildehühner am 08.11.2019, 11:42 Uhr

Sieh es so:
Es war natürlich verantwortungslos, aber du bist KRANK.
Du hast durch diesen Vorfall erkannt, dass du dringend Hilfe benötigst!
Und so hat dieses schlimme Ereignis auch eine positive Seite!
Betrachte es als Zeichen.
Ich finde es wirklich toll von dir, dass du jetzt so verantwortungsvoll bist und in eine Klinik zur Entgiftung und Therapie gehst.
Dein Mann ist ebenfalls toll, denn dass er dich unterstützt und hinter dir steht und an dich glaubt, ist nicht selbstverständlich!
Du schaffst das! Es wird harte Arbeit, aber du schaffst das!
Dein Kind muss dir nichts verzeihen, denn es ist ja glücklicherweise nichts passiert.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Lovie am 08.11.2019, 13:18 Uhr

Mitleid? Das wäre das letzte was ich dir entgegenbringen würde.
Wut schon eher.

Und nein ICH würde dir das nicht verzeihen.
Ob dein Mann es kann weiß ich nicht. Dein Kind wird sich nicht daran erinnern.
Ob du es kannst, keine Ahnung.


Alles Gute.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Nuritouri am 08.11.2019, 14:10 Uhr

Mitleid habe ich auch nicht , das ist sicherlich auch das letzte, was du jetzt brauchst.

Aber du kannst dir verzeihen, das musst du lernen und wird auch ein Teil deiner Therapie sein.

Vorwürfe bringen im Grunde auch nichts, du willst ja wieder gesund werden, für dein Kind und deinen Mann und vorallem dich selbst!

Was ich in jedem Fall machen würde, mir eine Selbsthilfegruppe suchen, wenn du aus der Klinik entlassen wirst. Im Anschluss eine Therapie ist auch wichtig!

Aber die Selbsthilfegruppe ist bei alkoholkranken wichtig, weil du dich mit anderen austauschen kannst - viele süchtige laufen Gefahr alles zu zerstören - wie man damit umgeht, wenn man dann trocken ist und bleiben möchte, können Dir am besten andere Betroffene sagen!

Die Sucht wird immer dein Wegbegleiter sein, auch wenn du trocken bist! Das musst du letztlich akzeptieren!
Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg - das wird jetzt eine schwere Zeit!

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Summer80 am 08.11.2019, 16:06 Uhr

Blöde Frage, aber warum willst du in eine Suchtklinik weil du betrunken Auto gefahren bist? Den Zusammenhang verstehe ich nicht... oder bist du generell Alkoholikerin und dieses Ereignis hat dir jetzt den Anstoß gegeben? Das sind schon zwei Paar Schuhe und dementsprechend unterschiedlich würde hier auch meine Antwort ausfallen. Daher frage ich.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Dame123 am 08.11.2019, 18:22 Uhr

Es fing bei mir mit dem Trinken nach der Ss an und es war meistens Abends Sekt. Dann wurde es mehr und immer ein auf und ab. Habe mal 1-2 Monate nichts getrunken und dann wieder für ein paar Tage immer ein hin und her

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Nuritouri am 08.11.2019, 19:28 Uhr

Wenn man betrunken ins Auto steigt und sein Kind somit in Lebensgefahr bringt, hat man eindeutig ein Problem.

Und es spielt auch keine Rolle, wie viel oder wie häufig man trinkt. Es gibt ja unterschiedliche Typen von Alkoholkranken.
Auf jeden Fall hat man die Kontrolle verloren und sollte das Problem lieber ernst nehmen, als es zu verharmlosen.

Allerdings glaube ich, dass du deine Therapie auch ambulant machen kannst.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Muschelnudel am 08.11.2019, 19:41 Uhr

Was du getan hast ist nicht zu rechtfertigen oder ähnliches. Aber ja, man kann natürlich verzeihen.
Insbesondere dann wenn du Verantwortung für dein handeln übernimmst und dir Hilfe suchst und dann auch dabei bleibst .

DU hast getrunken. Diese Entscheidung hast DU getroffen und dafür bist DU verantwortlich.
Nicht der Alkohol ist Schuld. . .. .Nicht eine schlimme Kindheit oder schwere Zeit oder was auch immer. . .
DU hast getrunken DU bist gefahren. PUNKT AUS.
Siehst du das auch ein, dann sehe ich kein Problem .
Fehler machen wir alle. Auch schwerwiegende.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von Johanna3 am 09.11.2019, 16:27 Uhr

Ich finde, ja. Du musst dir verzeihen. Es hilft niemanden, wenn du dir nun ewig Vorwürfe machst.

Eine Therapie ist bestimmt ein guter Anfang. Vielleicht tut es dir auch gut, eine höhere Summe an eine karitative Einrichtung zu spenden. Es gibt auch Menschen, die durch Schulklassen gehen - und mit ihren Erlebnisberichten von dem leichtsinnigen Verhalten unter Alkohol anderen helfen.

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Re: Kind in Lebensgefahr gebracht

Antwort von HolliPocket90 am 12.11.2019, 4:33 Uhr

Ich glaube zuerst mal musst du dir selbst verzeihen.

"Verzeihen, aber nicht vergessen".

Wenn du sagst, du brauchst den Entzug, dann mach den, rede mit einem Therapeuten oder mach Langzeittherapie. Finde mit Hilfe den Grund für das Trinken, denn das macht man ja nicht aus "Durst".

Dein Kind wird sich daran nicht erinnern. Rede ausführlich mit deinem Mann, du kennst ihn am besten. Am Ende musst/solltest du das alles in erster Linie für dich machen.
Wenn du mit dir wieder im reinen bist und deine Antworten hast, weißt du wo die Baustellen sind und kannst dann gezielter dran arbeiten, wohlwissend zum Schutze der ganzen Familie.

Dass nicht mehr passiert ist, kannst du unter "Schwein gehabt" verbuchen.

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