Dr. Almut Dorn

Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn

Psychologische Psychotherapeutin

Frau Dr. phil. Almut Dorn ist als Psychotherapeutin seit über 20 Jahren im Bereich der Gynäkologischen Psychosomatik tätig. Sie studierte Psychologie in Bielefeld, Paris und Mannheim. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Psychotherapeutin in der Gynäkologischen Psychosomatik des Universitätsklinikums Bonn leitete sie die Gynäkologische Psychosomatik im Endokrinologikum in Hamburg. Seit 2010 ist sie in eigener Privatpraxis in Hamburg tätig und ist neben der Patientenversorgung als Dozentin und Supervisorin tätig.

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Dr. Almut Dorn

Panik

Antwort von Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn, Psychologische Psychotherapeutin

Frage:

Sehr geehrte Frau Dorn
Derzeit bin ich in Kinder Wunsch für Baby Nr 3. Ich hatte zwei schöne Schwangerschaften und Geburten. Dann war ich überglücklich, im Februar positiv zu testen. Leider endete die Schwangerschaft in der 8. Woche während ich schwer an Influenza erkrankt war. Zwei Wochen später war der natürliche Abgang, schmerzlos und nur regelstark. Ich habe intensiv getrauert und das Kleine beerdigt.
Jetzt haben wir es wieder versucht und ich bin sicher es hat geklappt da ich jeden Tag stärkere Symptome merke. Heute nacht jedoch bekam ich schlimme panikatta ken mit Herzrasen, Bauchschmerzen, kaum geschlafen. Bin total zerschlagen und habe furchtbar viel Angst, dass die mögliche Schwangerschaft kaputt geht durch den Stress und ich daran schuld bin, weil ich die Ängste nicht im Griff habe. Die Stress hormone senken doch den progestetonspiegel. Ich habe jetzt sozusagen Angst vor der Angst. Wie komme ich möglichst schnell aus diesem Teufelskreis hinaus?
Vielen lieben Dank
Anni

von Ann-Kristin am 20.05.2020, 15:20 Uhr

 

Antwort auf:

Panik

Die Angst vor der Angst ist manchmal schlimmer, als die Angst selber. Die Panik entsteht dadurch, dass Sie denken, dass Sie keine Angst haben dürfen bzw. die Angst schädlich wäre. Aber nach einem Schwangerschaftsverlust sind Ängste normal, lassen Sie sie einfach zu im Sinne von Befürchtungen. Welche Schwangere auf der Welt kann schon 9 Monate nur fröhlich und unbeschwert sein? Nachvollziehbare Sorgen, Ängste, Traurigkeit und auch mal Ärger, Wut sollten auch empfunden und ausgedrückt werden dürfen. Bisher gibt es wissenschaftlich keine Hinweise darauf, dass Frauen mit Ängsten damit Fehlgeburten auslösen.

von Dr. Almut Dorn am 20.05.2020

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