Prof. Dr. med. Christoph H. Lohmann

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Kinderorthopäde

Prof. Dr. med. Christoph H. Lohmann ist als Orthopäde und Kinderorthopäde besonders spezialisiert mit der Behandlung von Babies und Kleinkindern. Eine besondere Erfahrung besteht in der Behandlung von Hüftdysplasien, Klumpfüßen, speziellen Bewegungsstörungen und anderen Fehlbildungen.

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Antwort von Prof. Dr. med. Christoph H. Lohmann

Guten Morgen Dr. Remus,

vielen Dank für Ihre sehr ausführlichen Antworten. Mit dem Thema Gips habe ich mich in der Zwischenzeit fast schon angefreundet.
Ich wollte Ihnen auf diesem Wege den neuesten Stand durchgeben.
Wie Sie bereits gemerkt habe, mache ich mir sehr viele Gedanken. Die ganze Zeit hatte ich einfach auch ein ungutes Gefühl, ob es sich bei der Hüfte meiner Tochter tatsächlich noch um eine (schlechte) 2er Hüfte handelt oder ob es "Messfehler" gab.
Daraufhin bin ich noch einmal zu einem Orthopäden, der speziell auch Säuglingshüften behandelt. Die Diagnose war vernichtend- die linke Hüfte war luxiert; Typ 3a nach Graf! Ein Schock für uns. Mein ungutes Gefühl hatte sich bestätigt.
Dieser Arzt entließ uns mit dem Hinweis, dass die Hüfte wohl nicht ganz zu retten sei, da unsere Tochter bereits 10 Wochen alt ist, aber dass nun dringend Schadensbekämpfung betrieben werden müsste. Der nächste Schock, der mich beinahe verzweifeln ließ!

In der Klinik konnte dann allerdings bedingt Entwarnung gegeben werden- die Hüfte war zwar luxiert konnte aber ohne weiteres manuell reponiert werden. Die Ärztin in der Klinik gab uns auch zu verstehen, dass die Hüfte sehr wohl zu retten sei und sie bei konsequenter Behandlung ganz ausheilen kann. Sie meinte, dass dies zwar durchaus ein halbes Jahr dauern könne, aber es sei noch nichts verloren.
Die Ärztin legte meiner Tochter nach dem Einrenken die Tübinger Schiene an. Diese soll sie zunächst 4 Wochen 24 h am Tag tragen. Baden dürfen wir nicht und auch zum Umziehen und Wickeln dürfen wir sie nicht abnehmen. Daran halten wir uns auch konsequent.
Auf meine Frage hin, warum sie nicht die Pavlik-Bandage nimmt, gab sie mir leider keine Antwort.

Wir diskutierten auch darüber, ob es nicht sinnvoller sei einen Fettweisgips anzulegen. Die Ärztin war jedoch der Meinung, dass wir im Zweifelsfall unserer Tochter 2 Narkosen ersparen würden, wenn wir es erst mal mit der Tübinger Schiene probieren würden. Außer Zeit würden wir nichts verlieren. Außerdem stünden die Chancen, dass es mit der Schiene klappt bei deutlich mehr als 50%, so dass es der Versuch wert wäre.
Ich habe mich damit erst einmal abspeisen lassen. Sie bat mich ihr zu vertrauen (und Sie wissen, dass mir das sehr schwer fällt)

Jetzt kommen mir jedoch schon wieder Zweifel, ob ich mich richtig verhalten habe und würde gern Ihre Meinung hören.
Ich lese immer wieder, dass die Tübinger Schiene eigentlich nur zum Nachreifen benutzt wird.
An diesem Punkt sind wir doch noch gar nicht, oder? Die Hüfte muss doch zunächst einmal stabil werden oder ist sie durch das manuelle Einrenken automatisch wieder stabil geworden?
Kann ich bei der Schienenkontrolle nach 2 Wochen darauf bestehen noch einmal einen UItraschall zu machen oder ist das nicht sinnvoll, da sich in 2 Wochen nicht wirklich viel entwickelt?
Wäre die Pavlik-Bandage eine Alternative oder wird diese von den Kindern nicht so sehr akzeptiert (mit der Tübinger Schiene hat meine Tochter Gott sei Dank keine Probleme. Sie hat sie binnen 48 h akzeptiert)
Aber: hat meine Tochter in der Tübinger Schiene nicht zu viel Spielraum? Mit den Unterschenkeln kann sie nämlich ganz schön strampeln.
Ich habe einfach nur Angst, dass die Hüfte wieder luxiert und dann vielleicht nicht mehr manuell einrenkbar ist und sie dann gestreckt werden muss...

Über Ihre Stellungnahme würde ich mich sehr freuen!

MfG

Gerberablume

von Gerberablume am 24.01.2011, 10:49 Uhr

 
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