Chronisch kranke und behinderte Kinder

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Geschrieben von S_A_M am 18.10.2004, 12:54 Uhr

was ist typisch Down-Syndrom?

Es ist auf jeden Fall richtig, dass die Spannbereite der Fähigkeiten, die ein Mensch mit DS erlernen bzw. besitzen kann sehr, sehr groß ist. Sie reicht im kognitiven Bereich z.B. von hochgradig schwerbehindert bis Lernbehinderung, im Bereich Motrorik von Rolstuhlnutzer bis TeilnehmerIn beim Sportfestivals.

Aber man muss mal ganz klar sagen:

Es ist NICHT typisch Down-Syndrom, dass betroffe Menschen mit laufen lernen!

Es ist NICHT typisch Down-Syndrom, dass betroffene Menschen micht sprechen lernen!

Es ist NICHT typisch Down-Syndrom, dass beroffene Menschen eine autistische Störung entwicklen!

Es ist NICHT typisch Down-Syndrom, dass betroffene Menschen im Erwachsenenalter noch Windeln tragen!

Es ist NICHT typisch Down-Syndom, dass die betroffenen Menschen auto- und fremdaggressiv sind!

Es ist heutzutage in Deutschland NICHT mehr typisch Down-Syndrom, dass betroffene Menschen im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter sterben!

Es ist NICHT typisch Down-Syndrom, dass betroffene Menschen nicht lesen und schreiben lernen zu können!



Das alles KANN vorkommen, ebenso wie es bei jedem völlig nichtbehindert geborenen Kind vorkommen kann. Aber wie bei keinem Menschen, der einen üblichen Chromosomensatz hat, kann man das bei Menschen mit Down-Syndrom in irgendeiner Weise vorhersagen. Nicht einmal, wenn ein Herzfehler diagnostiziert wird.

Wenn mir ältere Menschen mit Trisomie 21 begegnen (ab 40 aufwärts), können sie in den meisten Fällen tatsächlich nicht lesen, schreiben und rechnen, haben oft eine katastrophale Aussprache und sind motorisch oft sehr ungeschickt und unsicher.

Und das ist meienr Ansicht nach in erster Linie auf ihre Behinderung zurück zu führen, sondern darauf, das man zu ihrer Kinderzeit noch nicht besonders viel von Förderung wusste bzw. dies nicht für nötig gehalten hat, weil man sie - wie schon gesagt wurde - noch vor wenigen Jahrzehntennicht für förderungswürdig hielt. Man war froh, wenn sie kleine Tätigkeiten ausführen konnten wie z.B. bei der Ernte helfen oder im Stall und sich ansonsten unauffällig verhielten.
Und das war einmal und ist zumindest in Deutschlang nicht mehr. Zum Glück! Heute kann man Menschen mit Down-Syndrom kellnern sehen oder im Supermart arbeiten. Man sieht sie imer öfter in TV- und Kinofilmen und auf der Theaterbühne. Heute wird ihnen etwas zugetraut und heute bemüht man sich um sie.

Und wie überall gibt es Ausnahmen, aber wer sich intensiv und über längere Ziet mit dem Thema Trisomie 21 beschäftigt, wird ganz schnell merken, dass die Ausnahmen NICHT typisch Down-Syndrom sind. Gleich vom Schlimmsten auszugehen, ist leicht, aber nach den Zahlen zu gehen, ist realistisch :-)

Nachfragen sicher erwünscht: Down-Syndrom Mailingliste: Kostenlos und unverbindlich bekommt man Kontakt zu Familien, die ein oder mehrere Kinder mit Down-Syndrom haben. Zur Zeit sind glaube ich mehr als 450 Mitglieder in der Liste: http://www.down-syndrom.de
Wenn das kein guter Querschnitt ist :o)

Ansonsten:

http://www.ds-inbfo-center.de zum persönlichen kennen lernen. Man kann sich sicher auch Kontakt zu sehr schwer beeinträchtigen Kindern vermitteln lassen.

 
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