Chronisch kranke und behinderte Kinder

Hilfe für chronisch kranke und behinderte Kinder

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Geschrieben von S_A_M am 23.01.2005, 12:34 Uhr

Schwerbehindertenausweis Frühchen / Links & Infos

Liebe Melanie,

vielleicht helfen dir diese Infos schon mal ein Stückchen weiter?

Alles Liebe und Gute für dich und dein Kleinchen!!
Sabine


http://www.fruehchen-netz.de (mit Forum zum Austausch)

Das Frühchen-Netz ist ein Portal für die Angehörigen frühgeborener Kinder ("Frühchen") und für interessierte Berufsgruppen. Mit Informationen, die gemeinsam gesammelt wurden. Diese Seiten sollen die Vernetzung der Betroffenen erleichtern, sowie Informationen und Angebote bündeln und überschaubar machen. Es ist hier üblich, sich zu duzen. Die Anonymität bleibt gewahrt. An diesem Portal wird (auch mit Hilfe der Leser) ständig gearbeitet, daher wird es wohl immer unvollständig bleiben!



Der Schwerbehindertenausweis

Wann kann ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden?

Sobald sich bei einem Kind eine chronische Krankheit oder bleibende Behinderung abzeichnet, kann ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden.

Er ist Voraussetzung dafür, bestimmte finanzielle Vorteile und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen zu können.

Ausgedrückt wird die Schwere der Einschränkung im Grad der Behinderung (GdB) und zwar von 10 – 100%. Beträgt der GdB mindestens 50%, liegt eine Schwerbehinderung vor. Welche Nachteilsausgleiche in Anspruch genommen werden können, hängt zum einen vom Grad der Behinderung ab und zum anderen von zusätzlich gewährten Merkzeichen.

Welche Merkzeichen gibt es und was bedeuten sie

G = der Behinderte ist in seiner Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr

erheblich eingeschränkt oder gehbehindert.

aG = außergewöhnlich gehbehindert

Bl = blind

B = ständige Begleitung ist erforderlich

H = hilflos

RF = Erfüllung der gesundheitlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht oder für die Ermäßigung beim Telefonanschluss

Daraus ergeben sich folgende Nachteilsausgleiche:

Die Steuerermäßigung ist gestaffelt je nach GdB und beträgt bei 30% 310 Euro, bei 100% 1.420 Euro Pauschbetrag pro Jahr (d.h. diese Summe muss nicht versteuert werden). Beim Merkzeichen H ist die Höhe des Pauschbetrags 3.700 Euro. Die Beträge können entweder bei der Steuererklärung geltend gemacht oder in die Lohnsteuerkarte eingetragen werden.

Mit aG oder Bl kann man bei den KFZ-Zulassungsstellen eine Parkplakette erhalten, mit der auf Behindertenparkplätzen geparkt werden darf sowie bei Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung.

Das B berechtigt eine Begleitperson des Behinderten dazu, in ganz Deutschland öffentliche Verkehrsmittel unentgeltlich zu nutzen.

Mit G, aG oder H kann die KFZ-Steuer ermäßigt oder erlassen werden, wenn der Halter des Autos der Behinderte ist (was auch bei Kindern möglich ist). Oder es können 3.000 (bei G) oder 15.000 (bei aG) gefahrene Kilometer pro Jahr ohne Einzelnachweis von der Steuer abgesetzt werden.

Behinderte mit G oder aG im Ausweis können für den Nahverkehr für 60.- Euro im Jahr eine Wertmarke erhalten, mit der 50 km rund um den Wohnort die öffentlichen Verkehrsmittel unentgeltlich benutzt werden können. Beim H kostet die Wertmarke nichts.

Das Merkzeichen RF wird Kindern nur in Ausnahmefällen zuerteilt, und dann auch nur zur Ermäßigung der Telefon-Grundgebühr.

Dies sind die wichtigsten Vorteile einer Familie durch den Schwerbehindertenausweis eines Kindes. Für ausführliche, gut verständliche Informationen kann das Buch „Nachteilsausgleiche für Schwerbehinderte“ kostenlos bei den Hauptfürsorgestellen der einzelnen Bundesländer angefordert werden. (Für Baden: Landeswohlfahrtsverband Baden, Hauptfürsorgestelle, Ernst-Frey-Str. 9, 76135 Karlsruhe, Tel. 0721/8107-219)

Wo wird der Antrag für einen Ausweis gestellt?

Der Antrag kann gestellt werden entweder direkt beim zuständigen Versorgungsamt oder über die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung des Wohnorts. Es empfiehlt sich, dem Antrag bereits vorhandene Unterlagen über die Behinderung beizufügen (z.B. Arztbriefe). Ansonsten fordert das Versorgungsamt von den im Antrag aufgeführten Ärzten und Kliniken Unterlagen an.

Ein Ausweis wird für zwei bis fünf Jahre ausgestellt und kann danach verlängert werden.

Quelle: http://www.dasfruehchen.de/Sozialrechtliches/Schwerbehindertenausweis/schwerbehindertenausweis.html

 
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