Chronisch kranke und behinderte Kinder

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Geschrieben von Benedikte am 25.06.2004, 16:03 Uhr

Re:Ausfluss des vergütungssystems

Ich kann Deinen Ärger verstehen,aber ich kann auch den Arzt verstehen.Jeder weiss, dass Ärzte von den Krankenkassen in Punkten bezahlt werden und diese Punkte werden pro Patientenkopf verteilt, hängen aber nicht direkt mit dem aufwand zusammen, den ein Patient macht.Ein behindertes Kind mit einer seltenen Krankheit ist extrem aufwändig- alleine was man dann so recherchieren muss als arzt kostet Zeit ohne Ende- wenn man es vernünftig macht. Und wenn man das ganze nicht mal ordentlich bezahlt kriegt, so dass man seine Praxis finanzieren kann und seinen Lebensunterhalt, dann führt das dazu, dass aufwändige Patienten eben abgewiesen werden.Ich finde das auch schrecklich- aber da darf man sich nicht nur über den Ärzt ärgern, sondern muss sich auch über die Ursache dieses verhaltens ärgern, über das Vergütungssystem.Oder wie mal ein Arzt gesagt hat: Das vergütungssystem führ dazu, dass man zumindest bei Kassenpatenten nur bei gesunden Patienten auf seine Kosten kommt, ein Kranker aber, der jede Woche auf der Matte steht, existenzgefährdend sei.
Und- auch das hört sich brutal an- aber ist es nicht besser, er legt die Karten auf den Tisch und Du hast Gelegenheit, Dir einen gut qualifizierten Arzt zu suchen, der vielleicht mehrere solcher Kinder hat?Wir hatten auch mal einen Kinderarzt, der für unsern gesunden Jungen völlig in Ordnung war, aber für unser Extremfrühchen völlig falsch.Er nahm sich nie groß Zeit, berücksichtige nie die Probleme der Frühgeburt, kreuzte immer Entwicklungsverzögerungen an und brummte" Wir schon, wird schon".- Wir haben uns dann eine neue Kinderärztin gesucht, die sich sehr viel Mühe mit ihm gab- aber sie konnte für die Untersuchungen nur das gleiche berechnen wie der alte Arzt, hatte aber immer ein mehrfaches der Zeit investiert. Und die hat ihr keiner gezahlt. Mit meinem Beratungsbedarf sass ich manchmal kanppe Stunden, immer aber 20 Minuten da- was amche ich, wie geht, etc.pp. Für eine Beratungsgeühr, mit 2,3fachem Satz weniger als 20 DM seinerzeit. Und davon musste sie die Praxismiete löhnen, ihre Helferinnen zahlen, die Putzfrauen,Telefon, Steuerberater-von ihr selbst ganz zu schweigen. Nohcmal- ich verstehe Deinen Ärger- aber das liegt nicht in erster linie an der Boshaftigkeit der Ärzte, sondern an der Vergütungsstuktur.

Benedikte

 
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