MeM87
Hallo zusammen, Mein Sohn wird jetzt 2,5 Jahre alt und hat schon viel gesprochen. Es kamen schon längere Sätze und jeden Tag neue Wörter hinzu. Vor 6 Tagen hat er ganz plötzlich angefangen zu stottern. Zuerst hat er angefangen erste Buchstaben eines Wortes zu wiederholen, wie i i i ich usw. und mittlerweile wiederholt er sehr oft Endungen von Wörtern auch mitten in Sätzen oder mitten in langen Wörtern (z.B. "ch"). Manchmal bei jedem zweiten Wort. Er merkt es auch selber und hält sich dabei oft die Hand vor den Mund oder hört bei ganz langen Hängern auf zu sprechen. Es ist wirklich herzzerreißend das zu sehen, aber wir versuchen uns nichts anmerken zu lassen. Die Kinderärztin hat gesagt, dass wir abwarten sollen und jetzt auch nichts weiter untersucht werden würde, weil er keine weiteren Auffälligkeiten hat. Nachdem ich ihr gesagt habe, dass ich auch bei einer Logopädin angerufen habe, hat die Ärztin direkt gesagt, dass ich mit ihr auf eigene Rechnung sprechen müsste und noch niemand eine Diagnose stellen würde und eine Therapie sowieso erst ab einem Alter von 5 Jahren gemacht werden würde. Soweit ich mich informiert habe stimmt diese Aussage einfach nicht und eine frühere Therapie hätte viel bessere Chancen. Ich weiß, es ist noch zu früh, aber meinen Erfahrungen zufolge kann ich mich nicht darauf verlassen, dass es einfach wieder verschwindet. Ich brauche einen Plan, nur leider ist meine Ärztin anscheinend die falsche Ansprechpartnerin. Habt ihr vielleicht auch Erfahrungen? Wann habt ihr mit Therapie angefangen, oder gibt es noch sinnvolle Untersuchungen? Vor allem mache ich mir Sorgen weil er es jetzt schon selber merkt und darunter leidet :(
In dem Alter ist stottern nicht ungewöhnlich und eure Kinderärztin hat Recht das man erst mal abwartet weil es meistens von alleine verschwindet
Sinnvoll kann einfach sein, viel zu singen! Das überlistet oft die Angst und die Melodie hilft, die Wiederholungen wegzulassen! Wenn es noch dazu mit Bewegungsspielen oder Klatschen verbunden ist, umso besser. Versuch nicht Deine Angst auf Dein Kind zu übertragen. Er merkt es nicht selbst, sondern er bemerkt Deine erschrockene Reaktion und spiegelt das dann. Spielt mit Wörtern, Sprache und vor allem, verliert nicht den Spaß an Kommunikation! Ich hatte mit meiner Klassenkameradin in der ersten Klasse sogar eine Geheimsprache mit unendlichen Wiederholungen etabliert. Ichichlefich fandhandlefand dashaslefas totototal wihitziglich... Liebe Grüße, Marén
Nächster Schritt könnte HNO-Arzt sein. Dieser könnte auch das Rezept zur Logopädie ausstellen. Ihre Kinderärztin verweigert zurzeit das Rezept. Vielleicht ändert sich das wenn es um ein Folgerezept geht. Logopädie mit 2,5 Jahren ist möglich. Achten sie darauf, dass die Logopädin für unter 3jährige ausgebildet ist. Das kann Voraussetzung sein, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Bleiben sie hartnäckig. Es kann zum Vorteil sein wenn ihr Kind jetzt Logopädie bekommt umd dadurch sprachlich gefördert wird. Lassen sie sich nicht einreden, dass das erst ab 5 Jahre geht. Ich kenne ein Kind, dass hat mit 2 Jahren erstmals Logopädie bekommen. Es hat sehr viel gebracht. Nach 30 Sitzungen wurde eine Pause von mindestens 6 Wochen eingelegt (es können auch Monate sein). Das Kind hatte 3×30 Sitzungen. Anfangs bei einer Logopädin welche auf unter 3jährige spezialisiert ist. Später (nach der 1. Pause) fand ein Wechsel in der Praxis statt. Trotz anfänglicher Zweifel, ob das gut fürs Kind ist, kann im Nachhinein gesagt werden, dass das Kind davon profitiert hat. Mithilfe der Logopädie lernte es zu sprechen. Das 1. Rezept (10 Sitzungen) stelte der HNO-Arzt aus. Allerdings musste das sehr gefordert werden, sonst hätte er es nicht gemacht. Zwei weitere der Kinderarzt. Das 4. (nach Pause) wieder HNO-Arzt. Da allerdings ohne Probleme.
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