Chronisch kranke und behinderte Kinder

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Geschrieben von Tini mit Charlotte am 20.02.2003, 11:00 Uhr

Nochmal DS

Auch ich nochmal zu DS.

Mein Onkel Jürgen (1943 - 2002)war down-geschädigt. Er hatte keine Partnerin oder Lebensgefährtin. Er wohnte (fast zeitlebens bei seinen Eltern in Ludwigsfelde). Sein Vater starb in 1993 und seine Mutter 1999. Es war für beide zeitlebens schwierig mit dieser Situation umzugehen. Und der Gedanke von Oma Edith war nur, was denn aus Jürgen jetzt werden würde.

Auch wenn Behinderte durchaus ein RECHT auf Auslebung ihrer Sexualität haben, stößt dieses Recht dort an Grenzen, wo andere das Recht haben, zu wählen, keine Sexualität auszuleben. Und das frustriert denjenigen, der es ausleben möchte. Onkel Jürgen war sicherlich zeitlebens ein "netter" Kerl ... aber niemand, der sich einen Partner frei wählen konnte. Damit is seelischer Schmerz verbunden. Es tut den Familienangehörigen weh, dies mitzuerleben, aber ändern können sie es nicht.

Für mich steht jedenfalls fest, daß ich meinem Kind eine solche Zukunft ersparen möchte. Ich finde das nicht schlimm und ich denke, daß eine Entscheidung für ein behindertes Kind wohl durchdacht sein sollte. Ich würde mich bewußt nie dafür entscheiden. Aber wenn meinem Kind etwas zustößt oder später erkannt würde, dann nimmt man das halt mit. Das Kind (den Menschen) liebt man dann immer noch, aber wenn ich mich in der Frühschwangerschaft noch anders entscheiden kann, dann werde ich es tun. Keine Frage.

Kristin

 
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