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Geschrieben von MeinSonnenschein am 30.06.2005, 20:57 Uhr

Kiss-Syndrom (lang)

Hallöchen,

ich war heute mit meinem Sohn bei einem Orthopäden, der sich auf das Kiss-Syndrom spezialisiert hat. Ich wurde von mehreren Ärzten "ausgelacht", weil ich den platten Hinterkopf meines Kindes untersucht haben wollte. Ich habe immer nur zur Antwort bekommen: Das verwächst sich mit der Zeit. Und: Wenn man etwas liest hat das Kind es auch gleich.
Dann habe ich eine Ärztin gefunden, die mir zugehört hat und mir eine Überweisung ausgestellt hat ( Wäre aber auch ohne hingegangen!)
Nun, und heute war ich nun hin. Dieser Arzt macht das mit dem KISS-Syndrom schon über 10 Jahre und er hat einen sehr kompetenten Eindruck auf mich gemacht. Ich bin ja erst auf das KISS-Syndrom gebracht worden, weil mir 5-fachmama die Seite: www.kiss-kid.de empfohlen hat. Sonst wäre ich vielleicht nie drauf gekommen, dass es sich um eine Wirbelsäulenerkrankung handelt. ALSO: VIELEN,VIELEN DANK AN 5-FACHMAMA!!!Ich hoffe du liest das hier.
Wir mußten zwar ca. 100km fahren, aber für meinen kleinen Spatz wäre ich bis ans Ende der Welt gefahren, wenns was gebracht hätte. Wir sind da also ins Sprechzimmer und der Arzt hat die Bewegung seines Kopfes und seine Körperbewegung getestet und siehe da, der Mamainstinkt hat recht gehabt und es war tatsächlich KISS-Syndrom. Jan war auf der gesamten linken Seite in seiner Bewegung eingeschränkt, was man als Laie vielleicht gar nicht gemerkt hätte. Ich hatte einen Not-Kaiserschnitt und das hat wohl das ganze ausgelöst. Dann wurde er geröntgt. Es muß noch eine zweite Person mitkommen, weil man zu zweit festhalten muß. Danach kam der Arzt wieder ins Zimmer und hat zwei Punkte am Kopf ertastet. Nach einigen Sekunden, in denen er auf diese Punkte gedrückt hatte und mein Sohn fürchterlich zu weinen anfing, hat er ihn auf den Bauch gelegt, hat an seinem Bein gezogen und an der Wirbelsäule gedrückt, wobei es beide Male geknackt hatte. Danach hat er getestet, ob Jan noch Einschränkungen hat und siehe da, er konnte sich einwandfrei bewegen.
Allerdings bin ich von dem Arzt ermahnt wurden. Ich darf ihn nicht mehr tragen mit der einen Hand unter dem Po, sondern muß ihn quasi "baumeln" lassen. Am besten über die Schulter. Er darf nicht mehr sitzen und stehen, es sei denn er macht es von ganz alleine. Er meinte, dass das Krabbeln noch wichtiger ist als das Laufen und er soll das ersteinmal richtig beherrschen. Meinen Babyhopser soll ich einstampfen lassen und in die Wippe darf er auch nicht mehr. Nur noch auf eine Decke auf der Erde. Das würde aber auch auf alle anderen Babys zutreffen.
Ich war hinterher in einem Baby-Geschäft, weil ich von einer Schaukel gehört habe, in der die Babys auf dem Bauch liegen. Den wollte ich mir ansehen. Die Verkäuferin kannte so etwas nicht und meinte für was das gut sein sollte. Ich erklärte ihr, das es wegen dem Rücken gut wäre, da hat sie mich ganz entgeistert angesehen, als ob sie sagen wollte-na und?
Ich rufe euch hiermit nochmal auf: Riskiert keine Rückenschäden bei euern Kindern. Viele Kinderärzte verharmlosen die ganze Sache mit dem Rücken, aber der kleine Rücken muß noch im Laufe seines Lebens eine Menge aushalten.
Ich bin aufgewacht und vermeide jetzt diesen ganzen Krempel, der angeblich für Babys so gut sein soll. Klar war es anders angenehmer, aber meinem Kind zuliebe mache ich es mir gerne etwas unbequemer.
Also bis dann und wenn ihr bemerkt, das euer Kind einen platten Hinterkopf hat oder sich immer nach hinten wirft oder immer wieder die gleiche Lieblingsseite zum Schlafen hat schaut doch mal auf www.kiss-kid.de nach. Uns hat es eine Menge Ärger und Schmerzen für die Zukunft erspart.

Danke fürs lesen

Mama von Jan

 
1 Antwort:

Re: Kiss-Syndrom (lang)

Antwort von Marina+Hendrik am 01.07.2005, 10:52 Uhr

Hallo,
der Beitrag hätte von mir sein können, so von ziemlich genau drei Jahren. Heute habe ich einen quitschfiedelen Jungen, drei Jahre, drei Monate, der eine sehr schöne Kopfform hat und ohne Stützräder Fahrrad fahren kann.
Hätte ich auf die Kinderärzte gehört, mit dem ewigen "das verwächst sich....", hätte er eine platte Kopfseite und vermutlich Wahnehmungsstörungen und Gleichgewichtsprobleme.
Ich bin so froh, damals meinem Instinkt bis nach Dortmund zu Dr. Biedermann, der mittlerweile in Köln ist, gefolgt zu sein. Nach fünf Minuten Behandlungen und einem Rezept für ein paar Monate Krankengymnastik (war ein extremer Fall), waren so viele Probleme gelöst.
Ich kenne auch einige Mütter, die immernoch darauf warten, dass sich so einiges verwächst. Aber irgendwann ist der Zug halt abgefahren. Viele Kinderärzte, die ich kennengelernt habe, handeln im höchsten Maße arrogant und verantwortungslos, nur weil sie gewisse Dinge einfach in ihrem Kopf nicht ändern können und Geschäftemacherei dahinter vermuten.
Der Erfolg gibt uns aber recht!
Liebe Grüße an Euch und alles Gute!
Marina

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