Chronisch kranke und behinderte Kinder

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Geschrieben von Rio am 22.01.2005, 19:49 Uhr

dir die Hand reich...m.T.

Hallo,

eines unserer Kinder hat Neurodermitis und (sehr leichtes) Asthma - oder ist es noch als obstruktive Bronchitis einzustufen? - die Ärzte sagen, die Unterschide seien nur graduell.

Und wir haben einen Hund.

Meine Tochter wurde auf alles mögliche getestet (Blut, nicht diese unzuverlässigen Prick-Tests). Sie ist gegen viele Sachen allergisch. Unter anderm hatte sie bei "Hund" auch leicht erhöhte Werte, ist also leicht gegen den Hund allergisch.

Den Hund haben wir aus folgenden Gründen trotzdem behalten:

-Anraten der Ärztin: sie meinte, dass es am Gesundheitszustand des Kindes nichts ändern wird, wenn der Hund weg wäre, weil sie eben nur leicht allergisch wäre. Ihre Hauptallergene sind aber ganz andere. Somit ändert sich die Situation nicht, wenn der Hund weg wäre.

- Die Instabilität des kindlichen Systems. Auch wenn sie heute leicht allergisch gegen Hunde ist, kann es sein, dass in einem halben Jahr davon nichts mehr zu erkennen ist.

Mein Hausarzt sagte mir dazu eine Faustformel: bei kleinen Kindern unter Schulalter bringen Allergietests nicht viel, da sich das binnen Monaten ändern könnte. Mit 6 Jahren könnte man eine Tendenz erkennen, mit 9 Jahren eine gute Tendenz ablesen und erst mit 12 hätte sich das Immunsystem so weit stabilisiert, dass man wirklich von feststehenden Allergien reden könnte.

Unsere eigenen Beobachtungen decken sich mit der Auskunft der Ärzte: auch im Urlaub, wenn wochenlang kein HUnd weit und breit ist, ändert sich der Zustand meiner Tochter nicht (der ohnehin gut ist, wäre sie schwerer krank, würde ich vielleicht auch nach jedem Strohhalm greifen).
An der Haut ist keine Veränderung festzustellen, und Asthma hatte sie (*TOI;TOI;TOI*)seit Medikamentenbehandlung gar keines mehr.

Also, ich werde dir ganz sicher nicht den Kopf runter reissen.
Auch Ärzte sind nur Menschen. Und ihre eigene Einstellung (z.B. zum Tier) spiegelt sich auch in ihren Empfehlungen. Einer, der keinen Bezug zu Tieren hat, wird viel schneller und leichtfertiger die Empfehlung abgegen, ein Tier abzuschaffen als einer, der weiss, wie das ist.

Kleines Beispiel dazu: als der Sohn meiner Freundin 2 Jahre war, bekam er nach einen Badeurlaub am Meer unerklärlichen Ausschlag, der auch juckte. Keine Creme half, das ging über Monate. Der KiA diagnostzierte Neurodermitis und meinte: ihr Hund müsse weg. Meine Freundin lies sich nicht beirren, ging zu einen anderen KiA (auch aus anderen Gründen, sie war sowieso unzufrieden). Der andere KiA konnte auch nicht erklären, was genau der Kleine hatte. Tippte aber darauf, dass die Haut durch den Badeurlaub und den folgenden Sommer (auch mit viel Baden im Schwimmbad und am See) einfach überstrapaziert war.

Die Creme, die der zweite Kia verschrieb, half innerhalb kürzester Zeit, von Neurodermitis war nie mehr die Rede.
Der Hund lebte noch weitere 11 Jahre bei der Familie (starb letztes Jahr an Altersschwäche). Das Kind ist mittlerweile 13 Jahre alt und bekam nie wieder Hautprobleme und auch keine Allergien.

Soviel zum Thema Ärzte und ihre Empfehlungen :-)

Die Situation würde für mich nur anders aussehen, wenn das Kind nicht nur auf dem Papier allergisch ist, sondern der Gesundheitszustand des Kindes sich bei Tierkontakt wirklich verschlechtert. Dann ist klar, dass die Gesundheit des Kindes Vorrang hat.

Viele Grüsse,
Rio

 
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