Chronisch kranke und behinderte Kinder

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Geschrieben von sit.sit am 20.02.2003, 23:31 Uhr

Blickkontakt

Hallo,

Also ich muss jetzt auch mal was los werden.

Ich habe einen Sohn, der einen Herzfehler hat der kurz nach der Geburt festgestellt wurde. Erst viel später wurde uns bewusst, das er auch noch andere Probleme hat. Er hat ebenfalls Wahrnehmungsstörungen und hat auch eine hypotone Muskulatur und psychomotorische Entwicklungsverzögerung. Da in meiner Umgebung anscheinend nur Mütter mit "über-perfekten" Kindern sind und ich so manches mal tierisch deprimiert war und mich ziemlich allein gefühlt habe (mir ging dieses "kann denn deiner auch schon laufen? Also meiner kann ja schon so toll laufen und was der alles schon spricht, bla bla bla...." so gewaltig auf den Nerv!) habe ich angefangen nach Müttern zu suchen, die Kinder mit ähnlichen Problemen haben wie sie halt auch Kayhan hat.
Dabei bin ich auf dieses Forum gestossen und ich finde es wirklich super aber trotzdem teile ich Deine Ansicht, dass manche es sich mit dem Ratschlag "bekomm das Kind" wirklich viel zu leicht machen. Ein behindertes Kind zu haben IST nun einmal schwieriger als ein "Normkind" und in diesem Zusammenhang muss die Situation der Mutter bzw. der Eltern viel differenzierter beleuchtet werden. Und dass denke ich deshalb weil nämlich ein behindertes Kind nicht nur einfach ein Recht auf Leben hat wie es ja schon so oft hier in den Beiträgen geschrieben wurde, sondern weil es so wie jedes Kind einfach auch ein Recht auf ein glückliches Leben hat. Damit meine ich nicht, dass die Behinderung an sich einen Menschen unglücklich machen muss sondern auch ein behindertes Kind fühlt sich abgeschoben und ungewollt wenn die Mutter mit der Situation nicht mehr klarkommt und es in ein Heim geben muss. Es gibt so unendlich viel was eine Schwangere mit einem Baby das nicht gesund zur Welt kommen wird zu bedenken hat. Ich würde mir nicht anmassen in einem Forum wie diesem dann ihr den Rat zu geben, dass Sie das Kind bekommen soll nur weil ICH es bekommen würde oder weil ich finde dass auch ein behindertes Kind ein Recht auf Leben hat. Also kurz gefasst, Beiträge die nur aus ein zwei Sätzen bestehen und lediglich auf eine moralische Grundeinstellung pochen finde ich absolut sinnlos für die angehende Mutter. Die anderen Beiträge, die in die eine wie auch andere Richtung zum Nachdenken anregen finde ich toll weil Sie die Mutter in ihrer eigenen ganz persönlichen Entscheidungsfindung unterstützen können.

Mein Sohn scheint im übrigen so ähnliche Probleme wie Deiner zu haben, wenn auch in etwas schwächerer Form. Diese Sache mit dem Blickkontakt hat nie ein Arzt bei uns näher bettrachtet aber es ist schon aufgefallen dass er als er noch kleiner war auch schlecht Blickkontakt halten konnte in diesem zusammenhng wurde im Kinderzentrum im Nachhinein mal von Reizüberflutung oder so ähnlich gesprochen und dass er sehr reizoffen ist und dementsprechen dann überfordert war und es auch heute noch häufig ist. Beim spielen äusert sich dass heute so, dass er sich schlecht konzentrieren kann und sich dann auch schnell abwendet oder sich zurückzieht, hinsetzt und anfängt mit dem Oberkörper zu schaukeln und zu summen.

Liebe Grüße
Steffi + Kayhan (geb. 24.08.99)

 
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