Heute geht's vom Krankenhaus nach Hause

Vom Krankenhaus nach Hause

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Das ist ein aufregender Tag für alle - für die Eltern und ihr neugeborenes Kind. Daher ist es am besten, ein paar Dinge schon vorher zu regeln:

  • Passt der Kindersitz ins Auto und wie funktioniert er? Es ist gar nicht so selten, dass Eltern vom Parkplatz wieder zurückkommen und fragen, wie das Anschnallen funktioniert. Für Mutter und Kind ist es belastend, dann warten zu müssen. Tipp: Vorerst lieber keine Klimaanlage anmachen, junge Babys bekommen davon leicht eine Augenentzündung. Im Winter heizen Sie das Auto besser vor, sonst fröstelt Ihr Kind schnell.
  • Für die Heimfahrt packen Sie am besten gleich Anziehsachen fürs Kind in Ihren Klinikkoffer. Oder Sie bitten Papa, die mitzubringen - eventuell samt einer kleinen Decke, die Sie über den Autositz breiten können. Schreiben Sie sich's ruhig auf: Vor lauter Aufregung vergessen Eltern durchaus mal, dass Ihr Baby bei der Klinikentlassung eigene Kleidung braucht.
  • Daheim sollte ein üppiger Windelvorrat in der richtigen Größe vorrätig sein.
  • Falls Sie nicht stillen, brauchen Sie die passende Säuglingsnahrung sowie Fläschchen, Sauger und alles zu deren Reinigung. Im Notfall kann die Wochenstation Ihnen erst einmal Nahrung mitgeben, aber es ist besser, diese vor Ihrer Heimkehr selbst zu besorgen. Tipp: Bitte nicht direkt auf der Heimfahrt vom Krankenhaus einkaufen gehen. Für Ihr Neugeborenes ist ein Supermarkt nicht der richtige Ort. Fahren Sie erst einmal heim, falls nötig, kann Ihr Partner oder eine andere Person ja noch schnell einkaufen gehen.
  • Wer kümmert sich in den ersten paar Tage um den Haushalt? Wer versorgt gegebenenfalls die älteren Geschwisterkinder? Es ist sehr hilfreich, wenn Sie das im Vorfeld klären und organisieren. Dann haben Sie die nötige Ruhe, um mit Ihrem Baby erst einmal anzukommen und sich zu erholen. Gerade auch fürs Stillen ist ausreichend Ruhe sehr hilfreich.
  • Trauen Sie sich ruhig, Besuch zu steuern oder erst einmal zu bremsen. Es ist sinnvoll, die ersten paar Tage möglichst ungestört zu genießen, damit Ruhe in den Tag kommt. Dazu eine kleine Geschichte aus meiner Erfahrung: Eine Familie war sehr bekannt im Dorf, und es hatte sich schnell herumgesprochen, wann Mutter und Kind nach Hause kommen würden. Dementsprechend standen die Nachbarn schon zum Begrüßen bereit und wollten direkt anstoßen. Ab diesem Tag hing ein Schild an der Haustüre der Familie: "Wir können leider gerade nicht öffnen, sind am Stillen, Wickeln oder am Erholen". Als Hebamme war ich begeistert: Endlich mal eine Familie, die sich die nötige Zeit für sich nahm!

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