Kindsbewegung: Wann spüre ich mein Baby?

Kindsbewegungen

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Gerade beim ersten Kind warten schwangere Frauen oft gespannt auf die ersten Bewegungen ihres Babys. Ein wenig Geduld brauchen Sie allerdings schon.

Zwar bewegt sich Ihr Kind recht früh - bereits in der 8. Schwangerschaftswoche ist es dazu in der Lage. Aber vorerst ist es noch viel zu klein, als dass Sie davon etwas merken könnten. Vor der 18. Schwangerschaftswoche machen sich die Kleinen daher nicht bemerkbar. Üblicherweise dauert es mindestens so lange, bis Frauen ihr Kind spüren. Um die 20. Woche herum können sich dann die meisten über die ersten zarten Lebenszeichen freuen. Bald danach kann auch Ihr Partner die Bewegungen des Babys durch Ihre Bauchdecke hindurch spüren.

Wie stark Sie Ihr Kind spüren, hängt auch davon ab, wo der Mutterkuchen (die Plazenta) sitzt. Sitzt er an der vorderen Gebärmutterwand, spüren die meisten Frauen ihr Baby weniger. Sitzt die Plazenta hinten, fehlt sie als Puffer zwischen Kind und Gebärmutter sowie der mütterlichen Bauchwand. Dann spüren die Frauen ihr Kind oft viel deutlicher und früher. Werdende Mütter, die schon ein Kind haben, tun sich ebenfalls leichter damit, die ersten Lebenszeichen zu erkennen.

Erfahrungsgemäß nimmt jede schwanger Frau die Aktivität Ihres Babys anders wahr. Manche berichten von kleinen Tritten; andere sagen, es sei, als würden Ameisen in ihrem Bauch herumwuseln. Wieder andere empfinden die ersten Kindsbewegungen eher als ein Kitzeln. Meistens spüren Mütter ihr Baby das erste Mal abends, wenn sie zu Ruhe kommen. Typischerweise werden Sie auch in den kommenden Monaten erleben, dass Ihr Kind dann besonders aktiv wird, wenn Sie sich ausruhen. Dann fällt die gewohnte schaukelnde Bewegung weg, welche die Kleinen eher beruhigt oder schlafen lässt. Sehen Sie's positiv: Für den werdenden Vater ist es meistens prima, wenn das Kind abends aktiv ist. So hat er Gelegenheit dazu, auch etwas davon mitzubekommen. Und - etwa durchs Streicheln Ihres Bauches - selbst erste Unterhaltungen mit dem Nachwuchs zu starten.

Manche Kinder machen sich häufig durch ihre Püffe und Purzelbäume bemerkbar, andere seltener. Wie munter ein Baby im Bauch seiner Mutter ist, verrät dennoch nichts über sein Temperament. Viele Frauen spüren übrigens etwa in der Mitte der Schwangerschaft ein sanftes, regelmäßiges Pochen: Ihr Baby hat Schluckauf! Keine Sorge, das ist normal und Ihr Kind leidet nicht darunter. Gegen diesen Schluckauf lässt sich auch nichts tun, er hört irgendwann von alleine wieder auf.

Je älter Ihr Baby wird, desto größer ist es. Mit der Zeit werden seine Bewegungen daher immer kräftiger, manchmal auch etwas unangenehm. Gegen Ende der Schwangerschaft lassen die Aktivitäten in Ihrem Bauch dann deutlich nach: Der Platz reicht einfach nicht mehr dafür!

Sorgen machen sich werdende Mütter verständlicherweise, wenn ihr Kind sich längere Zeit nicht mehr bewegt. Im Trubel des (Arbeits-)Alltags kann es aber gut sein, dass Sie Ihr Baby einfach nicht gespürt haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, legen Sie sich mal eine Weile ruhig hin und prüfen Sie, ob Ihr Baby sich bewegt. Oft hilft es auch, sich von einer Seite auf die andere zu drehen und das Kind damit zu eigenen Bewegungen anzuregen. Tipp: Haben Sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, wenden Sie sich ruhig immer gleich an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Diese werden Sie untersuchen und klären, wie es Ihrem Kind geht. In den meisten Fällen ist alles in Ordnung und das Baby ruht sich nur ein bisschen länger aus.

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