Kaiserschnitt - mit dem werdenden Vater in den OP-Saal

Kaiserschnitt - mit dem werdenden Vater in den OP-Saal

Ob der Vater bei einem Kaiserschnitt dabei sein darf, ist von Klinik zu Klinik sehr unterschiedlich. In manchen Krankenhäusern kann der Vater immer mitkommen, egal ob die Frau eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie (Teilnarkose) erhält.

Generell hängt aber viel von der aktuellen Situation ab und meistens ist es eine sehr individuelle Entscheidung. Der werdende Vater hat die Rolle des unterstützenden Partners. Seine Aufgabe ist es, die Frau zu beruhigen und ihr - als vertrauteste Person - Sicherheit zu geben. Kommt ein Mann mit der OP-Situation nicht klar, ist es daher völlig in Ordnung, wenn er nicht dabei ist.

Der werdende Vater hat die Aufgabe, ein Ruhepol zu sein

Bei einem geplanten Kaiserschnitt verlaufen die gesamte Vorbereitung und die OP ruhiger, als bei einem Kaiserschnitt aus einer laufenden Geburt heraus. Ist die OP geplant, ist der werdende Vater schon bei den Vorbereitungen mit dabei. In jedem Fall aber zieht er unter anderem Mundschutz und Kopfbedeckung an. Der Mann sitzt am Kopf der Frau, er kann sie auch berühren und mit ihr sprechen. Selbst wenn beide aufgeregt sind: Es ist wichtig, dass der Mann Ruhe bewahrt. Seiner Frau bei Bedarf gut zuredet und sie ermutigt. Der eigentliche Operationsbereich ist übrigens nicht sichtbar: Ein quer gespanntes Tuch macht das Kopfende zu einer Art Privatbereich.

Oft gibt’s eine erste Kuschelrunde für Papa und Kind

Wenn das Baby geboren ist, wird es den Eltern in den Arm gelegt. Je nach Klinik, können auch Fotos gemacht werden. Das Baby bleibt meistens so lange mit im OP, bis die Frau versorgt ist und auf die Station oder in den Kreißsaal wechselt. In manchen Krankenhäusern ist es dagegen üblich, dass Hebamme oder Kinderarzt das Baby schon einmal mit in den Kreißsaal nehmen. Dann geht der Vater ebenfalls mit zur Erstversorgung des Kindes. Wiegen, Messen und Anziehen des Babys stehen nun auf dem Plan. Viele Häuser bieten nach einem Kaiserschnitt "Väter-Bonding" an: Der Vater setzt oder legt sich bequem hin und zieht sein Oberteil aus. Haut an Haut geschmiegt können Baby und Papa dann eine erste Kuschelrunde genießen.

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