So kommen Zwillinge auf die Welt

So kommen Zwillinge auf die Welt

© fotolia, Svetlana Fedoseeva

Eine Zwillingsgeburt auf normalem Weg ist grundsätzlich möglich, zugleich aber etwas Besonderes. Denn damit die Kinder ohne Kaiserschnitt zur Welt kommen können, sollten die Voraussetzungen stimmen.

Wichtig ist auf alle Fälle, dass Sie sich rechtzeitig ein Krankenhaus suchen, das vaginale Zwillingsgeburten begleitet und damit Erfahrung hat. Üblicherweise möchten die Geburtshelfer, speziell Arzt und Hebamme, die werdende Zwillingsmutter vorab kennenlernen. Das hilft, Vertrauen aufzubauen und der schwangeren Frau die Gewissheit zu vermitteln, dass sie in guten Händen ist.

Als wesentliche Voraussetzung für eine normale Geburt gilt, dass der vorangehende Zwilling mit dem Kopf nach unten liegt. Außerdem sollten die Kinder ungefähr gleich schwer sein und die Fruchtwassermenge ausreichen. Wichtig ist natürlich auch, dass die werdende Mutter ihre beiden Kinder auf natürlichem Weg zur Welt bringen möchte.

Stimmt soweit alles, verläuft eine Zwillingsgeburt im Grunde, wie jede andere Geburt auch: Die Frau kommt mit Wehen oder nach dem Blasensprung in den Kreißsaal. Viele Kliniken empfehlen allerdings, die Geburt bereits ab der 37. bis 38. Schwangerschaftswoche einzuleiten. Bei einer Zwillingsgeburt sind neben einer Hebamme immer auch ein Assistenzarzt sowie ein Oberarzt oder der Chefarzt anwesend. Hat das Haus eine Kinderklinik, sind auch Kinderärzte auf "Stand-by": Sie sind zwar nicht im Kreissaal, erwarten die Zwillinge aber schon in einem anderen Raum. Mütter, die Zwillinge zur Welt bringen können sich während der Geburt wie alle andere Frauen auch entsprechend ihrer Bedürfnisse bewegen. Auch die Gabe von Schmerzmitteln - bis hin zur Periduralanästhesie - können Sie mit den Geburtshelfern individuell besprechen.

Den ersten Zwilling bringen die Frauen üblicherweise in einer halb sitzenden Position zur Welt. Danach wird das Kind abgenabelt und, je nachdem wie fit es ist, der Mutter zur Begrüßung auf den Bauch gelegt oder die Kinderärzte untersuchen es. Währendessen schauen die Geburtshelfer per Ultraschall, wie sich der zweite Zwilling ins Becken der Mutter einstellt. Dabei bekommt er eventuell Hilfe von von außen: Arzt oder Hebamme begrenzen durch etwas Druck den Platz im Bauch der Mutter so, dass das Kind gut Richtung Becken findet. Für den zweiten Zwilling braucht es dann noch die eine oder andere Wehe, bevor Kind Nummer zwei ebenfalls das Licht der Welt erblickt. Auch dieses Baby kann dann, je nach seinem Befinden, nach dem Abnabeln erst einmal mit seiner Mutter kuscheln oder es wird gleich kinderärztlich betreut.

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