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Geschrieben von JuliaPaddy am 01.05.2010, 22:31 Uhr

Therapie für frühchenmamis??

Hallo ihr lieben,
mein kleiner ist jetzt ein jahr alt er kam 8 wochen zu früh in der 31+2ssw.
er ist kerngesund und auch ganz normal entwickelt alles passt motorisch, also der kiarzt sagt er ist wie ein reifgeborenes...
ABER ich habe das gefühl das ich immer mal probleme habe die zeit zu verarbeiten der schnelle kaiserschnitt das er 6 wo im kkh lag alles eben.
Er ist ein sehr liebes kind schläft durch geht gerne zu oma und opa ( also ich kann ihn immer mal abgeben, das mal zeit für mich undmein freund ist) trotzallem komme ich mir oft überfordert vor mit dem haushalt und allem eben, habe schon angst vor dieser wochenbettdepri die ja auch später kommen kann.
nun meine frage kennt das jemand hier??hat man denn aals frühchen mami anspruch auf eine therapie??
Ich weiß nicht vill. ist es auch nur eine pohase aber es kommt immermal hoch da schaue ich mir dir bilder von damals an und ich fühle mich depri und die überforderung das habe ich schon an vielen tagen...

kennt das jemand hier??

lg

 
14 Antworten:

Re: Therapie für frühchenmamis??

Antwort von lara-mari am 01.05.2010, 22:41 Uhr

hallo,

ich kenne das auch, nur zu gut! mein kleiner wird am 12.5. in jahr alt, er kam in ssw 23+6 per notsectio, da ich ein lungenödem bekommen hatte...und es somit nicht gut um mich und meinen kleinen stand. mir steigt das alles zu kopf, ich kann im moment auch nicht mehr. niclas geht es gut, er isst prima, wächst und gedeiht. will krabbeln, robben klappt schon manchmal, schläft super durch, brabbelt den ganzen tag vor sich hin...aber ich komme gar nicht klar damit. diese "fehlende" schwangerschaft, kein richtig dicker bauch usw. noch heute werde ich neidisch, wenn ich eine schwangere frau sehe.
ob es eine kur, oder ne therapie gibt, kann ich dir nicht sagen. ich denke aber, man kann mit diesem problem durchaus zu einem psychologen gehen. man muss nur wirklich erst soweit sein, ich bin es noch nicht. weißt du wie ich das meine?

liebe grüße
steffi

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Ja hier - sehr ähnliche Situation

Antwort von asujakin am 01.05.2010, 22:45 Uhr

Zwerg kam 31+3, auch 6 Wochen in der Klinik (allerdings später nochmal ne Woche), er hat SUPER aufgeholt, ist sehr groß für sein Alter (man sieht ihm also nix an) und ist recht fit. Er hat ein paar kleine Einschränkungen wie zB sehr anfällige Atemwege (spastische Bronchitis, Pseudo-Krupp, MOE...) und hat noch Probleme mit dem Muskeltonus (Bauch + Rücken) aaaaber ansonsten ist er FIT. Also auch wie ein Reifgeborenes.

Aber GENAU da kam dann der Punkt für mich...als mein Sohn endlich aus dem Gröbsten raus war wurde mir erstmal bewusst was wir alles erlebt haben. DANN erst hatte ich Zeit über alles nach zu denken und dann stand auch noch der erste Geburtstag vor der Tür...Dinge jährten sich (wie erste Doppler-Untersuchungen, KKH-Aufenthalte wg. Lungenreife usw) und ich kam nur sehr schwer damit zurecht. Als mein Sohn zu krabbeln begann habe ich geweint...ich war einfach überfordert.

Ich habe mich an's SPZ gewandt und hatte doch sehr nette und hilfreiche Gespräche mit einer Heilpädagogin. Die sind dort ja auch wirklich auf Fühchenfamilien geschult, das fand ich wichtig. Natürlich hast du Anspruch auf eine Therapie! Bei mir steht noch eine Traumatherapie aus, aber...wir wollen erstmal in Kur und dann nochmal schauen, ob wir das wirklich in Angriff nehmen, weil eigentlich noch VIEL mehr "begraben" liegt als die Frühgeburt. Ich möchte hier erstmal Stabilität reinbringen.

Also trau' dich ruhig und hol' dir Hilfe. Gespräche mit "Fremden" haben mir geholfen, weil sie nicht Teil der Familie sind, weil sie neutral sind und weil es sich somit besser erzählen lässt finde ich - zudem sind sie geschult das Gespräch in gewisse Richtungen zu leiten, zeigen dir Wege auf mit den Gedanken und dem seelischen Druck umzugehen usw.

Grüßle und fühl dich geknuddelt
asu + Zwerg (14 Monate)

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Re: @asu

Antwort von JuliaPaddy am 01.05.2010, 22:53 Uhr

hey,glaube wir kennen uns ja schon aus dem Aprilforum oder??

Was ist denn die SPZ??

lg

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Re:Nachtrag

Antwort von JuliaPaddy am 01.05.2010, 23:14 Uhr

ich habe mal etwas gegoogelt, aber nichts gefunden.wo kann man sich denn hinwenden wenn man eine evtl. therapie oder mal ein gespräch mit psychologen führen will.
ja also ich weiß wenn man "normale" probleme hat zum hausarzt und der überweist dann.aber ich meine gibt es spezielle psychologen für frühchenelter??soll ich mal auf der frühchenstation anrufen??

villeicht kann mir da jemand helfen??

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SPZ

Antwort von asujakin am 01.05.2010, 23:18 Uhr

Heißt "sozial pädiatrisches zentrum"

quasi für frühcheneltern, kranke kinder, behinderte kinder und deren familien. einfach für "spezielle" familien. gibt es nicht in jedem klinikum, aber ich denke ich würde einfach mal bei eurer frühchenintensiv anrufen, wo dein kind (tyron?) lag - die können dir sicherlich weiter helfen!

wir hatten auf station auch eine seelsorgerin, die war KLASSE. die bietet auch später noch gespräche an, wenn die kinder schon längst entlassen sind.

also vielleicht probierst du es da einfach mal?

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Re: SPZ

Antwort von pepe13 am 02.05.2010, 9:01 Uhr

Hallo, ich kenne dieses Gefühl auch mein Sohn kam vor 2 Jahren bei 28+6 auf die Welt. Im ersten Jahr waren dann auch die ganzen Arztbesuche, Physio ( 3 Tgl auch zuhause ). Ich hatte ( manchmal auch jetzt noch) Probleme Schwangere zusehen. Ich hatte mit meinen Hausarzt uber eine Mutter kind Kur gesprochen und habe diese dann auch beantragt. Ich wollte ganz gerne zum Brommerhof. Aber meine Krankenkasse hat dies auch nach Einspruch abgelehnt. Es läge keine außerordentliche Belastung vor.
Vieleicht ist das ja etwas für Dich?

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Re: Da bist Du nicht allein

Antwort von üpoi am 02.05.2010, 9:34 Uhr

Mir ging es auch so. Allerdings spulte sich immer wieder der selbe Film vor meinen Augen ab wie ich zum OP Saal gefahren wurde und niemand mir sagen konnte ob ich mein Kind je lebend sehen werde und als ich das erste mal vor den Inkubator stand. Ich konnte das nie verarbeiten,bin auch nie auf Verständnis in meinem Umfeld gestoßen. Das Gefühl der Angst ist jetzt zwar nach 4 Jahren nicht mehr so real wie die ersten 2 Jahre aber wenn es Nina nicht gut geht und sie ins KH muß kommt die Angst wieder.
Ich glaube der Weg über eine Psychologin kann gut sein wenn man sich verstanden fühlt.
Mir hat dieses Forum geholfen,ich habe gemerkt vielen Frühchenmamas geht es ähnlich oder genau so denn diese Empfindungen teilen kann nur jemand der es erlebt hat.

Alles Liebe, Heike ( mittlerw. 33.SSW) und Nina 26+0

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Re:@asu

Antwort von JuliaPaddy am 02.05.2010, 9:51 Uhr

nein mein kleiner ist der max...

ja da werde ich mal anrufen.....danke

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Re: @pepe13

Antwort von JuliaPaddy am 02.05.2010, 9:54 Uhr

Ja den brommerhof kenn ich da hab ich schon von grhört, aber da müssen ja die zwerge schon 2 sein meiner ist jetzt erst eins geworden.und da er wie ein reifchen ist also kerngesund wird man mir das wohl auch nicht genehmigen...aber ich werde das mal bei meinem hausarzt ansprechen...

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Re: Therapie für frühchenmamis??

Antwort von Savie am 02.05.2010, 10:15 Uhr

Hallo!
Ja, du hast Anspruch auf eine Therapie. Und sich die Zeit für sich nach solch einem Erlebnis nehmen zu können (zumal du ja schreibst, dass auch Oma und Opa in der Nähe sind) ist sehr wichtig.
Ich habe die Geburt und fehlende Schwangerschaft etc., pp., auch in einer Trauma-Therapie bearbeitet. Diese Therapie macht das Geschehene natürlich nicht weg (wonach ich immer Sehnsucht hatte), aber die Depris werden weniger stark und mir hat es vor allem nicht mehr so plötzlich den Boden unter den Füßen weggerissen, wie es vordem häufig war.

Um so eine Therapie zu machen, ist es ratsam sich dem Hausarzt oder Gyn. anzuvertrauen. Bei deiner Krankenkasse erhälst du eine Liste von Therapeuten, die sie bezahlen. Am angenehmsten finde ich, wenn man zu jemandem gehen kann, den man von jemandem empfohlen bekommt.
Aber da hast du ja schon inzwischen Ansprechpartner, wie ich gelesen habe.

Es gibt ja auch noch diesen Verein Frühstart e.V.. Die kennen sicherlich sonst auch noch Therapeuten.

Sei ganz lieb gegrüßt, deine Reaktion ist weder verwerflich noch unverständlich.
Wenn mir inzwischen welche damit kommen, dass doch alles gut ist und ich mich mal "locker machen soll", dann rede ich mit denen einfach gar nicht mehr darüber. Das macht es einfacher.
Ja, jetzt komme ich ins erzählen. Dazu gibt es einfach zu viel zu sagen.
Die Betreuung während Krankenhausaufenthalten ist in der Regel noch gut, aber danach hängt man dann mit dem Erlebnis alleine da und muss sehen, wie man damit klar kommt.

Also: "ran an den Speck", du hast auf alles ein Recht, damit es dir gut geht!

Gruß von Mama Savie

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Re: Therapie für frühchenmamis??

Antwort von Charly0815 am 02.05.2010, 15:23 Uhr

Hallo Du!

Ich verstehe Dich sehr gut. Mein Sohn hat sich auch nach seinem Frühstart ins Leben entwickelt, wie ein reifgeborenes Kind, aber ICH habe sehr lange gebraucht, das Frühchentrauma zu verkraften. Mir hat zunächst meine Hebamme geholfen, der ich ganz direkt gesagt habe, dass das Problem nicht mein Kind und dessen Gesundheit ist, sondern mein Gefühl um etwas betrogen worden zu sein. Die letzten Wochen der Schwangerschaft, Mutterschutz VOR das Baby geboren wird und nicht zuletzt auch um das Warten auf den Kleinen. Sie hat das gut verstanden und es fiel mir danach leichter diese Gefühle anzunehmen. Du hast etwas unwiederbringlich verloren und es dauert einfach auch, bis man lernt damit umzugehen. Tipps, wo Du Therapeuten findest hast Du ja schon bekommen. Ich für meinen Teil habe es mit genug Zeit und damit, die Gefühle zuzulassen alleine geschafft, aber ich wollte Dir einfach auch nochmal sagen, dass ich weiß, wie's Dir geht und auch noch andere Frauen, die nicht hier im Forum sind kenne, denen es ebenfalls so ergangen ist, wie uns und die auch ihre Traumata verarbeiten mussten. Glaube niemals, dass Du verrückt oder unnormal seist, die menschliche Psyche ist etwas sehr zerbrechliches. Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg und alles Gute auf Deinem Weg!

Liebe Grüße
Charly

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Re: Therapie für frühchenmamis??

Antwort von dkteufelchen am 02.05.2010, 15:40 Uhr

unsere beiden jungs sind 2003 geboren in 28+6,
sie waren auch extremfrühchen (1180g bzw. 1250g) aber es ging ihnen gesundheitlich im großen und ganzen gut
sie haben sich auch für uns zum glück und zur freude sehr gut entwickelt und sind nun begeisterte schulkinder seit dem letzten september

ich hatte seit der geburt der kinder - mit jedem jahr schlimmer werdend - psychische probleme bekommen, konnte verschiedene bilder nicht sehen, oder auch mal filme, hatte manche tage eine schlechte allgemeinverfassung und manchmal musste ich einfach nur aus heiterem himmel weinen

ich habe mir dann einen termin beim psychologen besorgt, von der sache her war es gut, das problem ist nur, er meinte meine probleme hingen mit meiner eigenen kindheit zusammen, er hat dann versucht zu pulen und zu pulen,
aus zeitlichen gründen habe ich das dann eine weile nicht mehr geschaft dort hinzugehen und ich bin - gerade jetzt wieder wo ich lese, dass ganz viele frühchenmamas das problem haben - der meinung das es nicht der richtige ansatzpunkt ist,

leider gibt es hier keine spezialisten und das thema frühchen wird hier offensichtlich nicht mehr so ernst genommen wenn die kinder erst aus der klinik sind und psychologisch für die eltern wird hier überhaupt nichts angeboten, vielleicht sollte ich einfach nochmal in der klinik nachfragen, ob die mir jemanden vermitteln können, der sich damit auskennt

lg daggi
die trotzdem megastolz auf ihre kinder ist grins

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Re: Therapie für frühchenmamis??

Antwort von Roxylady am 04.05.2010, 21:07 Uhr

Hi

ich würde zu deinem Hausarzt gehen, der kann dir vielleicht eine Therapie aufschreiben.
Ich war bei meinem FÄ und die hat mir pflanzliche Anti-Depressiva verschrieben mit Johannis-Kraut. Hat gut geholfen.
Jetzt nehme ich sie nicht mehr, merke aber dass es schlechter geht.

LG und alles Gute
Roxy mit Melina (26. SSW, 420g)

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Re: @Roxy

Antwort von JuliaPaddy am 04.05.2010, 23:28 Uhr

Danke für deine Antwort, ich denke man sollte das problem verarbeiten in Gesprächen denn ich glaube es ihat bestimmt was mit der fehlenden zeit in der ssw und die schnelle geburt und alle umstände eben zu tun.

Nur ein Tip auch von mr Johanneskraut habe ich auch schon mal genommen, aber es kann die Verhütung der Pille beeinträchtigen, deswegen habe ich das schnell wieder abgesezt.Falls du wieder die Pille nimmat wäre ich vorsichtig mit Johanneskraut...

lg

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