Frage: Nähe und Einschlafen

Sehr geehrter Dr. Posth, ich bin sehr verunsichert. Unsere Tochter, 7 Monate alt schlief bis vor zwei Wochen alleine in Ihrem Bettchen ein. Von Neugeboren bis ca. 4 Monate schlief sie entweder bei der letzten Mahlzeit ein oder wurde von uns auf dem Arm in den Schlaf getragen. Ab dem 5. Monat konnten wir sie ins Bett legen und nach dem "Gute-Nacht- Ritual" ist sie ohne Probleme eingeschlafen. Wie gesagt das tut sie seit ca. 2 Wochen nicht mehr..., sie schreit sich bis in die Hysterie rein bis wir sie wieder aus dem Bett holen, dann kuschelt sie sich an und schläft auf der Stelle ein. Viele meiner Bekannten verunsichern mich jetzt da sie sagen das wir unsere Tochter dazu "erziehen" das sie nur noch mit unsere Hilfe einschlafen kann und wir somit bald einen kleinen "Tyrannen" hätten... Ich will und kann aber meine Kleine nicht schreien lassen. Bitte geben Sie mir einen Rat, ich will doch nur das beste für unsere Kleine. Vielen Dank im Vorraus!! Anka

Mitglied inaktiv - 14.04.2008, 11:57



Antwort auf: Nähe und Einschlafen

Liebe Anka, das gesellschaftliche Vorurteil, ein Kind, das die Nähe seiner Eltern sucht und sie dazu herbeiweint (auch schreit, weil es schnell Angst hat, wenn die ELtern nicht kommen) würde später verwöhnt sein und zum Tyrannen werden, ist unausrottbar. Es dient auch eigentlich nur zur Rechtfertigung der eigenen, inneren Verweigerungshaltung, sich den Bedürfnissen seines Kindes anzupassen (vielleicht sogar einmal unterzuordnen). Nein, das von seinen Eltern sicher begleitete und in seinen Bedürfnissen befriedigte Kind ist später so reich an Urvertrauen, dass es diese empfangene Leistung an seine Eltern zurückgeben kann und sie mit stärkerem Selbstvertrauen belohnt. Viele Grüße

von Dr. med. Rüdiger Posth am 18.04.2008



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