Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Beikostbrei

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo,

Unser Sohn ist nun 4,5 Monate alt und wir haben vor 4 Tagen begonnen, ihm selbstgemachten Karottenbrei zu geben. Heute hat er zum ersten Mal die zubereiteten 30ml aufgegessen und man konnte ihm ansehen, wie zufrieden er war.

Darf er auch mehrfach am Tag Brei bekommen? Oder soll man es erstmals bei einem Versuch pro Tag belassen?

Ich werde nächste Woche einen Butternusskürbis brei zubereiten und dann Schritt für Schritt andere Gemüsesorten. Soll ich erstmals bei einem Gemüse pro Brei bleiben oder kann ich auch schon Kartoffel dazugeben? Kann ich generell jedes Gemüse verwenden oder muss man auf einige verzichten? Ab wann darf man Obst, Fleisch und Fisch geben?

Vielen Dank!

von Martinamama am 06.04.2021, 16:37 Uhr

 

Antwort auf:

Beikostbrei

Hallo Martinamama
bleibe bei vorerst einem Brei pro Tag, um dein Baby nicht zu überfordern. Gewöhne dein Baby am besten zunächst einmal an das gesamte Prozedere des Breiessens und führe das Breiessen als ein wiederkehrendes Ritual in euren Tagesplan ein. Das hilft deinem Baby nachhaltig dabei, das Breiessen künftig gut zu akzeptieren und sich gut daran zu gewöhnen.
Bleibe am besten vorerst bei nur einem neuen Lebensmittel, sprich einer neu hinzukommenden Zutat, für jeweils weitere ca 4-5 Tage. Mische zunächst etwas Öl in den Brei und ergänze nach ca 4 Tagen mit Kartoffel. Danach kannst du mit einer weiteren Sorte Gemüse experimentieren.
Orientiere dich bei der Gemüseauswahl für die Breie an deinem persönlichen Geschmack. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Baby die Gemüsesorten gut isst und gut verträgt ist umso höher, je mehr du selbige magst und vielleicht auch schon in der Schwangerschaft und in der Stillzeit gegessen hast.
Für den Anfang sind die gewöhnlichen Sorten am ehesten empfehlenswert, da tausendfach in der Beikost bewährt. Je älter dein Baby (Stichwort Gewöhnung und Reife), desto mehr kannst du mit bis dato eher in der Beikost noch ungewöhnlicheren Sorten weitermachen. Manche Mamas geben bspw Mischungen mit Knollensellerie oder Topinambur, Aubergine, Grünkohl oder Zuckerschoten. Das muss aber nicht sein. Ich gebe dir dies lediglich als Idee und Anregung weiter für den Fall, dass deine Frage so gedacht war.
Erlaubt ist, was gefällt und gut bekommt.
Du kannst statt Möhre vorerst am besten bspw Kürbis, Süßkartoffel, Pastinake, Brokkoliröschen oder Blumenkohlröschen, etc. anbieten. Stelle bald, wenn dein Baby den Brei gut akzeptiert, die Breie ganz nach deinem Gusto zusammen.
Du kannst die Sorten jeden Tag variiere, wenn du magst. Oder du kombinierst zwei bis drei verschiedene Sorten Gemüse in einem Brei. Zucchini schmeckt eher mild und harmoniert mit einigen kräftiger schmeckenden Gemüsesorten, gewinnt dadurch an Attraktivität. Brokkoli, der eher intensiv schmeckt, passt dagegen besser pur, mit Kartoffel und Öl.
Je jünger ein Baby ist, so heißt es, desto besser werden neue Geschmackseindrücke angenommen.

Den Gemüse-Kartoffel-Öl-Brei kannst du zeitnah, wenn du magst, mit Fleisch ergänzen.
Auch Obstsaft oder Obstmus ist im klassichen Brei vorgesehen.

Grundrezept für GKF-Brei:
100g Gemüse
50g Kartoffeln
20g Fleisch
in wenig, aber ausreichend Wasser garen bis weich,
Pürieren.

Danach ergänzen mit: 1 EL Öl und 2 EL Vit C-reichem Obstsaft.

Also dann
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 07.04.2021

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