Prof. Dr. med. Volker Wahn

Tonsillenhyperplasie

Antwort von Prof. Dr. med. Volker Wahn

Frage:

Hallo,

ich hätte folgende Frage:
Meien Tochter (gleich 4 Jahre) hatte letzten Sommer eine Rachenmandel OP. Hauptsächlich, weil sie so geschnarcht hat.
Danach war kein Schnarchen mehr und auch die Tonsillen waren gleich und unauffällig.
Diesen Januar hatte sie aber Influenza A und seit dem hat sie eine einseitige Vergrößerung der rechten Tonsille. (bis zum "Zäpfchen").
Ich habe große Angst, dass das irgendwas wie Lymphdrüsenkrebs oder Tonsillen Tumor oder so was in der Art ist.
Man liest zwar, dass einseitige Mangelvergr auftreten können, bei Kindern auch gar nicht so selten. Aber über Monate?? Zweimal waren wir beim HNO, er meinte, beobachten. Und evtö Gerät für eine Nscht Schlafüberwachung (weil sie wieder schnarcht). Aber reicht das?
Kinderärztin hat sie nur bei einer Kontrolle bei einem Virusinfekt im Mai gesehen. Da waren auch die Halslymphknoten geschwollen.
Geschwollen ok, aber immer nur die eine re Tonsille?
Sollte ich mir noch mal eine zweite HNO Meinung einholen? Oder noch mal zur Kinderärztin?

Vielen Dank und leibe Grüße.

von immimama am 22.06.2017, 20:32 Uhr

 

Antwort auf:

Tonsillenhyperplasie

Schwellungen der Mandeln und Vergrößerungen der Halslymphknoten sind im Kindesalter häufig. In diesen Geweben werden u.a. Antikörper gebildet. Das ist besonders nötig bei Infektionen, und die Gewebe vergrößern sich dabei. Ist der Infekt überwunden, werden diese Gewebe langsam wieder kleiner. Bleibt das in diesem Rahmen, ist alles normal. Ich halte es daher für ausreichend, wenn Lymphknoten und Mandeln regelmäßig beim KA untersucht werden.
Würden sich beide Mandeln in der Mitte berühren, kann es zu einer nächtlichen Behinderung der Atmung kommen. Das kann in einem sog. Schlaflabor untersucht werden. Zeigt diese Analyse Atemaussetzer (sog. Schlafapnöen), müssen die Mandeln operiert werden. Vertretbar ist eine Op. bei sich berührenden Mandeln (sog. kissing tonsils) aber auch ohne Schlaflaboranalyse.

von Prof. Dr. med. Volker Wahn am 23.06.2017

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