Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

Hochgradige Haselnussallergie

Antwort von Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

Auch wenn ich es nicht für sicher halte, besteht die Möglichkeit einer sich rasch entwickelnden Frühblüherpollenallergie, da manche der Hselnussallergene mit Blütenstauballergenen von Hasel- oder Birkensträuchern kreuzreagieren, bzw. sogar identisch sind. Molekulare Diagnose durch Allergologen ist dazu möglich, hat aber eher akademische Bedeutung für Ihr Kind.
Das am besten untersuchte Antihistaminicum, welche nach meiner Kenntnis ab 18 MOnaten zugelassen ist, ist Cetirizin/Levocetirizin (z.B. Zyrtec oder Xusal). Wir haben es selbst an einer großen Zahl von Kindern im Alter von 18 bis 30 Monaten geprüft und als ausgesprochen gut verträglich (praktisch frei von Nebenwirkungen in diesem Alter) gefunden. Ich denke, es könnte, wenn Sie es ab sofort einmal täglich bis zum Ende der Blütezeit geben, hilfreich sein. Es wirkt zwar schwach und leider gar nicht auf das Ekzem, kann aber eindeutig bei vorbeugender Gabe etwaige Schübe abmildern. Zusätzlich haben Sie vermutlich Adrenalin 150 mg für Notfälle im Haus. Gruß, Ulrich Wahn

von Prof. Dr. med. Ulrich Wahn am 28.01.2014

 
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