Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frühgeburt und Frühchen

Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

   

 

Erinnerung

Hallo Herr Dr Jorch,

Mein Sohn Sam ist2015 bei 26 +0 geboren. Mit 860g er hatte am 2. Lebenstag ein Stoma angelegt bekommen, dieses dumme hatte er dann auch 8 Monate Punkt insgesamt hatte er acht OPS am Darm seit November 2015 funktioniert aber alles einwandfrei. Er entwickelt sich wirklich mehr als gut hat kognitiv und auch motorisch alles aufgeholt. Er geht auch sehr gerne in den Kindergarten und hat eine sehr gute Bindung zu uns. Er übernachtet auch ohne große Probleme mal beim Opa. Dadurch dass es mein drittes Kind ist würde ich sagen ist er vollkommen normal entwickelt.

Nun zu meiner Frage, wie weit reichen die erinnerungen zurück? Was er z.b. überhaupt gar nicht mag und woher auch wirklich angespannt ist, ist wenn ich in die Fußnägel schneiden möchte. Da er als extremfrühchen schon etliche Infusionen und auch Blutabnahmen am Fuß hatte denke ich dass es daher kommt. Serm kann sich sprachlich sehr gut ausdrücken und deswegen habe ich ihn heute gefragt ob es ihn an irgendetwas erinnert und er hat sofort die Unterlippe nach unten verzogen und hat erstmal ein Weinen unterdrückt Punkt ich habe ihm dann erklärt dass er ein bisschen zu früh aus Mamas Bauch raus wollte und dass er so groß werden konnte wie er jetzt ist musste man ihn öfters in den Fuß pieksen ich habe dann wirklich gemerkt wie tief doch die Anspannung bei ihm sitzt. Ich habe ihm auch erklärt dass ich ihm jetzt nur die Fußnägel Schneide und dann hat das auch funktioniert. Manchmal stirbt er auch ins Leere hinein ich weiß dann auch immer nicht ob er da irgendetwas verarbeitet? Es sind aber keine Absencen weil er ablenkbar ist.

Meine Frage ist jetzt sollte man das jetzt schon irgendwie verarbeiten wenn es so ist oder spricht man das später mal an? Weil er sich ja sonst ganz normal entwickelt?

Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre Antwort

von simsinund2 am 07.11.2018, 11:02 Uhr

 

Antwort:

Erinnerung

Die bewusste Erinnerung an Ereignisse geht beim Menschen bis frühestens zum Alter von etwa 24 Monaten zurück. Es gibt aber wissenschaftliche Erkenntnisse, dass unangenehme Ereignisse, insbesondere Schmerzen, auf anderem Wege g4espeichert werden und das später Verhallten beeinflussen können. Allerdings wird hier mehr spekuliert als auf der Basis sicherer Daten geschlussfolgert. Für meine Antwort auf Ihre konkreten Fragen heißt das: Es ist möglich, aber weder sicher noch sehr wahrscheinlich.

von Prof. Gerhard Jorch am 08.11.2018

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