Frage im Expertenforum Aufklärung zu Samenspende und Eizellspende an Julia König:

Heftiges Streiten nach Embryotransfer

Frage: Heftiges Streiten nach Embryotransfer

Babydreamer

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Lieber Frau Dr. König Kann mehrmaliger heftiger Streit mit Schreien nach einem Tag 3 Kryo-Embryotransfer die Weiterentwicklung und Einnistung negativ beeinflussen?  Ich meine es ergibt sich dann ein Kausalzusammenhang; schlechte Atmung, kein Appetit oder ungesundes Frustessen, fehlende Energie für den Spaziergang an der frischen Luft, fehlende Zuneigung ... Mein Partner fühlte sich zu wenig wahrgenommen und ist daher öfters regelrecht ausgerastet und hat mich auch angeschrien wie ich ihn dann auch und geriet dann auch völlig in Rage und aus der Fassung, da ich fand, dass seine Befindlichkeit und ungelösten Triggerpunkte aus der Kindheit in dieser Beta-Wartezeit einfach definitiv 2. rangig sind. Was im jetzt auch klar ist und unglaublich leid tut. Es nützt mir jetzt aber nichts mehr. Transfer war 22.12. - Hcg-Bluttest am 05.01. endgültig negativ. Wir wollten das Modell als Paar versuchen; er ohne Kinderwunsch, ich mit und mit meinem Embryo von vor unserer Zeit. Wir haben lange und mit Paartherapie an dieser Lösung gearbeitet. Ich wollte mit dem Transfer einen Abschluss finden egal ob mit positivem oder negativem Schwangerschaftsergebnis, da ich auch schon etwas älter bin. Jetzt kann ich das nicht, weil ich nicht sagen kann: ,Wir haben alles versucht das es klappt und es sollte einfach nicht sein.' Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung! Ihre Babydreamerin


Julia König

Julia König

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Liebe Babydreamerin, danke für Ihre Offenheit. Es tut mir sehr leid, wie belastend diese Zeit für Sie war – emotional, körperlich und in Ihrer Beziehung. Ich möchte Ihnen etwas Wichtiges sagen: Nach allem, was wir wissen, gibt es keinen sicheren Zusammenhang, dass Streit, Weinen, Stress oder „nicht perfekt sein“ nach einem Transfer eine Einnistung verhindern. Auch Frauen, die Schweres erleben, werden schwanger – und andere trotz größter Ruhe nicht. Sie haben nichts „kaputt gemacht“. Was Sie beschreiben, ist eine extreme Ausnahmesituation: die Wartezeit, unterschiedliche Wünsche im Paar, alte Verletzungen, existenzielle Hoffnungen. Dass es da eskaliert ist, bedeutet nicht Versagen – sondern Überforderung auf beiden Seiten. Vielleicht darf der Satz nicht lauten: „Wir haben alles ideal gemacht“, sondern eher: „Wir haben uns diesem Versuch gestellt – so gut wir konnten.“ Seien Sie jetzt besonders liebevoll und wertschätzend mit sich. Sie tragen keine Schuld an diesem Ausgang. Herzlich Ihre Julia König


Babydreamer

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Liebe Frau König Vielen herzlichen Dank für die beruhigenden Worte und Beurteilung der Situation. Ich werde versuchen eine andere aufrichtige Sichtweis zu erlangen, mir Zeit zu nehmen zu verdauen und wie es  nun weitergehen soll und kann.    Liebe Grüsse  Babydreamerin


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