Magdalena!
Guten Tag, Mein Sohn ist ein bisschen mehr als 3 Wochen alt. Er kam 3 Wochen zu früh, daraufhin musste er zweimal unter die Phototherapie, wodurch wir im Krankenhaus die Flasche geben mussten, weil er so lange wie möglich unter der Lampe bleiben musste, um die Gelbsucht loszuwerden. Man muss dazu sagen, er hat davor auch nicjt richtig getrunken, er hat 2-3 mal gesaugt und die Brustwarze verloren. Er war aber auch sehr sehr schläfrig durch die Gelbsucht. Also habe ich Milch abgepumpt und mit der Flasche gefüttert. Als ich dann zuhause war, habe ich es mit dem Stillhütchen versucht, was auch geklappt hat, bis ich auch das ganz weglassen konnte. Seit über einer Woche stille ich, bisher ohne Probleme. Jetzt auf einmal verweigert er nachts die Brust. Wenn er Hunger hat, wacht er auf und schreit sofort, das war von Anfang an so. Jetzt schreit er Nachts gleich wie wahnsinnig los und ist dann so hektisch, wenn Ich ihn versuche anzulegen, sucht er kurz die Brust, schüttelt wild mit dem Kopf, saugt aber nicht und schreit dann wie irre. Ich kann ihn dann auch nicht erneut anlegen, weil er so unruhig ist. Wenn ich ihm dann ganz kurz die Flasche anbiete und er vielleicht einmal saugt, klappt es unmittelbar danach auch an der Brust, er brauch irgendwie diesen kurzen Anreiz der ihn beruhigt. Einmal hat es geklappt ihn kurz im sitzen anzudocken, dann habe ich ihn in die Wiege Lage gedreht. Aber das hat danach auch nicht funktioniert, nur mit kurzem anbieten der Flasche. Da er im Moment nachts wach ist und die letzten Tage sehr unruhig war, schlafe ich morgen gegen 6-7 Uhr das erste mal, das mit dem stillen gibt mir den Rest, jede Mahlzeit wird zum Kampf. Er schreit dann auch so laut und schrill und lässt sich kaum beruhigen. Verschiedene Positionen habe ich versucht, Milch drücke ich schon mal raus, dass er den Geschmack schon hat, bringt aber alles nichts. Was kann ich tun, dass sich unser nächtliches Stillverhalten wieder bessert? Des Weiteren tun meine Brustwarzen extrem weh, es ist nicht wund, sondern vom saugen, sie ist nach dem stillen immer ganz Platt in eine Richtung. Meine Hebamme sagt, er hat die warze aber wohl richtig im Mund. Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe.
Kristina Wrede
LIebe Magdalena!, ich würde dir empfehlen, nach einer Stillberaterin in eurer Nähe zu schauen, damit du jemanden hast, der dich punktgenau unterstützen kann. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Zunächst einmal empfehle ich dir - sofern du gesetzlich versichert bist - dich krankschreiben zu lassen und dir eine Haushaltshilfe verordnen zu lassen. Du brauchst in dieser anstrengenden Zeit alle Energie für dich und das Baby, und es ist wohltuend, wenn jemand anderes kommt und sich um die Hausarbeit kümmern kann! Was das Stillen selbst betrifft: Auch wir hier können nicht sagen, warum dein Baby sich verhält wie es das tut, woran es liegt oder was es auslöst. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass es meist schlimmer klingt als es ist. Will heißen: Dein Baby ist zwar sehr unruhig und schreit, aber es geht ihm nicht so schlecht, dass es bedrohlich wäre - vorausgesetzt, es gedeiht weiterhin gut (Gewichtszunahme ist ok, ausreichend nasse Windeln pro Tag). Mit diesem Wissen ist es für viele Mütter leichter, die Situation hinzunehmen als das, was sie ist: EIne sehr anstrengende Phase, die trotzdem gelassen und zuversichtlich überstanden werden kann. Wenn die Brustwarze deformiert ist, dann scheint die Saugtechnik doch nicht ganz zu stimmen. Auch darum wäre es gut, eine Stillberaterin vor Ort zu kontaktieren, die euch beim Stillen beobachten und dann gezielte Tipps geben kann. Achte, bis du jemanden erreichst, auf die Grundlagen des korrekten Anlegens, vor allem also, dass ihr Bauch an Bauch liegt, und dein Baby genug Brust in den Mund nimmt und nicht nur an der BW saugt! Ich hoffe, das hilft schon mal weiter. Lieben Gruß, Kristina