Aris
Halli hallo,
ich habe im September einen Sohn bekommen und stille ihn. Bis auf ein Mal wo ich wieder Wunde Brustwarzen hatte, klappt es eigentlich gut mit dem Stillen. So hab ich es zumindest empfunden.
Nun ist es aber so, dass ich seid ca 2 Wochen wunden Brustwarzenhof habe und um den Brustwarzenhof ist es auch rötlich wund. Ausserdem habe ich auch Risse in der einen Brustwarze,wieder.
Beim ersten Mal halfen die Multi mam Kompressen und ordentlich einschmieren mit Lansinoh. Die Salbe benutze ich auch immer wieder zum vorbeugen.
Jetzt komm ich nicht weiter und bin verzweifelt
. Ich lege ihn an und versuche die bessere Seite zu erst zu geben und ihm die ganze Brustwarze in den Mund zu legen, aber es heilt nicht ab. Ausserdem wenn er manchmal wehrend er trinkt, versucht die Windel zu füllen, dann zerrt er oft dran.
Am kommenden Donnerstag hab ich Termin bei meiner FÄ, aber ich brauche Linderung.
Soll ich mir selber Stillhütchen holen, wenn ja welche denn?
Hab auch angefangen nach einer Stillberatung zu suchen.
Freu mich auf eine schnelle Antwort und Tipps.
Mfg
Ifigenia
Kristina Wrede
Liebe Ifigenia, so, wie du es beschreibst, könnte es ein Pilz/Soor sein, da helfen die Kompressen und die Salbe nicht wirklich. Auch Stillhütchen sind da keine Hilfe, geh lieber am Montag gleich zum FA, auch ohne Termin, oder zu deinem Hausarzt!! Übers Wochenende könnte es helfen, wenn du dich in der Apotheke beraten lässt und falls sie auch einen Soor vermuten gleich schon mit der Behandlung anfängst. Soor ist eine ungeheuer hartnäckige Sache und muss mit ebenso ungeheurer Konsequenz mit dem richtigen Mittel und lange genug behandelt werden. Ganz wichtig ist dabei, dass nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter (Brust) behandelt wird, auch wenn die Mutter, was allerdings nur sehr selten der Fall ist, symptomfrei erscheint. Wird nur das Kind behandelt und die Mutter nicht, dann stecken sich beide gegenseitig immer wieder an (Ping Pong Effekt). Bei Soor treten auch zwischen den Stillmahlzeiten Schmerzen auf, die Schmerzen sind eher wie Nadelstiche. Ein wunder Popo bei deinem Baby oder weiße Beläge in seinem Mündchen könnten ebenso ein Hinweis auf Soor sein wie rot-glänzende, wunde und/oder rissige Brustwarzen bei dir. Leider kann ich das von hier aus wirklich nicht beurteilen. Zur Sicherheit schicke ich dir aber mal unsere Information zum Thema Soorinfektion: Da Pilzinfektionen so seeeeehr hartnäckig sind, ist neben der Behandlung absolute Hygiene unabdinglich ist absolute Hygiene wichtig und Du musst auch noch weiter behandeln, wenn schon alle Symptome verschwunden sind. Die Pilze halten sich nämlich noch eine Weile, nachdem die Symptome bereits verschwunden sind und schlagen erneut zu, wenn die Behandlung zu früh beendet wird. Candida albicans, der Erreger des Soors liebt Zucker und deshalb wird bei Soorbefall empfohlen auf Zucker weitgehend zu verzichten. Muttermilch enthält Laktose, das ist ebenfalls ein Zucker und Candidapilze leben ganz gut davon. Deshalb sollte bei einem Soorinfektion die Milch nach dem Stillen nicht auf den Brustwarzen eintrocknen, sondern mit klarem Wasser abgewaschen werden, um dem Soor die Lebensgrundlage zu entziehen. Hier noch einige generelle Hinweise zum Thema Soor: Nachdem die Behandlung der Soorinfektion begonnen wurde, können die Beschwerden für ein bis zwei Tage schlimmer erscheinen, bevor eine Besserung eintritt. Die Mutter sollte ihre Brustwarzen nach jedem Stillen mit klarem Wasser abspülen und an der Luft trocknen lassen, da Soor in Milch und feuchtem Milieu gut gedeiht. Bis der Schmerz verschwindet, können folgende Vorschläge dazu beitragen, das Stillen weniger schmerzhaft zu machen: häufigere, kürzere Stillmahlzeiten anbieten, an der weniger schmerzhaften Seite zuerst anlegen (wenn es eine weniger schmerzhafte Seite gibt), den Saugschluss des Babys unterbrechen, bevor es von der Brust genommen wird, indem sanft am Kinn des Babys oder am Mundwinkel des Babys gezogen wird. Soorpilze können sich an vielen Stellen (einschließlich Muttermilch) halten. Deshalb sollte sich die Mutter ihre Hände häufig waschen und die folgenden Vorsichtsmaßnahmen einhalten, um einen Rückfall zu vermeiden. Erhält das Baby einen Beruhigungssauger oder werden Flaschensauger oder Beißringe benutzt, müssen sie einmal täglich zwanzig Minuten lang ausgekocht werden, um die Soorerreger abzutöten. Nach einer Behandlungsdauer von einer Woche sollten sie weggeworfen und neue gekauft werden. Wird eine Milchpumpe benutzt, müssen alle Teile, die mit der Milch in Berührung kommen (mit Ausnahme der Gummidichtungen), täglich ausgekocht werden. Einmalstilleinlagen sollten nach jedem Stillen weggeworfen werden. Stilleinlagen aus Stoff sollte die Mutter nach jedem Stillen wechseln und erst wieder benutzen, nachdem sie in heißem Seifenwasser gewaschen wurden. Ist das Baby bereits alt genug, um mit Spielsachen zu spielen, muss alles, was es in den Mund nehmen kann, häufig mit heißem Seifenwasser abgewaschen werden, um eine erneute Infektion und ein Weiterverbreiten der Infektion an andere Kinder zu verhindern. Lieben Gruß, Kristina
Aris
Hallo nochmal, lieben Dank für die Antwort und die Infos. An Soor dachte ich auch und hatte mich da auch schon durch gelesen, allerdings hat mein kleiner kein wunden Popo, aber dass heisst wahrscheinlich nichts, was? Letztes mal, wo ich die selben Symptome hatte, hatte meine FÄ nach Pilze etc gecheckt, war aber alles gut, deswegen hoffe ich einerseits das es nicht Soor ist. Falls doch, wäre es echt blöd, ich bin nämlich Tagsüber alleine mit dem kleinen uns es ist schwer meine Brüste frei zu legen, einmal wenn er isst muss er bäuerchen machen oder er will allgemein in den Arm genommen werden,somit scheuert er daran und es tut weh. Ich versuche es immer wenn er dann schläft. Vielleicht noch eine wichtige Info, wenn ich den kleinen in den Armen halte, dann tut es innerlich auch manchmal , hier uns da, an der Brust weh. Bis ich meine FÄ besuche, hoffe es geht am Montag schon, darf ich weiterhin die Salbe darauf machen und die Multi mam nutzen? LG Ifigenia
Kristina Wrede
LIebe Ifigenia, ich hoffe, das Wochenende war erträglich. Problematisch beim Soor ist, dass er schwer nachzuweisen ist. Salbe und Auflagen sind ok, sollte es jedoch ein Pilz sein, wirst du neue brauchen, da du dich sonst selbst wieder infizierst mit den Auflagen, auf denen jetzt vielleicht schon ein Pilz ist. Hast du auch mal kontrolliert, ob eine andere Stillposition vielleicht angenehmer ist und die wunden Brüste weniger strapaziert? Ich würde dir auch empfehlen, eine Stillberaterin in eurer Nähe zu suchen, denn sie könnte euch (zum Beispiel im Rahmen eines Stillgruppentreffens) beim Stillen beobachten und gegebenenfalls eure Anlegeposition korrigieren helfen. Oder mit ganz konkreten Hinweisen weiterhelfen. Von hier aus ist das ja viel schwieriger, weil wir euch nicht sehen können... Lieben Gruß, Kristina
Aris
Hallo Kristina, also leider habe ich es am WE nicht in der Apotheke geschafft. Ich werde heute gehen und fragen. Vor Donnerstag wird es mit FÄ nichts,aber die gute Nachricht ist, daß direkt an der Warze die Risse vieeeel besser sind, jetzt ist es nur noch Wund um den Brustwarzenhof, also ob der Brustwarzenhof größer wäre. Es ist rot als ob man einen leichten Ausschlag hätte. Einlagen habe ich die zum wegwerfen und nach jedem Stillen wasche ich mit klaren Wasser und nehme dann neue. Wenn ich zur FÄ gehe, wird Sie doch feststellen können ob es Soor ist oder? Ich frage das, weil du schriebst dass es schwer ist festzustellen ob es Soor sei. Aaaa und ich wollte sagen, ja ich wechsle auch die Position beim Stillen und habe auch Kontakt zu einer Stillberatung genommen per Email, leider habe ich keine Antwort erhalten. Ich überlege sehr ein Stilltreffen zu besuchen, in der Klinik in der ich entbunden habe. Ausserdem starten wir nächste Woche ein Pekip Kurs und werde mich dort auch austauschen können. LG Ifigenia