Mariechen1983
Folgende Frage habe ich im Forum gestellt und bisher leider keine Antwort erhalten. Es wäre nett, wenn Sie mir antworten könnten. Was ist das für ein Knubbel und wie bekomme ich den weg? Ich habe einen Sohn (8 Wochen alt), den ich voll stille. Seit ein paar Tagen habe ich einen ungefähr tischtennisballgroßen Knubbel in der rechten Brust im Bereich des Warzenvorhofs rechts oben. Er schmerzt eigentlich überhaupt nicht. Nur wenn ich dran rumdrücke ist es etwas unangenehm. Die Hebamme meinte heute, dass es vielleicht ein alter Milchstau ist. Sie hat Tape geklebt und hat empfohlen zu baden und den Kleinen dann "über die Schulter" anzulegen, was aber leider keine Veränderung gebracht hat. Der Knubbel ist immer noch hart. Was kann das sein und was kann ich tun? Die Hebamme meinte, dass es in seltenen Fällen operativ entfernt werden muss, wovor ich große Angst habe. von Mariechen1983 am 12.02.2018 Mittlerweile war ich beim Gyn und der Ultraschall hat ergeben, dass es eine Flüssigkeitsansammlung (=Milch) ist, aber noch keine Entzündung vorliegt. Sie empfiehlt erstmal weiter wie bisher die Maßnahmen wie beim normalen Milchstau (Erwärmen vorm Stillen, hinterher kühlen, Kinn in die Richtung). Da sie leider nächste Woche Urlaub hat und die Brust nicht weiter beobachten kann, soll ich heute (Do) noch weiter machen und mich, wenn es nicht auffallend besser wird, am Freitag im Krankenhaus vorstellen, wo entschieden werden soll, ob ggf. punktiert werden muss. Ich habe Angst, dass es größer wird, aber hoffe, dass mein Sohn es schafft, den Stau doch irgendwie abzutrinken. Ist es sinnvoll, zusätzlich abzupumpen? Gibt es sonst noch was, das ich tun kann? Der Stau ist nun größer geworden und geht fast über die halbe Brust. Danke im voraus für eine Antwort!
Liebe Mariechen1983, es tut mir schrecklich leid, ich hatte Deine Frage bearbeitet, aber wohl vergessen, sie zu posten! Entschuldige bitte! Bitte geh zum Arzt, das Punktieren ist nicht so schlimm und all die Tipps werden nicht helfen! Es kann auch sein, dass Du Medikamente brauchst, aber das muss der Arzt entscheiden. Ich gebe Dir jetzt noch allgemeine Tipps, aber bitte lass die Brust noch einmal ansehen! Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden angelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Keine Pumpe der Welt saugt so gut wie ein Baby und ich persönlich würde lieber das Kind „turnen“ lassen ;-). Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Chronisch gestaute Milchgänge lösen sich unter Umständen, wenn Frau alle Fette, die sie zu sich nimmt durch mehrfach ungesättigte Fette ersetzt und zusätzlich pro Tag einen Esslöffel flüssiges Lecithin einnimmt. Die Einnahme von Vitamin C kann ebenfalls helfen. Wenn Du magst, können wir gerne auch miteinander sprechen, bitte melde Dich noch einmal, wenn Du beim Arzt warst. Und noch einmal SORRY, dass ich vergessen habe, die Antwort zu posten. LLLiebe Grüße Biggi
Mariechen1983
Liebe Biggi, danke für deine Antwort. Ich war nun letzten Freitag beim Doc. Es ist ein Abszess, der punktiert wurde. Auch Antibiotika habe ich verschrieben bekommen. Morgen soll ich mich dort nochmal vorstellen. Die Brust ist an der Stelle immernoch (oder schon wieder) verhärtet, aber die Ärztin meinte schon, dass vielleicht nochmal punktiert werden muss. Mir stellt sich vor allem die Frage, wann diese Milchdrüse wieder Milch statt Eiter produziert und wie das das Stillen beeinflusst. Da ich ja nach wie vor stille, muss ja der Milchgang irgendwie wieder frei werden. Kommt dann da irgendwann Eiter raus und trinkt den dann der Kleine mit? Liebe Grüße!